Podcast #10: Musikrecht, Urheberrecht, Sampling & Co.

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Musikrecht, Urheberrecht, Sampling & Co.: Wo muss ich aufpassen?

Vorneweg möchte ich mich ganz herzlich bei unserer Expertin, Frau Tina Kuhnwaldt von der Kanzlei Kuhnwaldt in Darmstadt, bedanken für die Teilnahme an diesem delamar Podcast! Der Podcast hat übrigens eine Länge von etwa 48 Minuten und ist 40 MB groß.

 

Jetzt anhören: Podcast zum Thema Musikrecht, Urheberrecht, Sampling & Co. »

Natürlich konnten wir nicht alles aus dem Musikrecht fragen und klären, aber die wichtigsten Themen haben wir für Euch angeschnitten.

Die letzte Änderrung des Urheberrechts trat erst kürzlich – am 13. Dezember 2014 – in Kraft. Bei diesem pikante Thema lohnt es sich also immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Der Inhalt unseres Podcasts zum Thema Musikrecht & Co.

Folgende Themen, die für viele Musiker im Musikbusiness interessant sein dürften, haben wir besprochen:

  • Was ist Urheberrecht und was wird im Gesetz genau geregelt?
  • Welche Rechte hat man an eigenen Kompositionen?
  • Wer ist im Sinne des Gesetzes Urheber eines Werkes?
  • Darf ich als (Cover-) Band Musik beliebig covern? Welche Rolle spielt hierbei die GEMA?
  • Welche Rolle spielt eigene Interpretation / Veränderungen beim Covern?
  • Darf ich einfach Samples oder Melodien anderer Songs für meine eigene Komposition übernehmen?
  • Wie sieht es mit de Zitatrecht aus? Inwiefern spielen die übergeordneten Ziele einer Veröffentlichung/ Aufführung bzw. kommerzielle Aspekte hierbei eine Rolle?
  • Sampling und die 4 Takte bzw. 3 Sekunden Legende
  • Verwendung von Sample Libraries in fremden Tonstudios
  • Sample Clearance: Wie trete ich mit einem Urheber in Konkakt, wie regel ich das?
  • Wie sichere ich meine eigenen Kompositionen ab? Über Post, Anwalt und Notar
  • Was kostet eine anwaltliche Hinterlegung?

Eine Menge interessanter Fragen und noch mehr interessante Antworten. Natürlich kratzen wir hier nur an der Oberfläche und deswegen haben wir einen weiteren Podcast für die zweite Jahreshälfte mit dem Thema Musikrecht geplant.

Weitere Infos zum Thema GEMA findest Du hier »

Deine Meinung zum Thema Musikrecht, Sampling & Urheberrecht

Lass uns Deine Fragen zum Thema wissen! Wir versuchen deine Fragen zu beantworten und freuen uns über dein Feedback.
Viel Spass!
Und hier geht’s zum Podcast: Musikrecht, Urheberrecht, Sampling & Co. – Podcast »

Weitere Artikel zum Thema Urheberrecht & Musikrecht findest Du hier »

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Lesermeinungen (7)

zu 'Podcast #10: Musikrecht, Urheberrecht, Sampling & Co.'

  • Benni   22. Apr 2009   12:43 UhrAntworten

    Glückwunsch! Toller Podcast und netter Gast. Mit der Frage bzgl. Genehmigungspflicht für Coverversionen hättet Ihr Euren Gast ja fast reingeritten am Anfang, wenn Ihr da nicht ausdrücklich nochmal nachgehakt hättet, da gibt es nämlich für Gema-verwaltete Lieder durchaus einen Unterschied, der davon abhängt wie weit das nachgespielte vom Original verfremdet wurde.

  • Benni   22. Apr 2009   13:26 UhrAntworten

    Die Sache mit Hinterlegen bei Rechtsanwalt vs. Notar hat mich nicht in Ruhe gelassen und ich habe mal einen mir befreundeten Notar angerufen. Ich versuche es mal sinngemäss wiederzugeben: der Unterschied liegt v.a. in der Beweisführung bzgl. des Datums. Bei einem Rechtsanwalt ist man auf die Vertrauenswürdigkeit des Anwaltes angewiesen, aber - wenn der Rechtsanwalt mitspielt - besteht immer noch die Möglichkeit des faulen Eies, wenn die Einreichung zurückdatiert wird. Insofern hat man hier immer noch den unbekannten Faktor Vertrauenswürdigkeit des Rechtsanwaltes drin. Wenn man dagegen bei einem Notar eine Urkunde erstellt, sind die Urkundennummern fortlaufend. D.h. sobald eine Nummer vergeben wird steht auch das Datum fixiert, weil natürlich die Urkundennummern davor und danach auch ein Datum haben. Insofern besteht hier kaum eine Möglichkeit zurückzudatieren oder zu pfuschen bzgl. des Datums.

