Waldorf PPG Wave 3.V: Neuer alter Wavetable-Synthesizer

Waldorf PPG Wave 3.V: Neuer alter Wavetable-Synthesizer

Die Kombination aus digitalen Wellenformen und analogem Filter des Hardware-PPGs sorgte damals für einen fetten und ausdrucksstarken Klangcharakter, den der Waldorf PPG Wave 3.V bis ins kleinste Detail zu reproduzieren versucht. Das Plugin bildet sogar verschiedene Versionen des Originals nach, neben dem PPG Wave 2.2 stehen auch Version 2.3 und 2.V zur Auswahl. Selbst das Aliasing kannst Du verändern, denn das klang beim PPG Wave 2.3 etwas anders als beim PPG Wave 2.2. Ebenso lassen sich verschiedene Cutoff- und Resonanz-Abweichungen einstellen.

 

Waldorf PPG Wave 3.V

 

Der Waldorf PPG Wave 3.V kann bis zu 256 Stimmen pro Instanz erzeugen. Pro Stimme bietet er zwei Wavetable-Oszillatoren mit Sample-Wiedergabe in 8, 12 oder bis zu 32 Bit; die Samples lassen sich per Drag&Drop oder Dateiauswahl-Dialog laden und über den 8-fach-Multimodus ist es möglich, Multisamples wiederzugeben und mit dem klanglichen Charme des Originals zu veredeln. Auch eine gewisse analoge Unperfektion wird simuliert, die den warmen und fetten Grundklang unterstützt.

Bis zu acht Parts erzeugt der PPG Wave 3.V gleichzeitig, die verschiedene Modi unterstützen (Poly-, Dual-, Quad- und Mono-(8 Stimmen)-Modus mit acht Halbtoneinstellungen für automatische Akkorde oder Melodielinien) und zur Erstellung von Multisamples herangezogen werden können. Dank dieses Multimodus und acht Stereoausgängen kann das Plugin sowohl im Studio als auch live eingesetzt werden.

Der Tiefpassfilter (12 bzw. 24 dB) ist eine authentische Nachbildung der Filters des PPG Wave 2.2/2.3. An Modulationsquellen stehen neben einem LFO noch drei Hüllkurven zur Auswahl, die der etwas gröberen Modulationsauflösung des Originals entsprechen. Auf Wunsch können aber auch feinere Einstellungen gewählt werden. Der Arpeggiator bietet neben den klassischen Aufwärts- und Abwärts-Modi auch einen alternierenden Modus sowie mit “Kaskade” einen echten PPG-Spezialmodus. Die Effektsektion ist umfangreich: Ein 4-Band-Equalizer, verschiedene Overdrive-Typen, ein Phaser mit bis zu 12 Stages, ein Chorus mit bis zu 6 Stages, ein Flanger, ein Stereo-Delay und ein Hall stehen zur Verfügung.

Der Original-PPG bot über das “Analog Control Panel” direkten Zugriff auf die wichtigsten Klangparameter, während die digitalen Menüseiten die digitalen Innereien in kryptischen Nummern und Abkürzungen präsentierte. Der Waldorf PPG Wave 3.V bildet nun diese intuitive Oberfläche nach, allerdings werden die Parameternamen und -werte etwas leichter verständlich dargestellt, so daß Du immer weißt, welche Werte sie gerade verändern. Fast alle Parameter können via Host oder MIDI Controller automatisiert werden.

 

Waldorf PPG Wave 3.V: Preis & Verfügbarkeit

Der Waldorf PPG Wave 3.V ist ab Mitte November für eine unverbindliche Preisempfehlung von 169,- € Euro über die Webseite des Herstellers erhältlich.

Windows Windows 7/Vista/XP:
VST

Mac OS X Mac OS X 10.3.9:
VST AU

Lesermeinungen (1)

zu 'Waldorf PPG Wave 3.V: Neuer alter Wavetable-Synthesizer'

  • pmachinery
    05. Nov 2010 | 23:45 Uhr Antworten

    Danke für den super verständlichen Beitrag. Ich kann die VÖ kaum erwarten, da dort erstmalig auch der mysthische legendäre “Cathedral Choir” zu hören ist, weswegen ich mir hauptsächlich den PPG Wave 3.0 kaufen werde.
    Man kann diesen besagten “Cathedral Choir” z.B. hier auf dem tollen 12″ Meisterwerk von Propaganda’s P-Machinery hören ab 1m14s
    http://www.youtube.com/watch?v=PKI-iQGc9uk

Sag uns deine Meinung!