Steinberg Sequel: Testbericht von Localheroes Radio

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Marc:

Ich werde Steinberg Sequel als musikalischen Notizblock und Ideensammler nutzen. […] Steinberg Sequel macht Spass, bietet im Preis-Leistungsverhältnis das Beste für Einsteiger und hat seinen Reiz, wenn es darum geht, spontan und ohne viel Gefrickel zu arbeiten. Wer mehr erwartet, wird allerdings schnell an die Grenzen des Steinberg-Sequenzers stossen.

Testbericht Sequel

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Lesermeinungen (12)

zu 'Steinberg Sequel: Testbericht von Localheroes Radio'

  • malco   19. Okt 2007   00:28 UhrAntworten

    tja.. warum sollte jemand 99 EUR für einen Einsteiger-Sequenzer ausgeben wenn dieser keine Plug-Ins unterstützt? Gerade für Steinberg die den VST-Standard erfunden haben eher unverständlich. Die ganze Bandbreite glänzender Plug-Ins die es alleine schon als Freeware gibt bleibt so manchem Einteiger dann leider verborgen. Für den Preis gibt es genug andere Sequenzer die eben dieses nicht ganz unwichtige Feature unterstützen.Ich denke Sequel hätte ein guter Sequenzer werden können aber man sollte nicht schon bei den Standards sparen - was eine VST-Schnittstelle im Jahr 2007 nun mal ist!

  • carlos (delamar)   19. Okt 2007   00:41 UhrAntworten

    Ich denke nicht, dass Steinberg daran \"gespart\" hat. Vielmehr denke ich, dass man versucht hat, dem Konzept Musikproduktion für Anfänger gerecht zu werden.

    Plugins erweitern nicht nur den Umfang der Software und der Funktionen, sondern steigern auch die Komplexität ungemein. Ein Anfänger, der gerade lernt MIDI und Audio auseinanderzuhalten kann selbst durch einen fünfbandigen EQ schon überfordert sein.

    Nachdem ich selbst auch schon mit dem Programm etwas herumgespielt habe, muss ich sagen, dass alleine die mitgelieferten 5GB Sounds den Preis von EUR 99,- rechtfertigen können.

  • Marc   19. Okt 2007   18:20 UhrAntworten

    Ich muss Carlos zustimmen.
    Wir reden hier von einem Sequencer für Einsteiger. Also für Leute, die eigentlich noch keine Ahnung haben, was VST Plug-Ins eigentlich sind. Natürlich kann ich mir für umme auch einen Sequenzer mit VST-Anbindung zusamenschustern, dann habe ich aber immer noch nicht 5 GB an Sounds und habe eine Menge Arbeit reingesteckt, bis das dann auch alles funktioniert.
    Ich glaube auch deutlich gemacht zu haben, dass für Fortgeschrittene Sequel auch s0her schnell an seine Grenzen stößt. Wer es aber einfach mal probieren will, der bekommt hier wirklich eine funktionierende Komplettlösung im Einsteigerbereich und, was ich vergessen hatte, zu schreiben, Steinberg liefert in regelmässigen Abständen 500 neue Sounds für die Mediabay (kostenlos!) die man über das Syncrosoft License Tool einfach runtersaugen und installieren kann.
    Als ich vor 8 Jahren mich für Sequenzer interessiert habe, bin ich auf den Magix Music Maker gestossen, der im Selben Preissegment liegt und allein die Trennung von Audio und Midi in 2 verschiedene Programme haben mich damals fast zum Wahnsinn getrieben.
    Von daher bleibe ich dabei: Als Einsteiger-Programm ist Sequel, was Funktionalität, Bedienbarkeit, Preis-Leistungsverhältnis und Sounddatenbank betrifft, seine 99 Euro wert!

    Greetz Marc

  • malco   23. Okt 2007   18:38 UhrAntworten

    dieser logik kann ich nicht folgen: es geht doch nicht um 5-bändige EQ*s sondern darum das ein Standard wie die VST-Schnittstelle bei Sequenzern die in der gleichen Preisklasse anzusiedeln sind sehr wohl anzutreffen ist (Auch diese sind eher abgespeckte Versionen die für den Anfänger gedacht sind).Was heisst den hier für Umme? Von selbst zusammenschustern hat doch keiner was gesagt.

    Nebenbei bemerkt denke ich das jeder Anfänger für sich selbst beurteilen kann wann er überfordert ist und wann nicht. Mehr als ärgerlich ist aber wenn man nach ein paar Wochen schon an die Grenzen des Sequenzers stösst. Es gibt auch User die nicht nur eine gute Library zu schätzen wissen sondern gerne etwas kreativer sein wollen: Und ganz ehrlich? Was soll den Bitte an VST so komplex sein das mann da nicht,selbst als blutiger Anfänger von mir aus nach ein paar Tagen weiss worum es geht.Sogar totale Einsteigerprogramme wie MAGIX haben mehr Features (auch VST) als Sequel.

    Die Soundbank ist selbstredend prima (wobei es genug Sample-CDs/DVDs gibt die mann seperat erwerben kann) Ich kauf doch keinen Sequenzer wegen einer Library. Aber darum ging es in meinem ersten Kommentar auch gar nicht.

    Eher darum das Leute die gerade 99 EURO für einen Sequenzer ausgegeben haben und dann (nach Wochen oder Monaten) wenn Sie zb. ein anderen Synth als VST-Instrument einladen wollen festellen werden das sie nochmal einkaufen gehen dürfen.

    Ich denke nicht das es fair ist diesen Leute die dann ja keine Anfänger mehr sind zu empfehlen mal eben hunderte von EUROS für zb. CUBASE auszugeben nur wegen einer fehlenden VST-Schnittstelle. Was sollen die dann machen? Sie müssen sich bei der Konkurrenz umschauen und dann hätten sie sich doch gleich das Geld für Sequel sparen und ein vernünftiges Produkt kaufen sollen.

  • carlos (delamar)   23. Okt 2007   18:41 UhrAntworten

    Was Steinberg mit Sequel möchte ist jetzt nach dem Update von Cubase 4 auf Cubase 4.1 noch klarer als vorher schon:

    Cubase 4.1 bietet nun volle Unterstützung für Sequel-Projekte und die Sounds aus Sequel.

    Infos zum Update Cubase 4.1

  • carlos (delamar)   23. Okt 2007   18:49 UhrAntworten

    @Malco:
    Ich lese gerade Deinen Kommentar und muss natürlich zugeben, dass Du nicht ganz unrecht hast. Es ist ärgerlich, wenn man keine VST-Schnittstelle zur Verfügung hat. Genau deswegen wäre Sequel für mich persönlich selbst als Notizblock nicht in Frage gekommen.

    Andererseits würde mich mal interessieren, welche anderen Produkte für EUR 99.- einen ähnlichen Umfang bieten UND eine VST-Schnittstelle haben.

    Es würde sich dann nämlich ein Vergleich anbieten, denn Steinberg wirbt natürlich nicht damit, dass Sequel KEINE VST-Schnittstelle hat. (Ganz genauso wie Steinberg auch nirgendwo schreibt, dass DirectX-Plugins nicht mehr in Cubase 4 funktionieren....)

  • malco   23. Okt 2007   19:30 UhrAntworten

    @Carlos:
    Wie du schon richtig schreibst wurde nach dem Update auf Cubase 4.1 klar warum in Sequel keine VST-Schnittstelle vorhanden ist.

    Ich bezweifle aber (aufgrund des äußerst selbständigen GUI's und anderen Workflow's in Sequel zum Vergleich in Cubase) das die Mehrzahl der User von Sequel irgendwann auf Cubase umsteigen wird. Dafür ist der Preisunterschied einfach zu hoch.Aber es sieht wohl dannach aus als sollte das die Strategie von Steinberg sein. Wie auch immer.

    Ich würde ernsthaften Anfängern eher raten anstatt auf Sequel auf STEINBERG CUBASE SE zu setzen. Hat (natürlich) VST, ist Cubase ähnlciher und kostet auch nur 127 EURO. Wobei man auch wenn man Upgraden möchte sein Geld nicht verloren hat - bei Sequel ist mir soweit ich weiss keine Upgrademöglichkeit seitens Steinberg bekannt.

    Verschiedene Einsteiger-Sequenzer mit VST:

    mackie Tracktion3 Project Bundle 119 EURO
    (inkl. Tracktion 3 Lehrvideo, Premium-Sounds, Plugins und Loops)

    Image-Line FL STUDIO 7 PRODUCER EDITION 138 EURO

    Ableton Live 6 LE 139 EURO

    und viele andere..

  • carlos (delamar)   23. Okt 2007   19:44 UhrAntworten

    Habe gerade vorhin nach Cubase SE nachgeschaut und habe da genau das festgestellt: Etwas mehr Geld (glaube beim Steinberg-Shop sind es EUR 149,-) und dafür gibt es auch mehr Funktionen.

    Auf Mackie Tracktion 3 bin ich sehr gespannt, bekomme ich nächste Woche zum Testen hergeschickt. Da wusst ich nicht einmal, dass es eine LE Version gibt.

