Tutorial: Gitarre am Computer aufnehmen (Teil 2)
Im ersten Teil des Tutorials Gitarre am Computer aufnehmen gab es einen Überblick über traditionelle Methoden zur Aufnahme von Gitarren und eine Bestandsaufnahme von auf dem Markt erhältlichen Effektprozessoren für Gitarre.
In diesem zweiten Teil des Tutorials wird es um den korrekten Anschluss der Gitarre an einem Eingang des Audio Interfaces, Computers oder Effektprozessors gehen. Der dritte Teil des Tutorials “Gitarre am Computer aufnehmen” wird in den nächsten Tagen auf delamar veröffentlicht werden.
Tutorial: Gitarre am Computer aufnehmen (Teil 2)
Nachdem wir im ersten Teil des Tutorials dafür gesorgt haben, dass die Gitarre sich im best-möglichen Zustand für die Aufnahme befindet, gehen wir zu den verschiedenen Optionen bei der Verkabelung bzw. dem Anschluss der Gitarre ein. Ich gehe im Rahmen dieses Tutorials auch davon aus, dass ein Computer nebst Audio-Interface und eine beliebige Sequencer-Software vorhanden sind.
Aufnahme der Gitarre über einen Instrumenteneingang
Der erste Schritt zur Aufnahme der Gitarre am Computer wird die Verkabelung der beiden Komponenten sein. Und bereits hier an dieser Stelle können schon die ersten Probleme auftreten (wer ab und an in Foren liest, weiss was ich meine). Der Ausgang von elektrischen Gitarren ist zumeist passiv ausgelegt und hat eine dementsprechend recht schwache Ausgangsleistung, die einen speziellen Eingang an Audio Interface bzw. Effektprozessor benötigt. Dieser Eingang wird von den meisten Herstellern von Audio Interfaces oder Effektprozessoren schlicht Instrumenteneingang oder Hi-Z Eingang genannt.
Zwar kann man seine (passive) Gitarre auch an einen gewöhnlichen Line-In anschliessen, wie kürzlich erschienenes Magazin schrieb, aber das Ergebnis dürfte dann alles andere als zufriedenstellend sein. Die Auswirkungen dieser Verkabelung können von einem lautem Rauschen bzw. sehr leisem Nutzsignal über ein eingeschränktes Frequenzspektrum bis hin zu dem, was man als “fehlender Körper” oder “nicht vorhandene Tiefe” bezeichnet, reichen.
Wer also eine gute Gitarrenaufnahme möchte, muss für eine entsprechende Verstärkung des passiven Audiosignals sorgen. Und wer einen Instrumenteneingang an seiner Soundkarte sein eigen nennt, der braucht nicht mehr zu tun als die Gitarre mit diesem zu verbinden. Schon ist das System bereit für die Aufnahme der Gitarre in den Computer bzw. Sequencer.
Aufnahme der Gitarre über einen Effektprozessor
Externe Effektprozessoren sind nicht nur sehr nützlich, wenn wir live auftreten wollen, sondern können mit ihren integrierten Vorstufen und Preamps auch wunderbar für Recordingzwecke genutzt werden. Die im ersten Teil erwähnten Effektprozessoren für Gitarre bieten natürlich allesamt einen geeigneten Instrumenteneingang bzw. Vorverstärker für den Anschluss einer Gitarre.
Die Gitarre wird mit einem handelsüblichen Gitarrenkabel an den Instrumenteneingang der externen Einheit angeschlossen und die Ausgänge des Gitarren-Prozessors mit einem oder zwei Line-Eingängen (je nachdem ob Mono oder Stereo) an der Soundkarte verbunden. Diese Lösung setzt keinen eigenen Instrumenteneingang am Audio Interface voraus, da die Ausgänge an den externen Effekten genau wie die Eingänge des Audio Interface für Line-Pegel ausgelegt sind.
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27. Dez 2007 | 11:23 Uhr
Man sollte nicht vergessen, dass einige Effektprozessoren die Möglichkeit bieten, direkt via USB auf einen Rechner aufzunehmen.
27. Dez 2007 | 23:30 Uhr
Ah, welche denn genau? USB ist da natürlich den anderen digitalen Übertragungen gleichzusetzen.
28. Dez 2007 | 00:57 Uhr
Genau, habe da schon einige Aufnahmen mit dem POD XT Live gemacht, aber auch andere Geräte wie z.B. Zoom, verwenden USB.
28. Dez 2007 | 01:26 Uhr
Ich glaube der PodXT liefert die Daten auch direkt per USB an den Rechner.
28. Dez 2007 | 01:46 Uhr
Ist ein wichtiges Detail. Danke!
