Unverzichtbare Effekte für Hochglanz-Vocal-Aufnahmen

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Hochglanz-Vocal-Aufnahmen

Hochglanz Vocals: Die besten Effekte für deine Vocals im Mixing.

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Unverzichtbare Effekte für Hochglanz-Vocal-Aufnahmen

Die Aufnahme von Vocals ist der wahrscheinlich schwierigere Teil auf dem Weg zu Hochglanz-Vocal-Aufnahmen und der Einfluss des Recordings auf das Endprodukt ist nicht zu unterschätzen.

Auf dem Weg aufs Band können sich einige Fehler einschleichen, die nicht oder zumindest kaum aus einer Aufnahme hinweg zu editieren sind. Dazu gehören überlaute Plopp-Geräusche bei den Konsonanten „b“ und „p“ oder Luftströme beim „f“. Aber auch ein ungewünschter Nahbesprechungseffekt lässt sich nachträglich kaum vertuschen.

Aber selbst eine sehr gute Aufnahme ist ohne weitere Bearbeitung selten mehr als ein ungeschliffener Rohdiamant. Welche Effekte brauche ich also, um die Vocals auf Hochglanz zu polieren?

Drei unverzichtbare Effekte für eine gute Vocal-Aufnahmen

Hall / Reverb

Ein Effektgerät für Hall / Reverb ist der wichtigste Part auf dem Weg zu einer guten Vocal-Aufnahme. Das liegt daran, dass wir Menschen daran gewöhnt sind Schall in bestimmten Räumen bzw. Umgebungen wahrzunehmen. Nehme ich den Gesang in einer akkustisch behandelten Schallkabine auf so bekomme ich eine trockene Aufnahme mit wenig Raumanteil. Mit einem Hall belegt hören sich die Vocals natürlicher und damit auch besser an.
Dazu kommen noch unsere Hörgewohnheiten in verschiedenen Musikstilen. Hört man z.B. einen Schlager, so erwartet man automatisch eine lange Hallfahne auf dem Gesang. Bei Rockmusik oder Hiphop ist man eher mit Room-Effekt-Presets am besten bedient.

Es gibt günstige Hall-Effekgeräte von Lexicon um die €200.-

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Lesermeinungen (15)

zu 'Unverzichtbare Effekte für Hochglanz-Vocal-Aufnahmen'

  • Felix   08. Nov 2007   11:33 UhrAntworten

    Oft wirkt auch ein Exciter kleine Wunder, wie beispielsweise Crysonics Spectralive NXT:
    http://www.crysonic.com/spectralivenxt.html

  • carlos (delamar)   09. Nov 2007   00:10 UhrAntworten

    Ja, Exciter können eine feine Sache sein. Aber man muss wirklich sehr bedacht und vorsichtig mit ihnen umgehen, denn man gewöhnt sich ganz schnell an den Effekt und gibt dann immer mehr dazu.

    (Irgendwas mit den Kommentaren ist eben schief gegangen, deswegen nochmal)

  • Felix   14. Nov 2007   00:22 UhrAntworten

    Yep. Außerdem sollte man auf jeden Fall Exciter benutzen, die keine Obertöne und Harmonics generieren. In dem Bereich kann man ruhig etwas investieren, im Freewaresektor gibt's meines Wissens keine guten Exciter.

  • carlos (delamar)   14. Nov 2007   00:27 UhrAntworten

    Ich wüsste im Moment auch keinen guten im kommerziellen Bereich. Früher gab es mal die DSP/FX Effekte für DirectX. Die hatten einen sehr guten Exciter dabei.

  • Udo Kosemund   13. Feb 2008   21:04 UhrAntworten

    hallo leute.
    hier ist fenderplayer+soloman<UDO<.
    einfach eine super seite.
    die fehlte mir noch in meiner sammlung.
    sehr informativ+lehrreich.
    auch die kommentare sind anregend.
    gruss an alle die hier mitwirken:UDO=FENDERPLAYER

  • carlos (delamar)   13. Feb 2008   22:50 UhrAntworten

    Willkommen und danke für das schmeichelnde Lob!

    :)

  • Frat   20. Jan 2009   10:57 UhrAntworten

    Könntet ihr mal erklären, wie ein grafischer Eq und ein grafischer Kompressor funktioniert? Den parametrischen Eq habt ihr bereits ausführlich erklärt...

    Danke!

  • Carlos (delamar)   20. Jan 2009   12:37 UhrAntworten

    Grafischer Kompressor?
    Der grafische EQ ist schnell erklärt: Jeder Fader/Regler hat eine fest voreingestellte Kernfrequenz und ein vordefiniertes Q. Du kannst also nur die vordefinierten Bänder boosten oder absenken.

  • Rob   18. Jan 2011   01:49 UhrAntworten

    Zu einer guten vocalaufnahme gehört auch Hall schreibst du, wie steht es um Voice over für videovertonung, da verwendet man doch keinen, oder doch?

    • Carlos (delamar)   18. Jan 2011   09:56 UhrAntworten

      Wenn überhaupt, dann nur einen sehr kleinen Raumanteil im Voiceover.

  • Buddha   11. Jun 2016   03:18 UhrAntworten

    Also über Aphex Vintage Aural Exciter von Waves kann ich mich wirklich nicht beschwerden.

