Universal Audio Studer A800: Nachbildung der Bandmaschine

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Universal Audio Studer A800 Multichannel Tape Recorder

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Universal Audio Studer A800: Nachbildung der Bandmaschine

Dieses von Studer abgesegnete Plugin für die UAD-2 soll den Sound der populärsten Bandmaschine Studer A800 liefern, nur eben ohne lästige Kalibrierung, Wartung oder Verflüchtigung des Signals, wie es bei dem Hardware-Ungetüm der Fall ist. Es soll den warmen, natürlichen Klang und die druckvollen Bässe eines analogen Zweizoll-Magnetbandes produzieren, von „clean“ über saturiert bis übersteuert.

 

Universal Audio Studer A800 Multichannel Tape Recorder

 

Bei KVR hat sich jemand die Mühe gemacht, einen Vergleich mit dem kostenlosen Plugin Variety Of Sound FerricTDS anzustellen. Entscheide selbst, ob es sich lohnt, 350 Euro hinzublättern.

 

Universal Audio Studer A800: Parameter

  • Bandsättigung und Overdrive via Input (-12 bis +24 dB) und Output (-24 bis +12 dB)
  • Bandlaufgeschwindigkeiten in Zoll pro Sekunde: 7,5/15/30
  • Equalizer: NAB oder CCIR mit 7,5 und 15 Zoll pro Sekunde, AES mit 30 Zoll pro Sekunde
  • Bandtypen: 250/456/900/GP9
  • Kalibrierungsstufen: +3/+6/+7,5/+9 dB
  • Gang-Kontrollen für schnelle globale Anpassung aller Plugin-Instanzen
  • Hiss (+/-25 dB)
  • Hum (NAB/AES oder CCIR mit +/- 25 dB)

Universal Audio Studer A800: Preis & Verfügbarkeit

Der Universal Audio Studer A800 Multichannel Tape Recorder ist für 349,- US$ über die Webseite des Herstellers erhältlich.

Windows Windows:
VST RTAS

Mac OS X Mac OS X:
VST RTAS AU

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Lesermeinungen (26)

zu 'Universal Audio Studer A800: Nachbildung der Bandmaschine'

  • Markus Fiedler   17. Dez 2010   21:42 UhrAntworten

    Hi, ein Plugin was man deffinitiv nicht braucht.
    Der Jeroen Breebaart "Ferrox" macht das gleiche und ist kostenlos.
    http://www.jeroenbreebaart.com/audio_vst.htm

    Wer Geld ausgeben will, kann sich auch bei Steinbergs Magneto bedienen. Auch das Plugin ist exakt für das gleiche Anwendungsgebiet.

    Grüße, Markus

  • Tremor   17. Dez 2010   23:51 UhrAntworten

    @ Markus Fiedler: Ähm das "kostenlos"-Angebot zieht bei mir nicht so richtig. Denn schließlich verkaufst Du auf Deiner Seite ja auch dein DenoIsa- und Stereoide-Plug-In für Bares. Und da gibt es ebenfalls ne Menge an freien Produkten da draussen.

    • Carlos (delamar)   20. Dez 2010   01:08 UhrAntworten

      @Markus
      Mich würde deine Antwort hier aber auch sehr interessieren.

  • Sib   18. Dez 2010   12:33 UhrAntworten

    Bei dem Vergleich gefällt mir die Original-File am besten. xD

  • Dominik de Leon   19. Dez 2010   10:08 UhrAntworten

    Wer von euch eine UAD-2 Karte hat, sollte das Teil unbedingt 14 Tage kostenlos antesten und sich seine eigene Meinung bilden.

    Meine Meinung:
    Das Ding ist wirklich der Hammer, was es z.B. auf Gruppen oder auf der Stereo-Summe - abhängig von den Einstellungen - mit dem Bassbereich anstellt.

    Ich bin begeistert und werde das teil regelmässig bei Mixdowns und Masterings einsetzen.

  • Markus Fiedler   20. Dez 2010   12:56 UhrAntworten

    Hallo Ihr zwei,
    der Denoiser kostet ehrliche 28,- Euro und ist ein eindeutiges Nischenprodukt. Wenn Du mir einen anderen Denoiser in dieser Preisregion nennen kannst, der nach dem gleichen Prinzip (Single-Ended-Denoiser, Ausnutzung des Maskierungseffektes) arbeitet und keine Blubberartefakte produziert dann immer her damit. Vorerst viel Spaß beim Suchen. Ich kenne kein Produkt in der Preisregion. Hätte es vor einem Jahr einen kostenlosen Denoiser gegeben, der funktioniert, dann hätte ich das Teil sicher nicht programmiert. Denn der Denoiser war ursprünglich für mich und nicht für den Verkauf gedacht.

    Das Stereoide Plugin für 25,- Euro hat zumindest, was die Korrelationsgradmessung anbelangt eine starke Konkurrenz im Kostenlossektor. Klar! Warum auch nicht.

    Es ist auch nur noch eine Frage der Zeit, bis auch jemand den Denoiser nachprogrammiert. Ist seit Synthedit ja auch kein großes Problem, wenn man sich mit der Thematik Psychoakustik ein wenig auskennt.

