Wieviel Verzerrung verträgt eine Gitarre?

Gitarre & Verzerrung

Doch alle Versuche extreme Verzerrung, guten Klang und Transparent zu vereinen scheiterten zunächst kläglich… Was aber machen die Profis von Rammstein, AC /DC oder auch System of a Down, um ihren Gitarrensound so aggressiv klingen zu lassen?

Der Schlüssel zum Erfolg liegt am Grad der Verzerrung. Während ich mit sehr hohem Distorsion-Anteil versuchte zu arbeiten war das Ziel immer fern.

Erst als ich mich intensiv mit den Sounds von guten Aufnahmen oben genannter Bands auseinandersetzte wurde mir klar, dass die Härte und der Druck nicht über exzessive Verzerrung kam oder auf geheimste Art modifizierten Amps.

 

Welche Kriterien sind dann wichtig?

  • härtere Plektren sorgen für einen
  • aggressiveren Anschlag,
  • kleine bis mittlere Verzerrgrade sorgen für bessere Transparenz,
  • Präzision im Spiel sorgt für Druck und für den
  • Groove,
  • gedoppelte Aufnahmen sorgen für die Breite im Song.
  • dickere Saiten für mehr Dicke
  • Drop-D Tuning bringt den bööösen Sound

Diese Erkenntnisse haben bei meinem eigenem Spiel zu einem besseren Sound und schliesslich zu besseren und professionelleren Aufnahmen geführt.

Welche Tricks habt ihr für einen besseren Gitarren-Sound mit viel Verzerrung?

Lesermeinungen (26)

zu 'Wieviel Verzerrung verträgt eine Gitarre?'

  • Lasse
    24. Jun 2006 | 16:47 Uhr Antworten

    richtig.
    lieber mehr gitarren einspielen, und viel weniger verzerrung.
    leider glauben einem das bands oft nicht.
    meine eigenen sachen nehm ich fast clean, dafür aber 4mal übereinander auf, nur so erreichst du dieses fiese “rammstein-brüllen”.
    wenn ich deathmetalbands aufnehme stehe ich da allerdings auf verlorenem posten, die wollen immer gain voll aufdrehen.
    naja, dabei kommen dann halt extrem mtschige sägende sounds raus, da kann der beste tontechniker nichts machen.
    aber zugegeben, ich habe auch etwas dazu gebraucht, zu realisieren, dass weniger gain auf einer aufnahme brutaler klingt.

    guter hinweis also!
    auch das mit dem plek (spiele selbst stein).

    Gruß’n’Groove

    Lasse

  • carlos (delamar)
    25. Jun 2006 | 12:27 Uhr Antworten

    Ja, die Bands haben meistens einige Halbwahrheiten parat, mit denen sie normalerweise aufwarten. Das geht vom Sänger, der nur mit Neumann-Mikrofonen arbeiten will, über die Gitarrenspieler, die meinen alle Songs mit derselben Combo aufnehmen zu wollen mit viel zu viel Distorsion. Es ist nicht leicht solche Unwahrheiten oder Halbwahrheiten aufzuklären.

    Ich benutze zum Spielen Dunlop Plektren mit Stärken jenseits der 1mm. Das hat sich nach wirklich langem Probieren als beste Option herausgestellt.

  • shaman
    21. Sep 2007 | 02:05 Uhr Antworten

    Hi,

    das mit den harten Plektren find ich auch richtig. Allein das matschige Spielgefühl mit runden, weichen Picks vermindert den Tonspaß.

    Obwohl ich selbst gerne mit ziemlich viel Gain spiele wegen des Sustains, kommt Druck und Groove aus den hörbaren Modulationen der Obertöne durch die Position der rechten Hand und beim Abdämpfen mit der rechten Hand. Kompressor vor der Distortion hilft da etwas.

    Auch das mehrfache Aufnehmen machts fett.

    Also: Tipp finde ich richtig!

  • Adrian
    11. Apr 2008 | 20:46 Uhr Antworten

    So ein Schmarrn.
    Auch mit wabbeligen Picks kriegt man einen harten Anschlag hin. Wie? Einfach mal etwas drehen und schief anschlagen. Sonst würd ich mit meinen .60ern auch nix hinbringen.
    Ist eben wie beim Sex: nicht die Dicke machts, sondern die Technik. Aber auch da gibts viele die’s nicht kapieren wollen.