  • Buddha   11. Jun 2016   03:24 UhrAntworten

    meinte natürlich beschweren:)

  • Monroe Vaudeville   11. Jun 2016   11:21 UhrAntworten

    EQ, Kompressor und Hall (Reverb) wurden bereits erwähnt, ist aber natürlich nicht alles (und insoweit auch nur das Mindeste) auf den Weg zu hoch glänzenden Vocals.
    Anbei eine ausführlichere Auflistung der wichtigsten Effekte, die bei Vocals zum Einsatz und Tragen kommen:

    - DELAY (Echo): Ein dezentes und gut getimetes Delay ist oftmals eine besser geeignetere Alternative, als eine Hallfahne. Insbesondere in Songs mit stark perkussiven Anteilen, also Beat/Rhythmus orientierten Songs, bleibt eine Stimme mit dem Einsatz eines dezenten Delay`s (trocken) Frontal direkt und im Vordergrund und trotzdem wird ein subjektiver Eindruck eines Hall und Raum erzeugt. Bei etwas stärker aufgefahrenen Delay`s, kann das Vocal-Echo ein zusätzliches Rhythmuselement zu Beat lastigen Songs sein.
    In balladesken Songs, bzw. schon episch angehauchten weiten Sounds, macht sich das Delay in Kombination mit Hall (bzw. umgekehrt) als probates Mittel, den Vocals entsprechend benötigte Tiefe und Weite zu verleihen.

    - CHORUS: Ein Standard Effekt, der in den letzten Jahren anscheinend aber stark in Vergessenheit zu geraten schien, aber nach wie vor eine Allzweckwaffe für das Andicken und Anwärmen eines Vocalsounds ist. Ebenfalls dezent-leicht hörbar eingesetzt, verleiht ein Chorus dünnen Vocals mehr Präsenz oder insbesondere Vocals im Soul&jazzig angehauchten Sound, ein intime Wärme und analogen Klang in Ermangelung eines Röhrenmikrofons.

    - DE-ESSER: Im Grunde zwar auch nur ein Kompressor (bzw. man kann folgendes auch mit einem parametrischen Kompressor bewirken) , jedoch spezialisiert auf das Entfernen von scharfen S- und Zischlauten. Im Zeitalter maximal maximalisierter Pegel bezüglich Loudness-War, nicht nur ein komfortables Werkzeug für Vocals, sondern auch für problematische Stellen im Gesamtmix.
    In einer digitalen Nachbearbeitung mit einem De-Esser im Editor, bietet es sich bei Vocals so wie Mixes meist eher an, den De-Esser nur an den benötigten problematischen Peaks zum Einsatz kommen zu lassen und nicht gänzlich auf eine komplette Spur anzuwenden, da insbesondere bei Vocals schnell der Eindruck erreicht wird, als würde ein Sänger/Sängerin lispeln.

    - LIMITER: Eigentlich eine Sub-Funktion eines Kompressors (und auch mit eigentlich jedem Kompressor zu bewerkstelligen). Im Gegensatz zur Hauptfunktion eines Kompressors etwaige Lautstärkeunterschiede und Pegelsprünge auszugleichen, beschneidet der Limiter editierend problematische Pegel (Peaks) und eignet sich für Vocals im z.B. balladesken intimen Songs mit Art Live-Charakter manchmal auch sehr viel besser als ein "gemeiner" Kompressor, da die Dynamik und der beabsichtigte Verlauf zwischen sehr leisen und lauteren Stellen, weitestgehend erhalten bleibt.

    - EXCITER/ENHANCER: Fügt einem Sound (Vocals) künstliche Obertöne (harmonische/enharmoische) hinzu und kann einem Sound etwas mehr Frische, Seidigkeit, Brillanz und Vitalität verleihen. Wie Carlos ermahnend richtig angemerkt hatte, neigt man aber auch dazu, sich schnell an diesen Effekt zu gewöhnen und ihn somit dann nicht mehr in seiner Dezenz wahrzunehmen und immer mehr zuzugeben, mit dem Ergebnis, das es an allen Ecken und Enden nur noch zischelt.

    Im Kern sind EQ, Kompressor/Limiter, Hall (Reverb), Delay (Echo), Chorus, De-Esser und Exciter/Enhancer, die wesentlichen Grundwerkzeuge im vokalen Arbeitsalltag.

    Das wichtigste Element aber, abgesehen von einer tollen Stimme, ist natürlich das Mikrofon.
    Auf den Weg zum Hoch glänzenden Vocalsound verbessern o.g. Effekte das Gesamtergebnis nicht, wenn das Mikrofon ein schlechtes ist.
    Dann tritt eher das Gegenteil ein und im wesentlichen alle schlechten Eigenschaften eines Mikrofons, wie z.B. starkes Eigenrauschen, schwammiger Frequenzgang usw. werden hervorgehoben verstärkt.

  • Chorormen   15. Jul 2016   21:20 UhrAntworten

    es scheint, die Rede ist davon, diese Effekte schon während der Aufnahme anzuwenden und aufzuzeichnen. Warum nicht einfach rein ohne Hall und dann im DAW diese Effekte anwenden?
    Manche wollen unbedingt auch dem Sänger schon dieses bearbeitete Signal ins Ohr geben, damit er sich selbst so hört und seine Stimme einstellt, und es gibt Audiointerfaces, die es als Effekte enthalten, wie MOTU, die man auch stand alone auf der Bühne verwendet. Im Studio sind doch die Wände meist dämpfend. In eine Video raten Sie selber dicke Decke zu verwenden, und dann hier einen halligen raum. Widerspruch.

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