Sprich dich aus: Nutzt Du Tools zur Erstellung von Akkordfolgen?

11
SHARES
Umfrage: Sprich dich aus

anzeige

Akkordarbeit

Falls Du nicht weißt, wovon die Rede ist: Beispiele gibt es allen voran bei Cubase 8 (»Proximity Chord Assistant«), aber auch in Reaper (fest integriert in die Funktionalität der Pianorolle) und ganz sicher noch in einigen anderen DAWs, die ich gerade nicht auf dem Schirm habe. Auch fortgeschrittene Arpeggiatoren wie der Cream sind denkbar.

Nutzt Du solche Tools, und wenn ja, welche sind das? Oder haben wir jetzt erst dein Interesse geweckt? Noch eine Frage, die uns umtreibt: Hältst Du derlei Werkzeuge für Betrug? Vielleicht vertrittst Du ja die Ansicht, dass man einschlägige Literatur zur Harmonielehre studieren und alles von Grund auf selbst komponieren sollte.

Umfrage: Sprich dich aus

Umfrage: Sprich dich aus

Ich selbst setze meine Akkorde nach Gefühl, habe aber sehr wohl Interesse daran, die »Gesetze« der Harmonik anzuzapfen und Hilfsprogramme einzusetzen. Namentlich in Reaper, da es die DAW meiner Wahl ist und die Implementierung dort recht elegant gelöst zu sein scheint.

Mehr zum Thema:
      


Lesermeinungen (7)

zu 'Sprich dich aus: Nutzt Du Tools zur Erstellung von Akkordfolgen?'

  • ORI$ON TIDE   19. Nov 2015   12:13 UhrAntworten

    Also ich kann verstehen, dass das für manche eine Erleichterung und Inspiration sein kann. Aber ich persönlich verwende solche Tools nicht - genauso wenig wie fertige Drumloops o.ä.
    Das würde mich einfach kreativ nicht befriedigen, wenn ich nicht alles selbst einspiele und/oder editiere bzw. komponiere und arrangiere. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass mir das zumindest teilweise den Spaß an der Musik nähme...
    Ich will selbst kreativ sein, Akkordfolgen ausprobieren, auch mal durch zufällige Fehlgriffe auf neue Ideen kommen. Lediglich Arpeggiatoren verwende ich teilweise für "Hintergrundgeplänkel"; allerdings fast immer individuell verändert.

    Gruß,
    Klaus
    (soundcloud.com/orisontide)

  • Alan   19. Nov 2015   18:54 UhrAntworten

    Manchmal den Quintenzirkel.
    Augen zu machen, drei mal daran drehen und gucken, was das Schicksal einem an interessantem beschert hat und was man evtl. daraus machen kann.

    Ansonsten betätige ich, wenn ich einmal nicht so recht weiterkomme und auch nicht den gleich den naheliegendsten Folgeakkord nehmen und eine interessantere Alternative haben möchte, am Keyboard oder in der DAW gerne einfach den Transpose +/- , wechsle zwischen Ursprung und Transponierung hin und her und versuche eine homogene Verbindung herauszuhören und diese mit einem Teil aus einer in die Richtung gehende Kadenz zu verlinken.

    Ich sehe nicht, das mich das in meiner Kreativität einschränkt und man dadurch nicht selbst genug kreativ sein würde.

    Ich empfinde es eher so, das es manchmal eine echte Erlösung von dem ist, was man selbst sonst üblicherweise machen würde und schon 1000 mal gemacht hat und es einen von seinen Mustern befreien kann.
    Es ist wie die kleine Mär von jedem Tag Sahneeis.
    Wenn man schon im Voraus weiß wo der Weg wieder hinführen wird, warum sollte man ihn dann gehen wenn man schon weiß, wo man ankommt ? denke ich mir dann manchmal.
    Wenn man einmal aus seinen Mustern ausbrechen möchte und einmal etwas anderes machen möchte als das, was man schon immer und so viele Male gemacht hat, kann das sehr spannend sein und warum nicht jedes Werkzeug und Mittel nutzen, das einem doch zur Verfügung steht und das Leben etwas einfacher machen kann ?

    Ich denke das man dadurch nicht gleich zum Werkzeug einer DAW wird, sondern die DAW effizient als effektives Werkzeug nutzt.
    So kann die DAW oder welches Werkzeug man auch immer nutzt zum zweiten Paar Ohren und Copartner werden, der auf ein paar andere nette Ideen und Vorschläge gekommen ist.

  • Dexter   19. Nov 2015   20:49 UhrAntworten

    "... aber auch in Reaper (fest integriert in die Funktionalität der Pianorolle) ..."

    Wo genau finde ich dort einen Harmonie- bzw. Chord-Assistenten?

    • Felix Baarß (delamar)   19. Nov 2015   23:10 UhrAntworten

      Hallo Dexter,

      auch wenn es vielleicht nicht ganz auf dem Level eines »Assistenten« oder der Cubase-Geschichte ist: https://www.youtube.com/watch?v=EXgIVPjkTAs ... dieser YouTube-User hat noch weitere Videos zum Thema Harmonik in Reaper auf Lager. In's Spiel kommen die Action List und das mitgelieferte JS-Plugin »MIDI Chorderizer«.

      Gruß,
      Felix

      • Dexter   20. Nov 2015   21:25 Uhr

        Super, ganz herzlichen Dank für die Information und insbesondere den Link zum Video!

  • Patrick   20. Nov 2015   13:30 UhrAntworten

    Hi,
    ich hab auch schon mal einen Würfel verwendet... wir fangen in der erstern STufe an und dann sehen wir was das "SChicksal" uns bringt. Die 7. STufe ist mir eh zu jassig und fällt somit sowieso raus....
    Gruß Pat

  • fatman   04. Apr 2016   16:16 UhrAntworten

    Ich hatte das Glück. durch meine private Ausbildung für klassische Gitarre, über meinen Musiklehrer zwangsläufig auch Schulungen in Komposition zu bekommen.
    Lange vor dem Erscheinen von brauchbaren PC-Hilfsprogrammen habe ich angefangen, eingene kleine Kompositionen zu schreiben. Von daher kann ich das meiste in meinem Kopf abrufen.
    Andererseits ist nicht der Weg wichtig, sondern das Ergebnis. Allerdings bezweifle ich, das ohne ein Mindestmaß an Theorie vernünftige Ergebnisse zustande kommen.

    Es soll ja auch Leute geben, die durch "copy und paste" Anwendungen bei Magixprogrammen glauben, Welthits schreiben zu können. Einige hatten bereits erfolglose Auftritte beim Bohlen! (Was nicht für seine Kompetenz sprechen muß.)

    Felix schreibt ja selbst, das er Harmonien manchmal nach Gefühl setzt. Genau daran werden PC Programme immer scheitern. Es fehlt das Gefühl. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem empfehle ich Bach/Gounods "Ave Maria" oder Beethovens "Mondscheinsonate" aufmerksam zu hören. Ehrlich, es sind echte Tophits.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN