Podcast #70: Unheilig – Geboren um zu leben Songanalyse

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Songstruktur & Dramaturgie in Lautheit

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Songanalyse Unheilig – Geboren um zu leben im Podcast #70

Nach der eingehenden Analyse der aktuellen Top 10 Hitproduktion Unheilig – Geboren um zu leben ist klar: Das ist ein echtes Meisterstück, das von langer Hand geplant war. Nichts scheint in diesem Hit dem Zufall überlassen worden zu sein. Vom Image der Band, das in den letzten Monaten und Jahren ganz klar in Richtung Kommerz entwickelt wurde, über die stimmungsvolle Komposition und den Jeden ansprechenden Text des Songs bis zu den kleinen Details in der Musikproduktion – es ist ein konstruierter und genial gemachter Hit.

delamar Podcast für Musiker & Musikbegeisterte

Das Schöne an einer solchen Songanalyse ist, was Du alles schon beim analysieren lernen kannst. Das Anwenden auf die eigene Musik ist dann schon alleine garantiert, denn für die nächste eigene Produktion stehen die hier verwendeten Tricks einfach parat und abrufbereit.

In der aktuellen Folge des delamar Podcasts erfährst Du von unserem Expertenteam, warum wir diese Hitproduktion für besonders gelungen empfinden. Es geht um die Bandgeschichte und den langen Weg, den Unheilig bis zu diesem Hit gegangen ist. Und es hat sich auch gelohnt, so lange zwischen der Songanalyse von Timbaland und der jetzigen zu warten, denn Unheilig – Geboren um zu leben ist geradezu ein Gesamtkunstwerk, das von Image bis Marketing, von Komposition bis zum Text erstreckt.

Allein in der Bandgeschichte wird schnell klar, dass Unheilig keine Band ist, die urplötzlich und ungeahnt über Nacht zum ganz grossen Erfolg gekommen ist. Über ein Jahrzehnt harte Arbeit und die Veröffentlichung von sechs Studioalben vorab hat es gebraucht, um jetzt im Jahr 2010 einen solchen Charterfolg zu haben. Erfahre in der aktuellen Folge, wie “Der Graf” mit dem Musikbusiness einhergeht und was die Band mit The Dome und dem Wedding Planner gemein hat.

Erfahre weiterhin, warum es sich bei Geboren um zu leben um eine einzigartige Symbiose von Image, Songwriting, Lyrics und Performance handelt. Natürlich nehmen wir uns auch dieses Mal die Musikproduktion vor und verraten dir die Highlights der Effekthascherei. Wir sprechen über die Instrumentierung, den Symbolismus und die geschickten Assoziationen, die diverse Songparts in den Zuhörern erwecken.

 

Sonanalyse PDF: Unheilig – Geboren um zu leben

Genau wie schon beim letzten Mal, haben wir auch heute wieder ein PDF-Dokument für dich angefertigt, in dem Du die wichtigsten Erkenntnisse und Analysen des Songs in Stichpunkten nachlesen kannst. Am besten ist es wohl, das PDF neben dem Hören der aktuellen Folge offen zu haben und mitzulesen. Gerade der Teil, in dem wir die Harmonien und das Songwriting besprechen dürfte dadurch wesentlich einfach zu verstehen sein.

Songstruktur & Dramaturgie in Lautheit

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Du findest im PDF auch die obenstehende Grafik mit der Songstruktur und viele weitere Notizen zu den Lyrics, zum Songwriting sowie die wichtigsten allgemeinen Informationen zum Song.

delamar Profitipps Service

Wie im Podcast erstmalig angekündigt, gibt es ab sofort den delamar Service mit Profitipps für deine Produktionen für 9,99 Euro. Mit diesen Tipps weisst Du sofort, was Du an deinen Songs ändern kannst und wie Du das machst.
Es gibt keinen Grund mehr, wochenlang auf wenig nützliche Antworten in einschlägigen Foren zu warten.
Alles Weitere bei den delamar Profitipps

Das PDF kannst Du hier herunterladen.

Nun wünsche ich dir viel Spass beim Hören dieser 70. Episode des delamar Podcasts mit einer Songanalyse zu Unheilig – Geboren um zu leben. Der Song hat es in sich – genau wie diese Folge!

Natürlich freuen wir uns, wie immmer, auf dein Feedback in den Kommentaren und vielleicht hast Du ja noch die ein oder andere Anregung für uns.

Analyse Unheilig: Produktion, Songwriting, Lyrics & Bandgeschichte Geboren um zu leben #70

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Lesermeinungen (9)

zu 'Podcast #70: Unheilig – Geboren um zu leben Songanalyse'

  • D-Zera   23. Jun 2010   10:15 UhrAntworten

    Bitte nicht missverstehen ABER....

    Ob es eine Hitproduktion ist, ist noch dahingestellt. Es klingt eher nach eine gepuschte Musik der Plattenindustrie. Zu sauber zu rein, auf eine Art und weise die mir missfällt und mich persönlich gar nicht anspricht.

    Irgendwie klingen diese Songs auch immer Gleich. Industriell produzierte Ohrwürmer, genau zugeschnitten zum konsumieren.

    Die erste Zeit fand ich so etwas auch gut aber es wird langweilig!

    Ich reagiere Heute ein wenig allergisch darauf und schalte ab.

    Ich höre mir lieber Klassik an, da habe ich zumindest ein Spannungsbogen und ein Höhepunkt und lasse meine Gedanken schweifen, um neue Ideen entstehen zulassen. Die ich dann in meiner Musik einfließen lasse kann!

    Ihr solltet wirklich mal andere Musik analysieren und nicht so etwas. Sorry!

    Das ist meine Meinung!

    Aber Danke für Eure Arbeit und ich wünsche euch noch eine schöne Woche.

    LG Jessy

  • Marc Shake   23. Jun 2010   17:28 UhrAntworten

    Hey Jessy,

    sicherlich ist der Song gepushed worden. Allerdings hätte - ich glab Universal war's - den Aufwand nicht betrieben, wenn der Song grundsätzlich nicht gut produziert wäre.

    Die "Indusriell produzierten Ohrwürmer" sind nunmal diejenigen, die im Dudelfunk ("die geilsten hits der 80er, 90er und von heute") gespielt werden und die Kohle für alle Beteiligten generieren.

    Und trotz aller Leidenschaft für die ideellen Werte hinter einer Komposition will man als Künstler Kohle scheffeln. Das funktioniert nur bedingt mit "Spannungsbogen und Höhepunkt".

    Angenommen, die Delamar-Autoren hätten jetzt irgendwas von Beethoven oder Mozart analysiert, dann wäre garantiert irgendwer auf die Idee gekommen zu sagen, dass man sowas heute einfach nicht mehr "verkaufen" kann, wobei die Clientel natürlich schon irgendwo da wäre.

    Ich empfehle dir die Lektüre von "the manual how to have a number one the easy way" von Bill Drummond und Jimmy Cauty.

    Mit einigem Sarkasmus beschreiben die Jungs, wie man garantiert den ultimativen Chartkracher produziert und anschließend eine Million englischer Pfund verbrennen kann. Und genau das haben sie auch getan: Geld ohne Ende verdient und anschließend verbrannt :)

  • Carlos (delamar)   23. Jun 2010   21:33 UhrAntworten

    Hallo Jessy,

    und vielen Dank für dein Feedback. Unabhängig davon, ob dieser Song von der Plattenindustrie gepushed wurde oder ob es sich hier um eine aalglatte Produktion handelt: Geboren um zu leben ist eine echte Hitproduktion, in der es eine Menge zu lernen gibt.

    Für jeden. Punkt.

    Ob Du dann die hier verwendeten Stilmnittel auf komplexere Musik anwendest ist dir allein überlassen. Aber möglich allemal.

    Und genau darum geht es hier ja auch. Zuhause hören und konsumieren würde diesen Song wahrscheinlich keiner von uns.

    Noch ganz kurz zur Auswahl der Songs: Mainstream ist optimal, um die produktionstechnischen Tricks vorzuführen. Zum einen kann jeder die Musik verstehen (kleinster gemeinsamer Nenner = Mainstream), zweitens sind die Hitproduktionen aus den Charts handwerklich einfach auf dem allerhöchstem Niveau. Eine Tatsache, die ich nicht unbedingt von der Musik behaupten kann, die ich gerne höre oder auf die schon viele delamari angespielt haben.

    Hui, ist ein langer Kommentar geworden.

    Herzliche Grüße
    Carlos

  • Jan   24. Jun 2010   16:53 UhrAntworten

    Vielen Dank für diese sehr interessante Analyse! Einmal ganz unabhängig davon, ob ich den Song mag, ob er Mainstream ist oder nicht: Als Einsteiger im Thema Musikproduktion fand ich es sehr aufschlussreich zu erfahren, welche Methoden und Tricks in einer professionellen Produktion alle Verwendung finden. Natürlich ist der Song vielleicht eine Spur zu glatt, zu konstruiert, zu sehr auf Erfolg ausgerichtet, aber irgendwie ist diese Planbarkeit auch sehr faszinierend.

    Ebenfalls sehr gut fand ich, dass ihr einiges zum Hintergrund und der Entstehungsgeschichte des Songs und des Interpreten gesagt habt. Genau wie Carlos (glaube mich zumindest zu erinnern, dass er das gesagt hat), kannte ich Unheilig vor "Geboren um zu leben" nicht. Deshalb haben die Hintergrundinformationen geholfen, das Gesamtkonzept besser zu verstehen.

    Insgesamt auf jeden Fall ein großes Lob an euch. Ich bin erst vor einigen Wochen auf Delamar aufmerksam geworden und freue mich schon immer auf jeden neuen Podcast =)

    Viele Grüße,

    Jan

  • polyaural   25. Jun 2010   10:11 UhrAntworten

    Hallo Delemari,

    habe gestern auf dem Weg nach Hause den Podcast gehört und war nach eurer Analyse sehr gespannt auf den Song, den ich bis dahin nicht kannte.

