iPhone Audio Apps im Test: TouchOSC

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Letzte Woche wurde hier die iPhone App noch angesprochen, nun endlich getestet. TouchOSC besticht durch eine hübsche Optik, niedrigen Preis und die Bedienungsoberflächen sind durchdacht und praktisch.

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iPhone Audio Apps im Test: TouchOSC

iPhone App: TouchOSC

Letzte Woche hatten wir hier auf delamar von TouchOSC berichtet. Einer iPhone Musik App die über OSC und WLAN sich mit dem Rechner verbindet und dort können die OSC-Signale in MIDI-Signale umgewandelt werden.
Hat man einmal MIDI-Signale kann man damit sämtliche Audio Anwendungen und Sequenzer wie Logic Pro, Ableton Live, Steinberg Cubase oder Propellerhead Reason fernsteuern kann.

TouchOSC ist sehr schnell und einfach eingerichtet. Man stellt auf der Startseite zunächst die Verbindung zum Server und die zu verwendenden Ports ein. Danach wählt man noch eines der sogenannten Layouts:

  • Beatmachine: Gedacht für die Programmierung von Beats. Seite 1 hat ein paar Pads wie vergleichbare Drumcomputer (MPC lässt grüssen). Auf 3 weiteren Seiten findet man dann noch einen X/Y-Controller, Potis und ein Tenori-On ähnliche Seite.
  • Keys: Relativ ordinäre Keyboard Ansicht
  • Mix 16: Auf Seite 2 und 3 findet man insgesamt 16 Fader mit darunter befindlichem Push-Button (beim loslassen ist der Button an und wird erst bei erneutem drücken wieder aus gemacht)
  • Mix 2: Futuristisch anmutende DJ-Oberfläche.
  • Simple: Heisst zwar Simple hat aber, wieder, 4 Seiten mit Fadern, einem X/Y-Controller, Beat-Pads und der obligatorischen Tenori-On Lichterpage

Von der Optik her gefällt mir die Anwendung besonders gut. Sie erinnert ein wenig an andere MultiTouch-Controller wie den Lemur von Jazzmutant.
Zur Einführung kostete die App nur 79 Cent. Jetzt gerade kostet die iPhone Musik App 2,39€. Also immer noch unter 5€.

In der Anwendung merkt man schnell, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat. Die einzelnen Bedienseiten von TouchOSC sind aufgeräumt und leicht zu bedienen. Einzig die kleinen „Mute“-Knöpfe sind manchmal schwierig zu treffen. Aber das lindert nicht den Spielspass.

Für den kleinen Preis macht die Anwendung enorm viel Spass und man hat erstaunlich wenig Latenz. Richtig austesten konnte ich das aber noch nicht, da der Hersteller, hexler, zu seiner Anwendung leider noch keinen Pd-Patch beilegt, der die OSC Signale in MIDI direkt umwandelt.
Man muss hier selbst Hand anlegen.
Ein Wehrmutstropfen: Die von hexler downloadbaren Patches sind schonmal “empfangbereit”. Heisst, dass die Patches die Signale von TouchOSC empfangen und anzeigen können. Man braucht also “nur noch” eine MIDI-Umsetzung an den Ausgang der Pd-Objekte legen, fertig.

Wer einen Mac besitzt darf sich glücklich schätzen, denn hier gibt es die Anwendung OSCulator, mit welcher sich OSC-Nachrichten in MIDI umsetzen lassen. (Leider gibt es nichts kostenloses) Für Windows gibt es sicherlich auch eine Anwendung. Hat einer unserer Leser einen Tipp möge er sich doch bitte in den Kommentaren melden.

Preis und Verfügbarkeit

Preis: 2,39€
Betriebbsystem: iPhone OS

Link Herstellerseite
Link iTunes App Store: hexler TouchOSC

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Lesermeinungen (3)

zu 'iPhone Audio Apps im Test: TouchOSC'

  • Christian   23. Sep 2008   15:02 UhrAntworten

    Super, danke für den Test :-). Wie gesagt, auch Reaktor kann z.B. OSC. Von Kore nehme ich es an.

  • Andreas Z. (delamar)   24. Sep 2008   21:17 UhrAntworten

    Bitte, bitte. Hatte im letzten Augenblick doch noch da GO bekommen. :)

  • Heiko   27. Jan 2011   11:17 UhrAntworten

    Hallo ich wollte gern wissen, ob Touch OSCauch für Cakewalk Sonar verwendet werden kann?

    liebe Grüße

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