    Das mit wenig Distortion und mehreren Spuren ist allerdings wahr. Meine Technik: mittig eine Spur mit etwas mehr Zerre (aber nicht Hi-Gain) und außen 2 Spuren mit wenig Zerre. Das erhält die “Transparenz” und bringt gleichzeitig die Fülle einer Hi-Gain-Aufnahme mit rein. Aber Vorsicht: die Hochverzerrte Spur in der Mitte nicht zu laut machen, die sollte eher leise sein und “subtil” rüberkommen. Also wie immer: Fader ganz runter und langsam hochschieben bis man sie grade so wahrnehmen kann.

  • carlos (delamar)
    12. Apr 2008 | 12:41 Uhr Antworten

    Ist klar, dass die Technik entscheidend ist. Aber für einen Anfänger ist es erstmal besser, auf ein härteres Plektrum zurückzugreifen. Später wird er seine eigene Technik entwickeln.

  • Plexi
    02. Jan 2009 | 23:04 Uhr Antworten

    Für nen fett klingenden Solo-Sound à la Slipknot, etc. (was ja doch auch öfters relativ matschig klingt) bringt eindeutig das gezielte Einsetzen eines Compressors und natürlich auch von EQ-”Effekten” bei mittlerer (aber besser zu viel als zu wenig für den doch etwas unsauberen Sound) Zerre und dann natürlich auch gedoppelt wie Adrian schon beschreibt, bei den höheren Mitten der Gitarrenfrequenzen einiges. Ich find die immer passend von Neuem durch nen EQ (“Sweepig” oder so!?!) raus, da manch einer ja meint nur die Töne die höher sind als der 12. Bund klingen gut. ;)

  • Phil
    11. Jan 2009 | 08:10 Uhr Antworten

    Aktive Humbucker verwenden und die Mitten mittels EQ zwischen Vorstufe und Endstufe etwas rausnehmen.

  • Chris
    11. Jan 2009 | 19:09 Uhr Antworten

    Ich hab mir jetzt eine neue e-Gitarre für 99€ Gekauft & da ich ein Großer Rammstein Fan bin möchte ich das meine Gitarre den Sound wie den von rammstein hat.

    Jetzt hab ich das Problem das ich wirklich blutiger Anfänger bin (d.h. ich kenn mich 0 mit noten aus usw.) und weiß auch nicht wie ich meine Gitarre stimmen soll. aus den texten vor mir erfahre ich nicht viel auf wieviel % ich das Gain , treble oder und bass stellen soll. außerdem hab ich noch 2x tone schalter & ein 5 weg schalter an der Gitarr selbst…

    wie soll ich das alles einstellen bzw. auf wie viel % soll ich das alles einstellen ?

    wäre nett wenn mir jemand sagen könnte wie das geht.

    mfg chris

  • Carlos (delamar)
    11. Jan 2009 | 21:12 Uhr Antworten

    Mal abgesehen davon, dass man für einen entsprechenden Sound immer auch die richtige Hardware (Gitarre, Preamp, Verstärker) benötigt. Ganz grob: Den Schalter auf den Pickup am Steg schalten und die Gain weit einstellen. Wenig Bässe, viel Mitten und eine gehörige Portion Presence.

  • Chris
    11. Jan 2009 | 21:28 Uhr Antworten

    Carlos ~>

    Hab ich gemacht nur das hört sich nach allem, außer nach das was Rammstein so bietet, an .
    So siehts bei mir jetzt aus :
    Beide tone schalter auf 1
    5-weg schalter auf 2
    Gain ist voll aufgedreht
    Treble ist5 voll aufgedreht
    Bass ist voll aufgedreht

    Dias hört sich aufjedenfall annähert so an wie die gitarre im Song ” Du hast”

  • Chris
    11. Jan 2009 | 21:36 Uhr Antworten

    Achja >,< noch eine frage bleibt ..

    Was ist ein Verzerrer und für was ist der gut ?

    Sorry für die vielen Recht schreib Fehler

  • Carlos (delamar)
    11. Jan 2009 | 21:38 Uhr Antworten

    Letztlich bleibt Dir nichts anderes über, als einfach etwas mit Deinen Einstellungen zu testen. Da ich Dein Equipment nicht kenne, kann ich Dir nicht wirklich viel zu sagen.

    Du darfst natürlich auch nie vergessen, dass eine Gitarre für 99 Euro nicht mithalten kann gegen einen Sound, der locker fünfstellig wird bei Rammstein.

    Edit:
    Verzerrer ist ein Effekt, der den Sound verzerrt. Distorsion, Overdrive.

  • Chris
    12. Jan 2009 | 19:56 Uhr Antworten

    Ich habe mal an dern Einstellungen rumprobiert & habs einigermaßen hin bekommen

    PS: Ich nehme jetzt auch e-Gitarren unterricht ich hoffe das man dadurch noch was rausholen kann.

    danke soweit

  • Lex
    23. Feb 2009 | 18:49 Uhr Antworten

    Für Gitarrenwände splitte gerne über eine DI-Box und nehme ein cleanes Signal zusätzlich auf und schicke dieses in wieder in einen zweiten Verstärker bzw. nehme ein anderes Mikro, verändere die Einstellungen (Gain und oder EQ) am Verstärker und/oder greife auf gute Virtuelle Verstärker (Amplitupe, GuitRig, Revalver, POD etc. je nach Gusto).

    Teilweise habe ich bis zu 8 Spuren der gleichen Einspielung mit unterschiedlichen Amps, Mics und Einstellungen
    (Manche nur angecruncht, andere mit mittlerer Gain-Einstellung und auch das volle Brett),
    die die Direkheit einer einzigen Gitarre haben.
    (Eine Gitarre klingt immer direkter als eine gedoppelte, es sei den man heißt Steve Vai, dem ich sogar die perfekte Doppelung zutraue)

    Ich mische diese Sounds so vom Lautstärkeverhältnis wie ich mir den Sound endgültigen Sound wünsche und verteile sie im linken Panorama zwischen hart Links und der Stellung knapp über neun Uhr aber noch nicht ganz Zehn Uhr.
    Danach doppel ich die Gittarre und wiederhole die Prozedur nur verteile ich diese Sounds dann auf der rechten Seite.

    Alle Sounds pack ich dann auf eine Stereosubgruppe und jage diese noch leicht bis mittelschwer [ganz selten auch hart] durch einen Kompressor.

    Mit LowCut und HighCut kann man übrigens bestimmte Bereiche beim einen Verstärkersound komplett wegnehmen und diesen Bereich bei einem anderen Verstärker belassen, zum beispiel klingt vieleicht der eine angecrunchte Verstärker in den Bässen richtig geil [highcut setzen bei z.B. 250Hz], der andere mit mittlerem Gain klingt im Bereich 250Hz – 2kHz richtig Sahne (Bandpass in diesem Bereich setzen) und der dritte hat ab 2kHz genau die Agressivität die ihr braucht [setzt einen Lowcut in diesem Bereich]. Eine solchen “selbstgbastelten Verstärkersound” solltet ihr wie einen einzigen Sound behandeln und alle auf die gleiche Panoramposition stellen.

    Des Weiteren kann ich nur raten mal ein Bändchen Mikrofon (gibts auch günstig gar nicht schlecht) zu probieren macht echt Druck

    Ach ja tight sein ist auch sehr von Vorteil.

    Alles Liebe
    (A)Lex

    P.S.: Ein sehr geiles, spannendes, Kreativität und Lust förderndes Magazin habt ihr hier. Habs heut Mittag endeckt und hab inzwischen schon vergessen weswegen ich eigentlich ins Netz wollte.

  • Carlos (delamar)
    24. Feb 2009 | 10:24 Uhr Antworten

    Lex, sei herzlich willkommen bei delamar und vielen Dank für Deinen langen, ausführlichen Tipp zur Aufnahme / Abmischen von Gitarre!

    Bei Deiner Gitarrenwand ist es von enormer Wichtigkeit, dass man die einzelnen Spuren sehr genau einspielt, um einen großen Brei zu vermeiden.

    Danke für das Lob übrigens.

