Kann ein Sequenzer Standard werden?

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Interessante Frage irgendwie. Manche sagen: “Klingt absurd!”, andere vielleicht “Kann ich mir durchaus vorstellen.”
Die Antwort möchten wir hier hier erkunden.

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Kann ein Sequenzer Standard werden?

Fragezeichen

Eine interessante Diskussion tauchte da in unseren Kommentaren auf, zumindest lese ich das heraus. Und selbst wenn nicht, ist es, denke ich, mal interessant folgenden Aspekt zu diskutieren.

Kann ein Sequenzer Standard werden?

Ich denke aus einigen Gründen, dass das nicht der Fall werden wird.
Und das aus mehreren Gründen.

  1. Audio Engine: Die einzelnen Sequenzer klingen doch recht unterschiedlich. Und so kann kein Standard gebildet werden. Geschmäcker sind verschieden, somit kann man auch schlecht den Mittelwert festlegen.
  2. Unterschiedliche Bedürfnisse: Jeder Sequenzer verfolgt ein ganz bestimmtes Bedienungskonzept und löst manche Probleme meist sehr speziell. Klar gibt es immer wieder “Standards”, weil andere Hersteller merken wie man bestimmte Probleme am besten angeht. Jedoch sind die Implementierungen dann immer unterschiedlich. Beispiele hierfür sind etwa das “Flexible Tempo” von Live, Cubase oder Pro Tools.
  3. Dritthersteller: Wenn ein Sequenzer Standard wäre, würden Dritthersteller in die Röhre schauen und könnten ihre Produkte nicht mehr direkt dem Kunden anbieten. Der Markt würde sich somit dahingehend verändern, dass diese Dritthersteller sich direkt an den Sequenzer-Hersteller wenden müssten und mit diesem eine Kooperation eingehen. Die ganzen “Audiofrickler” werden nicht mehr gefragt was sie eigentlich möchten, die Entwicklung stagniert.

Pro Argumente wären etwa, dass die System-Anbindung (Betriebssystem eines Computers) viel besser wäre, das Programm würde weniger abstürzen und so weiter.

Zuletzt interessiert mich natürlich noch die Meinung unserer Leser? Ist so etwas überhaupt realistisch? Kann ein Sequenzer Standard werden?

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Lesermeinungen (12)

zu 'Kann ein Sequenzer Standard werden?'

  • jeffVienna   02. Okt 2008   13:35 UhrAntworten

    Was Microsoft auf Ebene der Betriebssysteme nicht gelungen ist, wird Steinberg/Yamaha auf Sequencerebene noch viel weniger schaffen.
    Ob es Sinn machen würde? Nein, siehe Marktgesetzte (Produktivität und Innovation durch Konkurrenz; bei dessen Nichtvorhandensein monolithischer Stillstand).

  • doofi   02. Okt 2008   18:16 UhrAntworten

    Seit mir nicht böse,aber wer sich über soetwas gedanken macht,sollte lieber Politiker werden....

  • carlos (delamar)   02. Okt 2008   19:17 UhrAntworten

    Monopole führen zu Stillstand, denn warum sollte ein Hersteller sein Produkt weiterentwickeln, wenn es sowieso das Einzige auf dem Markt ist?

  • Heiko   02. Okt 2008   19:46 UhrAntworten

    Ein Sequenzer sollte nie zum Standard werden - da ist eine gesunde Vielfalt doch gut, das fördert sowohl verschiedene Arbeitsweisen und auch Geschmäcker.
    Schau sich einer mal Live, Cubase und dann z.B. Renoise an - alle drei sind völlig verschieden und haben trotzdem ihren berechtigten Platz.

    Aber ein gemeinsames Austauschformat wäre doch mal cool - wenigstens so für die grundlegenden Dinge.

  • musicmanht   02. Okt 2008   20:11 UhrAntworten

    Obwohl ich mit Cubase arbeite, fand ich es schade dass es mit der Übernahme durch Apple Logic nur noch für die MacPlattform gibt, aus Apple Sicht vielleicht verständlich aber für die User ist es doch immer gut, eine breitere Auswahl zu haben?!

  • Andreas Z. (delamar)   03. Okt 2008   08:00 UhrAntworten

    Was ich ja viel besser finden wuerde, waere ein standartisiertes Dateiformat, mit dem man die Daten einfach austauschen kann.
    Gut, es gibt OMF aber dabei gehen leider Mixereinstellungen verloren und auch Einstellungen ueber Regionen (Teil eines Audiofiles) gehen verloren.