02. Jan 2009 | 22:38 Uhr
Hey,
erstmal herzlichen glückwunsch zu dieser großartigen seite
verdammt hilfreich für mich als “recording-einsteiger”
ich hab da mal eine frage, die hier wohl am besten rein passt
ich nehme meine gitarre wie folgt auf :
gitarre->Line6 Spider ->POD Style out-> Edirol ua 25 ex-> Laptop
funktioniert grundsätzlich auch großartig
ich hab da nur manchmal so ein metallisches fiepsen, das lauter wird wenn der pc beschäftigt ist
hab jetzt schon verschiedene gegenmaßnahmen getestet
betreibe das interface jetzt über netzteil (bzw. usb-hub mit netzteil)
und hab mal ein symmetrisches Kabel zwischen amp und interface getestet. Ich glaub das mit dem netzteil aht sogar was gebracht,
aber mit nem symmetrischen kabel ist der klang auf ein mal total dünn
(allerdings sind die störgeräusche weg).
hat irgendjemand von euch noch ne idee die ich mal ausprobieren kann ?
danke
Adrian
03. Jan 2009 | 13:07 Uhr
Danke für das Lob und willkommen bei delamar.
Das Fiepen wird eine Strahlung vom Computer sein. Du könntest mal folgende Punkte durchgehen und schauen, ob es besser wird:
27. Jan 2009 | 14:09 Uhr
Tolles Tutorial, vielen Dank!
Ich möchte auch gerne mit Homerecording anfangen, und möglichst wenig ausgeben, auf folgende Fragen hoffe ich noch auf eine Antwort:
Kann ich meinen normalen Marshall als Vorverstärker nuzten? (Lautsprecher ist kaputt)
Also Gitarre in den Amp, dann ein “Sackgassen”-Klinkenkabel in Kopfhörer Ausgang, damit der Lautsprecher still bleibt,
und über Lineout in eine Soundkarte? (habe vor mir die M-Audio 2469 zu holen, ist bei Ebay für ca. 40 Euro zu bekommen/ die Karte hat keinen Preamp))
oder brächte eine DI Box da sauberere Ergebnisse?
Könnte ich auch mit der Gitarre in ein altmodisches Mischpult in den verstärkten Mikrofoneingang rein,(Der Preset- Regler lässt sich so regeln, dass die Gitarre bis 0 db pegelt) und dann Mischpult in den PC? oder geht das nicht wegen der Ohm-Stärke?
Dass es generell geht, ist mir klar, die eigentliche Frage ist, ob eine Di Box oder ein anderes Audio-Interface bessere Ergebnisse bringt.
Es ist zwar nicht viel Geld, aber ich würde mir gerne unnötige Anschaffungen sparen, um auf anderes Equipment(Mikrofon) zu sparen. Danke im voraus für jede Antwort!
27. Jan 2009 | 15:57 Uhr
Also ich kann mich da jetzt nur an meinen alten Marshall Valvestate erinnern, der auch einen Line-Out hatte…der klang wirklich wirklich fürchterlich. Es gibt im Bereich bis 100 EUR einige interessante Gitarrenprozessoren von den üblichen Verdächtigen, die Du mal antesten könntest:
Behringer Guitar Link Audio Interface für Gitarre EUR 54,00,-
Behringer V-Amp 2 Gitarreneffektgerät / Amp-Simulator für EUR 79,-
Line6 Pocket Pod Effektgerät / Amp-Simulator für EUR 96,-
Beim Audio Interface würdest Du natürlich noch eine Software für Amp-Simulation benötigen. Bei den Effektgeräten benötigst Du noch ein Audio Interface.
10. Mrz 2009 | 15:03 Uhr
Ich hatte das Glück ein Line6 Tone Port nutzen zu können. die Ergebnisse sind sehr gut! es handelt sich um eine Kombination aus Preamp/Audiointerface und Amp-Simulator.
Sehr zu empfehlen, sehr einfach!
10. Mrz 2009 | 15:52 Uhr
Die Frage ist zwar schon was her aber hier
mein Tipp: EDIROL UA-4FX
sehr geile Effekte, sorgen bereits bei der Aufnahme für guten Pegel oder fetten Sound. Sehr Einfache Handhabung, viele Eingangsmöglichkeiten. Universalteil. Für die Preisklasse hervorrangende Wandler
Hatte ich selbst zum Testen und war echt positiv überrascht.
Das Gehäuse ist zwar nicht unbedingt “heavy metal” aber dafür wurde nicht am Sound gespart!
Hier anschauen
Straßenpreis 139,- € oder weniger
lg Sascha aus OB
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