Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Ableton Live

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Vor allem Anfängern fällt es immer wieder schwer überhaupt einmal anzufangen mit Musik und Audio. Zunächst ist es natürlich wichtig die richtige “Waffe” zu wählen. Möchte man mit einem Computer arbeiten sollte man als “Waffe” einen guten Sequenzer wählen — zum Beispiel Ableton Live.

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Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Ableton Live

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Bei der Arbeit mit computergestützter Musik trifft jeder Benutzer auf ein Hinderniss, dass es erst einmal zu umgehen gilt — der Sequenzer. Welchen Sequenzer nehme ich? Was kann der Sequenzer überhaupt? Und so weiter.

Hier nun eine kleine Übersicht der Features von Ableton Live und eine Hilfe bei der Frage “Ist Ableton Live das richtige für mich?

Zunächst ist Ableton Live kein normaler Sequenzer der im “Bandmaschinenmodus” von links nach rechts läuft, sondern in kleinen Patterns arbeitet die sich “Scenes” nennen. Diese sind noch einmal unterteilt in die “Clips”.
Das spannende: Clips aus anderen Scenen können beliebig gestartet und gestoppt werden. Das heisst, man ist nicht festgebunden an die erstellte Sequenz sondern kann quasi “non-linear” während des abspielens Teile aus anderen Songteilen hereinholen und mit abspielen.

Das ist ein grosser Vorteil von Ableton Live — nämlich die Live-Arbeit. Das Motto lautet “Start drücken und Spass haben ohne Stop zu drücken”. Und das funktioniert in Live auch sehr, sehr gut.
Jedoch kommt auch dieses Live-Tool mit einer “Bandmaschinenansicht” daher, so dass man auch, wie aus anderen Sequenzern gewohnt, den Song arrangieren kann — man muss aber nicht.

Ableton Live legt ein grosses Augenmerk auf die elektronische Musik. Rocker können mit der Software, in der Regel, eher weniger anfangen.
Auch als reine Mix-Applikation kann Ableton Live noch nicht mit den High-End-Features anderer Sequenzer mithalten. Die mitgelieferten Effekte sind zwar nett und schön zum herumspielen und sie tun definitiv das was sie sollen (ungewöhnliche Effekte erzeugen und neue Sounds kreieren), jedoch einen Song optimal klingen lassen ist nur mit viel Fleissarbeit möglich.

Dennoch ist Ableton Live derzeit eine der zu bevorzugenden Programme für elektronische Musik. Sie unterstützt Windows und Mac OS X und auf beiden Systemen die VST-Technologie, sowie DirectX und Windows und AU unter OS X.

Preis und Verfügbarkeit

Preis: Ab 419€ (Live 7 Download Version)
Betriebbsystem: Windows, OS X
Pluginschnittstelle: VST, AU
Besonderheiten: Ableton Live im Herbst billiger

Link

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Lesermeinungen (6)

zu 'Die Wahl der richtigen Waffe: Der Sequenzer – Ableton Live'

  • Derek   01. Sep 2008   17:58 UhrAntworten

    Hallo,

    ich verwende Live ausschliesslich in der Bandmaschinenansicht. Live ist der erste Sequenzer der mich wirklich in meiner "Arbeit" unterstützt. Die wirklich aufgeräumte Ansicht und das fehlen von übertriebenen Designspielereien machen Live zu einem Programm das alles kann was ich will. Gerade die gradlinige Optik und das ebenso gradlinige, auf den Punkt gebrachte Handling und die relativ intuitive Arbeit mit dem Programm, sollten auch die zufriedenstellen, die eben keine Computermusik machen.

    Wie schon gesagt, brauche ich diese Clips nicht, und frage mich oft, was soll denn so etwas, aber die Leute die damit arbeiten, werden wissen wozu man das verwenden kann.

    Auch die meisten der eingebauten Geräte, wie Kompressor, Delay etc. erfüllen meine Ansprüche in Bedienung und Funktion. Gerade die Bedienung ist ein absolutes Plus für mich, da jedes Gerät im Design gleich aussieht und die diversen Elemente auch in der Beschriftung gleich sind. So brauch ich mir nicht für jedes Gerät eine neue Oberfläche und Bedienung zu merken.

    Für mich stellt Ableton Live eine Bereicherung im Workflow dar, auch für Leute die ihre Musik noch "händisch" einspielen. Für mich das beste Programm auf dem Markt.

    Gruß derek

  • Andreas Z. (delamar)   01. Sep 2008   21:49 UhrAntworten

    Mensch, dann nutzt du ja die Haelfte der Features nicht. ;)
    Nein ... aber gerade die Session Ansicht ist ja das was Live ausmacht. Sonst braeuchte mans ja nicht benutzen.

  • Herb G.   03. Sep 2008   12:25 UhrAntworten

    Hi,

    auch ich benutze Live ausschließlich in der Arrangement-Ansicht und bin außerdem noch einer dieser "Rocker" die mit dieser DAW sehr wohl und auch sehr viel anfangen können...;-)
    Da ich eben nicht mit Clips arbeite und hauptsächlich auf eine Art und Weise produziere, die vielen wie der pure Anachronismus erscheinen muss, kommt mir diese Methode vom Workflow her allerdings am meisten entgegen. Das ist aber wie bereits erwähnt sehr stark von der Arbeitsweise und der Art der Musik abhängig. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man bei eher elektronisch produzierter Musik in der Session-Ansicht viel weiter kommt und jede Menge neuer Impulse und Inspirationen daraus ziehen kann.

    Es ist ja auch nicht so dass ich erschrecke wenn mal die Session-Ansicht erscheint: beim Mixdown benutze ich ausschließlich diese Ansicht, da sich der Mixer hier imho wesentlich intuitiver bedienen lässt.

    Ansonsten muss ich Derek in den meisten Punkten uneingeschränkt zustimmen.

    Ich habe vorher ein Konkurrenzprogramm benutzt und hatte irgendwann vom grafischen Overkill einfach die Schnauze voll. Ich vermisse seitdem nicht das Geringste, im Gegenteil: meistens komme ich schneller zum Ziel als vorher.

    Alleine bei den Plugins verlasse ich mich bis auf wenige Ausnahmen in aller Regel auf Drittanbieter.

  • Funkulator   01. Okt 2010   14:31 UhrAntworten

    Ich benutze auch Live und bin völlig begeistert. Da ich früher den C-LAB Creator/Notator hatte ist das Pattern orientierte Musik machen für mich die beste Wahl.
    Falls die Wahl auf Live fällt, dann sollte man sich schon die Suite zuelegen, da die Live-Instrumente (insbesonders Electric und Operator) wirklich toll sind.
    Mit Live kann man übrigens auch prima Funk Disco Pop Easy irgendwas machen.

    MAcht weiter so bei delamar !

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