GPU Impulse Reverb VST: Faltungshall per Grafikkarte

GPU Impulse Reverb VST – Reverb Plugin mit GPU-Antrieb

Alle Grafikkarten, die OpenCL unterstützen (NVIDIA, ATI und weitere), können die Berechnung des Halleffekts übernehmen. Sämtliche gängigen DAWs und VST-Hosts wie Cubase, Nuendo, Ableton Live, Logic, FL Studio, Reaper, Wavosaur, VSTHost, [...] werden unterstützt. Wenn Du prüfen willst, ob Deine Grafikkarte für das Plugin geeignet ist, kannst Du Dir die nsGPUImpulseReverbVSTCompatibilityCheck.exe herunterladen. Gegebenenfalls musst Du noch die aktuellste Treiberversion für Deine Grafikkarte installieren.

 

GPU Impulse Reverb VST

 

Bisher ist uns kein Plugin untergekommen, das diese Technik nutzt. Seltsam, wenn man bedenkt, welch mächtige Grafikkarten in jedem halbwegs aktuellen Audio Computer stecken und bei der Anwendung in der Musikproduktion mehr oder weniger untätig rumgammeln.

Update: Unsere Leser wissen mehr und haben (weiter unten) noch zwei Plugins mit GPU-Unterstützung ausfindig gemacht. Danke!

 

GPU Impulse Reverb VST: Features

  • Niedrige Latenz von nur einem ASIO-Block
  • Unterstützt Stereo- und Vierkanal-Impulsantworten
  • Für Impulsantworten mit 16, 24 oder 32 Bit
  • 2-Band-Equalizer
  • Justierbare Hüllkurven für Attack & Release
  • Datei-Browser zum einfachen Zugriff auf Impulsantworten
  • “…und vieles mehr”

 

GPU Impulse Reverb VST: Preis & Verfügbarkeit

GPU Impulse Reverb VST ist für 49,- € über die Webseite des Herstellers erhältlich. Eine Demoversion steht zum Download bereit.

Windows Windows 7/Vista/XP:
VST

Lesermeinungen (7)

zu 'GPU Impulse Reverb VST: Faltungshall per Grafikkarte'

  • Carlos (delamar)
    22. Apr 2011 | 12:27 Uhr Antworten

    Es ist echt erstaunlich, dass die kommerziellen Anbieter nicht schon lange damit arbeiten. Die Technologie (CUDA) gibt es schon länger. Auch in der Videoproduktion gibt es inzwischen viele Programme, die sich die zusätzliche Power im Rendering zu nutze machen.

    Hoffentlich bleibt das kein Einzelfall…dann kauf ich mir auch mal eine fette Grafikkarte :D

  • Lars van Reenstrømen
    22. Apr 2011 | 15:18 Uhr Antworten

    Die grundlegenden Elemente wie vorhandene ALU’s, Cache, Controller und RAM wie bei CPU’s sind auch auf GPU’s enthalten aber in anderer Größe und Veranlagung. Schon allein der Cache in einer GPU ist viel kleiner aber dafür die ALU Einheiten um ein mehrfaches vorhanden. Auch die SIMD Einheiten sind massiver und dagegen stinkt der ganze MMX/SSE Kram einer CPU ziemlich ab.

    guckstu hier: http://media.bestofmicro.com/CUDA-nVidia,4-I-109026-13.jpg

    oder hier nur Graka:

    http://media.bestofmicro.com/8/Z/289331/original/Turks%20Architecture%20Diagram.jpg

    Vereinfacht gesagt liegt es daran das GPUs auf massives parallelisieren ausgelegt sind CPUs aber nicht. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt so sind bei einer aktuellen GPU im Grunde ein paar hundert Prozessoren parallel am Start während eine CPU mit 4,6,8 Kernen plus HyperThreading entsprechend viele Tasks abarbeitet bzw. nur abarbeiten kann. Dafür ist eine CPU deutlich flexibler einzusetzen.
    Beispielsweise gibt es das Problem das bei hunderten parallelen Prozessen viele davon auf andere warten müssen weil Attribute zu Weiterbrechnung schlicht noch nicht da sind. Das gilt aber für alle Arten der CPU’s + GPU’s nur bei letzteren macht sich das für viele klassische CPU Aufgaben nicht so pralle.
    Bei Tools die zum knacken von Passwörtern genutzt werden ist die Technik aber ideal. Deshalb kamen diese auch als Erste kommerziell auf den Markt. -> elcomsoft

    NVidia und AMD versuchen seit Jahren die GPU’s ausserhalb der Wissenschaftlichen Berechnungen salonfähig zu bekommen. Warum das krank würde den Rahmen sprengen. OpenCL, Cuda und wie sie alle heißen sind als Abstrahierungsplattformen auf einem Weg dahin.

    Ich bin gespannt wie gut sich Soundbearbeitung in GPU’s auslagern lässt.
    Faltungshall dürfte gar nicht so sehr von parallelisierung profitieren.
    Eher die Tatsache das man vielleicht sehr viele plugins parallel auf die GPU auslagern kann.
    Im Grunde müsste es ähnlich gut laufen wie es beim Video rendern funktioniert.
    Es muss ja nichts in Echtzeit berechnet werden und kann sicher in teilaufgaben zerlegt werden oder irre ich mich?

  • Lars van Reenstrømen
    22. Apr 2011 | 15:25 Uhr Antworten

    Der letzte Satz ist missverständlich. Ich dachte da ursprünglich eher ans bouncen.
    Echtzeitfähigkeiten sind selbstverständlich wichtig für Musikbearbeitung. ;)

  • Nils Schneider
    23. Apr 2011 | 17:48 Uhr Antworten

    @Lars gerade die Impulsfaltung ist wie geschaffen für die Parallelität der GPU, da hier jedes Audiosample mit jedem Sample der Impulsantwort verrechnet werden muss, das kann man sehr gut parallel durchführen ;)

  • Ninurta
    23. Apr 2011 | 18:14 Uhr Antworten

    Von Liquidsonics gibt es 2 free Plugins (EQ & Faltungshall), die es auch als CUDA Version gibt

    http://www.liquidsonics.com/software.htm

    • Felix Baarß (delamar)
      23. Apr 2011 | 22:39 Uhr Antworten

      Ah, Danke!

  • Juan
    24. Apr 2011 | 01:05 Uhr Antworten

    Ist es nicht möglich ein Bridge-Plugin zu entwerfen, dass die Programm-Befehle der VST-Plugins für die GPUs übersetzt?!? Ich denke das wäre der Knaller schlechthin!!!

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