Professionelle Hiphop-Vocals: Das Geheimnis professioneller Produktionen

Professionelle HipHop-Vocals – aber wie?

In Sachen professionelle HipHop-Vocals lauten die typischen Fragen vielleicht “Welches Mikrofon brauche ich dafür?” “Welche Soundkarte muss ich mir kaufen?” “Brauche ich einen Popschutz?” “Welches Mikrofon wird von Jay-Z verwendet?” usw.

Und um eines vorneweg gleich einmal klar zu stellen: Es gibt nicht die eine Lösung, den einen Weg für alle HipHop-Vocals. Zumindest gibt es aber einige wertvolle Tipps, die für Anfänger und Fortgeschrittene gelten und dir zu besseren Ergebnisse bei denen (Rap-)Vocals verhelfen können.

 

Professionelle HipHop-Vocals Tipp 1: Talent

Ich will gar nicht lange um den Brei herumreden. Das Wichtigste schlechthin für eine gut klingende Hiphop-Vocal-Aufnahme ist (hier bitte einen kleinen Tusch imaginär einfügen): der MC! Ich meine damit, dass ein gewisses Talent wichtig ist und dass dieses auch durch entsprechende Übung andererseits gestützt werden sollte.

Ich höre immer wieder Hiphop-Vocals, bei denen der MC nicht in der Lage ist, rhythmisch korrekt zu rappen. Rhythmus ist alles im Sprechgesang. Ja, ich weiss, dass Sprechgesang nicht gleich Rap ist. Aber, da in beiden Formen der Gesangsdarbietung die Melodie fehlt, muss der Rhythmus eben Ersatz sein. Deswegen bitte immer schön üben und dafür sorgen, dass der Rap wirklich tight und on-the-beat daherkommt.

Am besten lässt sich das mit einem Metronom üben. Dieses wird zunächst auf etwa 2/3 des Songtempos eingestellt und dann wird der Text gerappt. Du wirst schnell feststellen, dass es wesentlich schwerer wird, einen Rhythmus genau zu rappen / singen / spielen, wenn das Songtempo stark verlangsamt wurde. Das liegt daran, dass der Abstand zwischen zwei Beats länger wird und Timing-Ungenauigkeiten einfach deutlicher zu Tage treten.

Ein anderes typisches Problem, das in Sachen professionelle HipHop-Vocals im Weg steht, ist der Text. Wie oft werden in HipHop-Stücken aus dem Amateurbereich und Homerecording zu viele Silben in eine Zeile gepackt? Ich verstehe, dass Texte schreiben nicht einfach ist und will auch gar nicht behaupten, dass ich selbst ein Talent dazu hätte. Doch wer sich hinsetzt und Texte zum (selbst) Rappen schreibt darf sich die Zeit nehmen, diese auszufeilen.

Viel zu oft messen sich junge MCs daran, wie viele Texte sie an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat schreiben. Und das ist dann leider auch schon die falsche Priorität. Wichtiger als die Quantität ist selbstredend die Qualität. Es ist wichtig, die eigenen Textzeilen zu überarbeiten, sie zu feilen und dann zu perfektionieren. Gib dich nicht zufrieden mit holpernden Versen und Zeilen, die keinen richtigen Flow finden wollen.

Wenn Du jetzt bis hierher gekommen bist und die Tipps für professionelle HipHop-Vocals beherzigt hast, dann hast Du schon den schwierigsten Teil hinter dir gelassen.

 

Professionelle HipHop-Vocals Tipp 2: Das richtige Mikrofon

Es gibt nicht das eine Mikrofon, das in jeder Situation immer perfekt klingt. Es gibt kein Mikrofon, das jeden MC gut klingen lässt. Es gibt nur zahlreiche Mikrofone diverser Hersteller, die ein besseres oder schlechteres Klangbild und Ergebnis in Kombination mit MC, Raum und Aufnahmesituation erzeugen.

In einer perfekten Welt, in der professionelle HipHop-Vocals herauskommen sollen, hast Du Zugriff auf ein ganzes Arsenal mit den besten Studiomikrofonen. Die wenigsten Musiker und Produzenten in der realen Welt können (oder wollen) sich allerdings mehr als ein gutes Mikrofon leisten – schliesslich kosten gute Mikrofone eine Stange Geld.

