Nutzt die Stereobasis: Höhenverteilung

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Inhaltsverzeichnis

  1. Nutzt die Stereobasis: Panorama
  2. Nutzt die Stereobasis: Tiefenstaffelung
  3. Nutzt die Stereobasis: Höhenverteilung

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Nutzt die Stereobasis: Höhenverteilung

In den letzten beiden Beiträgen dieser kurzen Artikelserie über das Stereobild in der Musikproduktion haben wir das Stereodreieck bereits in den zwei Dimensionen Tiefe und Breite betrachtet.

Das Stereodreieck hat aber noch eine dritte Dimension, die Höhe zu bieten, mit der sich ein dreieckiges Prisma ergibt, die dem Mix zu mehr Transparenz und besserer Spurtrennung verhilft.

 

Nutzt die Stereobasis: Höhenverteilung

Es ist vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich, wie man die Spuren und Instrumente nun auch noch mit Hilfe der Frequenz in der Höhe verteilen soll, denn standardmässig ist jeder Kanalzug eines Mixers nur mit den Parametern Lautstärke und Panorama ausgestattet.

Zur Höhenverteilung muss man meist einen zusätzlichen Effekt in den Kanalzug laden — den EQ.

 

Nutzt die Stereobasis: Vorgehen

Wie geht man nun vor, um eine geeignete Höhenverteilung zu erreichen? Man benutzt ein Band des Equalizers und boostet dieses ziemlich stark. Gleichzeitig wählt man eine relativ geringe Bandbreite und “sweeped” durch das Frequenzspektrum.

Beim Durchfahren des Spektrums wird man Frequenzen finden, bei denen das eine oder andere Signal “noch besser” im Mix hervorsticht. Dort lässt man die Frequenz stehen und regelt Boost und Bandbreite nach.

Den persönlichen Vorlieben sind dabei keine Vorschriften auferlegt. Es empfiehlt sich hier, wie auch sonst, auf die Produktion der grossen Vorbilder zu hören.

 

Nutzt die Stereobasis: Tipps

Am Anfang ist die Höhenverteilung mit dem EQ noch etwas ungewohnt. Es gilt ein möglichst dichtes Stereobild zu erzeugen, um einen kompakten Klang zu vermitteln. Somit wirkt der Mix erst wirklich aus einem Guss.

Bei der Höhenverteilung benutzt man eine Technik die sich “Jalousientechnik” nennt. Man stapelt also die verschiedenen Instrumente in der Höhe aufeinander.

Meine persönliche Vorliebe ist es tieffrequente, wichtige Signale unten anzusiedeln (Bassdrum, Snare). Gross in der Mitte sollten Gitarren und die Stimme zu hören sein. Darüber stapele ich meistens die Blechinstrumente des Schlagzeugs. Das gibt dem Mix am Ende noch einen crispen, abgerundeten Schliff.

Die meisten Mixe haben oft das Problem, dass sie “dumpf” klingen. Hiermit kann Abhilfe geschaffen werden.

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Lesermeinungen (23)

zu 'Nutzt die Stereobasis: Höhenverteilung'

  • p.p.p   30. Dez 2008   12:41 UhrAntworten

    Absolute scheisse,die du da vermittelst..Sorry...und dei behandlung von Hall fehlt gänzlich...

  • Saroti   30. Dez 2008   12:45 UhrAntworten

    Es wäre wohl eher angebracht,die umliegenden Frequenzen abzuschwächen!!Das kommt dem Klang zugute und man matscht den Headroom nicht zu...deine vorgehensweise würde ich eher als nicht proff. bezeichnen,da man den Eq dann lieber zu "wegnehmen" ,als zum "dazugeben" benutzen sollte!Es sei den,man steht auf den Klang des Eqs...

  • olaf.B   30. Dez 2008   12:47 UhrAntworten

    Genau,der Teil mit dem Hall fehlt!
    (Hauptbestandteil der 3 Dimensionen!)
    Kann Saroti auch nur recht geben....

  • Andreas Z. (delamar)   30. Dez 2008   13:42 UhrAntworten

    @p.p.p. Dann lass mich bitte nicht dumm sterben und erklaere mir wie du die Signale in verschiedenen Frequenzlagen verteilst? :)

  • Carlos (delamar)   30. Dez 2008   13:51 UhrAntworten

    Der Hall gehört in die Kategorie Tiefenstaffelung, die im ersten Teil der Artikelserie behandelt wurde.

    Dort wurden in den Kommentaren einige interessante Beiträge zur Verwendung von Hall für die Tiefenstaffelung gegeben. Das Thema Hall und Tiefenstaffelung werden wir auf jeden Fall bei Gelegenheit noch in aller Ausführlichkeit beleuchten.

  • Christian   30. Dez 2008   13:53 UhrAntworten

    Hmm... was mir bei dem Artikel fehlt, sind die konstruktiven Kommentare. Dumme Kommentare zu schreiben ist offensichtlich einfach :-). Danke für den Artikel, Andreas.

  • R-Face   30. Dez 2008   14:28 UhrAntworten

    mir is auch nicht ganz klar was das ausgewogene verteilen der instrumente im frequenzspektrum mit dem stereodreieck zutun haben soll.

    und überhaupt seid wann hat nen dreieck 3 dimensionen? es hat allerhöchstens 3 seiten.

    es hat aber höchstens 2 eigenschaften und zwar
    - das panorama also auf welcher seite des raumes sich das instrument befindet und
    - die tiefe also wie weit hinten sich das instrument im raum befindet.

  • Miki   30. Dez 2008   14:40 UhrAntworten

    ach leute.. er hat doch am anfang extra die dritte dimension in anführungszeichen gesetzt. das war doch nur eine art Ausdruck für die Sache, die er beschrieben hat, und kein genau SO gemeintes wort :) Seid bitte nicht zu kritisch. Ich finde die anregung originell Instrumente allgemein "übereinander" zu stapeln frequenztechnisch. Zieht euch das gute aus den Artikeln, beleuchtet, das negative, aber motzt nicht nur rum. Es macht sonst keinen Spaß hier zu lesen. Mir zumindest nicht.
    Liebe Grüße

  • Carlos (delamar)   30. Dez 2008   15:48 UhrAntworten

    Andreas beschreibt den Raum, in dem sich der Mix bewegt, als dreidimensionale Form mit einem Dreieck als Grundfläche: ein Prisma, wie ich gerade in meinem Mathematikbuch nachschlagen musste.

    In der Tat kann man sich einen Mix als dreidimensionalen Raum vorstellen. Der Autor Andreas nimmt hier das Stereodreieck Box-Box-Hörer als Grundfläche und nutzt einen dritten Dimensionsvektor, um die Frequenz zu beschreiben.

    Für mich etwas einfacher in der Vorstellung ist eine rechteckige Grundfläche, die virtuell zwischen den beiden Lautsprecher in Breite (Panorama) und Länge / Höhe (Frequenz) aufgespannt wird. Dieser fügt man schliesslich den dritten Vektor Tiefe bzw. Entfernung (von den Boxen senkrecht Richtung Wand) hinzu.

    Wie man sich den Mix räumlich vorstellt ist schliesslich schnuppe, denn, wie Andreas richtig in seinen Artikeln bemerkt, beim Abmischen geht es darum, Instrumenten und Spuren einen eigenen Platz in Panorama, Frequenz und Entfernung zum Hörer zu geben.

  • Chris   30. Dez 2008   21:31 UhrAntworten

    Hallo Leute, um mal wieder zum Thema zurückzukommen:
    Ich persönlich senke Frequenzen auch eher ab, bevor ich an zu vielen Stellen irgendetwas booste - klingt für mich einfach besser.
    Ich booste Frequenzen nur dann, wenn ich etwas sehr prägnant im Mix festsetzen möchte.
    Ansonsten is das mit dem Jalousieneffekt eine gute Sache.
    Ich senk z. B. gern bei Bassflächen und auch Gitarren die Frequenzen ab, in denen der Gesang seinen Hauptklang hat - dann passt der einfach besser in den Mix rein und man hat keine "Matschprobleme" mehr.
    Vielleicht sind da die Techniken einfach Geschmackssache - und die letzte Instanz sollte das Gehör sein - was sich gut anhört ist auf jeden Fall nicht schlecht.
    In diesem Sinne...

    PS: Ich finde abwertende Ausdrücke wie sch... bei den Kommentaren hier absolut unangebracht. Sowas gehört hier nicht her. Man kann sich schließlich normal unterhalten.

  • p.p.p   30. Dez 2008   21:35 UhrAntworten

    Andreas,nimm es nicht böse,aber wenn Leute die noch keine Ahnung haben,delamar als Lehrhilfe benutzen,und was falsches beigebracht bekommen,rutscht mir manchmal ein dummer Spruch raus....Deine Aussage“Tiefenstaffelung erreichst du nicht mit einem Hall”spricht ja für sich...

  • Bernd   30. Dez 2008   22:35 UhrAntworten

    Womit erreicht man Tiefenstaffelung den sonst,ausser mit einem entsprechenden Hall(Rauminformation) und der Lautstärke?

    Das scheint mir jetzt aber auch suspekt!?!?

  • p.p.p   30. Dez 2008   22:40 UhrAntworten

    Andreas,will dich natürlich nicht dumm sterben lassen...Chris hat das schon genau formuliert....

