Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test

Das preiswerte Doppelmembran-Kondensatormikrofon Behringer B2 Pro dürfte nicht nur Einsteiger ins (Home-) Recording und Tonstudio-Besitzer mit begrenztem Budget von Interesse sein. Für einen Straßenpreis von rund EUR 150,- bietet diese Studiomikrofon eine Menge Features.

Wie aber steht es mit dem Klang? Lohnt sich der Kauf eines Behringer B2 Pro?

Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test


Ich hatte kürzlich die Möglichkeit, das Studiomikrofon Behringer B-2 Pro bei einem befreundeten Tonstudio zu testen. Es handelt sich dabei um ein Doppelmembran-Kondensatormikrofon für den kleinen Geldbeutel oder das Homerecording-Studio, das nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat.

Das preiswerte Studiomikrofon Behringer B2 Pro ist zwar bereits eine ganze Weile auf dem Markt, aber durch das verlockende Preis-Leistungsverhältnis und einige der Features scheint die Begeisterung bei Recording-Anfängern und Einsteigern ungebrochen. Der Hersteller wirbt mit einer kompromisslosen Klangqualität und einer umfangreiche Ausstattung, die sich im Real Life Einsatz als tatsächlich sehr nützlich herausstellt.

Behringer B2 Pro Features

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Das Behringer B-2 Pro bietet eine 1″ große Doppelmembran, die drei unterschiedliche Klangcharakteristiken bietet: Niere, Kugel oder bidirektional als Acht. Die Umschaltung zwischen den Patterns geschieht durch einen Schalter an der Front. Zur weiteren Ausstattung gehört eine zuschaltbare Pegelabsenkung um -10dB, die durch einen Schalter auf der Rückseite gesteuert wird und das Behringer B2 Pro für den Einsatz vor lauten Schallquellen rüstet. Ein Hochpassfilter mit einer Flankensteilheit von 6 dB/Oktave kann ebenfalls auf der Rückseite aktiviert werden.

Das Kondensatormikrofon macht einen robusten Eindruck und das nickelbeschichtete Messinggehäuse sieht auch relativ schön aus. Im Lieferumfang des Behringer B2 Pro befinden sich zudem auch eine schwarze Studiospinne, ein Windschutz und ein stabil anmutender Alu-Koffer, um das Studiomikrofon wegzupacken.

Die Studiospinne hat sich in der Praxis als absolut studiotauglich erwiesen, sie hält das Mikrofon fest und sicher. Optisch macht das B2 Pro durchaus was her und erinnert entfernt an einen deutschen Mikrofonhersteller mit großem Namen. Ob das wohl gewollt ist?

Um das Behringer B-2 Pro in einer Recording-Umgebung zu nutzen, benötigt man, wie bei allen Kondensatormikrofonen, eine 48V Phantomspeisung, die normalerweise vom Mischpult oder dem Preamp geliefert wird.

Behringer B-2 Pro: Klang

Mit einer männlichen Stimme konnten wir ein gutes Resultat erzeugen, mit einem soliden und durchsetzungsfähigen Klang. In einigen Fällen fiel die “leichte Höhenanhebung bei 12 kHz” doch deutlich, stellenweise unangenehm auf, aber dies kann bei Nichtgefallen mit einem EQ wieder abgesenkt werden. In der Verwendung mit einer weiblichen Stimme zeigte sich das Behringer B2 Pro ebenfalls solide, wobei die Anhebung auch hier wieder deutlich vernehmbar war.

Was bei einer Stimme zumindest diskussionswürdig ist, entpuppte sich in der Aufnahme einer akustischen Gitarre durchaus als Vorteil. Die akustische Gitarre klang in unserer Aufnahme definiert und präsent und konnte mit für diesen Preis erstaunlichen Detailreichtum glänzen.

Natürlich sind auch andere Einsatzmöglichkeiten denkbar, in unserem kurzen Test konnten wir aber eben nicht alles ausprobieren.

Behringer B-2 Pro: Übersicht

  • 1” DoppelmembranKondensatormikrofon
  • Nieren-, Kugel- oder Achtcharakteristik umschaltbar
  • 20 Hz bis 20 kHz Frequenzgang
  • max. Schalldruckpegel -36 dB, 16mV/Pa
  • Zuschaltbarer Hochpassfilter
  • -10 dB Pad Pegelabsenkung
  • Betrieb an 48V Phantomspeisung
  • Vergoldeter XLR-Anschluss
  • stabile Konstruktion
  • nickelbeschichtetes Messinggehäuse
  • Lieferumfang: Alu-Koffer, Studiospinne und Windschutz

Behringer B-2 Pro Testbericht: Fazit

Fangen wir mal mit dem fabelhaften Preis-Leistungsverhältnis des Behringer B2 Pro an. Für gerade einmal EUR 150,- bekommt man nicht nur ein Studiomikrofon, das im heimischen Studioeinsatz mithalten kann, sondern auch ein praktisches Köfferchen für den Transport und die Aufbewahrung sowie eine Studiospinne, die dem Tonstudio-Alltag trotzt.