Die gute Nachricht: Eine Stange Geld muss nicht bedeuten, dass Du dein Auto verkaufen musst, um dir eines anzuschaffen. Allerdings bedeutet es leider auch nicht, dass ein Standard-Tischmikrofon für 5,- Euro vom Elektrohandel um die Ecke ausreicht. Wie gut und wie teuer muss dein Studiomikrofon also sein, um professionelle HipHop-Vocals zu zaubern?

Im Bereich bis und rund 100,- Euro ist die Auswahl gross. Mein Tipp hier wäre es, sich mal ein Shure SM58, das Shure SM57 oder das Beyerdynamic TG-X58 zuzulegen. Alle drei fallen unter die Kategorie “dynamisches Mikrofon”. Das bedeutet, dass sie sehr robus gebaut sind, bestens für den Live-Einsatz auf der Bühne und die Aufnahme von Vocals geeignet sind. Im Vergleich zu Kondensatormikrofonen liefern sie allerdings auch ein weniger detailliertes Klangbild.

Brauchst Du dein Mikrofon nur für Gesangsaufnahmen im Tonstudio, so kannst Du beruhigt auf ein Kondensatormikrofon zurückgreifen. Dieses ist weniger robust und eher anfällig für Feedback, hat dafür aber einen besseren Übertragungsbereich. Im Klartext bedeutet das: Nicht bühnentauglich, dafür wesentlich mehr Details bei den Aufnahmen.

Für Vocalaufnahmen bieten sich insbesondere Grossmembrankondensatormikrofone an. Diese sind bereits ab 100,- Euro zu bekommen und ab etwa 300,- Euro werden sie sogar richtig brauchbar. Mein bisheriger Favorit in diesem Preisbereich ist das Rode NT2-A (siehe Testbericht).

Das Wichtigste in der Auswahl des Mikrofons sind aber weder Preis noch die verwendete Technologie. Allein der Klang deiner Stimme (oder die des MCs) durch das Mikrofon ist entscheidend. Und selten lohnt es sich dermassen, in einen Musikalienhandel deiner Wahl zu gehen und dich durch die Mikrofone deiner Preislage durchzuarbeiten.

 

Professionelle HipHop-Vocals Tipp 3: Das Audio Interface

In diesem Bereich hat sich seit dem ersten Erscheinen dieses Artikels auf delamar eine Menge getan. In der Zwischenzeit gibt es zahlreiche Audio Interfaces für Firewire und USB, die preislich unterhalb der 300,- Euro liegen und klanglich schon eine Menge zu bieten haben. Mussten arme Produzenten und Musiker früher noch auf interne Soundkarten von Creative zurückgreifen, weil diese die einzig erschwinglichen waren, so kannst Du heute fast schon blind ins Regal greifen und dir ein externes Audio Interface leisten.

Trotzdem gilt auch heute noch oftmals: Je teurer das Audio Interface, desto besser die eingebauten AD/DA-Wandler. Diese sind dafür zuständig, den Schall aus dem Mikrofon in digitale Nullen und Einsen zu wandeln. Genau so wichtig (vielleicht auch noch wichtiger) sind die Treiber des Audio Interfaces. Je besser diese programmiert sind, desto geringer die Latenz bei der Wandlung. Das ist wichtig, um einen gewissen Wohlfühlfaktor bei der Aufnahme zu erzeugen und damit professionelle HipHop-Vocals zu bekommen.

Mein Tipp wäre es, sich mal bei den Marken M-Audio, PreSonus oder auch Tascam in diesem Preisbereich umzuschauen. Wer mehr Leistung und geringere Latenzen benötigt, dürfte mit RME, Lynx oder Apogee besser bedient sein.

