Vocals aufnehmen: 7 Quick-Tipps für bessere Vocalaufnahmen

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Vocals aufnehmen: 7 Quick-Tipps für bessere Vocalufnahmen

Stimmen aufnehmen leicht gemacht? Hier erfährst Du sieben kurze Tipps, mit denen Du die Ergebnisse deiner Gesangsaufnahmen deutlich verbessern kannst. Am Ende des Artikels findest Du im grauen Kasten noch weitere Artikel rund um Musik & Gesang aufnehmen und bearbeiten.

Im Übrigen gelten diese Tipps sowohl für Sprecher, Sprache und Voice-Over als auch für Gesang und Rap.

  1. Das Mikrofon richtig positionieren
    Klar, es gibt kein richtig oder falsch. Nur, wenn Du zu nahe zum Mikrofon stehst, wirst Du mit dem Nahbesprechungseffekt und unter Umständen sogar mit verzerrtem Audiosignal kämpfen. Wenn der Sänger zu weit entfernt vom Mikrofon steht, dann bekommst Du mehr Umgebungsgeräusche in Deine Aufnahme.
    In der Praxis haben sich Distanzen von 10-25 cm zum Mikrofon bewährt. In Sachen Mikrofonierung und Mikrofonposition kannst Du zusätzlich auch darauf achten, dass Du das Mikro vom Computer weg drehst und einen möglichst großen Abstand zu Stromkabeln – und -quellen hältst.

  2. Teste die Aufnahmequalität
    Bevor Du mit der eigentlichen Aufnahme beginnst, empfiehlt es sich, eine Testaufnahme zu machen – und diese anzuhören. Ein solcher Test dauert nicht länger als zwei Minuten und Du kannst damit dumme Fehler wie ausgeschaltete Mikrofone, dröhnende Ventilatorengeräusche oder ein offenes Fenster schnell erkennen und beheben.
    Wenn Du es ganz genau wissen willst, dann nimm auch gerne die Kopfhörer zur Hand.

  3. Lerne den Text
    Wer seinen Text aus dem Gedächtnis rezitieren kann, hat viel Zeit, um sich auf Ausdruck, Aussprache, Nuancen und Performance zu konzentrieren. Zudem gibt es kein lästiges Rascheln des Textblatts im Hintergrund.

  4. Steh auf!
    Wer beim Sprechen oder Singen steht hat eine kräftigere Stimme. Das liegt an der Anatomie des menschlichen Körpers und natürlich wirkt sich auch unser Unterbewusstsein auf unsere Stimme aus, wenn wir aufrecht stehen.

  5. Trinke ausreichend
    Auch wenn es banal klingt: Viele Sänger vergessen während der aufregenden Aufnahmesession zu trinken. Am besten geeignet für die Stimmbänder sind Wasser oder leichte Tee-Sorten bei Zimmertemperatur. Vermeide Getränke mit Kohlensäure oder Milchprodukte.

  6. Vermeide plosive Laute
    Als plosive Laute bezeichnet man Konsonanten. Allen voran das „P“, das zu einer Art Ploppgeräusch bei der Aufnahme führen kann, wenn der Luftstrom, der beim Singen oder Sprechen aus dem Mund kommt, direkt auf die Membran trifft. Um diese ungewollten Luftbewegungen vom Mikrofon fern zu halten, kannst Du einen so genannten Poppschutz davor aufbauen. Diese sind schon für wenige Euros im Fachhandel erhältlich. Du kannst hierzu auch einen Poppschutz selbst basteln.
    Wenn Du gerade keinen Poppschutz zur Hand hast, dann versuch doch einmal, am Mikrofon vorbei oder drüber zu singen, damit der Luftstrom am Mikrofon vorbeizieht und nicht direkt trifft.

  7. Entspanne Dich und geniesse den Moment
    Der wichtigste Tipp zum Gesang aufnehmen zum Schluss. Entspanne Dich und geniesse den Moment. Die Performance, Emotion und der Ausdruck sind noch immer die wichtigste Komponente in einem guten Vocal Recording.
    Wer gelangweilt singt, klingt auch so.

Hast Du noch mehr Tipps zu Musik & Gesang aufnehmen für die anderen Leser von delamar? Schreib uns Deine persönlichen Tipps und Tricks für besser Vocalaufnahmen im Studio!
Wir freuen uns auf Deinen Kommentar.