    Es geht auch gar nicht so sehr darum, ob ein Plugin etwas kostet oder nicht. Die Frage ist, wie viel sowas kostet. Und ob das ein ehrlicher Preis ist, der wenigstens ansatzweise die Arbeitszeit für das Plugin abbildet.

    Mit dem UA Studer 800 soll recht offensichtlich mit esoterischen Dingen richtig Kohle gemacht werden. Habt ihr mal den Preis gelesen: 350,- Euro!!! Nicht 35,- Euro oder irgendwas in der Gegend.

    Das kostenlose FerricTDS kannte ich selbst noch nicht. Sieht vielversprechend aus, was da im KVR Forum darüber diskutiert wird.
    Selbst wenn die hier genannten kostenlosen Plugins einen Preis von 50,- hätten, wäre das immer noch ein faires Angebot. Aber bitte nicht 350,- Euro. Das ist Wucher!

    Ich bringe demnächst am besten mal ein Plugin heraus, was den Sauerstoffgehalt bzw. dessen Reduzierung in Lautsprecherkabeln simuliert und behaupte einfach mal dass man damit den Klang von ganz teuren Vovox Kabeln hinbekommt, verpacke das ganze in viel pseudowissenschaftliches Blabla und gebe einen Preis von 100,- Euro an.
    Vielleicht wird es dann dem ein oder anderen deutlich, was für Quatsch für viel Geld angeboten wird.

    Viele Grüße, Markus

    • Carlos (delamar)   20. Dez 2010   13:13 UhrAntworten

      Mal eine ganz verrückte Idee:

      UA hat einen ganzen Stab von Programmierern, Technikern, Toningenieuren, Marketingverantwortlichen, Hardware-Hersteller und ein Büro - wäre es vielleicht denkbar, dass 350,- Euro ein realistischer Preis für das Plugin ist?

      • Markus Fiedler   21. Dez 2010   01:04 Uhr

        Nein!
        Das heiß im Zweifel nur, dass die Firma ineffektiv arbeitet.

        Siehe der Vergleich Reaper.fm vs. Cubase, Sonar, DP, Logic.

        Reaper ist schon nach kürzester Programmierarbeit, was das Kernprogramm anbelangt fast gleich auf, in Teilen jetzt schon deutlich besser.
        Warte noch ein zwei Jahre und Du bekommst für weniger als 50,-Euro deutlich mehr als das, was die anderen für über 500,- Euro liefern.

        Es geht immer günstiger. Und ich glaube nicht, dass der Programmierer von Reaper am Hungertuch nagt.

        Viele Grüße, Markus

      • Carlos (delamar)   21. Dez 2010   10:23 Uhr

        Der Mann, der Reaper programmiert hat, ist Multimillionär. Er hat seinerzeit Winamp entwickelt und an AOL (?) für zig Mio. verkauft. Er ist nicht mehr auf Geld angewiesen und kann die Entwicklung einfach auf seine Kappe nehmen. Insofern ist dieser Entwickler kaum ein passendes Beispiel für diese Dikussion.

        Ineffektiv ist, wenn das Unternehmen damit kein Geld macht und das wird UA machen. Was mir hier fehlt ist ganz klar das Stichwort "Qualität" und da gebe ich Tremor recht, wenn er sagt, dass 1-2 Tage Synthedit Geklicke nicht mit einem Entwicklungsstab bei UA zu vergleichen ist. Das wäre fast so, als würde man eine selbstgebaute Seifenkiste aus der Garage eines Hobbybastlers mit einem Porsche vergleichen wollen.

      • Markus Fiedler   21. Dez 2010   11:54 Uhr

        @ Carlos,
        ich kenne Deine persönlichen Probleme mit Synthedit. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie du darauf kommst. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Du immer noch keinerlei Erfahrungen mit Synthedit gesammelt hast, kein einziges Mal damit gearbeitet hast (trotz kostenloser Demoversion), aber trotzdem andauerd unqualifizierte Bemerkungen dazu äußerst, wie z.B.:

        "Stichwort “Qualität” und da gebe ich Tremor recht, wenn er sagt, dass 1-2 Tage Synthedit Geklicke nicht mit einem Entwicklungsstab bei UA zu vergleichen ist."

        Das ist Unfug! Ein Synthedit Plugin ist genau so gut, wie der Programmierer, der den Synth oder den Effekt programmiert oder zusammenklickt. Wenn der Ahnung von Akustik hat, dann funktioniert das Plugin sehr gut, andernfalls wirds ein Reinfall.

        Das gleiche hat Dir schon mal ein Programmierer direkt in einem der letzten Demalar-Podcasts gesagt. Und das obwohl Du mehrere Anläufe unternommen hast, eine gegenteilige Antwort von ihm zu bekommen. Vielleicht wäre es jetzt mal der rechte Moment, Tatsachen einfach mal so zu akzeptieren.

        Synthedit nimmt einem eine Menge an C++ Programmiererei ab. Die Idee und die Umsetzung von akustischen Lösungsansätzen kommt aber immer noch vom Typen vor dem Bildschirm. Und das entscheidet über Qualität. Sicher arbeitet eine Person langsamer als ein ganzer Entwicklungsstab. Das Ergebnis muss aber nicht schlechter sein! Oder glaubst Du, dass alle Leute, die mit Synthedit programmieren keine Ahnung von dem haben, was sie tun?