 

Zusammenfassung professionelle HipHop-Vocals

Es gibt noch zahlreiche andere Faktoren, die einen mehr oder weniger grossen Einfluss auf die Qualität deiner Aufnahmen haben. Dazu gehören der Raum bzw. die Gesangskabine und deren akustische Beschaffenheit, der Wohlfühlfaktor bei der Aufnahme (Psychologie im Tonstudio beim Homerecording) oder auch die Qualität der genutzten Effekte beim Abmischen des Songs. Für diesen Artikel jedoch wollen wir es bei den drei oben beschriebenen Tipps für professionelle HipHop-Vocals belassen. Denn diese sind die, die Einsteigern und Fortgeschrittenen sicherlich am weitesten helfen werden.

Habe immer im Hinterkopf, dass eine Aufnahme immer nur das wiedergeben kann, was vor dem Mikrofon passiert ist. Wenn der MC keinen Spass hat, die Emotion nicht richtig vermitteln kann (sie lebt) oder die Qualität des Rap-Textes nicht stimmt, kommt hinten keine professionelle Aufnahme heraus. Anders herum gesprochen: Mit einer dezenten Kombination von Mikrofon und Audio Interface lassen sich bereits spektakuläre Gesangsaufnahmen und professionelle HipHop-Vocals machen.

Am Ende sind die Songidee und die Performance des MC vor dem Mikrofon wichtiger als die reine Klangqualität der Aufnahme.

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Lesermeinungen (27)

zu 'Professionelle Hiphop-Vocals: Das Geheimnis professioneller Produktionen'

  • SPY
    18. Jun 2007 | 17:12 Uhr Antworten

    Hi ich habe eine soundkarte,Großmembranmic und ein Audio Buddy troztem bekome ich nicht das Studioqoualitat.Es hört sich immer noch an wie einfach dazu gesungen.
    Ich möchte das Perfecte Studioqualität bekommen was soll ich machen.
    was brauche ich alles noch für mein Homestudio und welche techniken soll ich anwenden damit alles so leuft wie geplannt.Bitte um antwort danke.

  • carlos (delamar)
    18. Jun 2007 | 19:32 Uhr Antworten

    Hallo Spy, eine “Perfecte” Studioqualität wirst Du nur in einem großem Studio mit entsprechender Ausrüstung bekommen. Eine sehr gute Aufnahmequalität kann man allerdings schon mit weitaus weniger finanziellen Mitteln erreichen.
    Dinge, auf die Du achten kannst:
    - den richtigen Raum zur Aufnahme nutzen (oder den Raum für Aufnahmen optimieren)
    - den richtigen Platz im Raum suchen
    - die richtige Position / Richtung von Mikrofon und Sänger
    - eine korrekte Auspegelung der Aufnahme
    - ein entsprechender Mix des Backing Tracks, damit Platz für die Stimme bleibt
    - gute Effekte / -einstellungen für die Stimme (Kompressor, EQ, Delay, Hall)
    Wie Du siehst sind alleine auf der technischen Seite viele Dinge, die relevant für die Aufnahmequalität sind.

  • Emre
    16. Dez 2007 | 22:05 Uhr Antworten

    HEy Leute , also ich habe ein Problem.

    Ich habe das Mic T-bone sct 2000 für 300 €uro
    eine gesangskabine mit ausgefülltem schaumstoff
    ein preamp das für das mic bestimmt worden ist , doch ich kriege keine gescheite qualität mit dem programm hin , das größte problem ist das abmischen , könnte mir da jemand tipps geben wie man gescheit abmischt ?
    Danke im vorraus …

  • Emre
    16. Dez 2007 | 22:06 Uhr Antworten

    Leute das Programm heist :
    Cool edit !

  • carlos (delamar)
    16. Dez 2007 | 22:43 Uhr Antworten

    Woran hapert’s denn genau?

  • Oliver
    03. Apr 2008 | 07:02 Uhr Antworten

    Ich find’ den Beitrage nicht passend zum Titel. Eigentlich geht’s im Beitrage um das Frontend beim Aufnehmen – eben die Schallwandlung um allgemeinen. Mit Hip-Hop hat das nichts zu tun.

    Mechanische Pop-Schütze werden nicht mal erwähnt, sind aber normal, wenn man mit einem Grossmembranmic arbeitet.

