Testbericht: Sonic Charge Synplant (mit Video)

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Synplant: Organische Synthese

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Testbericht: Sonic Charge Synplant

Nachdem vor knapp 2 Monaten der Synthesizer Sonic Charge Synplant erschien haben wir von delamar uns gleich aufgemacht ein Modell des “organischen Synthesizers” in die Finger zu bekommen und für euch zu testen.

Der Sonic Charge Synplant ist nicht ganz einfach zu erklären und auch in der Bedienung äusserst ungewöhnlich.

Synplant: Organische Synthese

Synplant: Organische Synthese

Sonic Charge Synplant: Funktionen

“Organische Synthese” nennt sich die Syntheseform des Sonic Charge Synplant. Doch was meint der Hersteller damit?

Auffällig ist, dass das Interface des Synthesizers sehr spärlich ausgestattet ist. In der Mitte findet sich so etwas wie ein “Gehirn”. Dieses Gehirn nennt sich Seed.
Der Seed ist der Ursprung jedes Sounds. Um ihn herum befinden sich 12 Felder, jeweils ein Feld für jede Note.

In dieses Feld hinein kann jetzt dieser Seed wachsen. Die Felder nennen sich Branches. Die Branches sehen aus wie Haare und sind auch hübsch animiert. Je länger man einen Branch macht desto weiter ist der Klang und die Note von der eigentlich Note selbst entfernt.
Mit anderen Worte je weiter man den Branch “zieht” desto fremdartiger klingt dieser eine Branch. Angesteuert wird er ganz einfach über drücken der jeweiligen Note am Keyboard oder wahlweise kann man auch einfach auf den Notennamen im Ring klicken. (vergleiche Screenshot)
Nochmal: Je kürzer die ganzen Branches sind desto gleichförmiger ist der Klang über die ganze Oktave verteilt. Je länger desto unterschiedlicher klingt jede Note der Oktave.

Der Ring aussenherum kann gedreht werden, was zusätzlich Modulationsmöglichkeiten mitbringt. Dadurch verändert sich aber nicht die Notenhöhe sondern man schiebt lediglich einen Branch auf eine andere Position.

Das ist das Kernstück des Sonic Charge Synplant — er wird im Manual “Bulb” genannt. Aussenrum um diese Branches und den Seed finden sich noch 4 Schieberegler.

  • Tuning
    Verstimmt den ganzen Synthesizer.
  • Effect
    Der Effect Slider ist mehrfach aufgeteilt. Man kann stufenlos von “trocken monophon” bis “komplett Wet Stereo” regeln. Dieser ist also eine Art Dry/Wet Regler für den eingebauten Reverb.
  • Atonality
    Eigentlich auch selbst erklärend. Die Branch Länge regelt wie atonal jede Note für sich klingen soll und mit diesem Slider kann man dies global für alle Noten bestimmen.
  • Release
    Mit dem Release Slider kann man einstellen wie lange jede Note erklingen soll.

Sonic Charge Synplant: Das Plugin in Aktion

Viel besser als mit Text lässt sich dieser ungewöhnliche Synthesizer mit einem kurzen Video erklären. Darin zeige ich euch die hier angesprochenen Parameter und einige der Presets des Sonic Charge Synplant.

Ausserdem wird erklärt wie man mit diesem VST Plugin arbeitet und wo noch ein paar zusätzliche Features verborgen sind.

In unserem Synplant Testbericht erfährst Du alles Wissenswerte über dieses virtuelle Plugin und warum sich der Kauf für dich lohnen könnte.

Mehr zum Thema:
                


Lesermeinungen (5)

zu 'Testbericht: Sonic Charge Synplant (mit Video)'

  • Oliphb   22. Jan 2009   10:04 UhrAntworten

    Hm. Vielleicht was für Leute die an konkreten Parametern ihres Synths nicht rumschrauben möchten oder nicht genau wissen wo sie eingreifen sollen.

    Ansonsten bekommt man den "wechselnde Parameter"-Effekt doch viel flexibler und genauer hin, wenn man die Params eines beliebigen (freeware?)-Synths über die Automationshüllkurven steuert, was bspw. in Live sehr einfach geht.
    Großer Vorteil: so kann man auch bspw. dem C an verschiedenen Stellen unterschiedliche Parameter geben.
    Vielleicht wär diese Technik ja mal was für ein Tutorial?

    Für mich klingt der Synplant also eher langweilig und das Bedienkonzept ist nicht sooo revolutionär.

  • Andreas Z. (delamar)   22. Jan 2009   10:26 UhrAntworten

    Stimmt schon. Mit Clip Huellkurven geht sowas ganz einfach. Grundsaetzlich mal kann diese Art der Automation heutzutage jeder Sequenzer.
    Ich finde aber dieses Zufallsprinzip des Synplants doch recht erfrischend. Ausserdem ist dieses Branchziehen ziemlich cool, weil eben jede Note komplett anders klingen kann.

  • darem   23. Jan 2009   08:13 UhrAntworten

    Ich finde es gut, dass Du hier den Klang nicht nach Parametern, sondern nach gehör/Gefühl veränderst. Ein erfrischender Zugang - zudem meine ich, dass der Synth ganz tolle Klänge mit wenig CPU-Belastung generiert.

  • Andreas Z. (delamar)   23. Jan 2009   09:41 UhrAntworten

    Genau das wollte ich sagen mit "ungewoehnlich" und so.
    Erfrischend ist noch ein gutes Verb fuer die Arbeitsweise, richtig.

  • jano   26. Dez 2014   12:55 UhrAntworten

    hat schon mal jmd synplant an weihnachten geöffnet? ich dachte ich träume.. vielleicht ist das auch nur bei meiner version so, aber das neue spielzeug ist der hammer ^^

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