Video Workshop Effekt Grundlagen: Flanger

Wie versprochen setzen wir die Reihe Effekt Grundlagen, Effekte der Musikproduktion für Einsteiger, heute mit dem Modulationseffekt Flanger fort. Wir erklären was ein Flanger ist, welche Parameter man einstellen kann und wofür man einen Flanger in der Musikproduktion und Homerecording einsetzen kann.

Video Workshop Effekt Grundlagen: Flanger

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Video Workshop: Flanger

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Jeden Donnerstag erklären wir im Rahmen eines kurzen Video Workshops die populären Effekt der Musikproduktion in einfachen Worten für Einsteiger und Anfänger im Homerecording. In den knapp 10 Minuten dieses Video Tutorials besprechen wir die Fragen “Was ist ein Flanger?”, “Welche Parameter muss ich beim Flanger einstellen?” und “Wofür verwende ich einen Flanger?”.

Flanger: Die Parameter

Folgende Parameter, die häufig an Effektgeräten und -plugins vorzufinden sind, werden im Rahmen der heutigen Ausgabe erklärt:

  • Depth
  • Mix
  • Speed / Rate
  • Delay
  • Feedback

Der nächste Video Workshop zum Effekt “Gate” erscheint am Donnerstag, den 08.01.2009.

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Lesermeinungen (7)

zu 'Video Workshop Effekt Grundlagen: Flanger'

  • Tischhupe
    03. Jan 2009 | 12:15 Uhr Antworten

    Wieder sehr informativ und lehrreich. Ich fände es noch ganz interessant, wenn es vielleicht noch einige Hörbeispiele aus bekannten Produktionen gäbe. Nach dem Motto: Lauscht mal in dieses oder jenes Stück ab Minute:Sekunde hinein, da wird der Effekt benutzt.

  • Carlos (delamar)
    03. Jan 2009 | 12:47 Uhr Antworten

    In Sachen Hörprobe empfehle ich Dir alte Jimi Hendrix Platten oder auch gerne die Beatles. Beide haben den Flanger Effekt ausgiebig genutzt.

    Es heisst auch, dass der Effekt des Flangings bei einer Aufnahme von den Beatles überhaupt erst entdeckt worden sei, als einer aus Versehen eines der Bänder berührte und dieses etwas verzögert wurde.

    • Stefan Bode
      17. Jan 2011 | 06:49 Uhr Antworten

      John Lennon dürfte das gewesen sein.

  • M.P.
    02. Mrz 2009 | 02:46 Uhr Antworten

    Hallo!

    Warum werden die Parameter “TempoSync”, “Shape Sync” und vor allem “Stereo Basis” nicht erläutert?

  • Niklas
    20. Jun 2010 | 21:27 Uhr Antworten

    Liegt der Unterschied zwischen Flange rund Phaser nur in dem Verzögerungszeitraum? Phaser: 1-5 ms ; Flanger 1-10 ms.

  • Stefan Bode
    17. Jan 2011 | 07:07 Uhr Antworten

    Hallo!

    Erstmal vielen Dank für die Arbeit an diesem Video!
    Ich muss sagen, der Flanger ist mit Abstand mein “Lieblings”-Effekt.
    Sicherlich ist er nicht der wichtigste und universell einsetzbarste, aber (wie gesagt für mich) der wohlklingendste und interessanteste.

    Deswegen hier auch eine Frage: Weiß jemand, ob es DEN Flanger gibt?
    Also einen, der am beliebtesten ist, bzw. von dem Musiker sagen, dass er seine Arbeit “am besten” verrichtet?
    Ich habe bis jetzt “nur” Erfahrung mit den Flanger-Plug-Ins von Togu Audio Line (TAL), aus der Kjærhus Audio Classic Serie (welche ich beide nebenbei sehr empfehlen kann) und der Magix MM internen Stomp-Box Emulation aus der Vintage Effekt Suite machen dürfen.

    @ Niklas: Nein, aber beide teilen das Eingangssignal auf und “arbeiten” mit dem Kammfiltereffekt.

