Podcast vs Radio: Welchen Einfluss hat der Podcast auf das Radio?
Die kürzlich veröffentlichte Reichweitenanalyse II-2006 scheint zu belegen, dass die Radionutzung rückläufig ist und Absatzwirtschaft online berichtet hierzu:
Allerdings sank bei der Podcast-Generation die Verweildauer (gibt an, wie lange die Hörer eines Senders diesen im Durchschnitt hören, Montag bis Freitag, Hörer gestern) von 210 auf 201 Minuten.
Podcast-Generation? Hörgeschädigt? Oder wie muss man das schon wieder verstehen?
Ehrlich gesagt würde es mich persönlich nicht wundern, wenn das Radio in den nächsten Jahren tatsächlich wesentlich an Substanz verliert. Aber was sage ich? Es hat sie bereits verloren. Redaktionell zumindest.
Jeden Tag, jede Stunde dieselben 40 Songs, die selbst dem größten Fan eines Musikers oder Band schon in kürzester Zeit zum Hals heraushängt. Und dazu hirntote Moderatoren, die auch noch die Intros und Outros der Songs mit flachen Sprüchen verhunzen, damit ja keiner die Musik aus dem Radio aufnehmen kann.
Max Zorno hat sich diesem Thema bereits im Jahr 2004 am Beispiel von SWR3 gewidmet und wie auch schon auf amardi zu lesen ist haben wir Podcast zu diesem Zeitpunkt nicht einmal “buchstabieren können”.
Ich zumindest bin sehr froh, dass ich Radio im Internet hören und mir Podcast-Sendungen auf den iPod laden kann. Ich freue mich auch darauf in der Zukunft das Internetradio im Auto hören zu können.
Und ob die herkömmlichen Radiosender dabei weniger Gewinn machen ist mir herzlich egal. Sollen die ruhig mal wieder ein sinnvolles und anspruchsvolles Programm zusammenstellen. Und wenn nicht…es scheint ja genug Leute zu geben, die sich diesen Mist freiwillig anhören möchten.