        Und das nur weil es viel zu viele Synthedit Plugins gibt, die als mehr als Übungsansätze und nicht als fertige Produkte anzusehen sind und deswegen nicht so gut ausfallen?

        Dass mein Dino Isa Denoiser super gut funktioniert, liegt nicht daran, dass mich da Synthedit beim "Zusammenklicken" unterstützt hat, sondern daran, dass ich mich Jahre lang mit der Thematik beschäftigt habe und irgendwann mal ein solches Plugin benötigte aber keines auf dem Markt gefunden habe, was meinen Ansprüchen genügte oder auch nur ansatzweise bezahlbar wäre. Dass heißt jetzt, dass ich super gut einen Denoiser erstellen kann, aber nicht dass ich mal so eben ein Hallgerät oder ein anderes komplizierteres Plugin in 1-2 Tagen zusammenschrauben kann. da muss ich mich wieder reinarbeiten.

        Und nochmal, so ein Plugin ist auch in Synthedit harte Arbeit und der DINO ISA Denoiser ist eben nicht mal "eben" in 1-2 Tagen zusammengeklickt. Außerdem weißt Du das, da ich Dir das Projekt mehrfach persönlich vorgestellt habe.

        Viele Grüße, Markus

      • Carlos (delamar)   21. Dez 2010   12:43 Uhr

        Lieber Markus,

        ich habe keinerlei Probleme mit SynthEdit, wir verstehen uns sogar sehr gut. Wir sind nur nicht füreinander geschaffen.

        Ich möchte auch nochmals darauf verweisen, dass ich deine Plugins hier überhaupt nicht erwähnt habe. Die hast Du ins Spiel gebracht.

        Ich verstehe nicht, warum wir hier über SynthEdit so lange reden, denn darum geht es hier im Grunde nicht, sondern um die Wertigkeit von Dingen und da scheinen wir beide unterschiedliche Ansichten zu haben.

        Und das obwohl wir uns im wichtigsten Punkt einig sind: Nicht das Werkzeug ist entscheidend, sondern der Mensch, der es bedient.

        Dem möchte ich nur noch anfügen, dass ich nicht zu einem Heilpraktiker gehen würde, um mich am Gehirn operieren zu lassen - selbst, wenn er etwas vom Heilen versteht. Da vertraue ich lieber dem Gehirnchirurg, der das studiert hat und jahrelang Erfahrung darin hat sammeln können.

        Und da bin ich auch bereit ein Vielfaches dessen zu bezahlen, was mich ein Heilpraktiker kosten würde. So oder ähnlich wird es vielen Musikern und Produzenten mit den Plugins von UA gehen. Das ist eine Einstellung, die ich auch den Leuten gerne einräume, genauso wie ich denen ihre Einstellung lasse, die Geiz geil finden.

        Herzliche Grüße
        Carlos

        P.S.: Der Podcast, den Du meinst, ist der mit den Machern von Arts Acoustic, in dem Nic Stellung zu SynthEdit nimmt (Nummer #73). Den kann ich jedem nur empfehlen zu hören und mal zwischen den Zeilen zu "lesen".

      • Markus Fiedler   22. Dez 2010   00:23 Uhr

        Herzallerliebster Carlos,

        Zu Deinem Posting:
        "ich habe keinerlei Probleme mit SynthEdit, wir verstehen uns sogar sehr gut. Wir sind nur nicht füreinander geschaffen."

        Das ist eine Nichtaussage. Du hättest den Satz auch weglassen können. Es wäre schön, wenn man auch mal bei Dir in Zukunft eindeutige Positionen erkennen könnte.

        Erst machst Du abfällige Bemerkungen wie: "[...] dass 1-2 Tage Synthedit Geklicke nicht mit einem Entwicklungsstab bei UA zu vergleichen ist"

        Und dann ziehst Du Dich auf besagte butterweiche Formulierungen zurück.

        Bezüglich Synthedit gibt es im benannten Podcast 73 nichts zwischen den Zeilen zu hören. Die Dialoge verlaufen an der Stelle sehr eindeutig. Und man erkennt auch eindeutig Deine Position zu Synthedit. Es wäre schön wenn Du hier einfach auch ehrlich und direkt dazu stehen würdest, dass Du Synthedit nicht als professionelles Programm betrachtest und denkst, dass man damit keine vernünftigen Plugins erstellen kann. Das vermisse ich.

        Auch als Fachmann darf man sich auch ab und an mal sachliche Fehler erlauben. Und man darf das auch zugeben.

        Im Übrigen habe ich tatsächlich Synthedit als erster im Nebensatz erwähnt, das ist richtig. Das hätte ich besser bleiben lassen sollen. Du wirst verstehen, dass Formulierungen wie "1-2 Tage Synthedit Geklicke", die hier mehrfach aufgetaucht sind, sich sachlich soweit von den Tatsachen entfernen, dass man dafür einfach Zeit aufwenden muss, um das klarzustellen.

