AudioGL: Neue DAW mit 3D-Darstellung am Horizont

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AudioGL – Spaß und Workflow in drei Dimensionen?

In einer Dimension sehen wir die Sequenzen und Parameteränderungen als kleine graue und weiße Striche durchlaufen. Wie die Pianorolle einer gewöhnlichen DAW stellen sie die Noten und Automationskurven eines arrangierten Musikstücks auf der Zeitachse dar. Die Striche laufen dabei immer genau durch das Symbol des Moduls, das in der modularen Umgebung für den jeweiligen Sound verantwortlich ist.

Diese modulare Umgebung zur Verschaltung der Instrumente und Effekte wird auf der zweidimensionalen X/Y-Ebene dargestellt. Die strikte Trennung erscheint vernünftig, sonst wäre die synchrone Darstellung der gleichzeitig gespielten Klangerzeuger im Mix nicht mehr gegeben; zudem können komplexe modulare Routings – Du wirst es kennen – schon in zwei Dimensionen verwirrend genug sein. ;)

 

 

Bemerkenswert ist, daß in dem vorgeführten Track keine Samples verwendet werden. Da drängt sich die Frage auf, ob AudioGL auch VST- und sonstige Plugins unterstützt. Ist dies nicht der Fall, sind die implementierten Instrumente und Effekte beeindruckend zu nennen und locker für professionelle Produktionen geeignet.

Ob eine 3D-Darstellung bei DAWs überhaupt in irgendeiner Weise sinnvoll und nicht bloße Spielerei ist, musst Du selbst entscheiden. Im Video ist auch kurz die eigentliche Arbeitsoberfläche mit Browserleiste, modularer Umgebung, Spurenansicht und Pianorolle zu sehen – sieht alles recht aufgeräumt aus. Jedenfalls sind wir mächtig gespannt, wie sich AudioGL im Detail schlagen wird, 3D hin oder her.

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Lesermeinungen (5)

zu 'AudioGL: Neue DAW mit 3D-Darstellung am Horizont'

  • Spoonator   28. Apr 2011   22:16 UhrAntworten

    Sieht ja sehr...neu aus:P
    Würde mich freuen, wenn ihr da dranbleiben würdet!

  • Burger   29. Apr 2011   00:58 UhrAntworten

    danke felix für den beitrag.

    das gui-konzept find ich hammer, die neue schule geht ihren weg. macht auf mich den eindruch als müssten sich ableton und co. warm anziehn.

    modular is das stichwort... das macht auch den sound der ganzen nummer aus denke ich. das routing ist super geil anzuschaun und sowohl amateure als auch pros werden da auf ihre kosten kommen.

    zum sound kann ich bis jetzt sagen; klingt super... halt aber (bis jetzt) auch noch nicht mega-highend.. grade die drums könnten mehr details vertagen. war jetz auch nur mein erster eindruck, hab mir das vid auf hd angeschaut. ich denke aber das die software per se noch besser klingt.

    bin tierisch gespannt und hoffe dass die jungs noch fleissig budget bekommen ;)

  • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   29. Apr 2011   02:55 UhrAntworten

    Hallo!

    Sieht geil aus...und als alter Meckerfritze muss ich da natürlcih was ansetzen: Ich könnte mir vorstellen, dass gerade eine solch ausufernde Grafikdarstellung viiiel Rechenleistung kostet; dadurch muss man womöglich auf (musikalische) Effekte oder Plugins verzichten - also: Grafik vor Klang. Für eine DAW wäre dsa natürlich unschön.

    Aber das ist erstmal Kaffeesatzleserei. Vielleicht ist die Grafik ja gar nicht sooo rechenintensiv, wie ich jetzt mal (ins Blaue hinein) vermute.

    • Felix Baarß (delamar)   29. Apr 2011   12:08 UhrAntworten

      Die Berechnung der Grafik (wahrscheinlich per OpenGL) geschieht ja über die GPU, also zum größten Teil allein durch die Grafikkarte. Nun ist die Frage, ob die in AudioGL implementierten Instrumente und Effekte auch per GPU berechnet werden - dann könnte es vielleicht eng werden. Obwohl die im Video demonstrierte Optik für heutige Grafikkarten ja ein Kinderspiel ist. Wenn sowohl GPU (für Grafik) als auch CPU (für Audio) genutzt werden, wäre Arbeitsteilung angesagt und alles im grünen Bereich.

      Und wir müssen abwarten, ob AudioGL überhaupt Plugins per VST und Konsorten unterstützt. In diesem Fall würden die Leistungsreserven Deiner CPU von der Grafikberechnung nicht oder nur minimal angetastet, so daß bei der Audiobearbeitung mit keinen bzw. vernachlässigbaren Performance-Einbußen zu rechnen ist - es sei denn, Du würdest dann ausschließlich Plugins mit GPU-Berechnung nutzen, wie das kürzlich vorgestellte GPU Impulse Reverb VST von Nils Schneider oder die in jenem Artikel verlinkten Teile von LiquidSonics - eher unwahrscheinlich, daß das der Fall sein wird. ;)

  • mork vom ork   29. Apr 2011   16:21 UhrAntworten

    ...kommt halt immer drauf an, was man machen will! als spielerei sicher ganz nett und für den ein oder anderen elektronik-produzenten, der die bildschrimausgabe gleich noch in seine live-performance einbauen will, sicher ein interessantes produkt. im filmmusik-bereich brauche ich den bildschirm aber eher für die darstellung des films. wirklich übersichtlicher finde ich diese vielen symbole und linien auch nicht gerade. fragt sich, wie man die noten und die controller-daten einspielt und editiert? vermutlich auch wieder über eine "klassische" 2D-ansicht...

    na, mal abwarten, was da noch kommt. interessant ist es allemal...

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