Der vom Hersteller als “leichte Anhebung” beworbene Hype in den Höhen um die 12 kHz ist zwar gut für einige Anwendungen, bei Vocalaufnahmen hätte ich persönlich lieber darauf verzichtet. Ich vermute, dass der ein oder andere sich daran satt hören könnte.

Nun, das Behringer B2 Pro ist ein solide gebautes Kondensatormikrofon mit einem wirklich akzeptablen Klang. Für Einsteiger und Anfänger, die gerade eben ihr Homerecording- oder Projektstudio ausstatten kann dies eine echte Option für den Anfang und darüber hinaus sein.

Behringer B-2 Pro Galerie

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro Studiomikrofon

Behringer B2 Pro

Behringer B2 Pro

Behringer B2 Pro mit Spinne

Behringer B2 Pro mit Spinne

 

 
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Lesermeinungen (6)

zu 'Behringer B2 Pro Testbericht: Preiswertes Studiomikrofon im Test'

  • Manuel
    07. Feb 2009 | 10:58 Uhr Antworten

    Es nervt, dass viele Mics schon nen eingebauten EQ haben, der sich nicht auf Bypass schalten lässt. Soll wohl den subjektiven Qualitätseindruck auf den ersten Blick etwas aufwerten.. naja

    Man hätte durchaus auch einen “signal optimizing” Knopf einbauen können.

  • chris
    07. Feb 2009 | 13:32 Uhr Antworten

    versteh ich auch nicht, was das soll…
    gut, es liefert schneller ergebnisse, aber ob die dann gefallen ist ne andere frage und individuelle bearbeitungsmöglichkeiten sind schon was feines.

  • Onkel Tom
    11. Aug 2009 | 09:29 Uhr Antworten

    Ein bissl dünn, der Test. Ich hätte ihn mir etwas ausführlicher gewünscht. Insgesamt wirkt der Bericht eher einseitig, ich vermisse etwas Neutralität.

  • Andy S.
    10. Feb 2010 | 14:29 Uhr Antworten

    Hi!

    Ich konnte die die B2-Pro auch schin mal was länger testen und bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Dinger sind robust, solide rauschen nicht viel, habe ine gute Präsenz (liegt wohl ander Anhebung) und funktionieren tadellos.
    Ich habe damit Vox, A-Gitarren und Toms aufgenommen. (Ich bin eh ein großer Fan von Großmembranmics an Toms). Alles saubere Aufnahmen.
    Ansonsten möchte ich den Kollegen noch Rode Mikorfone an Herz legen. Diese sind günstig und liefern tolle Ergebnisse.
    Bei weiteren Fragen zu diesen Erfahrungen: ferwell [Email-Adresse: ferwell(at)gmx.de]

    Viele Grüße

    Andreas

  • Julie
    02. Mai 2010 | 23:43 Uhr Antworten

    Hallo!
    (Schon wieder ich :-) )
    Ich hab mich mal umgeguckt, und da meine Ansprüche wirklich nicht hoch sind, die meines Geldbeutels dafür um so höher, bin ich schnell auf das Behringer C1 gestoßen, das für sage und schreibe 39€ erhältlich ist. Na, das ist jawohl ein echter Anfängerpreis!
    Zwei Fragen habe ich dazu (und auch zu Studiomicros generell):
    Was heißt denn das, Kugel, Niere und Acht? Das C1 hat nämlich nur Niere.
    Und gibt es eine einfache Methode, dieses Micro (oder ein anderes, das von dir vorgestellte im leckeren Metallkoffer zum Beispiel) an den PC anzuschließen?
    Danke schon mal, und auch danke für ein informatives Wochenende via Delamar :-)

  • Carlos (delamar)
    03. Mai 2010 | 00:06 Uhr Antworten

    Generell sind Rode-Mikrofone eine Runde Sache. Es sind sehr leise und sehr gute Mikrofone, liegen aber auch normalerweise im Budget deutlich über dem Behringer B2.

    @Julie:
    Du benötigst einen Mikrofonvorverstärker, der wahrscheinlich an deinem Audio Interface dran ist. Die anderen Fragen kannst Du hier nachlesen:
    http://www.delamar.de/recordin.....ne-1-1980/

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