  • Lex
    24. Feb 2009 | 12:35 Uhr Antworten

    Äh.. Ich spiele eigentlich nur insgesamt 2 Gitarren ein (eine Links und eine Rechts) und Reampe das ganze nur immer wieder.
    Ist vieleicht nicht ganz durchgekommen, sorry.
    Klar muss man auch hier zwischen durch aufpassen, dass keine Phasenschweinereien entstehen (das Risiko ist aber bei untertschiedlichen Sounds nicht so groß, aber ruhig mal auch den Phasendrehschalter probieren).
    Und klar ist es wichtig dennoch genau und tight einzuspielen, sonst klingts nicht nach Musikern sondern nach Punk-Garagenband (und wer will das schon).

  • Günther
    12. Apr 2009 | 10:20 Uhr Antworten

    Ja, ich glaube, der Lex hat´s ganz gut getroffen, ich arbeite ähnlich und das Splitten mittels DI-Box ist auch ein guter Trick, um mit all den Deathmetallern klar zu kommen: Trockenes Signal aufnehmen und dem Gitarristen das Andere auf seinen Amp schicken, noch ein Mikro davor aufgebaut und Alle sind glücklich. Beim Mixen kommt dann der Punkt, wo mann mit A/B-Vergleichen den Brettartisten die Augen öffnen kann.
    Wirklich gute Seite hier, sofort gebookmarkt.

  • Huberto (scallywag)
    25. Apr 2009 | 20:23 Uhr Antworten

    hallo zusammen,

    ja,freunde der rock, punk, emo, hardcore, metal musik kommen um einen richtig fetten sound nicht herum. daher am besten die jeweilige gitarre doppeln! auch live ist das anscheinend möglich, habe gesehen, wie ein gitarrist 2 marshall heads benutzt hat, ergebnis: punk rock vom feinsten brutal geiler gitarren-sound! habs selbst noch nicht ausprobiert, schon mal jemand von euch?

  • name
    07. Mai 2009 | 19:09 Uhr Antworten

    kraftvoller und bissiger sound entsteht insbesondere durch eine geeignete gitarre, z.b. gibson sg special. dazu hartes, spitzes plek, z.b. dunlop jazz III und die richtige anschlagtechnik. winkel saite-plek ist wichtig. je nach bedaf variieren, außerdem position des handballen austesten. bei d-tune muss man völlig anders anschlagen als auf a-saite.
    ich bentze fast ausschließlich guitar rig. habe über wochen gebastelt und es dann über eine yamaha msr 400 mit dem original verglichen, was wirklich aufwendig war.. ich bleibe bei guitar rig;)

    • Carlos (delamar)
      10. Mai 2009 | 10:28 Uhr Antworten

      Obwohl ich Deine Vorliebe für Guitar Rig nicht unbedingt teile, bin ich vollkommen auf Deiner Seite, was die Aufnahme angeht. Im Endeffekt ist es so: Shit in – Shit out. Für eine gute Gitarrenaufnahme braucht es eine gute Performance vom Gitarristen.

  • webhater
    09. Aug 2009 | 16:31 Uhr Antworten

    Servus zusammen,

    ich verstehe nicht ganz, weshalb man verzerrte Gitarren noch großartig komprimieren sollte, es gibt ja nur wenige Instrumente, die per se so komprimiert sind… Aber wenn es dem Sound dient, sei das erlaubt, ich habe keine guten Erfahrungen damit gemacht.

    Allerdings bin ich auch eher 7 und 8-Saiter-mäßig unterwegs und das zu mixen und zu recorden ist ein ganz anderes Spiel.
    -> NOCH weniger gain, viele tiefe Mitten, ein gut platzierter lowcut.
    Dadurch gewinnt der leicht verzerrte Bass noch mehr an Bedeutung, weil er recht nahtlos in die Gitarre übergehen sollte… (Zumindest meiner Soundvorstellung entsprechend)

    Die oben genannten Vorschläge und Tipps, die Gitarre in viele Layer zu splitten und effektiv hochzumischen, funktionieren allerdings nur bis zu einem gewissen Grad der Spielweise. Bei viel Staccato (oder “djent” :D ) wird die Aufnahme dadurch nur breiig und untransparent.
    Man muss also genau Acht geben, welche Facette des Styles durch das Mixen und Recorden hervorgehoben werden soll!

