11 einfache Recording Tipps für Einsteiger

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11 einfache Recording Tipps für Einsteiger

Eine kleine Checkliste für deine ersten Recordings? Genau das findest Du hier! | Bild: Tomstar3000, flickr.com [CC BY-NC-ND 2.0]

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Homerecording: 11 einfache Recording Tipps für Einsteiger

Ohne grosse Umschweife soll es jetzt direkt losgehen. Diese Liste ist natürlich nur eine kleine Checkliste zum Start und sie könnte wahrscheinlich um ein Vielfaches länger sein. Alte Hasen werden wahrscheinlich nicht viel Neues in dieser Liste mit Recording Tipps finden, dafür aber eine Menge Nützliches.

Wenn Du noch weitere Recording Tipps auf Lager hast, dann teile diese doch bitte mit den anderen delamari in den Kommentaren.

Here we go:

1. Recording ohne Equalizer

Dieser Tipps ist gerade für Einsteiger, die noch nicht so viel Erfahrung mitbringen, wichtig. Bei der Aufnahme sollte jeglicher Equalizer an Preamp, Keyboards oder Mischpult auf neutral gestellt sein. Den EQ kannst Du immer noch beim Abmischen des Songs einsetzen.

2. Kompressor bei der Aufnahme…

…nur wenn die Schallquelle wirklich enorme Pegelschwankungen mitbringt. Im Zweifelsfall ist ein Limiter vorzuziehen.

3. Rauschen minimieren

Moderne Audio Interfaces mit einer Auflösung von 24-bit und mehr haben genug Platz für beste Qualität auch bei geringer Lautstärke. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du die lautesten Stellen auf etwa -6 dB einstellen. Damit dürftest Du vor Clipping geschützt sein und dennoch einen exzellenten Rauschabstand haben.

4. Click-Track nutzen

Um die spätere Bearbeitung in deiner DAW (Digital Audio Workstation) zu vereinfachen, bietet es sich an, nach einem Click-Track einzuspielen. Im Falle einer Band reicht es, wenn der Schlagzeuger diesen hört. Ein Click-Track ist eine Spur mit dem Klang eines Metronoms, welches das Songtempo angibt.

5. Gute Mikrofone

Erwerbe die besten Mikrofone, die Du dir für dein Budget leisten kannst. Frequenzen und Details, die ein Studiomikrofon beim Recording nicht aufnimmt, können später mit keinem Equalizer oder Effekt hinzugerechnet werden.

6. Mehrfach-Mikrofonierung

Wenn dein Musik Equipment es erlaubt, solltest Du akustische Musikinstrumente in mehreren Positionen simultan mikrofonieren (Beispiel: akustische Gitarre am Schallloch und am 12. Bund). Das ermöglicht dir eine Vielzahl von Klangvariationen, wenn es um das Abmischen des Instruments geht.

7. DI & Amp aufnehmen

Wer noch nicht zu viel Erfahrung im Recording hat, sollte E-Gitarren sowohl über DI-Box direkt ohne Effekte als auch über den Verstärker und ein Mikrofon aufnehmen. Das ermöglicht dir den Klang zu einem späteren Zeitpunkt im Notfall nochmals mittels Reamping zu verändern.

8. Chor um das Mikrofon positionieren

Statt beim Abmischen einer Aufnahme lange mit Hall- und Raumeffekten hantieren zu müssen, kannst Du einen Chor mit mehreren Sängern einfach gleich vor dem Mikrofon richtig positionieren. Während der Lead-Gesang direkt vor dem Mikrofon singt, kann der Chor einige Schritte vom Mikrofon entfernt stehen. Für Stimmen, die sich im Hintergrund abspielen kannst Du dich sogar noch weiter entfernen.

9. Markiere gute Takes

Jedes Mal, wenn ein Take gut war, kannst Du diesen in deiner DAW farbig markieren. Wenn es dann beim Editing und Comping zum Aussuchen der besten Takes kommt, wirst Du schneller fündig. Behalte bis zum Editing jedoch alle Takes, falls der erste Eindruck getrogen haben sollte.

10. Versorgung

Sorge immer für ein Glas Wasser und gute Stimmung beim Recording und die Aufnahmen werden von ganz alleine gut werden. Es ist wichtiger, das Talent vor dem Mikrofon zu Höchstleistungen anzuspornen als besseres Equipment zu kaufen.

11. Sammle Erfahrung und…

…lies dir unbedingt auch alle anderen Tipps & Tricks sowie die Tutorials zum Thema Recording hier auf delamar durch.