    Phaser: Das Signal wird in 2 seperate Signale geteilt. Eines wird unverändert und das andere zeitverzögert abgespielt & dabei noch durch mehrere Allpassfilter gejagt, wodurch “Phasenverschiebungen” eintreten.
    Beide Signale werden nun wieder zusammengemischt und erzeugen zusammen eine Vielzahl von sich abwechselnden, steilflankigen Notch- bzw. Bandpassfiltern mit gleichem Frequanzabstand (Kammfiltereffekt genannt -> www(PUNKT)academic(PUNKT)ru/pictures/dewiki/75/Kamfilter2.png)) im Ausgangssignal.

    Flanger: Je nach Gerät wird das Signal in wenigstens 2 Signale geteilt, ich bleibe der Einfachheit halber auch bei 2.
    Eines bleibt unverändert und das andere wird zeitverzögert abgespielt & dabei kontinuierlich moduliert.
    D.h. es variiert (schwankt, driftet) ohne unterlass in der Abspielgeschwindigkeit und dazu passend auch in der Tonhöhe.
    So als würdest du an einem Timeshift/Tonepitch Effektgerät das “resampling” auswählen und den Regler abwechselnd & gleichmäßig auf und ab bewegen. Oder noch einfacher:
    Stell dir einen laufenden Schallplattenspieler vor, bei dem man nun beigeht und die Platte ein wenig mit dem Finger abbremst und danach wieder beschleunigt. Wie sich das anhört, wissen wohl die meißten..
    Diese beiden Signale werden am Ende wieder vermischt und verlassen das Effektgerät.

    In seiner Arbeitsweise ähnelt der Flanger eher dem Chorus, da sich beide den sogenannten “Dopplereffekt” zu Nutze machen.
    Sie unterscheiden sich in der Zeit in der das Zweitsignal verzögert wiedergegeben wird (Flanger 0,1-10 Ms, Chorus 10-30 Ms).

    Der Begriff Flanger wird abgeleitet vom englischen Wort flange (zu deutsch Flansch, wie Carlos ja bereits im Video erklärt), so nennt man den Rand einer Tonbandspule eines Tonbandgerätes.
    Spielen nun 2 Geräte synchron das selbe Signal ab, kann durch das kurze Berühren dieses Randes einer Bandspule diese abgebremmst werden und es ensteht der besagte Verzögerungseffekt.

    Das zweite Signal wird bei virtuellen Flangern alleine schon deswegen zeitverzögert, damit es während der Beschleunigungsphasen das andere, unveränderte Signal nicht überholt, da dabei Signalinformationen benötigt würden, die (noch) “nicht da” sind.

    U.a. @ Tischhupe
    Als Hörbeispiel aus dem Bereich Terrorcore/Industrial kann ich den Track “Orca” von S.R.B. (Solid Rocket Boosters) vorschlagen.
    Hier wurden die Claps mit einem verhältnismäßig starken Flange-Effekt versehen.

    Aus dem Bereich 90′s Hardcore-Techno wäre D-Noiser mit “Pump Up The Bass” zu erwähnen. Hier wurde das im elektronischen Bereich auch heute noch beliebte Reifenquietsch-Sample (ebenfalls verwendet in Bodylotion – “How much can you take”) angeflanged. Ich hab allerdings grade nicht auf’m Schirm in welchem Mix dieser Sound verwendet wurde.

    Weitere Beispiele aus diversen elektronischen Stilrichtungen:

    Beatlejuice – What is your name (ab 0:09 auf dem Break Beat),
    Mark ‘OH – Ultimate (bei 0:22 setzt eine geflangete Synthspur ein),
    Drax Ltd. II – Amphetamine (drax rmx) (ab 0:40 deutlich hörbar),
    Dune – One day in Glencoe (praktisch das ganze Stück über, teilw. auf verschiedenen Spuren angewendet),
    Eating Habits – That’s Quiet Meaty (gleich von Beginn an, allerdings nur seeeehr seicht auf den Bells zu hören)

    Puh..so denn.
    Grüße aus Bremerhaven
    Bodonator

  • Stefan Bode
    18. Jan 2011 | 08:59 Uhr Antworten

    Ich fand es hier nochmal witzig zu erwähnen, dass ich den Kommentar eigentlich zwei mal geschrieben habe, da ich beim ersten Mal bei dem Wort “Bremerhaven” versehentlich auf eine falsche Taste an meiner Maus gekommen bin und mein Browser die Seite neu lud.

    haha…

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