Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Propellerhead Reason

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Das Propellerhead Reason 4 im Handel steht weiss man schon länger. Heute möchten wir uns den Sequenzer dieser Musiksoftware mal im täglichen Gebrauch ansehen.

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Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Propellerhead Reason

Reason 4

Bis jetzt haben wir uns zwei der grossen Sequenzer angesehen. Ableton Live und Apple Logic Pro. Heute möchte ich einen Blick auf Propellerhead Reason 4 werfen und seinen Einsatz als Hauptsequenzer.

Vorweg gesagt, war der Sequenzer in Reason 3 noch nicht besonders gut ausgebaut war. In Version 4 von Propellerhead Reason hat sich da einiges getan. So können beispielsweise für Automationen inzwischen “Punkte” eingezeichnet werden um von einem Automationswert zu einem anderen zu kommen. Die Automation von Parametern ist gewohnt einfach. Man klickt einfach den jeweiligen Synthesizer-/Sampler-Parameter an und wählt dort den Menüpunkt um eine Automation zu erstellen.
Genauso leicht können auch externe Hardware Controller benutzt werden um die Synthesizer-/Sampler-Parameter von Reason 4 fernzusteuern.

Für jeden Klangerzeuger können nun auch mehrere Automationsspuren erstellt werden. Sehr schön und nützlich ist das neue Regroove Feature mit welchem dem sonst eher “kalten” Klangrhythmen etwas mehr Leben eingehaucht werden können.

Ansonsten bringt der Sequenzer nun auch Funktionen mit, mit denen man die MIDI-Parameter der aufgenommenen Daten bearbeiten kann. Das hat in Rreason 3 auch nicht so gut funktioniert.

Nun die Kehrseiten. Der Sequenzer in Reason 4 ist immer noch nicht so ausgebaut wie etwa die von Steinberg Cubase 4 oder Apple Logic Pro 8. Er bietet eher rudimentäre Möglichkeiten ähnlich denen von Ableton Live 7. Dennoch ist der Sequenzer nicht zu verachten und verrichtet seine Dienste.
MIDI-Noten können problemlos aufgezeichnet und bearbeitet werden. Das Handling ist manchmal noch gewöhnungsbedürftig. So muss man erstmal einen “Clip” erstellen und kann danach erst dessen Innereien bearbieten statt, dass die automatisch vonstatten geht.

Was viele User auch befremdlich finden ist die fehlende Pluginschnittstelle. Seitens Propellerhead lautet hier die Aussage, das man nicht Laufschwierigkeiten der Software riskieren möchte. Die Stabilität sei mit Pluginschnittstelle nicht mehr gewährleistet.
Auch können in Propellerhead Reason 4 keine Audiosignale aufgenommen werden. Einzig die Sampler können mit fremden Audiofiles befüttert werden.

Persönliches Fazit: Ich arbeite selbst mit Reason seit der Version 1 und bin seit jeher begeistert von dem Programm. Mit einem Ding bin ich jedoch noch nie so richtig warm geworden — dem Sequenzer. Er war immer irgendwie im Weg und hat nie richtig funktioniert, war umständlich zu bedienen, ein Greuel eben.
Dennoch landet Reason bei mir im Waffenarsenal, da die Klanggestaltungsmoeglichkeiten einfach umwerfend sind.

Preis und Verfügbarkeit

Preis: Reason 4 449,00€, Update von Reason 3 für 99,00€
Betriebbsystem: Windows, Mac OS X
Pluginschnittstelle: keine

Link

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Lesermeinungen (2)

zu 'Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Propellerhead Reason'

  • egon   10. Sep 2008   14:14 UhrAntworten

    ich komme mit dem sequenzer in rsn4 gut klar.
    blöd finde ich dass man die einzelnen blöcke immer erst selektieren muss,
    um die noten zu bearbeiten. das war in den vorherigen versionen nicht so.
    auch das schnelle anlegen von automatiesierungen geht nicht mehr so schnell von statten.
    szenario: ein sample soll per sample start alle 1/16 steps angesprochen werden
    dann muss ich dafür erst mal 32 automatisierungspunkte zusammenklickern

    das ging früher deutlich bequemer!

    die eingeschränkten möglichkeiten finde ich gut, da man so zum experimentieren gezwungen wird, anstatt die presets durchzuballern.
    (was ich in andern tools gerne machen :-) )

    tschöö und probs für die gute seite

  • Heiko   10. Sep 2008   17:50 UhrAntworten

    Ich fand eine Idee bei Reason 3 besonders gut: Wenn man kleinere Änderungen an einem kopierten Clip gemacht hat, hat er automatisch eine andere Farbe bekommen. So konnte man schnell sehen, welche Clips gleich (kopiert) sind und zusammengehören.

    Ansonsten war der Sequenzer echt zum weglaufen. Aber Reason gab einen hervorragenden ReWire-Slave ab.

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