  • David Martini   06. Okt 2008   12:05 UhrAntworten

    Für mich ganz klar "ja es kann". Cubase hat in der aktuellen Version Hardware sowie Software basiertes Workflow optimiert. Es sollte auf dem PC ganz klar Cubase und Pro Tools geben. Auf dem Mac sollte es nur Logic geben. Alle anderen Programme sind nicht ausgereift.

  • Herb G.   06. Okt 2008   12:40 UhrAntworten

    @David: Du ziehst also ganz dogmatisch die Existenzberechtigung aller DAWS außer Cubase und ProTools in Zweifel? Du unterstellst weiterhin, dass professionelle Entwickler renommierter Unternehmen mangelhafte Produkte unter's Volk bringen und kein Käufer genug Intellekt aufbieten kann um das zu bemerken?

    Im Ernst?

    Interessant: gerade den hardware- und softwarebasierten Workflow in Cubase empfand ich persönlich eigentlich immer als recht umständlich und das Programm per se als ziemlich aufgebläht, weshalb ich letzten Endes dann auch zu so einem "unausgereiften" Konkurrenzprodukt gewechselt habe und damit sehr, sehr zufrieden bin...!

  • David Martini   06. Okt 2008   14:34 UhrAntworten

    Ich sage nicht das es einfach ist mit Cubase zu arbeiten wie mit anderen Programmen. Aber wenn man sich eingearbeitet hat, ist das keine Sache. Ist meinen Meinung. Man kann es sich einfach aber auch sehr schwer machen.

  • ken park   06. Okt 2008   17:43 UhrAntworten

    Standard für was?! Oder für wen?! In der Industrie ist Pro Tools Standard. Punkt. Also gehts doch offensichtlich ;)

  • groovehand   06. Okt 2008   18:06 UhrAntworten

    Hallo miteinander. Vielleicht sollte man mal definieren, was man unter Standard versteht. Ich sehe nicht, dass das ein monopolartiges Gebilde sein muss. Ich verstehe darunter zunächst einmal die Kompatibilität verschiedener Programme untereinander, sodass man unterschiedliche Benutzerkonzepte verwirklichen kann, deren Ergebnisse sich aber durchaus unter den vielen Sequenzern austauschen lassen. Eine Diskussion, welches Sequenzerkonzept am besten sei, halte ich eigentlich für überflüssig. Dazu gibt es einfach zu viele individuelle Arbeitsweisen. Da hat eben jeder so seine Vorlieben. Und das ist auch gut so.

  • Markus   07. Okt 2008   14:17 UhrAntworten

    Die unterschiedlichen Ansätze der ganzen DAWs da draußen, finde ich durchaus berechtigt. Samplitude bringt sehr gute Effektqualität sowie objektorientiertes Arbeiten mit, Mackie's Tracktion ist ein netter, musikalischer "Notizblock", mit dem auch Einsteiger schnell umgehen können, Ableton für die Live-Jünger und Loop-Freunde usw. Für jeden das passende Konzept und das ist besser, als zu versuchen alle Features unter einen Hut zu bringen.

    Digidesign sagt selbst über ProTools, dass man mit den Midi-Funktionen meilenweit hinterher sei - die Stärken liegen aber halt auch im Audiobereich.
    Ich schwanke immer zwischen Samplitude und Cubase. Samp ist mir irgendwie sympatischer, Cubase hingegen unterstützt Controller etc. besser. Ich habe aber auch Reason für mich entdeckt - als "Liverack" und Tonerzeuger ...

    Man könnte vielleicht schon sagen, dass Cubase/Nuendo zu einer Art Standard geworden sind, da eben besagte Hardwareunterstützung am besten ausgebaut ist, VST, VSTi und ASIO Standards gesetzt haben (für keine Plattform gibt es wohl mehr Plugins), sowohl Audio- als auch Midi-lastige Projekte gleichermaßen gut möglich sind und alles auch noch unter Windows und Mac verfügbar ist.
    ProTools hängt wieder an der hauseigenen Hardware, Sonar hinkt immer ein bisschen hinterher und ist wieder nur für Windows verfügbar, Logic hingegen nur (noch) für den Mac.

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