    Übrigens meinte der Notar auch, dass ein Notar nicht unbedingt teurer sein muss als ein Rechtsanwalt je nach Fall. Rechtsanwalt und Notar haben komplett unterschiedliche Gebührenstrukturen und Faustregel ist wohl, dass bei einem bestimmten Gegenstandswert der Notar häufig in Bezug auf diesen Wert günstiger ist als etwas, was diesbzgl. ein Rechtsanwalt bearbeitet.

    Angaben ohne Gewähr - ich habe es so wiedergegeben wie ich es verstanden habe.

  • Shako Ernoise   16. Okt 2012   09:21 UhrAntworten

    Hallo liebe Community,

    wie verhaelt es sich denn bei der Produktion eines Beats, dessen Melodie- ich als Produzent selbst eingespielt habe.
    Dann verkaufe ich diese Beats (z.B. Online) ...

    Dann aber jemand kommt und sagt diese Melodie gibt es schon
    ???

    THX =)*

  • Michael   07. Apr 2013   15:14 UhrAntworten

    Hallo zusammen!
    Ich weiss, ich bin ein wenig spät dazugestossen. Aber ich hätte da eine sehr interesannte Frage: wie sieht es eigentlich beim "Amen Break", der sehr gerne und sehr oft im Drum & Bass-Bereich verwendet wird? Soweit ich hierzu richtig informiert bin, ist hier die Rechtefrage noch nicht so eindeutig geklärt, ob dieses Sample nun zur freien Verwendung genutzt werden darf oder nicht...

    • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   08. Apr 2013   00:02 UhrAntworten

      Hallo!

      Wenn die Urheber des "Amen Breaks" (The Winstons) dagegen vorgegangen wären, dann wäre das für viele sehr teuer geworden. Nach meiner Einschätzung war und ist die Verwendung dieses Samples ein Verstoß gegen das Urheberrecht.
      Zumindest für diejenigen Fälle sehe ich das so, in denen ungefragt der Originalausschnit erkennbar verwendet wurde; in den allermeisten Fällen ist diese Verwendung eines der stilprägenden Elemente, wobei man sich der Ideen anderer Musiker bedient hat - ungefragt, ohne Entlohnung. Das halte ich für einen Verstoß gegen das Urheberrecht.
      Wenn man dabei auch noch das Sample von einem Tonträger abgegriffen hat, dürfte das auch noch ein Verstoß gegen Leistungsverwertungsrechte sein (die "mechanischen Rechte" am Tonträger liegen ja meist bei der Plattenfirma, nicht bei den Urhebern).

      Eigentlich ist die Sache klar, rechtlich gesehen - aber da die Winstons nie geklagt haben, wird diese Frage wohl nie vor einem Gericht endgültig geklärt werden.

      • Michael   08. Apr 2013   19:23 Uhr

        Sehe ich genauso. Da steckt ja auch eine geleistete Arbeit drinnen. Als Angestellter in einer Firma will ich ja auch für meine geleistete Arbeit entlohnt werden. Da hätte ich noch eine kleine Frage. Hat zwar mit Software zu tun, aber würde hier auch gut zum Thema passen. Ich entwickle nebenbei meine eigene Musiksoftware im Bereich VST-Plugins. Diese biete ich zwar auf meiner eigenen Website zum kostenlosen Download als Freeware an und hab im Prinzip auch nichts dagegen, wenn diese von dritten (solange sie es kostenlos machen)weiterverbreitet wird. Aber wenn ich z.B. jetzt nicht wollte, dass ausserhalb meiner eigenen Page meine Software weiterverbreitet wird, könnte ich als Urheber/Erschaffer dagegen ja auch vorgehen, wenn meine Software trotzdem irgendwo ohne mein Wissen oder ohne vorher anzufragen auf anderen Webportalen zum Download (wenn auch ebenfalls kostenlos) auftaucht. Also jetzt nur mal als Beispiel. Ich hab da im Prinzip ja nichts dagegen wenn dritte meine Plugins weiterverbreiten, so lange dies benfalls kostenlos bleibt (es liegt auch bei jedem meiner Plugins eine entsprechende Lizensbestimmung bei, in der festgehalten wird, was man darf und was man nicht darf). Ist ja auch irgendwie wieder Werbung für mich selbst...

  • Sarp Oissela   29. Nov 2013   14:39 UhrAntworten

    Hallo, gibt es auf drums copyrights? Nur drums? Kann man nur Drums von jemanden einfach verwenden?

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