Fazit: Tipps zum Recording

Über das Thema Recording könnte man ein Buch nach dem anderen schreiben. Unser Artikel soll dir den Einstieg erleichtern und dir als kleine Checkliste dienlich sein. Wir freuen uns auf dein Feedback zum Artikel!

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Lesermeinungen (9)

zu '11 einfache Recording Tipps für Einsteiger'

  • Marcel   28. Apr 2011   09:59 UhrAntworten

    Sehr gut.
    Ich finde auch dass das nicht nur Anfänger Tipps sind sondern einfach für einen selber nochmal eine Art Checkliste, denn wie oft kommt es vor das man einen Song aufnehmen will und in der hecktik etwas vergisst. Außer man macht dies wirklich Hauptberuflich und es ist Alltag.
    Sehr cool.

  • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   28. Apr 2011   17:36 UhrAntworten

    Hallo!

    Wie Marcel schon geschrieben, ist Eure Liste echt gut als Checkliste zu gebrauchen - vielen Dank!

    Ein wenig Haarspalterei darf aber sein: Punkt 5 ("Gute Mikrofone") beginnt derzeit mit "Erwerbe die besten Mikrofone [...]" - "Erwirb die besten Mikrofone" gefiele mir dort deutlich besser.

  • Alex   04. Mai 2011   19:40 UhrAntworten

    Tach auch,

    man da bin ich jetzt echt beruhigt. Ich bin Anfänger im Bereich Homerecording. Cool ist das ich die hier geschilderten Tip fast alle schon befolgt habe, ohne sie hier gelesen zu haben. Das gibt mir das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.
    Die ganze Seite - also alles nicht nur diese Page ist echt super klasse!!!
    Ich habe dank Eurer Tips schon einige Fehler im Mix beseitigen können und ein par Sachen, die ich um's verrecken nicht zum klingen gebracht hatte, klingen plötzlich schon recht gut und es wird besser und besser.
    Ich werde hier weiter lesen und weiter lernen.

    Super heftigen Dank an alle Delamaries!!

  • Paul   31. Jul 2011   16:32 UhrAntworten

    Echt sehr geile Tipps! Ihr habt mich mit den ganzen Artikeln schon sehr weit gebracht! Normalerweise lernt man so was aus Erfahrung, aber ihr postet es und dann diese geilen Tipps zu bekommen ist echt klasse ! Danke :)

  • Maxxon   07. Feb 2014   11:18 UhrAntworten

    Zitat:
    Wenn dein Musik Equipment es erlaubt, solltest Du akustische Musikinstrumente in mehreren Positionen simultan mikrofonieren (Beispiel: akustische Gitarre am Schallloch und am 12. Bund)

    Ich würde davon abraten, ein Mikro direkt am Schalloch zu positionieren. Das klingt in der Regel nicht so schon. Die Brillanz geht verloren und das wummert ziemlich. Besser ein wenig hinter dem Schalloch. Und natürlich am 12. Bund. Abstand vom Griffbrett, ca 5 cm.

  • Andre1104   07. Apr 2014   19:04 UhrAntworten

    Hi da bin ich wieder.

    Ich hatte damals schon vor selber Hip hop zu machen
    und habe mir damals den Hip Hop Maker gekauft, damit kamm ich überhaubt nicht zurecht. Heute sind die ja noch besser aber ich rafte nichts, wie man das nutzt dabei hatte ich mich beim Kauf der CD so gefreut alles umsonst. So ist das wenn man keine Freunde hat die sich mit sowas auskennen.

    Da kann man verhältnismäsig gut Rappen und trotzdem nichts mit machen, weil die Teschnick nicht einfach ist. Erstmal muss man einen Beat hin bekommen und dann noch die Aufnahme,

    da bin ich verzweifelt. Ich brauche ein Kommpletes Equitment, womit ich alles machen kann, das nicht so Schwer ist und keine Jahre an einarbeitung braucht. Weiss einer wo man sowas bekommt und womit man als Anfänger am bessten Anfangen kann ohne immer wieder zusatz geräte Kaufen alles in einem.

    Egal wenn die Qualitet nicht all so gut ist haubtsache ist,
    das ich einen Anfang Finde und zeigen kann was ich drauf habe. Vieleicht kommen dann ander auf mich zu, die das mit der Teschnick machen. Oder mann Kann sich Bewerben, die werden das schon merken ob man Talent hat und keine Ahnung von der Teschnick.