    Ein SM58 ist ne Notlösung – wie korrekt erwähnt.
    Ein SM57 eigentlich ein Instrumental-Abnahm-Mic, was sich schon in der Form zeigt. In wie fern ein SM57 langfristig den feuchten Atem erträgt, kann ich nicht aus der Praxis sagen, aber ich behaupte, dass es unter anderem deshalb keine tolle Idee ist ein 57er zu verwenden.

    Für alle die meinen prof. Qualität Zuhause erzeugen zu können: Alleine die Schalloptimierung eines Studioraumes auf prof. Niveau kostet mind einen 5-stelligen Eurobetrag!

    Wer selbst nicht wirklich komponiert / Instrumente einspielt, quasi seine Stücke per Drag n Drop “schreibt”, der ist von der Qualität der vorhandenen Loops abhängig und diese Qualität ist natürlich besser, als das was dann über das Mikrophon rein kommt.

  • carlos (delamar)
    03. Apr 2008 | 13:56 Uhr Antworten

    Das Hauptproblem bei vielen Musikern, die gerade mit dem Homerecording anfangen ist leider wirklich die Performance vor dem Mikrofon. Darauf wollte ich besonders hinweisen, da mir das gerade im HipHop-Bereich sehr oft vorgekommen ist – dieser Beitrag war an HipHop-Musiker gerichtet.

    Das SM57 kann jahrelang so einiges aushalten…unter anderem ist es auch deswegen so beliebt.

    Den Anti-Popp hätte ich in der Tat erwähnen können.

    Schalloptimierung muss nicht die Welt kosten, damit eine Aufnahme professionell klingt. Es gibt diverse Maßnahmen, die kostengünstig wunderbare Ergebnisse liefern.

  • Thomas S.
    11. Apr 2008 | 14:22 Uhr Antworten

    Vielleicht sollte man fairer Weise AUCH mal erwähnen (kommt in den meisten Foren auch zu kurz), dass es neben Talent und sicher auch gutem Equipment noch einer wichtigen Komponente Bedarf, um brauchbare bis gute Ergebnisse zu erreichen: G-E-D-U-L-D!!!
    Leute, gute Ergebniss fallen nicht vom Himmel und auch nicht aus dem Internet, sondern müssen hart(!) erarbeitet werden:
    Ausprobieren, üben, Platten hören, vergleichen, Testberichte lesen, in die Musikshops rein und Equpment testen, kaufen-ausprobieren-wieder-verkaufen, üben, Messe besuchen, anderen Musikern über die Schulter schauen/hören(!), Gehör trainieren, üben, Software ausprobieren, Unterricht nehmen, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen, ….

    Is nix wie im Fernsehen Castingshow, weisst Du ;-)

    T.

  • carlos (delamar)
    11. Apr 2008 | 15:40 Uhr Antworten

    Viele der Bewerber in Casting-Shows haben eine Menge Talent…nicht alle, aber viele. Das sollte man vielleicht auch nicht außer Acht lassen!

  • al bass
    29. Mai 2008 | 12:51 Uhr Antworten

    jaja….die hiphop.fraktion…..

    also ich habe festgestellt das die beste technik nix nutzt wenn der rapper denkt es geht um freestyle….das denken leider viele….aber wenn es darum geht nen text ernsthaft aufs band zu kriegen is meistens schluss…..ich halte es für das wichtigste das der kerl erstmal seinen text kennt…..ich mach immer die probe und lass sie erstmal machen wie sie wollen….hab ne cam in der kabine und kann mir das in aller ruhe anschauen….nach der ersten aufnahme hol ich ihn dann vor den rechner und zeige ihm anhand der gesangsspuren was z.B. ne bewegung vom kopf ausmacht….dann stell ich das mic ein….jenachdekm wie seine stimme klingt….hoch…tief…warm…etc….

    sowas kann man nur durch experimentieren rausfinden….is halt so…mir fällt oft auf das die stimmen bei homeproduktionen oft mit effekten zugekleistert sind…man würde die stimme in der realität nicht wieder erkennen….also seit da mal behutsam unterwegs…freunde der beat-musik;)

    falls es einen glücklich stimmt sag ich hier mal was ich in der regel für so kleine arbeiten benutze:

    MIC: Se z3300 ( natürlich mit popschutz…in einer kabine….)
    Vorverstärker: SPL Goldmike MK2
    Soundkarte: T.C studiconneckt 48
    Programm: Cubase sx 3 (ich mag es halt;))

    wenn es um effecte geht muss ich gestehen das ich das outboardzeug erst später nutze…..ich koprimiere die aufnahmen mit nem dsp-comp…..oder einem auf dem eingangskanal gelegten Nomadcomp….ähm…cp25….weiß jetzt grad nich wie der genau heißt…dahinter vielleicht noch nen deesser von waves….und dann is erstmal gut.

    meine erfahrung zeigt mir das ich lieber erst nach der aufnahme grobe effekt sachen mache….und mein cpu dankt es mir….

  • carlos (delamar)
    29. Mai 2008 | 16:10 Uhr Antworten

    Die Sache mit der Webcam in der Kabine ist eine gute Idee. Das führt den Leuten wirklich mal vor, wie die Aufnahme ihre Bewegungen und Emotionen wiederspiegelt.

  • al bass
    29. Mai 2008 | 21:59 Uhr Antworten

    @ carlos….ne webcam is nich gut….die braucht sehr viel licht…..das wiederum wärme erzeugt…ich habe ne überwachungscam genommen….die funktioniert auch im dunklen…es gibt ja sänger die manchmal…..in fast ganz dunklen kabinen sich wohlfühlen…die künstler halt;)

  • carlos (delamar)
    30. Mai 2008 | 01:44 Uhr Antworten

    jau, ich meinte jetzt auch nicht speziell ne webcam, sondern mehr so die idee an sich =)

    ist ne gute sache, auch für die kommunikation

  • Flo
    26. Aug 2008 | 23:57 Uhr Antworten

    Kennst sich jemand mit Cubase Sx3 aus?
    und weiß wie ich die Eq’s sinvoll einsetze?
    oder andere dinge die man beachten sollte bei einer Hip Hop Produktion?

    Dann bitte posten oder eine Email würde mich sehr freuen, Ja ich habe das Cubase Handbuch, aber da steht nichts drin über Hip Hop Production :(

  • ken park
    27. Aug 2008 | 09:20 Uhr Antworten

    * Kennst sich jemand mit Cubase Sx3 aus?

    Ich denke, dass wird hier so auf einige Leute zutreffen. So auch auf mich.

    * und weiß wie ich die Eq’s sinvoll einsetze?

    Die Frage solltest du etwas präziser stellen. Mit einem EQ kann man so einiges machen. Auf delamar gibts auch einige gute Beiträge über EQ’s. Musst du mal schauen. Ansonsten gilt eben auch immer: “Sinnvoll” ist immer von Audiomaterial abhängig. Also bitte nochmal genau sagen, was du vor hast. “Hip Hop produzieren” wäre da allerdings auch noch etwas weit gegriffen.

    * oder andere dinge die man beachten sollte bei einer Hip Hop Produktion?

    Einige meiner oft wiederkehrenden Erfahrungen mit Hip Hop Produktionen:

    - Hip Hop produzieren != Hip Hop produzieren. Hör dir den Sound an von Platten die in die Richtung deiner Produktion gehen. Versuch mal drauf zu achten, wie die Verhältnisse zwischen Stimme & Beat, Kick und Snare etc. sind. Das Hören von Referenzen ist schon mal superwichtig.

    - Wenn der Rapper gleich der Produzent ist (was sehr oft der Fall ist) sollte man ganz besonders darauf achten, seine eigene Stimme nicht so wichtig zu machen. I.d.R. hört man dann immer die superlaute Stimme und ein bisschen Musik

    - Bei so neuen HiFi Space N.E.R.D. Beats weiss ich es nimmer, aber “früher” war es immer so: Die Snare ist das wichtigeste am Beat. In keiner Musikrichtung ist (war) die Snare charakteristischer für ein Instrumental. Also da besonders genau arbeiten. Keine schlechten Samples nehmen, gut abmischen, usw.

    - “if the rapper’s whack, kick him out of the booth…….”. Na klar, gilt für jede Produktion: Wenn der Akteur vor dem Mikro nicht gut ist, kannst du noch so viel Produzieren, es wird nicht besser. Gerade bei Rap wird ja die technische Leistung der Performer noch sehr sportlich gehandhabt ;)

  • Flo
    27. Aug 2008 | 19:11 Uhr Antworten

    Danke erstmal ken park das hat mich schon mal einiges weiter gebracht!
    Habe auch gar nicht gesehn das es hier noch mehr tutorials gibt, habe nur den Artikel über google gefunden. Also ich würde gerne die Vocals bei einer Aufnahme fetter klingen lassen, ich weiß das es mit EQ’s geht, aber diese richtig zu bedienen, ist leider nicht so einfach, habe auch noch nicht so viele Erfahrungen im Bereich Abmischen und richtig Aufnehmen gemacht.

    Also ich habe vor (auch wenn der Anfang schwierig ist) Hip Hop Tracks richtig abzumischen, das beste rauszuholen. Da ich ein paar Kollegen haben die wirklich rappen können, die nehmen bei mir auf also über Cubase Sx3, ich habe zwar noch kein gutes Mikrofon, aber das kommt noch und es macht mir wirklich spaß das beste aus einem Track zu machen, nur scheiter ich ebend daran, das aufgenommenen Audiomaterial richtig zu bearbeiten! Danke nochmal ken park.

  • Timi
    19. Dez 2009 | 14:58 Uhr Antworten

    Vorab: Super Site und Super Artikel!

    Ich habe eine Frage und zwar bin ich Rapper und möchte zuhause am Laptop kleine Vorab-Aufnahmen machen um dann im Studio effektiver und schneller arbeiten zu können. Habe ein gutes Mic, ne andere Soundkarte in den Laptop zu bauen ist relativ schwer denke ich, jetzt brauche ich noch Software. Was kleines, aber solides.

    Ideen?

    Freu mich auf Antworten

    Timi

  • Player51
    07. Jan 2010 | 08:06 Uhr Antworten

    HEY Leute brauche schnnell eine antwort pls okay , ist dass SE ELECTRONICS SE 2000 gut zum rappen. Brauch ne gute quali also dass es druckvool un dgut klingt.

  • Carlos (delamar)
    07. Jan 2010 | 11:02 Uhr Antworten

    @Timi
    Eine Antwort auf deine Frage bekommst Du in unserem Podcast #46. Unbedingt mal reinhören!

    @Player51
    Das Thema Mikrofone haben wir ebenfalls bereits im Podcast besprochen, hör doch mal die Folge #43

  • Player51
    07. Jan 2010 | 11:05 Uhr Antworten

    was ist ein podcast wo ist dass ??

  • Player51
    07. Jan 2010 | 11:08 Uhr Antworten

    ahh ich habs thx

  • Timi
    10. Jan 2010 | 15:48 Uhr Antworten

    Dankeschön!

  • Alexander
    01. Okt 2010 | 16:03 Uhr Antworten

    Hallo Leute,

    das mit der Studioquali bekommt ihr nur ganz schwer hin mit dementsprechender Kohleinvestition. Schau doch mal ob ihr nicht in eurer Gegend ein paar Semi pfofessionelle Bands habt die ein Studio haben, die sind für jeden Euro dankbar den Sie für die Vermietung ihres Studios bekommen. Haben bei uns eine Band die Verlangen 15 EUR / Stunde, da kauf ich mir kein teures Equipment.

  • Watermagician
    07. Okt 2010 | 22:38 Uhr Antworten

    Genial, ich habe selber schon öfters versucht einige aufnahmen zu machen aber das hat mir wirlich mal geholfen :).

  • Benny
    20. Sep 2012 | 07:46 Uhr Antworten

    Soooo … also ich bin auch sowas wie ein Rapper :D und natürlich immer auf der Suche nach besserer Qualli und und unnnnnd!

    Aber ich finde man sollte mal sagen, dass ein guter Rap-Song nicht notgedrungen von guter Audio-Quallität lebt …

    Trotzdem ist man natürlich immer auf der Suche nach Verbesserung eben dieser.

