Gesang aufnehmen: 5 Tipps in aller Kürze

Gesang aufnehmen gehört zu den Dingen im Homerecording, die nicht immer so einfach von der Hand gehen. Ich habe fünf kurze Tipps für das Aufnehmen von Vocals zusammengestellt, damit Ihr am Wochenende was Neues zum ausprobieren habt.

Gesang Aufnehmen

Einige der nachstehenden Tipps zum Gesang aufnehmen stammen von einem befreundeten Toningenieur, vielen Dank an dieser Stelle. Und nicht vergessen beim Gesang aufnehmen: Die Performance ist wichtiger als jede Technik und jedes Equipment!

Ausprobieren geht hier definitiv über studieren und selbst ein sehr preiswertes Mikrofon kann beim Gesang aufnehmen deutlich besser als seine deutlich teureren Mitbewerber klingen. Es kommt allein auf die Quelle an…lies selbst…

 

Gesang Aufnehmen: 5 Tipps

  1. Der Schall des Gesangs breitet sich über einen großen Winkel aus und der Raum gibt den Schall in Form von Reflexionen zurück. Das Mikrofon muss daher nicht zwingend direkt vor den Mund des Sängers positioniert werden, es gibt eine Vielzahl von gut klingenden Positionen neben, ober- oder unterhalb des Munds.

     

  2. Wenn der Sänger harte Konsonanten wie B, P, T oder D ausspricht, kann die dabei ausgestossene Luft zu Poppgeräuschen führen. Abhilfe schafft hier das seitliche Positionieren des Mikrofons oder ein Popp-Filter.

     

  3. Der Konsonant “S” erzeugt bei vielen Sängern ungewollte Sibilanzen, die man später mit einem EQ oder De-Esser entfernen muss. Eine einfache Möglichkeit, diesen Sibilanzen schon bei der Aufnahme zu entgehen kann das seitliche Positionieren des Mikrofons sein. Aufgrund der Physionomie der Zähne klingt das “S” bei vielen Sängern auf einer Seite leiser als auf der anderen.

     

  4. Wenn Du das Mikrofon oberhalb der Luftstösse und seitlich zum Mund des Sängers positionierst, sollte die Membran in Richtung Mund zeigen und 10-20 Zentimeter von diesem entfernt sein. Der Sänger singt nicht in das Mikrofon hinein, sondern geradeaus daran vorbei.

     

  5. Wenn der Sänger sich dennoch windet, um direkt in das Mikrofon zu singen, bau ein weiteres Mikrofon als Placebo direkt vor seinem Mund auf. Dieses Mikrofon muss nicht aufgenommen werden, es dient nur als Ablenkung für den Sänger.

Gesang Aufnehmen…

Hast Du noch mehr Tipps zum Thema Gesang aufnehmen? Oder hast Du Fragen? Dann schreib uns doch einen Kommentar, wir freuen uns darauf!

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Lesermeinungen (21)

zu 'Gesang aufnehmen: 5 Tipps in aller Kürze'

  • zironeftahaloft
    09. Mai 2008 | 15:27 Uhr Antworten

    Warum ein Mikro als Placebo?Dann nehmt doch direkt ein Popschutz als Popfilter und zusätzlich als Distanzhalter!!!…Tip Nr.5 finde ich jedenfalls schlecht….

  • carlos (delamar)
    10. Mai 2008 | 02:45 Uhr Antworten

    Weil das zur Aufnahme verwendete Mikrofon ja jetzt seitlich steht. Das Placebo-Mikrofon verhindert, dass der Sänger den Kopf dreht (“windet”).

  • Bobileebob
    12. Mai 2008 | 12:18 Uhr Antworten

    Ist es nicht so, dass jeder Gegenstand, der vor dem Mund steht, den Klang verändert? Wen man die Hand beim Singen vor den Mund schiebt, und dann wieder weg, dann hört man es. Also denke ich auch, dass der Tip5 nicht besonders gut ist.
    Diese Tips sind ja nur für Standartaufnahmen gedacht. aber es gibt ja Situationen, wo man bestimte Verhältnisse schaffen muss, um an den Klang zu gelangen, den man hören will. z.B. Opera…. wird es in diesen Fällen nicht anders aufgenomen?