    Gruß ausm Pott,
    f.

    • Carlos (delamar)
      09. Aug 2009 | 16:48 Uhr Antworten

      Die wichtigste Regel beim Musik machen und natürlich auch beim Abmischen von Gitarre lautet natürlich immer: Nutze Deine Ohren. Es kann keine Tipps geben, die immer und überall funktionieren.
      In Sachen Kompression kann man zum Beispiel einen leichten aus-der-box-spring-Effekt erzeugen, der je nach Song die nötige Würze mitbringt. Da muss man von Song zu Song schauen, ob Kompression überhaupt notwendig wird.
      Aber je mehr Verzerrung eine Gitarre hat, desto komprimierter wird sie natürlich.

  • Matze
    17. Aug 2010 | 21:04 Uhr Antworten

    Hi,

    klasse Seite, Kompliment! Auch wenn die Gitarren-Tipps noch etwas zu kurz kommen ;-)

    Hier ein paar Anmerkungen/ Anregungen von mir, v.a. für die allseits beliebten Metal-Riffs:

    Auch wenn es etwas aus der Mode gekommen ist: tightes Einspielen auf den Punkt ist das A & O! Der Techniker darf den Gitarristen da ruhig quälen bis es endlich sitzt ;-) Tipp: Sagt dem Gitarrist, er solle “auf die Snare spielen” – d.h. auf die Snare hören beim Spielen und versuchen sie als Timing-Orientierung zu nutzen. Das kann für den Groove des Spiels Wunder wirken.

    Wie schon oben erwähnt: DI-Splitting ist unglaublich hilfreich:

    Ich nutze meist 4 Spuren. Eingespielt wird eine für links und eine für rechts. Die Dopplung im Panorama “ähnlicher” Gitarren die eigens eingespielt wurden, d.h. die kleinen Unterschiede im Mikrotiming usw. machen erst die Stereobreite aus, die man schlecht mit Effekten simulieren kann. Die cleanen Spuren die über das Splitting mitgelaufen sind, lege ich dann jeweils über die dazu passenden Gitarren drüber, crunche sie leicht an (per re-amping, hier reicht aber meist auch ein Amp-Simulator in der DAW). Diese Gitarren geben den Spuren das Timing, dienen sehr gut zur Entmatschung.

    Und: Man kann mit den cleanen Spuren wesentlich besseres Time-Stretching zur Quantisierung bzw. Timing-Ausbesserung hinbekommen. Die original verzerrte Spur kann man dann einfach als “Gruppen-Slave” mitquantisieren ohne sich weiter damit rumplagen zu müssen.

    Wie gesagt: Gitarren in Time sind unglaublich wichtig und erst dann kann man sie auch so richtig schön laut machen.

    Und das ist doch unser aller Ziel, oder? ;-)

  • karl dunkmaier
    02. Jul 2011 | 23:26 Uhr Antworten

    oft prallen aber einfach zwei welten zusammen. der nett gemeinte rat, es mal mit weniger zerre zu probieren kommt oft von leuten, die mit harter gangart nich viel anfangen können. klingt dann am ende oft nach acdc statt nach slipknot, gerade bei abgestoppten sachen. einfach sauber spielen, dann klingts auch nicht matschig;)

    • Mott
      03. Jul 2011 | 01:34 Uhr Antworten

      Andererseits klingt dein Kommentar als hättest Du nicht gerade viel Erfahrung im Recording von Gitarre…
      Zwischen AC\DC und Slipknot liegen schon einige Umdrehungen…

  • WtfThisCantBeME
    25. Okt 2011 | 22:34 Uhr Antworten

    hi! ein paar weitere tips für heavy gitarren die uns geholfen haben:

    - Whammy-Bar fixieren = Mehr Punch, Sustain und Stimmstabilität

    - Edelstahlsaiten ausprobieren – die haben mehr Masse und Presence bei gleicher Dicke.

    - Saiten die nicht gespielt werden am besten gleich muten. zB. Mic-Windschutz unter die betroffenen saiten klemmen.

