In-Ear-Monitoring statt Wedges?

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Übersicht

  1. Haben Bühnenmonitore ausgedient?
  2. Vorteile beim In Ear Monitoring

Keine Lust auf klobige, schwere Bühnenmonitore? Dann könnte In-Ear-Monitoring eine echte Alternative für Dich sein! Im Folgenden erfährst Du, welche Vorteile IEM-Systeme bieten und wie Du die richtige Variante findest.

Nowsonic Autark

Sobald sich einzelne oder sämtliche Musiker nicht mehr ausreichend auf der Bühne hören können, muss das Monitoring die akustische Versorgung übernehmen. Denn wenn Du Dich und Deine Kollegen nicht hörst, leiden Timing und Intonation. Bis auf kleine Unplugged-Gigs in Kneipen ist ein Bühnenmonitoring also unerlässlich für die musikalische Performance. Nicht umsonst leisten sich professionelle Bands einen separaten Monitormann, der den Mix für die Musiker über ein eigenes Monitor-Mischpult erstellt.

 

In-Ear-Monitoring oder Wedges auf der Bühne?

Um den Monitor-Mix für die Musiker hörbar zu machen, existieren zwei Möglichkeiten: Bühnenmonitore (auch Wedges genannt) oder In-Ear-Systeme.

Unerklärlicherweise haben viele Amateurbands immer noch Berührungsängste mit dem funkgetriebenen In-Ear-Monitoring. Dabei haben sich die Systeme in den letzten Jahren durch zahlreiche Innovationen immer mehr vereinfacht und stellen auch für Einsteiger keine Herausforderung in der Handhabung dar. Grundsätzlich verfügen jedoch beide Varianten über Vor- und Nachteile, die wir Dir im Folgenden vorstellen.

Bühne: In-Ear-Monitoring oder Wedges?

Bühne: In-Ear-Monitoring oder Wedges?

Bühnenmonitore sind Lautsprecher, die aufgrund ihrer spezifischen Form liegend auf dem Bühnenboden aufgestellt werden können. Die meisten Hersteller bieten zudem Multifunktionslautsprecher-Serien, die Du sowohl fürs Monitoring als auch für die Saalbeschallung verwenden kannst.

Zumindest am Anfang mag der In-Ear-Sound irritieren…

Der große Vorteil von Bühnenmonitoren ist zugleich der Hauptgrund, warum Musiker auf ein In-Ear-Monitoring verzichten: Der direkte Sound von In-Ear-Ohrhörern – in Verbindung mit einer gewissen Abschottung vom Saal – kann am Anfang gewöhnungsbedürftig sein und beim Spielen irritieren.

Ob die über XLR bzw. Speakon verkabelten Wedges weniger anfällig für Störungen und Artefakte sind, sei dahingestellt. Hier spielen stets unterschiedlichste Faktoren eine Rolle. Mit Sicherheit haben IEM-Systeme in diesem Bereich stark aufgeholt und gewährleisten einen sicheren Betrieb bei fachgerechter Handhabung.

 

Interessantes Video zum Thema In-Ear-Monitoring

Nachteile von Wedges

Bei neutraler Betrachtung besitzen Bühnenmonitore gegenüber In-Ear-Systemen jedoch wesentlich mehr Nach- als Vorteile: Da sich die zusätzliche Bühnenbeschallung mit dem PA-Sound sowie eventuell vorhandenen Gitarren- und Bassverstärkern vermischt, fällt es dem FOH-Mischer schwerer, einen sauberen, klaren und durchsetzungsfähigen Saalsound zu erstellen.

Bühnenmonitore verursachen Feedbacks

Zudem stellen Bühnenmonitore den Feedback-Grund Nr.1 dar. Dementsprechend musst Du viel Sorgfalt im Zusammenspiel mit Mikrofonen und Verstärkern aufwenden, um Rückkopplungen zu vermeiden.

Darüber hinaus schränken Bühnenmonitore die Bewegungsfreiheit von Musikern auf der Bühne stark ein. Und möchte deine Band ein Stereo-Monitoring? Dann benötigst Du bereits die doppelte Anzahl an Wedges.

Übersicht

  1. Haben Bühnenmonitore ausgedient?
  2. Vorteile beim In Ear Monitoring