  • Bobileebob
    12. Mai 2008 | 12:27 Uhr Antworten

    Und noch was. Das gehört zwar nicht zum Thema, aber trotzdem. Ich mus ein Projekt über Homerecording schreiben. Und wenn ichr noch paar Tips dafür habt (z.B. Programe, oder welche Mics ihr benutzt), dann wäre es toll.

  • carlos (delamar)
    12. Mai 2008 | 12:39 Uhr Antworten

    Hallo Bobileebob,

    natürlich kann der fünfte Tipp nur eine Notlösung für die Sänger sein, die nicht von sich aus machen, was man ihnen sagt.

    Eine optimale Situation würde einen solchen Trick nicht erfordern.

    grüsse

  • klaus denker
    12. Mai 2008 | 19:43 Uhr Antworten

    Hallo

    Mit de- esser zu arbeiten ist immer zweite Wahl. Der manipuliert statt zu
    polieren.

    ” Zischies ” beim Einsingen vermeiden – leichter geschrieben…

    ( Das erinnert mich an eine Baustelle diesbezüglich – ich wollte immer einen
    Ausgebildeten in Klassik – Gesang fragen, wie Sie/ Er das Problem meistert ).

    Gruss, Klaus

  • carlos (delamar)
    13. Mai 2008 | 10:44 Uhr Antworten

    Ich hab mal hier einen Artikel über De-Essing geschrieben, vielleicht hilft Dir der auch weiter?

    SSS- und Zischlaute aus Vocals entfernen / DeEssing

  • Loco
    13. Mai 2008 | 22:40 Uhr Antworten

    Man kann nen Bügel und eine Strumpfhose auch als simplen Plop-Schutz nutzen =)

  • Bobileebob
    14. Mai 2008 | 10:39 Uhr Antworten

    Es gibt ja gute Headsets. Sie könten dieses Problem mit dem ins Mic singen gleich vermeiden.

  • carlos (delamar)
    14. Mai 2008 | 10:56 Uhr Antworten

    Ich denke Headsets sind nicht die beste Lösung für das Recording.

  • al bass
    21. Mai 2008 | 15:34 Uhr Antworten

    ich arbeite viel mit ungeübten sängern…bzw. rappern….denen drück ich immer iht textblatt in die hand und zeige ihnen wie sie es sicherhalten (um störgeräusche zu vermeiden)……lustiger neben effekt: die köpfe bleiben grade…..klappt fast immer…..

    ps: für die meisten aufnahmen benutz ich ein se z3300…..is nicht das teuerste…..aber es reicht für die meisten sachen….dann noch nen analogen röhrenvorverstärker und ab in die soundkarte(outboard)….kopression und deesser kommen meist nach der aufnahme dran…ausser der sänger/ rapper kann seine lautstärke nicht im zaum halten…..dann nehme ich nen leichten softwarekompressor…..von waves oder aus dem nomadfactorybundle…..
    ach ja…bei nicht so volumigen stimmen kommt noch was drive vom vorverstärker hinzu….macht das ganze noch wärmer;)

    aber eins habe ich gelernt….egal wie du es machst…..klingen muss es gut!!!!

  • al bass
    21. Mai 2008 | 15:36 Uhr Antworten

    ps:@
    Bobileebob

    lass den piloten und den callcentermitarbeiter ihr headset…..over and out!;)

  • carlos (delamar)
    22. Mai 2008 | 00:21 Uhr Antworten

    Also gerade mit Rappern hatte ich viele Probleme zu umschiffen, die sich meistens allerdings um Performance drehten, da kaum einer seine Texte auswendig konnte und sie dann leider nicht genug Emotion in die Aufnahme bekamen.

    Die Sache mit dem Textblatt klingt einen Versuch wert, wobei ich mir vorstellen könnte, dass es aufgrund von Reflexionen hoher Frequenzen zu Problemen führen könnte.

  • al bass
    22. Mai 2008 | 12:05 Uhr Antworten

    @carlos

    dieses problem mit den reflexionen tritt auf…..kann ich dir jetzt schon sagen….aber wenn mann es mit nem kleineren blatt versucht geht es…..ich hab nen scanner in der regie stehen….da leg ich das blatt dann drauf und verkleiner um die hälfte….

    schöner nebeneffekt is das die jungs dann mal still stehen….und nicht auch gleich das nächste video für mtv in der kabine drehen;)

  • carlos (delamar)
    22. Mai 2008 | 17:01 Uhr Antworten

    Ich habe feststellen müssen, dass es besser ist, wenn sich die Sänger/innen vor dem Mikrofon bewegen – dann wird nur die Aufnahme schlechter.

