Homerecording: Die sechs Schritte zu einem fertigen Song

Homerecording: Die sechs Schritte zu einem fertigen Song

Nicht jede Band kann die Magie ihrer Live-Performance in Form eines guten Albums (oder einer Demo-CD) festhalten. Es benötigt schon eine Menge Talent, Knowhow, Übung und auch Erfahrung, um eine 1a-Aufnahme zu machen.

Wenn Deine eigenen Aufnahmen aus Deinem Homerecording Studio nicht so gut klingen, wie Du Dir erhoffst, dann könnte das an einem der folgenden Schritte liegen.

Here we go:

  1. Songwriting
    Ein guter Song fängt mit gutem Songwriting an. Ausgefeilte Übergänge, interessanter Spannungsbogen, mehrere Hooks, Ohrwurmcharakter. All das können nützliche Qualitäten eines Songs sein.

     

  2. Arrangement
    Eigentlich kann man das Arrangement auch als Teil vom Songwriting sehen, aber leider wird es zu oft vernachlässigt. Zum Arrangement gehört das Ausfeilen und Polieren von einzelnen Parts und auch die Arbeit am Spannungsbogen.
    Ein sinnvolles Arrangement kann die Arbeit beim Mischen deutlich verringern und den fertigen Song deutlich besser klingen lassen.

     

  3. Tracking
    In diesem Teil geht es um die eigentliche Aufnahme der Instrumente. Wo werden die Mikrofone platziert? Wie nutze ich die Klangcharakteristik meines Raums am besten aus? Welches Equipment setze ich ein? All diese Punkte können die Qualität der Aufnahme erheblich beeinflussen.
    Es kommt beim Tracking im Übrigen nicht so sehr auf das Equipment selbst an, wie oftmals in Homerecording Foren gemutmasst wird, sondern viel mehr auf die Erfahrung und die Kreativität des Toningenieurs an, der aus den ihm zur Verfügung stehenden Geräten das Beste herausholen muss.

     

  4. Produktion
    Ein Produzent kann dabei helfen, den Song weiter zu fokussieren, indem er entscheidet, welche Elemente benötigt werden und auf welche verzichtet werden kann. Er nimmt Einfluss darauf, welche Parts neu aufgenommen oder welche überarbeitet werden müssen.
    Ein Produzent kann je nach Integration in das Projekt auch auf alle anderen genannten Phasen bis zum fertigen Song eingreifen und positiv wirken.

     

  5. Mixing
    Hierbei handelt es sich um das Abmischen eines Songs, dem Finden einer Lautstärken-Balance zwischen den einzelnen Spuren und dem Verteilen derselben im Stereopanorama. Ein guter Mix gibt jedem Instrument seinen eigenen Platz im virtuellen Raum zwischen den Lautstprechern und sorgt damit für eine bessere Wahrnehmung durch das Publikum.

     

  6. Mastering
    Das Mastering eines Songs ist der letzte Schritt auf dem Weg zu einer fertigen Homerecording Aufnahme. Obwohl es eigentlich beim Mastering darum geht, eine fertige Aufnahme für das CD-Presswerk vorzubereiten, werden auch gern in diesem letzten Schritt nochmals tonale Änderungen am Song vorgenommen.
    Diese Änderungen können am kompletten Frequenzspektrum, an der Kompression und auch an der Gesamtlautstärke des Songs vorgenommen werden und sollen dafür Sorge tragen, dass ein Song für sich genommen gut klingt und sich nahtlos im Kontext eines Albums einfügt.
    Dieser letzte Schritt kann einen großen Einfluss auf die Qualität des fertigen Werks nehmen.

Homerecording: Die sechs Schritte zu einem fertigen Song

Wenn Du Dir also wieder einmal selbst die Frage stellst “Warum klingen meine Aufnahmen nicht pro?“, dann geh doch diese sechs Schritte noch einmal durch und schau, wo Du noch etwas mehr Arbeit hereinstecken kannst, um Deine Musik auf Hochglanz zu polieren.

Lesermeinungen (8)

zu 'Homerecording: Die sechs Schritte zu einem fertigen Song'

  • Jenesch
    10. Mai 2009 | 16:08 Uhr Antworten

    Hallo Carlos,
    wir hatten uns vor ca. 3 Monaten hier auf deier Seite kennen gelernt. Ich war zu der Zeit noch in Grenada und habe dort ein grosen Teil einer Weltumseglung gedreht. Vielleicht kannst du dich noch entsinnen. Wir haben damals über eine zusammenarbeit gesprochen und wollte eigentlich bloß mal fragen ob da noch intressenaustausch besteht. wenn ja sag mir was wir mit tun können.

    Aalles gut bis dahin gruß Jenesch

  • nevi
    11. Mai 2009 | 12:00 Uhr Antworten

    Hi Carlos, bitte nenn den Punkt 5 mal “Mixdown” ;-)
    Punkt 3 könnte auch “Recording” heißen, oder?
    lg nevi

  • Carl
    01. Sep 2012 | 11:12 Uhr Antworten

    Hallo Carlos
    Ich habe mir hier alles aufmerksam durch gelesen.
    Kann aber keine Erkenntnis daraus schöpfen.
    Könntes du dir einmal ein Song von mir anhören und mir sagen
    wo es bei mir noch hapert .

    An Songwriting? An Arrangement? An Mix? An Mastern? An Allem
    Das wär sehr nett von dir !!!
    Hier ein Song von mir : youtube.com/watch?v=yngu2FgZXTk

    • Henry
      16. Mrz 2013 | 11:36 Uhr Antworten

      gemischt ist das gut,aber die raps sind einfach schlecht,reimstruktur, flow, message.instrumental ist auch nicht so mein ding, aber das ist ja nicht das wirkliche problem.

  • Gast
    25. Mrz 2013 | 16:34 Uhr Antworten

    “Ein sinnvolles Arrangement kann die Arbeit beim Mischen deutlich verringern und den fertigen Song deutlich besser klingen lassen.”

    Wahnsinnig nichtssagend und ist jemandem, der konkrete Tipps für die Praxis sucht, keine Hilfe. Hat eher den Charakter von “ein Licht kann helfen, den Raum zu erhellen”, wenn man nach Feng Shui Tipps sucht.

    Echt, keine Hilfe.

    • Guest
      07. Apr 2013 | 08:44 Uhr Antworten

      “Ein sinnvolles Arrangement kann die Arbeit beim Mischen deutlich verringern und den fertigen Song deutlich besser klingen lassen.”
      Ich finde diese Aussage sehr sinnvoll,weil sie anmahnt, sich ausreichend mit dem Arrangement zu beschäftigen.Was nun der Einzelne daraus für sich ziehen kann, wird individuell sehr unterschiedlich sein.

      • kodix
        10. Jan 2014 | 14:24 Uhr

        Sehe ich auch wie mein Vorredner. Ausserdem geht’s hier nun mal um Basics. Wer mehr sucht, findet es auch, sowohl bei delamar als auch an anderer Stelle. Für mich als Anfänger war es hilfreich, Kenntniss über eine gewissen Rahmen zu bekommen, in dem man sich bewegt hin zu einer besseren aufnahme, Danke Carlos.

  • GG
    18. Okt 2014 | 07:53 Uhr Antworten

    Meine Meinung ist:wenn du nicht selber hörst was in deinem song schlecht klingt dann helfen dir auch solche tipps wenig.

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