    Ich brauche eine gute Empfehlung für eine Billige Lösung.
    Soll man das am Laptop machen, wen ja womit oder geht das mit einem Keybord worauf ich ein Beat mache und eine CD einlegen kann worauf ich dann Aufnehme. Ich habe keine Ahnung. Andere machen das auf Youtube so gut auch wenn die nicht Wirklich damit Rauskommen aber wenn ich das so könnte würde mir das schon reichen.

    Frage mich immer wie machen die das?

    • Patrick   04. Dez 2015   13:03 UhrAntworten

      Hi! Wenn du eine Billiglösung suchst, um deine Musik ohne viel Einarbeitung und ohne viel technische Kenntnisse hinzubekommen, dann rate ich dir zum Magix Music Maker. Der ist günstig zu haben, hat einfache Aufnahmemöglichkeiten und von der Bedienung her dürfte er für dich sicher auch einfach sein.

  • Patrick   04. Dez 2015   12:59 UhrAntworten

    Schön und gut, das mit den farbigen Kennzeichnungen macht durchaus Sinn: Was aber, wenn der Audio Engineer blind ist? ;-)

  • Alan   04. Dez 2015   15:56 UhrAntworten

    Ich arbeite auch hin und wieder mit Rookies, die sich mit ihrer talentierten Stimme in z.B. einer Karaoke-Bar vor Publikum trauen und einen Powersong eindrucksvoll und lautstark von sich geben, dann aber doch recht nervös sind, wenn sie vor dem Studiomikrofon stehen und mit Material arbeiten sollen, das sie halt nicht in und auswendig kennen und nicht so recht wissen, wie sie ihre Stimme einsetzen sollen und dann in den ersten Anläufen nur recht verschüchtertes herauskommt.

    Ich habe mir im Studio zur Gewohnheit gemacht, um die Angst und Nervosität zu nehmen, grundlegend erst einmal für eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre zu sorgen, bevor es überhaupt ans Singen geht.
    Während das Playback im Hintergrund läuft, bespricht man den Song bei z.B. einer gemeinschaftlich geteilten Pizza, Burger oder ein auflockerndes Getränk etc.

    Vor den finalen Aufnahmen, aber schon beim Einsingen, macht man das Talent auch ein wenig mit dem technischen Arbeiten vor und mit dem Mikrofon vertraut, um dem Talent die Motivation zu vermitteln, ein Handwerk auszuüben und ihn als Künstler wahr und ernst zu nehmen.
    Ich finde das hilft ungemein, die anfängliche Schüchternheit zu nehmen und führt zu dem Ergebnis, das trotz allem "lockeren Spaß", auch die Ernsthaftigkeit nicht verloren geht, aber der Druck einer Aufnahmesession dadurch etwas genommen wird und das Talent seine Arbeit vor dem Mikrofon als eine richtige Aufgabe und unter anderer Sichtweise einschätzt und nicht nur einfach ins Mikrofon hineinträllert.

    Ich verwende auch nie, bzw. nur selten (kommt auf das Talent an), die Aufnahmen des 1.Tages für eine Finalisierung.

    Ich erstelle aus den besten Takes und Parts ein 1.Demo, bespreche es und gebe es dem Talent mit auf den Weg und erwarte, sich an diesem unfertigen Demo zu orientieren, daran für sich Zuhause und an seinen Parts noch einmal zu arbeiten und gesanglich optimieren, bzw. vertrauter zu können um dann in einer 2.Tagessession finale Takes aufzunehmen.

    Das klappt meistens sehr sehr gut und alle Beteiligten sind mit den Ergebnissen dann auch zumeist sehr zufrieden und so mancher entwickelt sich dabei sogar zum (kleinlichen) Perfektionisten und möchte in einer 3.Tagessession nochmals daran arbeiten.

    Wichtig im Umgang mit Rookies ist für mich, das Talent auch nicht zu überfordern und mit einer Erwartungshaltung an eine Eigenproduktion zu gehen, als würde dort im Vornherein ein mit allen Wassern gewaschener Profisänger stehen.
    Es soll natürlich der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen und wenn die Chemie stimmt, dann werden die Ergebnisse auch von ganz allein von mal zu mal und sehr viel schneller, besser.

    Mich freut es, wenn jemand ein wenig von mir lernen und etwas mitnehmen konnte und auch umgekehrt, ich wiederum etwas, selbst von einem Rookie, lernen konnte.
    Denn schließlich soll man jemanden, Musik und Talent hin oder her, auch als Persönlichkeit und Menschen kennenlernen und schätzen dürfen.

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