    Wenn sie sich nicht bewegen dürfen, wie sie wollen, dann wird oftmals die Performance schlechter.

    :/

  • Peter Anderson
    24. Nov 2008 | 03:03 Uhr Antworten

    Wie sollte eigentlich ein Software Compressor wie zb in Logic eingestellt sein ? Welches Ratio oder Treshold usw ?
    Schleift man diesen in die Insert wege schon vor dem Gesang ein ?
    Sollte man auch einen De Esser einsetzen ? Oder wäre es besser die Bässe und die höhen etwas abzusenken ?
    Sollte man danach die Stimme noch einmal mit einem Compressor verbessern ?
    Danke euch für euren Rat !!!!!
    Peter

  • carlos (delamar)
    24. Nov 2008 | 11:35 Uhr Antworten

    Hallo Peter, willkommen bei delamar. Die meisten Deiner Fragen sind bereits in diversen Artikeln bei uns beantwortet worden, aber hier ein kleiner RoundUp:

    - es gibt keine allgemein gültigen Einstellungen, die immer gut klingen.
    - davon abgesehen probier mal eine Ratio von 3:1 oder 4:1
    - einen Kompressor kannst Du entweder bei der Aufnahme (Mic->Komp) oder in einem Insert verwenden
    - Wenn es zischt, setzt Du am besten einen De-Esser ein.
    - Ein Kompressor reicht dicke für die Stimme :)

  • Paul
    23. Jan 2009 | 20:13 Uhr Antworten

    Was ich viel schlimmer finde als zu starke S- und Zischlaute sind
    die vielen Sänger die lispeln. Das ist nicht mehr zu beheben.
    Diesbezüglich stehen Fernsehansager/rin an erster Stelle

  • man ich hab die verrücktesten probleme
    13. Okt 2009 | 12:34 Uhr Antworten

    Ich hol mir demnächst eine Recordingkarte von Tascam und ein Mikrofon von MXL oder so, und einen Popschutz, Insgesamt kostet alles in etwa 230€.

    mein hauptanlass dazu war, weil meine alte soundkarte nich mehr ging und ich eh was professionelleres haben wollte. nur jetzt weiß ich nich wie ich , und ob ich die alte raus baun muss, denn die neue is usb, und die alte weiß ich nich ma wo die überhaupt im pc is, ich vermute die is verbunden mit andren teilen davon, also so unrausnehmbar.^^

  • Cap&Chino
    02. Mai 2010 | 14:25 Uhr Antworten

    ich finde die tipps ganz cool…
    nur leider is die performance bei manchen rappern sooooo schlecht, mit unkontrolliertem stimmenvolumen und übertriebener power… die brüllen manchmal ins mic, da wäre nen limiter besser^^…
    nee spaß bei seite…
    die idee jemanden nen blatt in die hand zu drücken funktioniert ab und zu ganz gut… aber kennt ihr leute die beide seiten beschreiben und in der mitte vom part probieren ihr blatt irgndwie zu drehen und schon sind wieder solche knistergeräusche drauf… und the magic of first take is das schnell im arsch…
    und bitte kein headset verwenden^^… ich glaub das haben wir damals in den anfangszeiten zu genüge probiert^^…

    kurz mal ne andre frage, kann sein das ich auch einfach nur zu blöd bin^^, ich bekomm in samplitude einfach keine gruppen spur hin, das kostet mich oft echt viel zeit… ich klick da zwar irgendwo auf gruppe oder so, aber bekomme dabei keinen neuen kanal um die gruppe anzusteuern… ich denke mal irgendwas übersehe ich da nur, aber bitte gebt mir n tipp;):.. dankeschöm, und n schönen sonntag wünsch ich euch noch:..

  • Mike
    15. Mrz 2011 | 07:28 Uhr Antworten

    Hey liebes Delamar Team,

    mir stellt sich immer die Frage wie ich mit Cubase 5 richtig aufnehmen kann? Ich mache zwar schon seit etwa 5 Jahren Musik, aber habe mich mit der Technik noch nicht so auseinander gesetzt.

    Mich interessiert vor alledem ob ich schon im Eingangskanal Komprimieren kann, dass mache ich oft, und finde das der Sound dann echt besser klingt. Kann man noch mehr an den Sound spielen bevor Cubase das schreibt?

    Danke schon einmal für eine Antwort.

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