    Was mich wundert ist, dass Steinberg die SE-Serie von Cubase nicht fortsetzt mit Version 4, denn ich würde mal auch behaupten, dass ein Anfänger nicht von Sequel auf Cubase Studio upgradet. Schliesslich kostet Cubase Studio 4 EUR 399,-

    Ableton LE könnte für Einsteiger durchaus auch mehr als nur interessant sein. Wobei das Programm sich am besten für elektronische Mucke eignet (imho).

    Halten wir die Warnung hier einfach nochmals fest: Steinberg Sequel hat zum derzeitigen Zeitpunkt KEINE Möglichkeit VST-Instrumente (oder VST-Plugins) zu integrieren!!! Wer sich hier die Option offen halten möchte, sollte sich entweder zu Cubase SE oder eines der Konkurrenzprodukte wie Ableton LE, Tracktion Project Bundle oder FL Studio greifen.

  • Funatyc   25. Jan 2008   19:11 UhrAntworten

    Hallo zusammen,

    ich habe mir Sequel vor drei Monaten gekauft und habe es Heute bei iBäy verkauft. Sequel halte ich persönlich wirklich nur für Einsteiger geeignet und denen würde ich auch Magix Music Maker 2008 empfehlen.

    Es gibt immer noch kein Update der die Unmengen an Bugs aufräumen würde. Das Programm war zum Zeitpunkt der Auslieferung noch nicht ausgereift. Die Performance ist sehr schlecht. Die Spuren der Tracks lassen sich in drei vorgegebene Größen einstellen somit ist ein vernünftiges Arbeiten am Laptop nicht möglich.

    Die Qualität von Audioaufnahmen ist nicht gut. Mit anderen Programmen in der gleichen Preisklasse erreiche ich eine hörbare Verbesserung am Sound. Der Sound ist einfach viel satter.

    Die Aktivierung von Sequel ist problematisch und umständlich für ein Tool für 99 €. Das Aufrufen von Sounds (Loops usw) dauert im Schnitt 3 - 5 Sekunden. Die Latenz ist sehr schlecht. Ich nutze eine ALESIS io2 USB Schnittstelle mit Zero Latency Treibern und habe eine Latenz von 36 msec. Mit dem Asio4All Treiber war es etwas besser. Somit sind die HallionOne Sounds kaum in Echtzeit spielbar und qualitativ so gut wie bei einer Bontempi. Ich war enttäuscht.

    Eigene Samples können in der Mediabay nicht abgespeichert werden. Die Timestretchingfunktion verfremdet den Sound und ist zur nichts zu gebrauchen. Schaltet mann die Automation ein und bedient während der Aufnahme den EQ oder die Lautstärkeregler im Mixer können diese Daten nicht bearbeitet werden. Schaltet mann die Stummschaltung während der Aufnahme mit aktivierten Automation ein so können auch diese Daten nicht eingesehn noch bearbeitet werden. Das ist ein sehr grosser Bug.

    Die Mediabay bringt zwar fast 6 GB an Sounds und Samples mit davon können sehr viele nicht benutzt werden weil viele der Musikstile bei jungen Leuten nicht so "in" sind. Momentan liegt der Schwerpunkt auf R&B, Trance, POP und Rock. Die Samples können nicht aus der Mediabay rauskopiert werden. Also nur für den Gebrauch mit Sequel.

    Der Audioeditor ist sehr ungenau und bietet zu wenige Funktionen. Herausschneiden von Störgeräuschen wie Klicks sind somit unmöglich. Sequel geht nicht gerade sehr schonend mit dem Festplattenspeicher um. Auch verworfene Aufnahmen bleiben im Audioordner des Projektes über und es sammeln sich unmengen an Audioabfall den mann so nicht brauch.

    Die fehlende VST Unterstützung wurde ja angesprochen. Die Mastering Sektion lässt zu wünschen übrig. Ich nutze zurzeit das Samplitude Music Studio 2008 was vom Konzept nicht für die Anfänger gedacht ist und stelle dennoch fest das Sequel dem SMS2008 nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Und wenn ich mir überlege das jetzt Cubase Essential 4 für den Preis von 150€ auf den Markt geworfen wird und Sequel Projekte bearbeiten kann und die gleichen schrottigen HalionOne Sounds mitbringt wie die gleiche Mediabay wird mir schlecht.

    Ich war mal von Steinberg sehr begeistert aber die Politik die dort momentan betrieben wird ist alles andere als kundenorientiert und soll nur einen Ziel nützlich sein und zwar mit so wenig Aufwand wie möglich so viel Geld zu verdienen wie es nur geht.

    Ich persönlich werde bei SMS2008 bleiben obwohl die Bedienung nicht so gut finde. Dafür habe ich aber einen vernünftigen Audioeditor der auch OGG und MP3 und andere Formate kennt. Habe eine VST Schnittstelle vernünftige Mixing & Mastering Section einige gute VST-Plugins mit on Board.

