Wie bekomme ich produziert klingende Hiphop-Vocals
Immer wieder tauchen in einschlägigen Foren Fragen auf, wie man seine eigens aufgenommenen Raps so klingen lässt, wie die von 50Cent oder Jay-Z oder oder oder…
Typische Fragen sind “Welches Mikrofon brauche ich dafür?” “Welche Soundkarte muss ich mir kaufen?” “Brauche ich einen Popschutz?” usw.
Und obwohl es keinen global gültigen Lösungsansatz für gute Hiphop-Vocals gibt, will ich mal für Anfänger und Fortgeschrittene hier einige Tips loswerden, die euch hoffentlich zu besseren (Rap-)Vocals verhelfen.
An dieser Stelle sei auf diesen Post verwiesen, in dem es um professionelle und kommerzielle Produktionen geht. Die Rolle von Hardware in Produktionen erläutere ich in “Der Pro-Sound – Teil 2“.
Doch nun zu den Tips.
Tip 1: Der wichtigste Aspekt
Ich will gar nicht lange um den Brei herumreden. Das Wichtigste schlechthin für eine gut klingende Hiphop-Vocal-Aufnahme ist (kleiner Tusch): der MC! Talent einerseits, Übung andererseits.
Ich höre so viele Hiphop-Stücke bei denen der MC nicht in der Lage ist rhythmisch korrekt zu rappen oder einfach zu viele Silben in eine Zeile packt. Also Tip Nummer eins: wenn ihr eure Lines geschrieben habt, überarbeitet sie in Ruhe. Und wenn ihr dann fertig seid, nehmt euch die Zeit und überarbeitet sie ein weiteres Mal. So lange, bis jede Zeile mindestens mit “gut” zu bezeichnen ist. Gebt euch nicht mit weniger zufrieden.
Und dann übt und übt und übt…
Tip 2: Die Mikrofonwahl
Es gibt nicht das eine Mikrofon, das bei allen MCs gut klingt und den Sound macht, eigentlich bräuchte man gleich ein ganzes Arsenal, um zu jedem Zweck ein passendes Mic zu finden. Die wenigsten können (oder wollen) sich mehr als ein gutes Mikrofon leisten, schliesslich kosten gute Mikrofone eine Stange Geld.
Aber eines vorneweg: das EUR 5.- Mikrofon von Creative ist definitiv keine Lösung!
Was also machen? Ein günstiges Allrounder-Mikrofon kaufen! Die Auswahl ist sehr groß, da der Markt für Homerecording stetig wächst. Möchte man mit dem Mikrofon auch live auftreten können, so sollte man ein dynamisches Mikrofon kaufen. Diese gibt es bereits für unter EUR 100.- im Handel, empfehlen kann ich euch z.B. das Shure SM58, das Shure SM57 oder günstiger bei gleicher Qualität: das Beyerdynamic TG-X58.
Braucht man hingegen das Mikrofon nur für Studioaufnahmen, so empfiehlt es sich ein Kondensator-Mikrofon zu kaufen. Diese haben einen besseren Übertragungsbereich und klingen somit brillianter und detaillerter. Dafür sind sie live wegen der hohen Rückkopplungsgefahr nicht einzusetzen.
Man kann günstige Kondensatormikrofone z.B. von AKG (C3000B) oder Studio Projects (C1) bekommen. Achtet darauf ein Großmembran-Kondensator zu bekommen, da diese für Vocalaufnahmen in der Regel besser geeignet sind.
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18. Jun 2007 | 17:12 Uhr
Hi ich habe eine soundkarte,Großmembranmic und ein Audio Buddy troztem bekome ich nicht das Studioqoualitat.Es hört sich immer noch an wie einfach dazu gesungen.
Ich möchte das Perfecte Studioqualität bekommen was soll ich machen.
was brauche ich alles noch für mein Homestudio und welche techniken soll ich anwenden damit alles so leuft wie geplannt.Bitte um antwort danke.
18. Jun 2007 | 19:32 Uhr
Hallo Spy, eine “Perfecte” Studioqualität wirst Du nur in einem großem Studio mit entsprechender Ausrüstung bekommen. Eine sehr gute Aufnahmequalität kann man allerdings schon mit weitaus weniger finanziellen Mitteln erreichen.