    Ich sag mal eben, was ich denke, was hilft:

    1. Raum:

    - Kabine bauen und mit Akustikschaum ausgleiten
    oder
    - Ecke im Zimmer mit Akustikschaum ausgleiten
    oder
    - ein Micscreen (ab 50 Euro) kaufen

    2. Mic:

    Jedem Anfänger kann ich eig. nur ein t.bone SC SC440/450 USB Mic oder ähnliches ans Herz legen … damit kann man schon recht gute Ergebnisse erzielen (finde ich) und man muss nicht soooo viel Geld ausgeben, um mal 1-2 Tracks für die Freundin aufzunehmen! :D

    Natürlich sollte man sich auch einen ordentlichen Ständer dazu leisten und sein Mic nicht einfach nur irgendwie in die Hand nehmen!

    An den Ständer gehört ein Wind- oder Popschutz, der den „Pop“-Luftstoß vor dem Mikrofon abbremst. Nehm mal die Hand vor den Mund, wenn du “Penner” sagst, gehört sich so! :D Neiiiin … aber dann merkst du, was ich meine! =)

    Sehr gute Mics für “wenig Geld” sind übrigens:

    - Rode NT1-A
    - Rode NT2-A
    - Neumann TLM 102

    Und wenn man noch weniger Geld hat, dann kann man sich eig. fast jedes Großmembran Mikrofon ab ca 100 Euro geben, die klingen alle nicht schlecht! Hat eben jedes seine Stärken und Schwächen! Manchmal hat man Glück und man findet vielleicht gerade ein Mic, was zur Stimme passt für 100 Euro! =)

    3. Preamps:

    Ich personlich finde die ART Tube MP nicht schlecht! Kostet 40 Euro und ist optimal geeignet für den Einsatz im Homerecordingstudio. Meiner Meinung nach fügt sie dem Signal auch Volumen und Wärme hinzu.

    Wer mehr will, muss mehr bezahlen! Für etwas mehr Geld bekommt man dann schon Geräte wie z.B.

    - Golden Age Project Pre-73
    - SPL Goldmike
    - Focusrite ISA One (youtube.com/watch?v=73uGN_kxGVc )

    Muss man immer selber wissen, was man will und was man ausgeben will und ob man die Unterschiede spürbar hört oder nicht!

    4. Interface/Wandler:

    Hier geht eig. so ziehmlich alles ab 150 Euro klar!

    5. Abmischen

    Das ist auch so bissel der Punkt, wo ich immer am probieren und machen bin. Ich schreib trotzdem mal paar Dinge auf, die dein Rap-Vocal deutlich fetter machen können:

    1. Aufnahme:

    Bei der Aufnahme von einem Rap-Vocal ist es immer gut mit mehreren Spuren zu Arbeiten. Ich halte es für einen guten Weg, wenn man alles mindestens 3 mal (deckungsgleich) aufnimmt. Dann hat man 3 Spuren, kann eine auf Links, eine auf Rechts und eine in die Mitte oder 2 auf die Mitte (eine Muten) legen. Zusätzlich sollte man ein oder zwei (Stereo) Ad-Lips-Spuren aufnehmen, wo man bestimmte Dinge betont oder einfach mal noch ein “Jooo” oder “Year” in den Hintergund setzt. Kommt halt auch immer bissel drauf an!

    Ja und dann geht es darum die Aufnahmen “besser” zu machen!

    2. Sauber machen:

    Hier sollte man auf jeden Fall darauf achten Nebengeräuche zu entfernen. Manche Programme besitzen die Funktion “Störgeräusche entfernen”, da kann man z.B. auch noch laute Geräusche wie Rauschen vom PC Lüfter relativ gut entfernen. Die Frequenzen des Rauschens werden analysiert und können dann aus allen Aufnahmen entfernt werden. Ist ne ganz coole Sache, muss man aber vorsichtig damit umgehen!

    Dann sollte man die Vocals anpassen und ordentlich übereinader legen, falls man es nicht gepackt hat, alle Worte deckungsgleich zu Rappen.