    Die Samplitude Engine sorgt für den satten Sound und Audio und MiDI wurden auch endlich vereint. Dazu kommt das Elastic Audio was sehr an das "Celemony PlugIn" erinnert. Es klingt vielleicht so als ob ich für MAGIX für diesen beitrag bezahlt worden wäre aber es ist nicht so.

    Ich bin von Steinberg sehr enttäuscht worden und habe 100 € in den Sand gesetzt.

  • carlos (delamar)   27. Jan 2008   20:27 UhrAntworten

    Erst einmal vielen Dank an Funatyc für Deinen umfangreichen Kommentar zu Steinberg Sequel. Es scheint als wärst Du in der Tat zutiefst enttäuscht von Sequel.

    Ich muss allerdings einige Dinge für die anderen Leser klarstellen, denn ein kleines bisschen konnte ich Steinberg Sequel auch selbst testen:

    • Steinberg Sequel ist für Einsteiger, keine Frage
    • Die Qualität der Audioaufnahmen wird meiner Ansicht nach nicht von Sequel beeinflusst. Ich schätze sogar, dass es dieselbe Audio Engine wie bei der Cubase-Reihe ist. Ich jedenfalls habe im Test exzellente Aufnahmen mit Steinberg Sequel hinbekommen.
    • Die Latenz wird hauptsächlich von Deinem Audio Interface bestimm.
    • Das Importieren von eigenen Samples ist soweit ich mich erinnern kann durchaus möglich.

    Ob Steinberg Sequel tatsächlich das beste Programm für Einsteiger ist - darüber lässt sich sicherlich vortrefflich streiten. Die begrenzten Möglichkeiten sind aber definitiv für Anfänger und Einsteiger, nicht für Fortgeschrittene. Ich glaube das hat Marc in seinem Test auch herausgestellt.

  • Funatyc   28. Jan 2008   13:20 UhrAntworten

    Hallo @carlos..,

    ja das stimmt leider. Ich habe nach einer guten und günstigen Alternative gesucht und da ich vor Jahren schon Cubase benutzt habe hatte ich auch hohe Erwartungen an Sequel, die leider nicht erfüllt wurden. Jetzt gibt’s das Cubase Essential 4 und ich komme mir halt schon etwas verarscht vor.

    Sicherlich für Einsteiger ist es ganz gut im Vergleich zu eJay usw. Was die Qualität der Audioaufnahme betrifft hatte ich mit Cubase LE auch etwas schlechtere Aufnahmen. Ich nutze zur Zeit einen anderen Sequenzer aus der gleichen Preisklasse und der Sound ist wirklich voller und weicher. Ist zumindest meine Wahrnehmung die evtl. nur subjektiv ist.

    Was die Latenz betrifft hast Du sicher Recht, dass es an der Hardware liegt. Nur erreiche ich mit der gleichen Hardware und einem anderen Sequenzer Latenzen von 6 msec. Und das ist denke ich akzeptabel.

    Ich finde das der Blick zum Sequelforum auch deutlich macht wie viel Ärger es mit der "Anfänger" Audiohardware gibt. Das Importieren von eigenen Samples ist möglich. Das exportieren der Samples aus der Mediabay aber nicht ;)

    Ich finde es gibt bessere Tools für Einsteiger. Wer sich mit dem Thema Musik etwas ernster beschäftigen will sollte von Sequel die Finger lassen und direkt zu Cubase Essential 4, Samplitude Studio, Ableton greifen. Diese kosten nicht wesentlich mehr und bieten dafür aber eine ganze extra Menge Freiheit in der Kreativität.

    Ich hoffe nur für die Sequeluser das es bald das versprochene Update geben wird mit dem einige Features aus den Forumwünschen integriert und die Bugs beseitigt werden. Ich wollte auf das Update nicht mehr warten.

    Viele Grüße,

    Funatyc

  • carlos (delamar)   28. Jan 2008   20:11 UhrAntworten

    Ich kann, wie gesagt, Deinen Frust sehr gut nachvollziehen. Sequel kann für ehrgeizige Einsteiger sehr schnell zu klein werden.

    Im Übrigen kann man zwar nicht aus der MediaBay heraus exportieren, sich dafür aber die Export zu WAV oder MP3 Funktion von Sequel zu Nutze machen. Das ist zwar nicht genau, was Du meintest, führt aber auch dazu, dass man das Material aus der MediaBay außerhalb von Sequel nutzen kann.

    Ich glaube es gibt ein preiswertes Upgrade-Paket für Sequel Nutzer auf das neue Cubase Essential 4. Damit könnten auf jeden Fall einige der Ketten von Sequel gesprengt werden.

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