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Lesermeinungen (6)

zu 'Vocals aufnehmen: 7 Quick-Tipps für bessere Vocalaufnahmen'

  • Manuel   03. Sep 2009   14:31 UhrAntworten

    Wenn der Sänger partout den Text nicht hinbekommen will, dann kann man auch eine nette Alternative zu den Textblätter nehmen:

    Jeder Songwriter schreibt seine Texte auf ein digitales Medium. Warum soll man nicht dem Sänger den Text auf einem Laptop präsentieren?
    Den muss man in der Größe natürlich passend wählen, dass er den auch gut lesen kann.

    Ein leichter Tastendruck macht nicht so viel Lärm, wie Blätter. Alternativ kann man noch einen "Texthelfer" daneben stellen, der dem Sänger den Text an die richtige Stelle scrollt.

    Mit dem Laptop habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

    Sogar Live habe ich das schon anwenden können, musste dafür aber noch etwas rumbasteln:

    Da wir neue Songs performen wollten, aber der Sänger den Text nicht in den Kopf bekommen hat, haben wir ihm eine PowerPoint-Präsentation gebastelt, in dem die Texte standen, schön in kurze Passagen eingeteilt, um die Schriftgröße so groß wie möglich zu halten.

    Damit der Sänger aber weiterblättern konnte, habe ich mir eine alte USB-Maus genommen, diese auseinandergebaut und an den Kontakten für die linke Maustaste ein ausrangiertes XLR-Kabel angelötet. Auf der anderen Seite habe ich dann eine günstige Türklingel angebaut, die der Sänger vor sich auf dem Boden liegen hatte.
    Mit einem unauffälligen Tritt konnte er weiter im Text voran schreiten.

    Das ganze System ließ sich auch noch bequem hinter dem Bühnenmonitor verstecken, weswegen es dem Publikum auch nicht auffiehl.

    Ich wollte diesen Trick einfach mal an dieser Stelle loswerden. Ich finde nichts schlimmer, als Sänger, die einen Notenständer voller Zettel vor sich stehen haben.

  • Philipp   04. Sep 2009   00:03 UhrAntworten

    Das mit der PPP und dem Fußtaster ist genial!! Danke!

  • Carlos (delamar)   05. Sep 2009   23:32 UhrAntworten

    @Manuel
    Das ist mal eine großartige Idee!! Hast Du davon Bilder? Ich könnte mir vorstellen, dass man das mal als Artikel hier auf delamar veröffentlichen könnte. Vielleicht hast Du ja Lust zu?

  • Manuel   06. Sep 2009   13:00 UhrAntworten

    @Carlos:
    Kein Thema :-) Wenn das Ok ist, könnte ich das gerne mal als Artikel aufschreiben und dir dann schicken. Bilder müsste ich davon noch anfertigen, aber das ist ja kein Thema. Mach ich gerne.
    Allerdings werde ich das die kommende Woche zeitlich nicht schaffen. Müsste dich dann auf die darauf folgende Woche vertrösten.

  • Peter Nuding   09. Mai 2011   19:45 UhrAntworten

    Es gibt meines Wissens auch Teleprompter-Software. Ich habe es selber noch nicht getestet, aber hier mal der Link:

    http://www.freetelepromptersoftware.com

    Ich bin hier gerade über den Artikel gestoßen weil ich gerade Infos zu "Lesen & Sprechen" suche. Also wie spricht man gut, wo oder wie kann man es lernen, Anfängerfehler, Technik, etc. Wäre vielleicht auch mal was für Delamar. Also jetzt weniger Gesang oder Sprechgesang sondern "nur" Sprechen bzw. etwas Vorlesen.

  • Peter Nuding   09. Mai 2011   19:56 UhrAntworten

    PS: An der Stelle würde mich dann auch noch interessieren wie man es vermeidet, das es vor einer Kamera nicht nach "abgelesen" aussieht. Bei manchen Aufnahmen sieht man ja deutlich das der Sprecher von irgendwo abliest, oft anhand der Augenbewegungen. Diese nimmt man ja sicherlich ab einem bestimmten Abstand als Zuschauer nicht mehr wahr. Also welcher Abstand macht Sinn? Schriftgröße? Satzlänge, Menge der Worte? Scrolltext oder doch besser "blättern"? Selber steuern oder steuern lassen? usw...

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