D16 LuSH-101: Ambitionierter Synthesizer für Windows & Mac OS X

15
SHARES
D16 LuSH-101

Endlich in greifbarer Nähe: D16 LuSH-101

anzeige

Synthesizer für Windows & Mac OS X: D16 LuSH-101

Nach drei Jahren gibt es wieder ein Lebenszeichen vom damals noch D16 Shioitor genannten Synthesizer der polnischen Plugin-Schmiede. Jetzt wurde er unter dem Namen D16 LuSH-101 vorgestellt und verspricht Einiges. Der Sound des D16 LuSH-101 ist durch die Modellierung analoger Synthie-Klassiker entstanden und soll so, nach Angaben des Hersteller, wie gesampelte Hardwaregeräte klingen, nur eben ohne Sampling einzusetzen. Zunächst verspricht die Multilayer-Architektur eine Vielfalt an Möglichkeiten. Acht unabhängige Layer können von einem MIDI-Kanal angesteuert werden, wodurch gewaltige Sounds möglich sind, andererseits können die Layer auch auf verschiedene Keyboard-Zonen geroutet werden können, um verschiedenste Klänge sofort griffbereit platzieren zu können.

D16 LuSH-101

Endlich in greifbarer Nähe: D16 LuSH-101

Auch bei der Modulation stand Vielseitigkeit auf dem Speiseplan, denn es ist z.B. auch möglich, den MIDI-Output des Arpeggiators als Modulationsquelle zu nutzen. Des Weiteren ist noch ein Mixer dabei, mit parametrischem Equalizer und Kompressor für jeden Layer und drei Send-Effekten.

Für eine gute Audioqualität spricht vieles, unter anderem kein Aliasing oder das nicht-betroffene Frequenzspektrum bei Benutzung von Vibrato oder Pitch Bend. Dazu zählt aber auch, dass selbst bis zur Nyquist-Frequenz (die Hälfte der Abtastrate deines Digitalwandlers) die Obertöne im Sound noch vorhanden sind, was bei anderen Synthesizern nicht immer der Fall ist. Dadurch bleibt der Sound gleich klar und brillant, sofern Du das möchtest.

Viel Wert wurde auch auf einen reinen Resonanzverlauf gelegt, der zu jeder Frequenz konstant ist. Keyboard Tracking ist auch beim D16 LuSH-101 verfügbar, um z.B. den Cutoff des Filters mit Hilfe der Tonhöhe zu regeln. Daraus resultiert, dass tiefe Töne dumpfer und hohe Töne heller klingen, da, je höher der Ton ist, der Cutoff sich mehr öffnet.

Auch beim Preset-Management hat sich die D16 Group etwas einfallen lassen. Es ist möglich, Presets für alle acht Layer gleichzeitig zu erstellen, aber auch für kleine Teile des Synthesizers, z.B. die Send-Effekt-Einstellungen des Mixers. Mehr als 1.700 Presets werden mitgeliefert. Da käme ein intuitiver Preset-Browser gelegen, den D16 auch verspricht. Mehr, als dass dieser Datei-basiert arbeitet, verraten die Produzenten des Boliden nicht.

D16 LuSH-101: Preis & Verfügbarkeit

Der D16 LuSH-101 wird ab dem 18. Oktober 2012 für 149,- Euro über die Website des Herstellers erhältlich sein.

Windows Windows 7/Vista/XP (32/64 Bit)
VST

Mac OS X Mac OS X 10.6 (32/64 Bit)
VST AU

Mehr zum Thema:
                


Lesermeinungen (5)

zu 'D16 LuSH-101: Ambitionierter Synthesizer für Windows & Mac OS X'

  • Sogyra   15. Sep 2012   00:02 UhrAntworten

    Als der "SHIOITOR" angepriesen wurde, wollte ich das PlugIn sofort käuflich erwerben. Doch irgendwie verlor sich die Spur, und nun erfahre ich das aus dem SHIOITOR der luSH-101 wurde. Ich wart lieber mal ab, bis das PlugIn wirklich zum Kauf angeboten wird. Noch eine Enttäuschung dieser Art verkraftet mein kleines Musikerherz wahrscheinlich nicht mehr gg
    Spaß am Rande: die Demo(von einem Soundproggi) klingt schonmal vielversprechend: citricacid.de/lush101.mp3

  • sabine   12. Okt 2012   22:28 UhrAntworten

    Die D16 Plugins sind ja klanglich wirklich super, werde aber keine weiteren kaufen da die GUIs einfach nicht mehr für grosse Monitore geeignet sind möchte mich auch ungern mit einer Lupe davor setzten.

  • sabine   19. Okt 2012   22:14 UhrAntworten

    habe heute mal die demo getestet. wirklich schlecht programiert leider haben viel zu viele programierer von software keine ahnung wie man recourcen einsparen wollen es wohl auch nicht hauptsache die software ist fertig. und unötige schleifen bleiben eben drin.

    • Felix Baarß (delamar)   19. Okt 2012   22:22 UhrAntworten

      Ist vielleicht ein snobistischer Kommentar, aber einen überdurchschnittlichen CPU/RAM-Hunger würde ich in Kauf nehmen, wenn der Sound und der Workflow der Programmierung stimmen. Wie sind deine Eindrücke diesbezüglich?

    • Horst   26. Okt 2012   15:10 UhrAntworten

      Ich muss dem leider zustimmen. Ähnlich wie die u-he "Diva" ist das plugin auf relativ alten Quad-Maschinen nicht oder kaum einsetzbar. Bei einer(!) Instanz des LuSH in Ableton Live fordern viele der mitgelieferten Presets bis zu 80 oder sogar 90% CPU-Power. Das Teil scheint einfach extrem schlecht programmiert zu sein. Testvideos im Netz zeigen, dass selbst auf neuesten i7-Prozessoren viel zu viel Last entsteht, um das plugin wirklich in Echtzeit nutzen zu können. Einige Programmierprofis haben bereits bei älteren vst's nachgewiesen, dass eine Überarbeitung von solch schlecht kontruierten Instrumenten, eine Optimierung zu 80% weniger CPU-Power-Verbrauch führen kann. Es ist also an der Zeit, den LuSH zu entschlacken, denn nicht jeder wird sich nur für ein neues Plugin einen neuen Rechner zulegen wollen.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN