Synthesizer-Software

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Übersicht

  1. Synthesizer Software
  2. (E-)Piano, Gitarre, Bass & Drums

Virtuelle Instrumente sind Musikprogramme, die aus eigener Kraft Klänge erzeugen. Anders als bei Audioeffekten muss also nicht erst ein Signal eingespeist werden, damit über die Ausgangskanäle Klänge herausgeschickt werden.

Es gibt zwei Methoden, mit denen virtuelle Instrumente Klänge generieren. Zum einen die Synthese – hauptsächlich die Domäne der Synthesizer Software, aber gelegentlich werden auch die Töne von Pianos und anderen Instrumenten per Synthese erzeugt. Die zweite Methode ist die Wiedergabe von Audiodateien (Samples), typischerweise einhergehend mit einer Klangbearbeitung durch integrierte Effekte. Dafür ist ein Sampler da. Seltener sind hybride Software-Instrumente, die sowohl Samples als auch Synthese zur Klangerzeugung nutzen.

Synthesizer Software wird meist als Plugin in der DAW genutzt

In der modernen digitalen Produktionsumgebung mit Audio Computer und DAW-Software kommen virtuelle Instrumente fast immer in Form von Plugins zum Einsatz. Diese müssen in eine sogenannte Host-Software eingebunden werden, damit Du sie nutzen kannst. Typischerweise ist das ein Software-Sequenzer (die DAW-Software), aber auch ein guter Audio-Editor oder sonstige Musikprogramme sind dazu in der Lage. Zur Einbindung stellt der Host Schnittstellenformate wie VST, AU und weitere zur Verfügung.

Es gibt aber auch eigenständige (»Standalone«) Synthesizer-Software & Sampler, die wie jedes andere Computerprogramm mit einer ausführbaren Datei gestartet werden kann und bis auf das Betriebssystem im Hintergrund keine weitere Software benötigt.

 

Die beste Synthesizer Software & virtuelle Instrumente

Die populärste Syntheseform ist die subtraktive Synthese. Hier erzeugt ein Oszillator eine zunächst gleichförmig fließende Schallwelle (Sinus, Sägezahn & Co). Anschließend können Frequenzbereiche durch Filter entfernt bzw. abgeschwächt werden. Parameter wie Lautstärke oder Filterfrequenz können schließlich in Form einer Schwingung oder mit einer bei jedem Notenanschlag von neuem ausgelösten Hüllkurve verändert werden.

Weitere Synthesetypen: Bei additiver Synthese werden mehrere verschieden schnell schwingende Sinuswellen übereinandergelegt, wodurch theoretisch jeder beliebige Klang generiert werden kann. Bei der FM-Synthese wird eine die Frequenz einer Oszillatorwelle durch die Welle eines anderen Oszillators moduliert – sehr schnelle Tonhöhenschwankungen werden erzeugt. Bei der granularen Synthese werden kurze Klangfragmente (»Grains«) dich hintereinander abgespielt, um einen zusammenhängend wahrgenommenen Klang zu erzielen.

In der Kategorie »Virtuelle Instrumente« versammeln wir hier einige per Sampling und/oder Synthese nachgebildete akustische Instrumente – Gitarre, Piano & Co.

 

U-He Diva

U-He Diva
Windows & Mac OS X

Eine virtuell-analoge, polyphone Synthesizer Software für subtraktive Synthese, für den Komponenten diverser analoger Synthesizer nachgebildet wurden. Aus diesen Modulen kannst Du dir einen hybriden Synthie mit sehr unterschiedlichen Sektionen für die Oszillatoren, das Filter und die Hüllkurven bauen. Zur Modulation stehen zwei LFOs bereit, zudem gibt es zwei Effekteinheiten, mit denen sich beliebige Kombinationen aus Chorus, Phaser, Delay, Plattenhall und Rotationslautsprecher nutzen lassen.

Die Diva stellt den ersten nativen Synthesizer dar, der aufwändige industrielle Schaltkreissimulationen wie PSpice in Echtzeit berechnet. Die Qualität wird vor allem bei hohen Intensitäten des verzögerungsfreien Filter-Feedbacks deutlich und beansprucht überdurchschnittlich viel Prozessorleistung.

Über 1.200 Presets sind enthalten. Einstellungen lassen sich unbegrenzt rückgängig machen bzw. wiederherstellen und bei der Oberfläche hast Du die Wahl zwischen acht Größen.

Die Formate: VST, VST3 und AU, jeweils für 32 und 64 Bit.

Preis: 164,99 Euro

 

 

GForce impOSCar2

GForce impOSCar2
Windows & Mac OS X

Die zweite Reinkarnation des charakterstarken Synthesizers OSC OSCar aus den 80er Jahren. Diese polyphone, additive und subtraktive Synthesizer Software mit zwei Oszillatoren (13 Wellenformen), Unisono und Portamento zeichnet sich unter anderem durch sein markantes Filter mit neun Modi aus. Zudem kannst Du dank der mitgelieferten Effektversion beliebige Signale durch das Filter, die Hüllkurven und den Ringmodulator schicken.

Gespeicherte Akkorde lassen sich mit einer einzigen Taste abfeuern, während begleitend gespielte Noten mit polyphonem Aftertouch moduliert werden können. Zusammen mit den Optionen zur Umsetzung der Anschlaghärte auf mehrere Parameter und dem Arpeggiator wird ein ausdrucksstarkes Spiel möglich.

Für die gut 1.000 Patches zeichnen unter anderem Koryphäen wie Darren Price & Rick Smith (Underworld), Paul Hartnol (Orbital) oder Billy Currie (Ultravox) verantwortlich. Die graphische Oberfläche gibt es in drei Varianten – 840, 1024 oder 1600 Pixel breit.

Die Schnittstellen VST, AU und RTAS (Letzteres nur für Mac) werden für 32 und 64 Bit unterstützt, alternativ gibt es eine Standalone-Version.

Preis: 139,99 £

 

 

XILS-lab XILS 3

XILS-lab XILS 3
Windows & Mac OS X

Eine an den EMS VCS 3 angelehnte Synthesizer Software, die jedoch weit über die Funktionen des unorthodoxen Hardware-Vorbilds hinausgeht. Experimentierfreudige können auf mehreren Modulationsmatrizen (16×16, 11×6 und 7×6) zahlreiche Audio-, Kontroll- und Trigger-Signale miteinander verknüpfen.

Geboten werden drei Oszillatoren (Sinus, Rampe, Rechteck, Dreieck), Noise-Generator, Ringmodulator, ein Tiefpassfilter mit zwei wählbaren Bandbreiten sowie Chorus, Delay und Federhall. Auch ein 128-Step-Sequenzer ist integriert; genau wie bei den Matrizen besteht die Möglichkeit, Sub-Presets für diese Komponente zu erstellen. Schließlich gibt es einen virtuellen Joystick zur spielerischen Parametersteuerung.

Der XILS 3 kann auch als virtueller Effekt fungieren, wobei das Plugin zwei Mono-Eingänge zur Verfügung stellt, deren Signale moduliert werden können. Umgekehrt ist auch die Nutzung der eingespeisten Signale als Modulationsquellen bzw. Trigger für die interne Synthese möglich.

Eine abgespeckte Version, unter anderem mit reduzierten Modulationsmöglichkeiten, ist für günstige 30,- Euro zu haben. Die unterstützen Formate: VST, AU, AAX und RTAS, allesamt für 32 und 63 Bit.

Preis: 149,- Euro

 

 

Rob Papen Blade

Rob Papen Blade
Windows & Mac OS X

Ein additiver Synthie für 16 Stimmen, wahlweise auch monophon oder mit Legato. Hier kannst Du den Klang global beeinflussen, anstatt die additiven Partiale einzeln bearbeiten zu müssen. Auf den zwei Achsen des großen X/Y-Kontrollfelds kannst Du mehrere Parameter gleichzeitig steuern, entweder manuell oder nach einem zuvor per Maus aufgezeichneten Pfad. Für einen fetteren Klang stehen ein Suboszillator (Sinus bzw. Rechteck) und Panorama-Spreizung bereit.

Für das Filter gibt es stolze 14 Modi. Zwei Effekteinheiten für Verzerrung, Reverb, Tape Delay & Co. sind an Bord. Alle (!) Parameter lassen sich mit Hüllkurven, LFOs, der Velocity oder weiteren Quellen modulieren. Ebenfalls integriert ist ein Ein 16-Step-Arpeggiator, der sich auch als Sequenzer für Modulationen einsetzen lässt. Sämtliche Parameter sind automatisierbar.

Das Plugin wird in den Formaten VST, AU und RTAS geliefert, je nach Betriebssystem(-version) und Schnittstelle teilweise auch für 64 Bit.

Preis: 119,- Euro

 

 

Steinberg Absolute VST Instrument Collection

Steinberg Absolute VST Instrument Collection
Windows & Mac OS X

Sechs virtuelle Instrumente und Synthesizer Software in einem Paket, das mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis aufwartet. Wie im Folgenden beschreiben, ist in Sachen Synthese und Samples von fast allem etwas dabei, um für Musikproduktion, Sounddesign und Live-Auftritte gerüstet zu sein.

HALion Sonic ist eine Workstation mit 2.500 Presets aus akustischen Instrumenten, Synthesizern und Drums; Synthesizer, eine virtuelle Tonrad-Orgel und Effekte sind an Bord. Bei Padshop Pro handelt es sich um einen fortgeschrittenen granularen Synthesizer mit Effekten – für ausgefallene Klänge. Mit Retrologue generierst Du virtuell-analoge Sounds, insbesondere Leads und kernige Bässe.

Dark Planet liefert hunderte bedrohlicher, düsterer Sounds und energische Instrumente. Mit Triebwerk sollen clubtaugliche Dance Tracks mit Drums, Loops, Synths Vocal Samples schnell gelingen. Schließlich noch Hypnotic Dance mit 400 Synthesizer-basierten Dance-Sounds und 100 Patterns für elektronische Tanzmusik.

VST, VST 3 und AU werden unterstützt, ein Dongle vom Typ Steinberg USB-eLicenser ist enthalten.

Preis: 299,- Euro

 

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