SONAR 7: Testbericht

SONAR 7: Fazit

Lohnt sich der Umstieg von Sonar 5 Producer bzw. Sonar 6 Producer auf SONAR 7 Producer Edition?

Diese Frage würde ich persönlich mit einem eindeutigen “Jein” beantworten. Alle neuen Plugins sowie die neuen Funktionen des Basisprogramms sind sehr hilfreich und durchaus empfehlenswert. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht würde ich persönlich für mein Tonstudio allerdings noch auf ein Update verzichten, da ich nicht auf die neuen Eigenschaften von SONAR 7 angewiesen bin.

Aber, wer beispielsweise den Session Drummer 2 unbedingt wegen der lebendig und wirklichkeitsgetreu klingenden Drumsets haben möchte, die neue MIDI Funktion im Roland V-Vocal schätzt oder vielleicht noch einen phasenliearen EQ haben muss, für den sind die ca. 200,- Euro definitiv nicht zu viel, zumal man ja noch etliche kleine und große Verbesserungen bekommt.

Lohnt sich der Einstieg mit SONAR 7 für den ambitionierten Neuling?

Ja! Mir ist keine andere Musikproduktionsumgebung bekannt, die mit einer derartigen Ausstattung für einen Preis von unter EUR 500,- aufwarten kann. Der Einsteiger kann sowohl als Rock- und Popmusiker, wie auch als Filmmusikkomponist amtliche Ergebnisse erzielen.

Die mitgelieferten Instrumente und Effekte bieten dabei einen durchgehend professionellen Standard und man muss (gerade als Einsteiger) nicht nochmal Software teuer hinzukaufen. Spätromantische Filmkomponisten sollten allerdings überlegen, ob sie sich neben dem Garritans Pocket Orchestra eine weitere, bessere Orchester-Library zulegen, in der vielleicht auch ein anständiges Klavier Platz hat.

Cakewalk SONAR 7 Producer Edition ist eine Runde Sache und in jedem Falle eine Kaufempfehlung wert!

PLUS:

  • Kein USB-Dongle, kein Kopierschutz der Installations-CD
  • Aktivierung der Software erforderlich, mit einmal erhaltenem Aktivierungscode aber immer wieder neu installierbar. keine erneute Aktivierung notwendig.
  • Unterstützt fehlerfrei alle gängigen Treibertechnologien: MME, WDM, ASIO
  • Unterstützt Multi-I/O Soundkarten und AD/DA Wandler mit allen gängigen Abtastraten und Auflösungen bis 32bit, 192 kHz (auch wenn mehr als 24 Bit und 48kHz wissenschaftlich nachgewiesen unsinnig sind, aber wenn es denn geht..)
  • Programm läuft äußerst stabil.
  • 64-Bit Unterstützung
  • Mehrkanal-Unterstützung für verschiedene Setups (z.B. 7.1 Surround)
  • Scriptsprache CAL zur persönlichen frei editierbaren Automatisierung von Arbeitsschritten im Bereich MIDI, die z.B. auch per Tastaturzuweisung aktiviert werden können.
  • Einfachster Export von Audio-MIDI-Bundles zur einfachen Handhabung von Musikprojekten
  • Session-Drummer 2 mit einer sehr echt wirkenden Nachbildung eines Originalschlagzeuges.
  • Garritans Pocket Orchester ermöglicht die Komposition mit Sounds eines Orchesterensembles. Alleine das Vorhandensein ist lobenswert auch wenn die Sounds nicht die allerbesten sind.
  • Vollständiger Satz an professionellen Audio-Plug-ins darunter: Lexicon Pantheon Nachhall (auch mit Mehrkanal-Unterstützung)
  • Dim Solo Funktion, mit der man eine Spur im Vergleich zu anderen Spuren mit einem Mausklick hervorheben kann, in dem andere Spuren in ihrer Lautstärke abgesenkt werden.
  • Neu: MIDI Bearbeitung jetzt auch notenweise in der Spuransicht möglich
  • Neu: Farbige Darstellung der Anschlagsstärke von MIDI Ereignissen (optional auch die Standard-Darstellung als Velocity-Balken am unteren Bildschirmrand.
  • Neu: Vintage Channel VC64 Kompressor, Deesser, Gate, vollparametrischer EQ
  • Neu: Linear EQ LP 64
  • Neu: Linear 5-Band Kompressor
  • Neu: Boost 11 Peak Limiter
  • Sonitus FX Plug-in Paket mit Hall, Chorus/Flanger/Phaser, 5-Band-Kompressor
  • Perfect Space Faltungshall mit zahlreichen Programmen originaler Räume
  • Sidechain-Eingänge für Plugins
  • Neu: Plugin Layouts – Bearbeitbares Plugin-Menü
  • Überarbeitetes und leistungsfähiges Transportfeld in der Spuransicht
  • Element Register Manager für die Spuransicht.

MINUS:

  • Software-Lizenz darf nicht weiterverkauft werden. Zumindest will Cakewalk genau das nicht. Hier ist es ohnehin nochmal ratsam, sich genaueren juristischen Rat einzuholen. Soweit ich weiß, müssen nach deutschem Recht nicht exklusive Lizenzen weiterverkauft werden können. Falls das stimmt, wäre diese Vertragsvereinbarung ohnehin nichtig. Falls nicht, verbleibt dieser Punkt als Nachteil. Was soll das? Was ich kaufe, möchte ich auch weiterverkaufen können.
  • Hörbare Aussetzer beim Verschieben von Schleifen-Einstiegs und Ausstiegs-Punkten in der Trackansicht bei gleichzeitiger Wiedergabe von Audiomaterial.
  • Dimension LE Garritans Pocket Orchestra ist eine nette Dreingabe, entspricht aber nicht mehr zeitgemäßen Klangansprüchen zumal keine Velocity-Layer vorhanden sind und die Instrumente statisch klingen. Dennoch macht Cakewalk überschwenglich dafür Werbung. Unter „beispielloser Qualität“ verstehe ich aber etwas anderes.
  • Keine Erweiterung der Cakewalk Scriptsprache CAL durch Befehlssätze für den Audiobereich obwohl CAL immer noch unterstützt wird.
  • Notendruck ist seit Jahren nur in eingeschränktem Maße für Profis verwendbar. Komponisten, die eine Möglichkeit brauchen, um für ein Orchester Partituren auszudrucken, stoßen schnell an die ein oder andere Grenze im Programm.
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    Vielen Dank an Cakewalk und Dirk Prior für die Bereitstellung der Testversion für diesen SONAR 7 Testbericht sowie den freundlichen Kontakt.

    Dieser Testbericht über SONAR 7 wurde von Markus Fiedler (Musiker, Musiklehrer und Besitzer eines eigenen und erfolgreichen Tonstudios) für delamar verfasst. Markus arbeitet bereits seit über 16 Jahren mit Produkten aus dem Hause Cakewalk.

    delaMartial Drums - Professionelle Drums Samples

     

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