        Zurück zum Thema:
        Im Falle Studer 800 ist das Rad jetzt schon mehrere Male erfunden worden, zum einen in der gleichen Preisklasse (Magneto) und zum anderen mehrere Male deutlich günstiger (Ferox, FerricTDS und zig Röhrenverstärkersimulationen). Ich denke, es reicht, an dieser Stelle ausführlich darauf hingewiesen zu haben. Der Leser darf sich dann selbst ein Bild von den Produkten machen.

        Vergleich doch mal den Plugin Preis von der Bandmaschinensimu Studer A800 mit einem gängigen Sequenzerprogramm. Findest Du es nicht fragwürdig, dass eine komplette DAW der alten Garde im Schnitt so ca. 500.- Euro kostet und darin dann eventuell ein mikriges Plugin namens UA Studer A800 läuft, dass mit 350,- Euro fast an den Preis des Hostprogramms heranreicht. Und lassen wir der Fairness halber mal www.Reaper.fm für 50,- Euro (oder mit uneingeschränkt lauffähiger Testversion für 0,- Euro) außen vor.

        Erzähl mir bitte nicht, dass das Plugin UA Studer A800 den gleichen Programmieraufwand erfordert, wie das Coden eines Audiosequenzers.

        Man könnte sogar so weit gehen, zu behaupten, dass man sowas tatsächlich mit recht wenig Hirnschmalz nachprogrammieren könnte, was die tatsächlich hohe Anzahl an verfügbaren Saturationsplugins unterstreicht. Gleiches würde wohl keiner von einem Audiosequenzer behaupten, wenn er einigermaßen bei Verstand ist.

        Oder vergleich das A800 mit Celemony Melodyne. Das Plugin liegt so in etwa in der gleichen Preislage. Die von Celemony haben wirklich Berge versetzt mit der DNA Technik. Und keiner von uns kann im Gegensatz zum Studer A800 außer einer vagen Ahnung etwas zu den technischen Tricks sagen, die da verwendet wurden. Nach Deiner Auffassung von Wertigkeit müssten die von Celemony das Plugin für Tausende von Euros verkaufen.

        Hat das Studer A 800 jetzt genau die gleiche Wertigkeit wie Celemony Melodyne. Ich sage: Nein!

        Stellen wir doch einfach mal fest, dass die Preis von Plugins sich allzu häufig an der Schmerzfähigkeit der Kunden orientieren, ähnlich wie die Medikamentenpreise. Die werden nämlich auch nach dem Leidensdruck und nicht nach ihren tatsächlichen Herstellungskosten berechnet.

        Meinst Du immer noch, dass meine Wertung "Wucher" beim A800 so weit hergeholt ist?

        Weihnachtliche Grüße, Markus

      • Carlos (delamar)   22. Dez 2010   02:16 Uhr

        Lieber Markus,

        das große Problem an der Kommunikation ist nicht das Entsenden der Nachrichten, sondern das Empfangen. Und obwohl ich selbst dachte, schon fast zu explizit geworden zu sein, muss ich mich getäuscht haben.

        Gerne fasse ich dir nochmals die Kernsätze meiner Aussage in anderen Worten zusammen:

        1. Das Problem mit SynthEdit dichtest Du mir an, ich hatte weder das noch deine Plugins erwähnt. Du alleine hast das Thema damit auf dich gelenkt.

        2. Eine abfällige Bemerkung hätte eine Wertung in meiner Aussage impliziert. Stattdessen konstatiere ich nur, dass 2 Tage Arbeit (oder meinetwegen 7 Tage) in Synthedit nicht mit einer Entwicklungsarbeit einer Softwareschmiede zu vergleichen ist, da wirst Du mir sicher zustimmen. Die Phrasierung habe ich aus einem anderen Kommentar übernommen.

        3. Ein Programm per se kann nicht "professionell" sein. Ich stimme dir vollkommen zu, dass es um den Menschen geht, der ein Werkzeug bedient.

        4. Bei einer Gehirnoperation gehe ich zu einem Experten und nicht einem Heilpraktiker, der sich das Operationsbesteck eines Gehirnchirurgen gekauft hat und in seiner Freizeit Gehirne operiert.

        5. Jeder soll sich bitte eine eigene Meinung dazu bilden, ob zum Thema SynthEdit in Podcast #73 noch etwas zwischen den Zeilen zu lesen ist oder nicht.

        Das alles nur, damit wir uns richtig verstehen, da es anscheinend nicht angekommen war. Denn alles, was mich im Grunde interessiert hat, war wie Du die Diskrepanz zwischen deinem immer wieder auftauchendem Mantra "gibt es kostenlos" und der Tatsache "ich verlange Geld für meine Plugins" begründest, auf das mich Tremor mit seinem Kommentar gebracht hat.

        Und Achtung, jetzt folge ich mal deiner (!) Argumentation:
        Reaper ist eine recht komplexe DAW-Software, die für umgerechnet etwa 40,- Euro zu haben ist. Dein Plugin kostet 28,- Euro. Und jetzt deine (!) Aussage:
        "Erzähl mir bitte nicht, dass das Plugin [...] den gleichen Programmieraufwand erfordert, wie das Coden eines Audiosequenzers."

        Witzigerweise kostet dein Plugin 70% dessen, was ein Audiosequenzer (Reaper) kostet und das ist dasselbe Verhältnis wie vom Studer-Plugin zu einer DAW mit einem Preis von 500,- Euro!

        Meinst Du also, dass dein Plugin ebenfalls unter die Wertung "Wucher" fällt?

  • micha   20. Dez 2010   14:31 UhrAntworten

    Naja, als Macuser hat man ja keine Alternative. Alles was ich bis jetzt gefunden habe war VST für Windows. Als Macuser kannst Du nur die UAD Software nehmen. Ich werde mir jetzt mal die 14 Tage Demo freischalten und das Plugin mal testen. Leider sind die 350 € kein pappenstiel...

    Kennt jemand eine Alternative für Mac / AU ?

    Danke und Grüße
    Micha

    • Carlos (delamar)   20. Dez 2010   14:53 UhrAntworten

      Schau mal hier: http://www.duystore.com/com/tape.html

  • David Martini   20. Dez 2010   15:13 UhrAntworten

    Auf dem Mac gibt es nicht soviele Plugins. Das ist richtig. Kam mir nur zu gute, denn mittlerweile konnte ich mich auf ein paar beschränken die mir immer gut gefallen haben.

    Der UAD A 800 ist für mich ein absoluter hammer. 14 tage getestet. Am besten kommt er in der Kombi mit dem SSL Buss Compressor ebenfalls von UAD auf dem Master. Aber kann auch wunder bewirken auf Gruppenspuren. Wichtig nicht nur die Presets durch zappen sondern auch mal selber dran schrauben. :)

    Fazit: Obwohl der Preis sehr hoch ist werde ich mir es demnächst mit dem SSL Compressor kaufen. Dann kann ich endlich mal die UAD 2 Quad komplett belasten :D

  • Tremor   20. Dez 2010   18:39 UhrAntworten

    @Markus Fiedler

    Um Dich zu zitieren: "Hi, ein Plugin was man deffinitiv nicht braucht." Anhand der Kommentare kann man sehen, dass es einige Leute als durchaus brauchbar ansehen und es gerne verwenden wollen / werden.
    Aussagen, wie "der absolute hammer" beinhalten auch eine gewisse Wertigkeit, die die User dem Plug-In zuordnen und sie sind bereit, dafür den Preis zu zahlen. Das würden sie sicherlich nicht tun, wenn es sich um Wucher handelt.
    Wucher impliziert nämlich, dass ein Produkt zu einem unangemessen hohen Preis angeboten wird, weil es das einzig verfügbare auf dem Markt ist. Die User hier sehen diesen Preis aber wohl als angemessen an, obwohl der Markt diverse günstigere und kostenlose Angebote hat
    Und ich will nicht gegen deine Pay-Plugs wettern, sie sind sicherlich ihren Preis wert. Aber verglichen zu absolut kostenlosen Plug-Ins in der selben Range, liegst Du mit 25 Euro eben auch 25 Mal höher im Preis als bei einem kostenlosen Plug-In. Für den einen ist das angemessen für den anderen vielleicht auch Wucher.
    Die Preis-Argumentation, die du hier anführst, ist eine rein subjektive, mit inhaltlich nicht stichhaltigen Argumenten. Zu Deiner Aussage "Und ob das ein ehrlicher Preis ist, der wenigstens ansatzweise die Arbeitszeit für das Plugin abbildet." kann ich mich nur Carlos anschliessen, bei der UAD 800 saß bestimmt keiner nen Tag oder zwei an "Synthedit" (<-- echt lächerlich, dieses Tool im Entwicklungskontext von UAD zu nennen) sondern Leute, die nen Haufen Arbeit und Zeit da rein gesteckt haben und dafür bezahlt werden wollen. Wenn Du Deine Plug-Ins mit synthedit (an alle, das Teil ist ebenfalls kostenlos) in einem Tag gemacht hast und es dann für 25 Euro verkaufst, dann bleibt nur der Schluß, dass Du nicht davon leben musst. Das ist auch ok, aber wirf den Profis nicht vor, dass sie ihren Lebensunterhalt damit verdienen müssen.

    Und zum Schluß zu "Mit dem UA Studer 800 soll recht offensichtlich mit esoterischen Dingen richtig Kohle gemacht werden", Esoterik ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist (wikipedia). Vielleicht sei es den Leuten gestattet, sich ihre eigene Philosophie zu Sinn und Unsinn eines Plug-Ins zu machen.

    Eine entspanntere Sicht der Dinge tut da manchmal gut: Nach dem Motto "ich brauchs nicht und wenn dann ist es mir zu teuer, aber wer's braucht- gerne".

    • Markus Fiedler   21. Dez 2010   00:43 UhrAntworten

      @ Tremor:
      Man klickt sich nicht ein Plugin wie den Dino Isa Denoiser in einem oder zwei Tagen zusammen! Das ist auch eine Entwicklungsarbeit von inzwischen sicher einer stramm durchgearbeiteten 7 Tage-Woche, oder eher zwei Wochen.
      Zum anderen ist es herzlich egal, mit welcher Entwicklungsumgebung man etwas herstellt, hauptsache, es funktioniert.

      Ich kenne die Meinungen des ein odere anderen zu Synthedit und kann abfällige Bemerkungen diesbezüglich nur als unqualifiziert bezeichnen. Es gibt inzwischen so viele Synthedit Plugins, die allesamt durch Qualität unterstreichen, dass man mit Synthedit hervorragende Software erstellen kann, die klanglich "professionellen" Plugins in nichts nachstehen.
      Insofern ist das ganz und gar nicht lächerlich, Synthedit im Zusammenhang mit UAD zu nennen. Es ist einfach nur eine von vielen Enwicklungsumgebungen, die man gut oder schlecht nutzen kann. Jemand mit viel C++ Erfahrung macht darin sehr schnell sehr performante Produkte. Andere, wie ich, die "nur" Ahnung von Akustik haben, machen Produkte, die gut funktionieren, aber einfach mehr Rechenleistung vom PC abfordern, weil sie nicht codeoptimiert sind.

      Im Übrigen kostet Synthedit etwas. Man kann inzwischen auch nicht mehr ohne Nagscreen ein VST plugin mit einer Testversion von Synthedit exportieren.

      Dass MAC Benutzer ein anderes Verhältnis zu Geld haben, bezweifelt auch keiner. Denn der Mac User muss sich damit anfreunden, dass er alles teuerer bezahlt als andere und fast nichts umsonst bekommt. Sicher, die Software, die auf dem Mac für teueres Geld zu bekommen ist, ist sicher auch klanglich ohne Makel. Leider zu einem sehr hohen Preis.

      Ein Saturationsplugin mit Kompression ist inzwischen kein Geheimnis mehr und jeder Hans und Franz kann sowas programmieren oder mit Synthedit oder gleichartigen Alternativen zusammenklicken, wenn er sich mit Verzerrungssimulation auseinandersetzt.
      Bitte einmal den Pluginmarkt nach solchen Plugins durchsuchen, es gibt diese Plugins wie Sand am Meer. Und anscheinend auch so gute, dass ein FerricTDS tatsächlich ähnliche Ergebnisse wie das deutlich teurere Plugin von UAD liefert, siehe KVR Forum.
      Da Ferrox ähnliche Ergebnisse wie Steinberg Magneto liefert, würde ich das auch ohne Probleme hier mit einordnen.

      Zum Thema Wucher:

      "Wucher bezeichnet das Angebot einer Leistung zu einer deutlich überhöhten Gegenleistung unter Ausnutzung einer Schwächesituation des Vertragspartners. (Wikipedia)"

      Und dort steht weiter:

      "[...] durch das jemand unter Ausbeutung [...] der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen [...] eines anderen sich [...] für eine Leistung Vermögensvorteile [...] gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen."

      und weiter
      "Ein solches Missverhältnis liegt aber meist vor, wenn der Wert der Leistung das Doppelte der Gegenleistung übersteigt."

      Nein, das Produkt muss nicht das einzig verfügbare auf dem Markt sein. Der Kunde muss das nur denken!
      Und auf dieser Basis komme ich zum Schluss: Es handelt sich hier um Wucher!
      Es gucken nämlich viel zu viele Musikschaffende mit Mangel an Urteilsvermögen diesen Artikel an.
      Und da tut dieser lange Diskussionsbaum schon ganz gut. Es reicht also, dass wir hier eine Diskussion angestoßen haben. Damit bin ich voll zufrieden. ;-)

      Wer jetzt immer noch das Teil kauft, ist selbst schuld und kann nicht behaupten, er wäre schlecht beraten worden.

      Viele Grüße, Markus

    • Markus Fiedler   21. Dez 2010   01:09 UhrAntworten

      Habe grade nochmal mit Taschenrechner nachgerechnet.
      Und komme immer zum gleichen Ergebnis!
      Mit 25,- Euro liege ich im Vergleich zu kostenlos nicht 25 x höher, sondern unendlich mal höher im Preis. :-D

      Division durch Null!!! ;-)

  • Tremor   21. Dez 2010   14:38 UhrAntworten

    @ Markus Fiedler:

    Lieber Markus, lass uns nicht über Programmiertechniken streiten.
    Um nocheinmal auf die Preise zu kommen, die so entstehen, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht.
    Nehmen wir einmal den sehr tief angesetzten Tagessatz eines selbstständigen Entwicklers von 400 Euro. Bei 7 Entwicklungstagen macht das 2800 Euro Entwicklungskosten. Um diese wieder einzuspielen, müssen 112 Plug-Ins verkauft werden. Geht man davon aus, dass der Entwickler auch leben muss, muss er auch mindestens weitere 60 Stück davon im Monat verkaufen (wenn er keine Familie hat).
    Also bleibt mir nur folgender Schluß und ich weiß, dass ich mich damit wiederhole: Entweder Du verkaufst tatsächlich 60 Plug-Ins im Monat (huuuch ich hab ja ganz die Steuern vergessen, die davon noch zu zahlen sind, das wären knapp 200 Euro), dann verdient man ca 1300 Euro im Monat. Absetzung des Computers liegen bei ca 30 Euro im Monat, macht also 1280 Euro. Damit lebt es sich als Selbstständiger (das wäre in deinem Falle so zu berechnen) mehr schlecht als recht in Deutschland.
    Dann mal Butter bei die Fische: Verkaufst Du mindestens 60 Plug-Ins im Monat? Wenn ja, gratuliere und ich will hier nichts mehr zu schreiben, wenn nein, dann handelt es sich bei deinen plug-ins um querfinanzierte Produkte, die de facto aus rein altruistischen Gründen von dir auf den Markt geworfen werden und offensichtlich nichts mit der Sicherung deines Grundeinkommens zu tun haben. Dann aber BITTE nicht über die Preise derer reden, die das professionell machen und davon leben.
    Und wieder muss ich Carlos zustimmen, Reaper ist ebenfalls ein querfinanziertes Produkt. Der Entwickler muss davon nicht leben!!!

    Und um zu guter letzt auf das Thema Wucher zu kommen: Im Jahre 2010 wird sicherlich jeder User, der auf dieses Plug-In stösst, zur Gegenprobe einmal google anwerfen und schaun, was es sonst noch so gibt. Also zählt das Argument der "Unwissenheit" nicht. Ich stimme dir zu, dass die Diskussion hier sicherlich einige Punkte zur Frage "brauch ich das Teil oder nicht" klären kann.

  • Tremor   21. Dez 2010   14:43 UhrAntworten

    @ Markus Nachtrag: Und wenn ich es ganz böse formulieren würde, dann muss ich anmerken, dass Du, wenn Du nicht davon leben kannst, deine Plugs zu verkaufen, Du schlichtweg dumping betreibst.

    • Markus Fiedler   22. Dez 2010   01:22 UhrAntworten

      Hi Tremor, von einem Dino Isa Denoiser kann man nicht (mehr) leben. Zumindest nicht mehr seit Existens von DAWs und AD/DA Wandlern, die inzwischen fast alle eine Dynamik jenseits von 100 dB haben. Oder hast Du noch einen Rauschgenerator in Form eines 4 Spur-Kassettendecks in Verwendung?

      Das ist wie gesagt ein Nieschenprodukt für arme Kerle wie mich, die eine Skype-Spur "unhörbar" ohne Flatterrauschfahnen entrauschen wollen oder andere, die der verzerrten Stratocaster mit Single Coils das Brummen und Rauschen abgewöhnen wollen.

      Davon gibt es einfach nicht so viele. Einen gut gemachten Hall brauchen bestimmt mehr Leute.

      Von daher bekomme ich jetzt zwar regelmäßig Bestellungen, bin aber noch lange nicht im 3-stelligen Bereich. Mal sehen, ob ich den jemals erreiche ;-).
      Es ist aber ein nettes Zusatzeinkommen, dass ich gerne mitnehme.
      Schau mal, ich habe als Musiklehrer lange Sommerferien, und da kann man neben Hausrenovierungen auch mal solche Dinge umsetzen. Die gehen dann noch nicht mal von meiner eigentlichen Arbeitszeit ab. Und abgesehen davon, dass ich mir selbst einen kleinen Weihnachtswunsch mit dem Plugin erfüllt habe (einfach dadurch, dass ich es selbst benutzen kann), freut es mich natürlich, dass ich es für Uni-Seminare im Bereich Psychoakustik als eindrucksvolle praktische Anwendung für den "Maskierungs- bzw. Verdeckungseffekt" verwenden kann und nebenbei auch noch verkaufen kann. Es wäre auch nicht fair, dann Preise zu verlangen, die sich an der Schmerzgrenze der Kunden orientieren. Ich denke aber auch nicht, dass dann 28,- Euro Dumping sind.

      Viele Grüße, Markus

  • nevian   21. Dez 2010   22:57 UhrAntworten

    Hach... eine tolle Diskussion :)

    Mal eine Frage an alle mitlesenden Synthesizer-Entwickler:

    Könnte hier jemand allen, die davon keine Ahnung haben, den Unterschied erklären zwischen einem in Synthedit zusammengeklickten Plugin und der Simulation einer elektronischen Schaltung inklusive dem Verhalten analoger Bauteile? ;-)

    • Markus Fiedler   22. Dez 2010   01:01 UhrAntworten

      Hi Nevian,
      oh je, ich mache es mal so kurz wie möglich.

      Synthedit enthält ganz viele kleine Module. Man könnte diese auch als eine Art Plug-ins ansehen. Einige sind identisch mit elektronischen Logik-Grundschaltungen (OR, AND, NAND, NOT, und ähnliche Schaltungen), andere sind eher Makroschaltungen (es gibt neben VCA und VCF auch Module, die einfach gleich einen kompletten Chorus, einen Hall oder ähnliches erzeugen). Oder Du kannst gleich ganze VST-Plugins einladen. Das geht tatsächlich auch.

      Die Module sind nichts weiter als C++- Dynamic Link Libraries. Sie heißen dann nur nicht DLL sondern SEM.

      Du könntest tatsächlich mit Sythedit elektronische Schaltungen simulieren. Und das ganz ähnlich wie in darauf spezialisierten Programmen. Leider fehlen dazu die meisten Module. Du wirst in Synthedit keine Spule, keinen Kondensator oder Widerstand als einzelnes Modul finden. (Kenn ich zumindest nicht)

      Analoge Synths lassen sich mit Synthedit am besten nachbilden.
      Sehr gut und realistisch kann man auch einen algorhithmischen Hall from the Scratch mit ganz vielen Delays, Hüllkurven und Filtern programmieren (kostet aber sehr viel CPU-Last ohne Optimierung). Phaser, Chorus, Flanger und Dynamikeffekte sind auch recht einfach zu realisieren (mit wenig CPU Last). Dafür gibt es Module en Masse.
      Effekte dieser sind sehr nahe am analogen Vorbild.

      Es gibt einen sehr guten beiliegenden Moog LP-Filter, der resonieren und verzerren kann. Weitere Module dieser Art findet man bei Drittherstellern.

      Es gehen tatsächlich aber auch Physical Modeling Geschichten. Siehe beispielsweise die "Miles' Tone" Trompete von genuinesoundware.com/?a=showproduct&b=25 . Das geht aber wohl auf ein eigenes Modul zurück, wass so nicht in der Kaufversion von Synthedit existiert.
      Das Trompeten VSTi ist übrigens ein tolles Beispiel für winzigste CPU Auslastung. Das Teil läuft mit unter 1% CPU Last auf meinem betagten PC. Übrigens für Jazztrompete auf dem PC für 35,- Euro eine ganz heiße Empfehlung.

      Fremd-Module sind in Synth-Edit das Stichwort, inzwischen bekommt man zu ganz vielen Anwendungsgebieten massenweise Module, einige kosten etwas, andere nicht.

      Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen. Viele Grüße, Markus

  • Tremor   22. Dez 2010   18:32 UhrAntworten

    @ Markus

    Lieber Markus,

    wen ich mir die Posts zwischen Dir, mir und Carlos genau durchlese, dann komme ich zu dem Schluß, dass Du Dir derart oft widersprichst, dass es schon nicht mehr schön ist.

    Carlos letzter Absatz in seinem letzten Post führt deine Argumentation zu Recht ad absurdum. Du kannst den Preis für deine Plug-Ins genauso wenig rechtfertigen, wie Du es von UA z.B. erwartest. "25 Euro sind ein ehrlicher Preis" ok, wenn Du das so siehst, dann ist das deine Interpretation. Aber wieso in aller Welt soll das UA-Plug einen unehrlichen Preis haben? Du spekulierst hier nur wild herum und hast de facto keine Ahnung, wieviel Geld in die Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb geflossen ist.
    Und jetzt noch einmal zu "ehrlicher Preis": Du schreibst selbst, dass Du das mehr oder minder for fun in deinen Sommerferien machst, erhebst dann aber den Anspruch, dass es "ehrlich" ist, wenn die Leute für Deinen Spass an der Freude 25 Euro zahlen sollen. Und dann noch die Aussage "Das ist wie gesagt ein Nieschenprodukt für arme Kerle wie mich", das schlägt der Bigottheit Deiner Einstellung echt die Krone ins Gesicht. Für arme Kerle? Ja dann gibs doch für umsonst raus!!!

    Was um alles in der Welt hat Dich denn zum Richter über gerechtfertigte und "ehrliche" Preise gemacht, wo Du selbst Kohle verlangst? Nach Deiner eigenen Argumentation ist dann Dein Plug-In auf einem Nullsumemnspiel entstanden und Du schlägst Profit daraus, oh wie ehrlich ist da ein Preis von 25 Euro. Der Preis Deines Plug-Ins ist demnach noch tausendmal willkürlicher als der von UA, denn die haben Leute und Kosten, die gedeckt werden müssen.

    Echt, hör mit dieser Scheinheiligkeit auf, das ist ja nicht mehr zum Aushalten!

    Ich schätze Deine Kompetenz in so manchen Artikeln und auch Aussagen in den Podcasts. Aber das was Du hier ablässt, ist Deiner unwürdig.
    Sinn und Sinnlosigkeit dieses Plug-Ins hast Du zurecht inhaltlich und fachlich dargestellt. Das ist der Diskussion hier auch sehr zuträglich.
    Deine Preisdebatte jedoch hat nichts mit marktwirtschaftlichen Grundlagen zu tun und ist deshalb unglaubwürdig, weil Du selbst - wie bereits erwähnt - selbst Deinen Preis für Deine Plug-Ins nicht rechtfertigen kannst. Marktwirtschaftlich schon gar nicht, denn die Entwicklung hat Dich nach eigener Aussage nur den Spaß an der Freud gekostet und den lässt Du Dir jetzt von "armen Kerlen wie Dir" mit 25 bzw. 28 Euro vergolden. Gleichzeitig pisst Du UA an, weil sie das selbe tun, dies allerdings aus einem betriebswirtschaftlichen Vorgang heraus.
    Fuck it! Wer einen Fiat Panda fahren will, der soll es machen und wer ne Porsche fahren will, der soll es eben auch machen. Beide bringen einen von A nach B und wer sich in nem Porsche halt wohler fühlt, dann soll ers halt. Dein Argument, dass ein Panda nur einen Bruchteil kostet, interressiert ihn nicht die Bohne!

  • Kirche Dagons   22. Dez 2010   21:09 UhrAntworten

    Was kostet so eine Studer A800 eigentlich als Hardware?

    Und kann mal jemand in den Winterferien ein Plugin zusammenklicken, daß die Sättigung eines Edison Phonograph Cylinder emuliert? Außerdem fehlen mir noch Plugins die eine 3,5" Diskette, TDK/Fuji/BASF Kassette und einen USB-Stick von Pearl nachbilden, eine echte Marktlücke...

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