    Die Analyse fand ich sehr hilfreich. Ihr habt viele Details benannt, interessante Zusammenhänge erklärt und grundsätzliche Abhängigkeiten im Song benannt. Und dass alles mit richtig Leidenschaft. Was ich dann auf Youtube zu hören (und: Oh Graus!!!) zu sehen bekam war bitter enttäuschend. Eure Analyse war zutreffend, absolut, aber der Song ist IMHO so furchtbar, dass ich ihn nicht zu Ende hören konnte.

    Man könnte jetzt viel über Musikgeschmack reden, über Vorlieben und darüber, das die Musik sich am besten verkauft, die besonderen Schemata folgt. Aber eines hat dieses „Gräfchen“ nicht hinbekommen: Er kommt nicht authentisch rüber. Man hat das Gefühl, dass er den Song singt, weil er ihn singen muss. Mary Rose oder PUR oder Peter Fox mögen dummes Zeug singen, aber man spürt, dass sie ihren Job gerne tun.

    Trotzdem ist die Analyse für mich sehr wertvoll (und leider auch für meine Musik ernüchternd) gewesen. Es gab viel zu lernen. Danke für den prima Job den ihr da abgeliefert habt. Das war richtig groß.

  • n4Sphere   26. Jun 2010   20:09 UhrAntworten

    Nach diesen Kommentaren werde auch ich loben, Kritik liefern und meine Gedanken zu Wort bringen.

    Zunächst verstehe ich nicht die Argumentation von Jessy, weil in meinen Augen eine professionelle Arbeit von dem Delamar Team durchgeführt wurde und das nichts mit Vorlieben, Hit oder Sonstigen zu tun hat. Denn ich finde es sogar richtig so etwas zu machen, weil viele % der Weltbevölkerung hört Klassik und wie viele % hören Mainstream und womit wird mehr Umsatz erzielt. Dieser Faktor spielt bei solchen Analysen sicher eine wichtige Rolle heutzutage. - Meine persönliche Meinung. Am Ende dreht sich vieles nur ums liebe Geld!!!

    Zitat von Jessy: „Ihr solltet wirklich mal andere Musik analysieren und nicht so etwas. Sorry!“

    Ich weiß nicht die wievielte Analyse diese war, aber wenn man zuerst einen Timbaland macht und dann eine „Deutschrock-Ballade“ bringt, finde ich das schon mal sehr abwechslungsreich! Vor allem standen 3 Titel zur Wahl und ich weiß nicht wie viele Delamari sich beteiligt haben bei der Abstimmung.

    Als nächstes zur Analyse: anfangs war ich ein bisschen verwirrt als die ganzen Harmonien und Akkorde etc. behandelt wurden. Da ich kein Musiker bin, kann ich damit nicht so viel anfangen und hätte es vlt. schöner gefunden wenn der Pianist die Begriffe sagt und dann kurz danach anspielt und nicht anspielt dann reden dann wieder reden dann anspielen. Die PDF Datei ist wirklich der Hammer. Ich finde sie sehr informativ und ich habe wirklich einiges dazu gelernt.

    Ich kannte die Nummer davor auch nicht und habe sie mir erst nach dem Podcast angehört. Mir gefällt die Nummer rein musikalisch nicht, aber technisch eine astreine Produktion. Zu guter Letzt: ich würde gerne mehr Analysen hören und nachlesen können egal welche Musiken ihr wählt der Prozess ist für mich das entscheidende.

    PS der Pianist war richtig gut :) und Danke für eure Arbeit und Darbietung!!!

  • daniel   04. Nov 2010   12:47 UhrAntworten

    Hallo Carlos,

    der song wurde bewusst ausgewertet. die rechte dürfften bereits zuvor bei universal gelegen haben.

    es handelt sich dabei nicht um einen genial konstruierten hit sondern um eine "interpretation".

    bitte schau dir dazu diese seite an und vergleiche das original mit der fälschung. :)

    ihr habt euch sicher mühe mit dem podcast und der analyse gemacht - aber ihr habt keinerlei recherche betrieben.

    es handelt sich eigentlich um einen part des soundtrack zum film "die fabelhafte welt der amélie". die komposition stammt von yann tiersen.

    http://iamtheknowledge.wordpress.com/2010/03/17/geboren-um-bei-yann-tiersen-zu-klauen/

    gruss daniel

  • Florian Friedl   07. Dez 2010   22:59 UhrAntworten

    Daniel, gut gemacht! Genau so ist es. Wollte gerade an delamar schreiben, aber ich fand deinen Beitrag. Da warst du wohl schneller. Gruß Flo

  • Carlos (delamar)   08. Dez 2010   12:31 UhrAntworten

    Herzlichen Dank für das Update mit den Informationen! Und gerade wenn der Song vorher existiert hat, spricht das für unsere Theorie, dass dieser Hit auf dem Reissbrett konstruiert wurde. Nur eben auf ein starkes, bereits existierendes Fundament!

    Danke :)

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