    - Bei “chopping” chords und doublestops, jede saite einzeln einspielen. Tightness und evtl. Quantisieren vorausgesetzt. Das machen wir aber nur sehr selten.

    - ich bin der festen überzeugung der “richtige” PreAmp/Zerrer klingt auch bei vollstem Brett transparent und farbig.

    - Matscht einem, die ansonsten geliebte, Zerre doch zu sehr: den Gainregler bei Distortion runter, und DAVOR einen guten Compressor mit langem Attack (wichtig) einsetzen, um die kompression und zerre wieder etwas anzugleichen, aber den Attack nicht “glatt zu Bügeln”. Wie immer bei Comp = weniger ist mehr, und nach der Dist. KEINE weitere kompression.

    - Low-Cut bei bis zu 300Hz und danach “Mid-Scoop” bringt das Metal-Rumpeln und lässt der KickDrum und dem Bass mehr Luft – Und die Hosenbeine flattern wieder wie im Ü-Raum.

    - Hat man mehrere langhaarige Gitarreros vor sich kommts noch dicker, wenn sie stark untschiedliche Zerrer und Amps spielen. zB Marshall vs. Boogie

    - HiGain-Dist -> HiGainAmp sollte man sein lassen. Im Rock und Metal hat sich die Kombi HiGain-Dist -> CleanAmp bzw. Boost -> HiGainAmp durchgesetzt.
    Desweiteren BassAmps und/oder ~Boxen ausprobieren!

    - gitarren doppeln ist gut und beeindruckt. aber man sollte beim doppeln nie aus den augen verlieren, dass man den sound damit nur “verbreitern” kann. die tiefe und der punch entsteht nicht durchs doppeln sondern durchs timbre und tone des instruments.

    - Will man eher den effekt einer riesengroßen Gitarre statt viele “kleinere”: beim doppeln eine spur mit “dick”-klingedem (neck-)humbucker im zentrum ohne hall, und die brillianter und härter klingenden spuren mit bridge-pu weiter nach außen mit etwas hall. Gain, eq etc. pro spur dabei nur geringfügig anpassen. (hall:stark filtern, damping hoch um matsch zu vermeiden, pre-delay sehr hoch um die axt direkt vor die nase zu holen). Bei Acoustics funktioniert dat übrigens auch juti. (Mikro am Loch für den wumms zentral pannen, Kondesator-Mikros am Griffbrett und im Raum kümmern sich ums panorama)

    allgemeine tipps:
    - aus erfahrung ist die meiste arbeit beim professionellen git-sounddesign fast immer die Mikrofonierung. An dieser Arbeitsweise darf/sollte man sich orientieren. (auch auf virtueller ebene) Unterschiedliche Mikrofonierung macht häufig vieeeel mehr aus als unterschiedliche Gitarren,Amps,Boxen und Zerren, und hört sich wesentlich “natürlicher” an als extrem einstellungen in der Elektronik. Wenn man am eq werte von weit über +-6dB einstellt, dann sollte man sich die mikrofonierung nochmal anschauen. Auch die Räume kann man mal wechseln. so wurde einmal unser treppenhaus zum “hall-gerät”. Das macht spaß (warum mach ich musik?), inspiriert, und wirkt musikalischer.
    Und das coolste für newbies: Mit ein paar SM57 und sennheiser briketts ist man bzgl. Stromgitarre für einen schmalen taler schon in der profi-liga – zumindest die hardware. der rest ist gehör und geduld.

    - beim Arrangieren bis hin zum Pre-Master: Im Normalfall klingt das Endergebnis besser wenn man Effekte wie Comp,Dist,Eq,Verb etc.pp. als EFFEKTE verwendet. Und das fängt bereits im Kopf an. Warum gibt es so viele Instrumentalisten, die mit ihrem Sound unzufrieden sind, obwohl sie ihre axt schon durch 10 Stompboxes im Pre und dann noch mal durch 6 HE whatever im Post schicken bis sie das als ihren “Grundsound” bezeichnen?

    - Immer, immer, immer das Tuning im Auge/Ohr behalten.

    - Bei JEDEM Track die Phase prüfen bzw. das von vst-plugins machen lassen.

    - und tight spielen!;)

    lg m

Sag uns deine Meinung!