    Auch die Lautstärken der Dopplungen sollten hier schon mal so ungefähr verteilt werden (und natürlich das Panorama)

    3. Bearbeiten:

    - Kompressor

    Jooo … jetzt kann man eig. damit beginnen einen Kompressor auf die Spuren zu legen und mit Voreinstellungen oder eigenem Drehen an den Knöpfen die Stimme lauter zu bekommen. Das sollte man bei allen Spuren machen, aber immer so, dass alles trotzdem noch neutral klingt. Lauter aber eben so, dass man den Kompressor nicht wirklich hört.

    Dann kann man sich z.B. die Main Spur kopieren und einfach unter die eigendliche Mainspur (als Kopie) legen. Diese kann man dann mit einem Kompressor extrem krass bearbeiten und dann langsam der eigendlichen Main-Spur zu mischen, bis einem das Ergebniss gefällt. Dadurch bekommt man halt ne schön fette Stimme. Darum gehts ja? Die Stimme fetter machen?

    Was kann man noch tun?

    - Hall

    Man kann seiner Stimme einen schonen Hall geben! Sollte man sogar, da man (wie oben bei Raum beschrieben) der aufnahme ja den eig. Aufnahmeraum durch Absorberschaum entzogen hat.

    Ein gutes Plugin dafür ist übrigens SIR 1 … es steht kostenlos zur Verfügung und wenn man etwas sucht bekommt man sehr gute Hallfahnen kostenlos dafür! Man sollte beim Hall aber darauf achten immer nur so viel zu nutzen, dass es nicht aufdringlich wirkt! Da muss man etwas probieren …

    - EQ

    Mit dem EQ kann man eig. noch viel aus dem ganzen laden raus bügeln. Aber auch hier ist vorsicht geboten. Man kann sich da schnell die Aufnahme versauen, wenn z.B. die Ohren müde geworden sind und man neigt dann dazu zu extrem zu handeln!

    -von 0 – 80 Hz sollte man einen Low Cut ziehen (kann alles weg!)

    -von 80 – 350 Hz kann man der Stimme “Wärme” hinzufügen und sie fetter klingen lassen!

    - von 2000 – 8000 Hz kann man die Sprachverständlichkeit verbessern! Je nach Mic kann man da etwas verstärken oder zurück nehmen!

    4. Master

    Die meisten Aufnahmeprogramme besitzen sowas, dass sich Master nennt! Liegt meist im mixer irgendwo rum! Da sollte man ebenfalls einen sanften Kompressor drauflegen, der den gesamten Mix noch etwas mehr zu einem “großen Ganzen” macht. Ein leichter Hall hilft hier auch manchmal noch dem Hörer das gefühl zu vermitteln, dass alles in einem Raum abläuft … kann gut sein, muss aber nicht!

    Naja … ich hoffe ich hab nicht ganz sooo extrem genervt und ich konnte paar Leuten helfen, die vielleicht einfach auch mal so n paar Grundinfos gesucht haben, wie man Rap-Vocals abmischen kann! Ich mein das ist jetzt kein Erfolgskonzept oder so, am Ende ist immer das gut, was gut klingt, aber ich denke auf die Art kann man viele Projekte doch für den normalen Hörer angemessen Schmackhaft machen!

    Danke fürs lesen!

    • Carlos San Segundo (delamar)
      20. Sep 2012 | 15:23 Uhr Antworten

      Hi Benny, vielen Dank für deinen Kommentar! Da sind viele gute Tipps für die delamari drin und eines ist noch ganz wichtig herauszuheben: Die Qualität eines guten Songs hängt nicht von der Klangqualität ab, sondern vom Song selbst.

  • Nilo
    20. Jul 2014 | 10:09 Uhr Antworten

    Hallo leute brauche wichtige Informationen..
    nach lange Überlegungen habe ich mich entschieden folgendes zu erwerben
    neumann tlm 102 rme baby interface yamaha hs7 2x pauly P120 T-30 popkiller sehr robust und viel besser.. und Universal Audio Solo 610
    mir ist wichtig nur aufnahme für produktion & mastern habe ich schon

    wie kann ich am besten Kombinieren,ich meine jetzt nicht wie man anschliesst und installiert.. das weiss ich natürlich ;) sondern welche Professionelles tipps habt ihr für mich

    vielen dank im voraus

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