Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Apple Logic

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Das letzte mal drehte sich bei der “Waffenwahl” alles um Ableton Live. Dem Newbie im Sequenzermarkt — vor allem verglichen mit Altgesteinen wie Apple’s Logic Pro. Der Sequenzer existiert seit über 20 Jahren und bietet dementsprechend viele Features. Jedoch geschickt verpackt unterhalb seiner Oberfläche

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Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Apple Logic:

Apple Logic Studio: Produktbild

Wie beim letzten mal schon erwähnt ist es bei der Musikerstellung wichtig das richtige Werkzeug zu wählen. Das letzte mal beleuchteten wir den Sequenzer Ableton Live.
In einer Fortsetzung wollen wir nun mal einen der ältesten Sequenzer unter dem Aspekt der “Waffenwahl” ansehen: Apple Logic Pro.

Apple Logic Pro hat bereits einen langen Weg hinter sich. Anfangs hiess er noch Creator beziehungsweise Notator, die damalige Entwicklerfirma C-Labs wurde von Emagic und später dann von Apple aufgekauft. Das geschah alles vom 2008er Standpunkt aus gesehen vor mehr als 20 Jahren. Für einen immer noch existenten Sequenzer also ein enorm grosser Zeitraum.

Dementsprechend umfangreich sind auch die Features die Logic Pro mitbringt, obwohl Apple seit Release von Logic Pro 8 auch wieder etliche Features weggelassen und vereinfacht hat — alles für die Userfreundlichkeit.
Logic Pro 8 arbeitet wie die meisten Sequenzer im Bandmaschinenmodus, also von links nach rechts. Wenn man sich näher mit der Thematik MIDI beschäftigt erkennt man wie sehr dieses “MIDI” zum eigentlichen Sequenzer gehört (er ist im sogenannten Arrangement zu finden). Unter Logic 7 war man immer noch ans MIDI-Raster gebunden und konnte im Arrangement nicht samplegenau Audio-Files schneiden. Auch die ganzen Transportfunktionen erinnern stark an das übermitteln und empfangen von MMC-Daten.

Doch es geht noch weiter. Die ganzen sogenannten Objekte im Environment reagieren auf MIDI-Daten und können beispielsweise über den “Hyper Draw” angesteuert werden. Ableton Live etwa brachte “ganz neu” Regionbasierte Automation. Damit mein man, dass Automationsdaten an einem “Clip” hängen können und jedesmal wenn man den Clip kopiert hat man dieselbe Automation sofort wieder. Das ist für Logic allerdings ein alter Hut — der Hyper Draw kann das schon lange.
Ausserdem sind eine grosse Stärke von Logic Pro die “Abspielparameter” also Parameter die beim abspielen, quasi live, aufgerechnet beziehungsweise angewendet werden. Dazu gehören Velocity-Addierung, Delay, Quantisierung, Transponierung.

Ein weiteres Schmankerl in Apple Logic Pro sind die mitgelieferten Effekte und Klangerzeuger. Sie klingen sehr gut und durch die Vielzahl an Presets kann man sehr schnell arbeiten. Auch bieten diese direkte Drag’n’Drop-Funktionalität von beispielsweise dem Arrangement zum Klangerzeuger.

Was ich persönlich auch sehr gut finde, ist die nahtlose Integration mit GarageBand, welches jedem neuen Apple Computer kostenlos beiliegt. Das Programm kann enorm viel und ist gerade für Einsteiger zu empfehlen. Kinder und Jugendliche die Musik machen wollen, können so sorgenfrei zu GarageBand greifen und später ihre Songs ganz einfach mit Logic Express oder Logic Pro öffnen.

Natürlich gibt es auch Schwächen. Zum Beispiel kann Apple Logic Pro 8 immer noch kein “Warp” so wie das beispielsweise Cubase, Live oder Pro Tools können. Das ist aber, vermute ich, nur noch eine Frage der Zeit eh diese Funktionalität in Logic Pro Einzug hält.

Vielleicht noch etwas in eigener Sache. Ich verwende Logic Pro auch selbst und das Programm bietet mir neben Ableton Live und Propellerhead Reason alles was ich benötige. Externe Klangerzeuger und VST-Effekte benutze ich fast gar nicht. “So gut” finde ich die Logic Pro Effekte.

Preis und Verfügbarkeit

Preis: Logic Studio: 479€, Logic Express: 199€
Betriebbsystem: Mac OS X
Pluginschnittstelle: AU

Link zu Logic Studio
Link zu Logic Express

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Lesermeinungen (5)

zu 'Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Apple Logic'

  • Heiko   03. Sep 2008   17:27 UhrAntworten

    Ich kenne Logic noch von der allerersten Inkarnation auf dem Atari Falcon. Das war schon spannend.

    Interessanterweise hat der Urvater "Notator" ganz ähnlich funktioniert wie heute Live.

  • Andreas Z. (delamar)   03. Sep 2008   18:16 UhrAntworten

    Ja das ist wahr. Kenne Notator zwar nicht mehr. Aber ich arbeite schon lange mit Sequenzern. Und ich finde auch das Live "ein Schritt nach vorn zureck ist" wenn du verstehst ;)

  • Peter Deiser   24. Mrz 2010   06:38 UhrAntworten

    Hallo
    Finde Delmar genialst,informativ-nur a bisserl chaotisch.Aber welches Genie impliziert nicht Chaos:-)

    Ich lese immer welch tolle Dinge die ich noch in meine Macbook reinschaufeln kann,und nun möchte ich mir noch Logic Studio(oder heisst das jetzt 9,oder Logic pro9,oder 9...?)antun.Ja schafft dass dieser Depplop-Laptop überhaupt.Derzeit sagt mir meine Garageband manchmal,dass sie ein Musikstück mit 5 Spuren nicht abspielen kann ,und stoppt das Band......klar weiss ich wo man das Gas aufdreht und Effekte rausnehmen............
    Also welche Parameter braucht mein Macbook,damit ich ohne Nervereien damit in Logic Studio arbeiten kann?
    Derzeit Prozessor 1,83GHz Intel core duo,Speicher 2 GB,667 Mhz DDR2 SDram.
    Oder sollte ich nen neuen(klar 10000 €)Mac Pro hinstellen?
    LG

    Peter Deiser

  • Quickmix   04. Feb 2013   22:26 UhrAntworten

    Logic Pro ist Spitzenklasse :)

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