B.B. King ist tot

15
SHARES
B.B. King ist tot

B.B. King im Jahr 2007 | Foto von Kasra Ganjavi (CC BY 3.0)

anzeige

Hail to the King

Riley B. King prägte eine, nein, mehrere Generationen von Musikern, die später längst nicht nur den Blues spielten, sondern oft noch mehr im Rock und Pop verortet waren. Von den Rolling Stones über Eric Clapton bis hin zu Stevie Ray Vaughan ließen sich Künstler von seinem Stil beeinflussen. Seine Tonträger sind millionenfach verkauft worden, mehr als 70 Live- und Studioalben entstanden im Laufe seiner Karriere. 15 Grammys hat B.B. King eingeheimst, den letzten für das Album »One Kind Favor«. Zu seinen bekanntesten Songs gehört etwa »The Thrill Is Gone«, ein gutes Beispiel für die Seele des Blues – immer etwas gedrückt (nichts ist verständlicher ob der afroamerikanischen Geschichte), aber mindestens genauso trotzig und verspielt.

B.B. King ist tot

B.B. King im Jahr 2007 | Foto von Kasra Ganjavi (CC BY 3.0)

»Gentlemen I don’t play chords« – B.B. King zu U2 bei einer Probe

In Mississippi geboren, wuchs er bei seiner Großmutter auf und sang Gospel, bevor er mit zwölf Jahren seine erste Gitarre erstand. King spielte später vor allem Gitarren von Gibson, die er liebevoll »Lucille« nannte.

Das »B.B.« steht übrigens für »Blues Boy«, was wiederum eine Verkürzung von »Beale Street Blues Boy« ist (abgeleitet von der musikalisch geschichtsträchtigen Beale Street in Memphis) – Kings Pseudonym als Moderator seiner eigenen Radiosendung Ende der 40er-Jahre.

Schon etwas länger war der Musiker erkrankt und in den letzten Wochen hatte sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechtert. Doch das ist nicht von Belang, viel wichtiger ist sein großartiges künstlerisches Wirken, das er – welch ein Geschenk an sich und die begeisterten Hörer – bis weit über das Alter von 80 Jahren verfolgte.

Mehr zum Thema:
    


Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN