EDM: Vom Underground in die Charts

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10 Sprüche, die DJs zu hören bekommen

Foto von Scott Sandars [bearbeitet, CC BY-SA 2.0]

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Was ist EDM?

Electronic Dance Music (Abk. EDM) ist ein Sammelbegriff für eine große Anzahl an elektronischen, tanzbaren Musikstilen. EDM bezeichnet damit kein eigenes Genre im typischen Sinne.

Beliebte Beispiele für EDM-Genres sind Electro, Hardstyle, Trap, Drum ’n’ Bass, Trance und Minimal House.

Elektronische Musik wird Mainstream

Das Musikbuisness ist ständig im Wandel. Bands und Musiker werden bekannt, andere verlieren an Popularität und Erfolg. Auf diese Weise verändert sich die Musik in den Charts und auch außerhalb des Mainstreams langsam aber stetig.

Viele bereits etablierte DJs und Produzenten der elektronichen Musik nähern sich in ihrem Stil der Popmusik an

Verschiedenen Dekaden können durch diese Veränderung verschiedene Musikstile zugeordnet werden. Discopop wird in Verbindung mit den 70er Jahren gebracht, in den 90er Jahren der Rock. So wird dem jetzigen Jahrzehnt die elektronische Musik, insbesondere die Electronic Dance Music (Kurz: EDM) zugeschrieben und wird damit in den Geschichtsbüchern festgehalten werden.

Viele bereits etablierte DJs und Produzenten der elektronichen Musik nähern sich in ihrem Stil der Popmusik an, während mehr und mehr Popartists im Zuge des Erfolgs von EDM elektronische Soundelemente in ihre Songs integrieren. Beide treffen sich nun stilistisch in der Mitte.

Grund dafür ist der Markt und der Wunsch nach anhaltendem Erfolg. Bekannte Beispiele sind David Guetta und Avicii, die inzwischen fast ausschließlich kommerziell produzieren und Madonna, Katy Perry oder auch Britney Spears, die versuchen durch EDM-Parts in ihren Werken noch mehr Leute zu begeistern/anzusprechen/größeren Erfolg zu erzielen.

Ein jüngeres Beispiel hierfür:

Elektronische Musik ist seit Ende der 70er Jahre populär und besitzt seither eine große Szene. Dance, Euro-Disco und Techno feierten ihre Hochzeiten und Loveparade und Mayday gewannen im Laufe der 90er Jahre Kultstatus. Interpreten wie Marusha und Talla 2XLC waren in der ganzen Szene bekannt und doch spielten sie eine untergeordnete Rolle in den Charts. Die auf Beats und Rhythmus beruhende Musik war allgegenwärtig, aber doch alternativ und wenig gesellschaftsfähig.

Warum EDM mehr ist als ein Trend

Ein Großteil der elektronischen Tanzmusik ist noch immer nicht im Mainstream angekommen und pflegt auch nicht die Ambition dazu. Doch die Liste der Subgenre des EDM wächst ständig und so auch die Liste der erfolgsorientierten Stile.

Durch die neuste Computertechnologie hat ein Jeder die Möglichkeit selbst auf Software-Basis zu produzieren. Die steigende Anzahl an Künstlern führt zu einer Zunahme und Vielfältigkeit an elektronischen Musikstilen. Durch Musik- und Videoportale (Spotify/Soundcloud/Youtube/..) gelangen diese rund um den Globus schnell an Bekanntheit.

Bekannte EDM Künstler

Zunächst als Inspirationsquelle für andere Künstler, etablieren sich manche der Stile, die durch soziale Netzwerke aufkommen, als feste Genres.

  1. Trap: Diplo
  2. Dubstep: Zeds Dead
  3. Tropical House: Kygo

Wie du einen Trap Beat ganz einfach selbst erstellen kannst, erfährst du hier: Tutorial: Trap Beat erstellen »

Die Entwicklung des EDMs ist ein Phänomen, welches fast alleinig auf der Verbreitung der Werke auf Social-Media-Platformen und anderen Online-Diensten beruht. Diese schnelle Weiterentwicklung und Neuschöpfung der verschiedenen Genre tritt in dieser Form erstmals so auf.

Durch die Verbreitung auf Social Media Plattformen nahm die Geschwindigkeit von Stilmixen, Neuschöpfungen und neuen Entwicklungen rasant zu. Dieses Phänomen ist so deutlich erstmals in diesem Genre zu beobachten.

EDM ist nicht nur eine Welle neuer, meist kommerzieller elektronischer Subgenre. EDM ist die natürliche Folge davon, dass jeder digital Musik produzieren kann. Nach akustischen und analogen Produktionen ist das einfache produzieren elektronischer Musik eine Innovation die bleiben wird und immer ihren Einfluss auf den Mainstream behalten wird.

Mehr Fans für EDM = mehr Kritiker

Während z.B. die Techno-Szene eigenständig weiterlebt, werden die Charts weiterhin mit EDM infiziert. In letzter Zeit sind deshalb immer mehr Stimmen gegen die Kommerzialisierung von EDM aufgekommen. Viele Hörer der elektronischen Musik bewerten die Vermischung von Mainstreammusik mit elektronischer Musik als negativ. Der Hörer ist gezwungen, den Schritt vom alternativen zum Mainstream- bzw. Charts-Hörer zu gehen.

EDM: Vom Undergound in die Charts

EDM: Vom Underground in die Charts

Oder versucht der Mainstreamer in eine Subkultur zu drängen?

Diese Mischung hat durchaus auch positive Seiten: Außenseiter werden zu Stars und Stars mehr zu Außenseitern. Die gegenseitige Empathie wird gefördert und es findest ein Austausch an einer Stelle satt, an der es bisher keinen gab.

Ein Ende für EDM im Mainstream ist noch nicht in Sicht – egal wie viele negative Stimmen sich aus den Reihen der richtigen Elektrohörer erheben – Erfolg bleibt Erfolg.

Oder habe ich da doch einen falschen Eindruck? Wie beurteilst du die bisherige Entwicklung von elektronischer Tanzmusik in den Charts? Und wie sieht die Zukunft aus? Warum ist die Diskussion um ein Crossover der Stile in dieser Zeit so angespannt?

Schreib uns deine Ansicht und Meinung zum Thema unten in die Kommentare! :)

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Lesermeinungen (2)

zu 'EDM: Vom Underground in die Charts'

  • Dennis M.   11. Mai 2015   11:01 UhrAntworten

    An sich ist diese "Entwicklung" ja nichts schlechtes. Wer andere Musik hört, den interessiert's nicht, im Mainstream scheint's ja gut anzukommen und es gibt noch genug "Underground"-DJ-Produzenten.
    Aber schade ist's um die betroffenen Produzenten, dessen Musik man mal gefeiert hat. An sich gibt es viel zu viel Aufregung um das ganze Thema.

    Ich selbst häng ja auf der Electro-Schiene und kann EDM dennoch nichts schlechtes abgewinnen. So eine große Vielfalt an Genre, klar gibt's da welche die einen nerven, aber genauso viele Stile die klasse sind.

    Ob die Masse da auch langsam drauf aufspringt.. soll sie machen. Ich hab nicht das verlangen, alternativ oder (..) "Hipster" (..*würg*..) zu sein.
    Der einzige wirkliche Nachteil für mich: Songs, die mich schon vor 2 Jahren angefangen haben zu nerven werden langsam bekannt. Die Masse hängt da doch deutlich nach. Sie recherchiert nicht sondern hört nur was andere schon gehört haben. Neuste Musik in der Playlist: Fehlanzeige.
    Genau die Musik läuft also 2 Jahre später überall. Und sie nervt noch genauso.
    Bekanntestes Beispiel wäre Robin Schulz, der fast alle nun bekannten Singles schon 2012 oder 2013(?) veröffentlicht hat.

    Die nächsten paar Jahre werden zeigen, ob EDM in den Charts bleibt. Elektronische Musik, da bin ich mir sicher, bleibt populär, aber auch da wird sich eine Menge ändern. Wie es schon immer geschehen ist.
    Mal abwarten was da so passiert..

  • Alexander Déboir   16. Jun 2015   19:31 UhrAntworten

    Ich finde es ist immer Intervallmäßig was gerade Trend ist und was wieder in die verstaubte Schublade gesteckt wird. Vor ein paar Jahren kamen dutzende Bands im Bereich Gothic wie Within Temptation, Evanesence usw. nach 10 Jahren wollen die Leute wieder was neues in den Charts hören.

    Aber ich begrüße die Beliebtheit der elektronischen Musik, da ich demnächst auch einige Stücke im Dark Electrobereich komponieren mag und für mich Youtube als Medium der Verbreitung rausgepickt habe.

    Durch eine Kunstseite auf Facebook habe ich Kontakte zu sehr vielen (Hobby)Models aus dem alternativen Bereich, die ich in die Videos mit hineinbringen kann. Viele haben zudem eine Freundesliste von mind. 4000 Personen und wenn ich mehrere mit hineinverlinken und das Video anschließend teilen kann, komme ich auf die über 1000 views die Notwendig sind, um einem Partnernetzwerk beizutreten. Diese sorgen anschließend selbst wieder für Werbung und hoffe somit, nach und nach was aufzuziehen.
    Bleibt vielleicht nur nen Wunschtraum...aber hey.... könnte ja dennoch funktionieren.

Sag uns deine Meinung!

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