Dinge, auf die Du achten kannst:
- den richtigen Raum zur Aufnahme nutzen (oder den Raum für Aufnahmen optimieren)
- den richtigen Platz im Raum suchen
- die richtige Position / Richtung von Mikrofon und Sänger
- eine korrekte Auspegelung der Aufnahme
- ein entsprechender Mix des Backing Tracks, damit Platz für die Stimme bleibt
- gute Effekte / -einstellungen für die Stimme (Kompressor, EQ, Delay, Hall)
Wie Du siehst sind alleine auf der technischen Seite viele Dinge, die relevant für die Aufnahmequalität sind.
16. Dez 2007 | 22:05 Uhr
HEy Leute , also ich habe ein Problem.
Ich habe das Mic T-bone sct 2000 für 300 €uro
eine gesangskabine mit ausgefülltem schaumstoff
ein preamp das für das mic bestimmt worden ist , doch ich kriege keine gescheite qualität mit dem programm hin , das größte problem ist das abmischen , könnte mir da jemand tipps geben wie man gescheit abmischt ?
Danke im vorraus …
16. Dez 2007 | 22:06 Uhr
Leute das Programm heist :
Cool edit !
16. Dez 2007 | 22:43 Uhr
Woran hapert’s denn genau?
03. Apr 2008 | 07:02 Uhr
Ich find’ den Beitrage nicht passend zum Titel. Eigentlich geht’s im Beitrage um das Frontend beim Aufnehmen – eben die Schallwandlung um allgemeinen. Mit Hip-Hop hat das nichts zu tun.
Mechanische Pop-Schütze werden nicht mal erwähnt, sind aber normal, wenn man mit einem Grossmembranmic arbeitet.
Ein SM58 ist ne Notlösung – wie korrekt erwähnt.
Ein SM57 eigentlich ein Instrumental-Abnahm-Mic, was sich schon in der Form zeigt. In wie fern ein SM57 langfristig den feuchten Atem erträgt, kann ich nicht aus der Praxis sagen, aber ich behaupte, dass es unter anderem deshalb keine tolle Idee ist ein 57er zu verwenden.
Für alle die meinen prof. Qualität Zuhause erzeugen zu können: Alleine die Schalloptimierung eines Studioraumes auf prof. Niveau kostet mind einen 5-stelligen Eurobetrag!
Wer selbst nicht wirklich komponiert / Instrumente einspielt, quasi seine Stücke per Drag n Drop “schreibt”, der ist von der Qualität der vorhandenen Loops abhängig und diese Qualität ist natürlich besser, als das was dann über das Mikrophon rein kommt.
03. Apr 2008 | 13:56 Uhr
Das Hauptproblem bei vielen Musikern, die gerade mit dem Homerecording anfangen ist leider wirklich die Performance vor dem Mikrofon. Darauf wollte ich besonders hinweisen, da mir das gerade im HipHop-Bereich sehr oft vorgekommen ist – dieser Beitrag war an HipHop-Musiker gerichtet.
Das SM57 kann jahrelang so einiges aushalten…unter anderem ist es auch deswegen so beliebt.
Den Anti-Popp hätte ich in der Tat erwähnen können.
Schalloptimierung muss nicht die Welt kosten, damit eine Aufnahme professionell klingt. Es gibt diverse Maßnahmen, die kostengünstig wunderbare Ergebnisse liefern.
11. Apr 2008 | 14:22 Uhr
Vielleicht sollte man fairer Weise AUCH mal erwähnen (kommt in den meisten Foren auch zu kurz), dass es neben Talent und sicher auch gutem Equipment noch einer wichtigen Komponente Bedarf, um brauchbare bis gute Ergebnisse zu erreichen: G-E-D-U-L-D!!!
Leute, gute Ergebniss fallen nicht vom Himmel und auch nicht aus dem Internet, sondern müssen hart(!) erarbeitet werden:
Ausprobieren, üben, Platten hören, vergleichen, Testberichte lesen, in die Musikshops rein und Equpment testen, kaufen-ausprobieren-wieder-verkaufen, üben, Messe besuchen, anderen Musikern über die Schulter schauen/hören(!), Gehör trainieren, üben, Software ausprobieren, Unterricht nehmen, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen, ….
Is nix wie im Fernsehen Castingshow, weisst Du ;-)
T.
11. Apr 2008 | 15:40 Uhr
Viele der Bewerber in Casting-Shows haben eine Menge Talent…nicht alle, aber viele. Das sollte man vielleicht auch nicht außer Acht lassen!
29. Mai 2008 | 12:51 Uhr
jaja….die hiphop.fraktion…..
also ich habe festgestellt das die beste technik nix nutzt wenn der rapper denkt es geht um freestyle….das denken leider viele….aber wenn es darum geht nen text ernsthaft aufs band zu kriegen is meistens schluss…..ich halte es für das wichtigste das der kerl erstmal seinen text kennt…..ich mach immer die probe und lass sie erstmal machen wie sie wollen….hab ne cam in der kabine und kann mir das in aller ruhe anschauen….nach der ersten aufnahme hol ich ihn dann vor den rechner und zeige ihm anhand der gesangsspuren was z.B. ne bewegung vom kopf ausmacht….dann stell ich das mic ein….jenachdekm wie seine stimme klingt….hoch…tief…warm…etc….
sowas kann man nur durch experimentieren rausfinden….is halt so…mir fällt oft auf das die stimmen bei homeproduktionen oft mit effekten zugekleistert sind…man würde die stimme in der realität nicht wieder erkennen….also seit da mal behutsam unterwegs…freunde der beat-musik;)
falls es einen glücklich stimmt sag ich hier mal was ich in der regel für so kleine arbeiten benutze:
MIC: Se z3300 ( natürlich mit popschutz…in einer kabine….)
Vorverstärker: SPL Goldmike MK2
Soundkarte: T.C studiconneckt 48
Programm: Cubase sx 3 (ich mag es halt;))
wenn es um effecte geht muss ich gestehen das ich das outboardzeug erst später nutze…..ich koprimiere die aufnahmen mit nem dsp-comp…..oder einem auf dem eingangskanal gelegten Nomadcomp….ähm…cp25….weiß jetzt grad nich wie der genau heißt…dahinter vielleicht noch nen deesser von waves….und dann is erstmal gut.
meine erfahrung zeigt mir das ich lieber erst nach der aufnahme grobe effekt sachen mache….und mein cpu dankt es mir….
29. Mai 2008 | 16:10 Uhr
Die Sache mit der Webcam in der Kabine ist eine gute Idee. Das führt den Leuten wirklich mal vor, wie die Aufnahme ihre Bewegungen und Emotionen wiederspiegelt.
29. Mai 2008 | 21:59 Uhr
@ carlos….ne webcam is nich gut….die braucht sehr viel licht…..das wiederum wärme erzeugt…ich habe ne überwachungscam genommen….die funktioniert auch im dunklen…es gibt ja sänger die manchmal…..in fast ganz dunklen kabinen sich wohlfühlen…die künstler halt;)
30. Mai 2008 | 01:44 Uhr
jau, ich meinte jetzt auch nicht speziell ne webcam, sondern mehr so die idee an sich =)
ist ne gute sache, auch für die kommunikation
26. Aug 2008 | 23:57 Uhr
Kennst sich jemand mit Cubase Sx3 aus?
und weiß wie ich die Eq’s sinvoll einsetze?
oder andere dinge die man beachten sollte bei einer Hip Hop Produktion?
Dann bitte posten oder eine Email würde mich sehr freuen, Ja ich habe das Cubase Handbuch, aber da steht nichts drin über Hip Hop Production :(
27. Aug 2008 | 09:20 Uhr
* Kennst sich jemand mit Cubase Sx3 aus?
Ich denke, dass wird hier so auf einige Leute zutreffen. So auch auf mich.
* und weiß wie ich die Eq’s sinvoll einsetze?
Die Frage solltest du etwas präziser stellen. Mit einem EQ kann man so einiges machen. Auf delamar gibts auch einige gute Beiträge über EQ’s. Musst du mal schauen. Ansonsten gilt eben auch immer: “Sinnvoll” ist immer von Audiomaterial abhängig. Also bitte nochmal genau sagen, was du vor hast. “Hip Hop produzieren” wäre da allerdings auch noch etwas weit gegriffen.
* oder andere dinge die man beachten sollte bei einer Hip Hop Produktion?
Einige meiner oft wiederkehrenden Erfahrungen mit Hip Hop Produktionen:
- Hip Hop produzieren != Hip Hop produzieren. Hör dir den Sound an von Platten die in die Richtung deiner Produktion gehen. Versuch mal drauf zu achten, wie die Verhältnisse zwischen Stimme & Beat, Kick und Snare etc. sind. Das Hören von Referenzen ist schon mal superwichtig.
- Wenn der Rapper gleich der Produzent ist (was sehr oft der Fall ist) sollte man ganz besonders darauf achten, seine eigene Stimme nicht so wichtig zu machen. I.d.R. hört man dann immer die superlaute Stimme und ein bisschen Musik
- Bei so neuen HiFi Space N.E.R.D. Beats weiss ich es nimmer, aber “früher” war es immer so: Die Snare ist das wichtigeste am Beat. In keiner Musikrichtung ist (war) die Snare charakteristischer für ein Instrumental. Also da besonders genau arbeiten. Keine schlechten Samples nehmen, gut abmischen, usw.
- “if the rapper’s whack, kick him out of the booth…….”. Na klar, gilt für jede Produktion: Wenn der Akteur vor dem Mikro nicht gut ist, kannst du noch so viel Produzieren, es wird nicht besser. Gerade bei Rap wird ja die technische Leistung der Performer noch sehr sportlich gehandhabt ;)
27. Aug 2008 | 19:11 Uhr
Danke erstmal ken park das hat mich schon mal einiges weiter gebracht!
Habe auch gar nicht gesehn das es hier noch mehr tutorials gibt, habe nur den Artikel über google gefunden. Also ich würde gerne die Vocals bei einer Aufnahme fetter klingen lassen, ich weiß das es mit EQ’s geht, aber diese richtig zu bedienen, ist leider nicht so einfach, habe auch noch nicht so viele Erfahrungen im Bereich Abmischen und richtig Aufnehmen gemacht.
Also ich habe vor (auch wenn der Anfang schwierig ist) Hip Hop Tracks richtig abzumischen, das beste rauszuholen. Da ich ein paar Kollegen haben die wirklich rappen können, die nehmen bei mir auf also über Cubase Sx3, ich habe zwar noch kein gutes Mikrofon, aber das kommt noch und es macht mir wirklich spaß das beste aus einem Track zu machen, nur scheiter ich ebend daran, das aufgenommenen Audiomaterial richtig zu bearbeiten! Danke nochmal ken park.
19. Dez 2009 | 14:58 Uhr
Vorab: Super Site und Super Artikel!
Ich habe eine Frage und zwar bin ich Rapper und möchte zuhause am Laptop kleine Vorab-Aufnahmen machen um dann im Studio effektiver und schneller arbeiten zu können. Habe ein gutes Mic, ne andere Soundkarte in den Laptop zu bauen ist relativ schwer denke ich, jetzt brauche ich noch Software. Was kleines, aber solides.
Ideen?
Freu mich auf Antworten
Timi
07. Jan 2010 | 08:06 Uhr
HEY Leute brauche schnnell eine antwort pls okay , ist dass SE ELECTRONICS SE 2000 gut zum rappen. Brauch ne gute quali also dass es druckvool un dgut klingt.
07. Jan 2010 | 11:02 Uhr
@Timi
Eine Antwort auf deine Frage bekommst Du in unserem Podcast #46. Unbedingt mal reinhören!
@Player51
Das Thema Mikrofone haben wir ebenfalls bereits im Podcast besprochen, hör doch mal die Folge #43
07. Jan 2010 | 11:05 Uhr
was ist ein podcast wo ist dass ??
07. Jan 2010 | 11:08 Uhr
ahh ich habs thx
10. Jan 2010 | 15:48 Uhr
Dankeschön!