    "Ich persönlich senke Frequenzen auch eher ab, bevor ich an zu vielen Stellen irgendetwas booste - klingt für mich einfach besser."

    Vorallendingen klingt dann das Signal und nicht der Eq!

    "Ich booste Frequenzen nur dann, wenn ich etwas sehr prägnant im Mix festsetzen möchte."

    In diesem Fall darf dann auch der Eq klingen....

    Ich bin jedenfalls heil froh,damals mein Geld direkt in Equipment investiert zu haben,anstatt zur SAE zurennen..... :-)

  • Sib   01. Jan 2009   11:57 UhrAntworten

    Also ich würde schon auch sagen, dass man mit Höhen eine Tiefenstaffelung erreicht - was dumpf klingt, ist weiter hinten, und je mehr Höhen, desto präsenter, also weiter vorne, erscheint das Signal.

    Oder?

  • Carlos (delamar)   01. Jan 2009   20:13 UhrAntworten

    Ja, das stimmt natürlich. Entfernte Signale kommen gedämpft am Ohr an und da tiefe Frequenzen mehr Energie tragen, halten sich diese am längsten.

    Genau so stimmt auch, dass bei gleicher Lautstärke das entfernte Signal leiser klingt, ganz wie Andreas es in seinem Posting geschrieben hat.

    Beachtet man diese beiden Punkte und verwendet zusätzlich noch den Einfluss von Erstreflexionen auf die räumliche Wahrnehmung, hat man alle Werkzeuge bei der Hand, die für eine sinnvolle Tiefenstaffelung notwendig sind.

  • op//av   02. Jan 2009   11:20 UhrAntworten

    na, hier ist ja was los...

    mal was ganz grundsätzliches: workshops, tipps und hilfen zur musikproduktion sind in den meisten fällen durchaus nützlich. auch wenn ein autor dinge anders formuliert und andere schwerpunkte setzt als man selber, so hat man immerhin die möglichkeit, seine eigene arbeitsweise zu hinterfragen und eine anregung zu bekommen, doch mal über den eigenen horizont hinaus zu blicken und etwas neues auszuprobieren. ob man das dann später auch so umsetzt, muss man halt sehen. nur durch übung erlangt man erfahrung - und dazu gehört wohl auch mal eine schlechte...

    das einzige, was an dieser "serie" vielleicht etwas unglücklich gewählt ist, ist der titel! die hinweise und anregungen sind ja nicht unbedingt verkehrt. sie sind vielleicht nicht bis ins letzte detail erschöpfend dargestellt und deswegen auch nicht unbedingt für jede x-beliebige mix-situation maßgeblich, dennoch kann man diese tipps mit seinen bereits gesammelten erfahrungen vergleichen, sie ausprobieren und dann entscheiden, ob man etwas damit anfangen kann oder nicht. wer sich intensiver damit beschäftigen will, kommt vermutlich nicht drum herum, sich doch mal ein "echtes" buch zu diesem thema anzuschaffen. als erste anlaufstelle und für "den schnellen tipp zwischendurch" ist dieser platz hier aber auf jeden fall sehr gut geeignet. besonders für den ganz blutigen anfänger, der sich noch nie mit diesen dingen auseinander gesetzt hat.

    unklarheiten, ergänzungen oder zusätzliche anregungen und hilfestellungen können ja in den kommentaren diskutiert werden. dazu sind sie schließlich da. motzen hilft jedenfalls niemandem, sondern führt eher dazu, dass die autoren irgendwann den spaß verlieren und den "laden" dicht machen. und was hat man dann gewonnen? dann doch lieber gleich konstruktive kommentare schreiben!

  • Soljanka   02. Jan 2009   22:43 UhrAntworten

    Ja, ein echtes Buch zu diesem Thema hätte ich tatsächlich gerne. Wenn es geht, das beste. Das wäre doch mal ein eigenes Thema oder?

  • Dirk   03. Jan 2009   12:55 UhrAntworten

    Ich habe im Laufe der Zeit so einige Bücher zum Thema Mixing gelesen und muss leider sagen, dass die meisten Bücher nicht sonderlich viel taugen.

    Viele sind zu wage und beschreiben viele gute Tipps rund um das Mixing, aber wenig wirklich verwertbares.

    Mixing ist ein Handwerk, das man am besten durch Übung, Trial & Error erlernt.

  • Carlos (delamar)   06. Jan 2009   12:27 UhrAntworten

    Kein Buch kann die Übung und Erfahrung ersetzen, aber es gibt durchaus gute Bücher zum Thema.

  • harald   16. Jun 2012   18:52 UhrAntworten

    dreidimensionaler stereomix. alles klar. paradox.

    • Carlos San Segundo (delamar)   16. Jun 2012   19:25 UhrAntworten

      Nein, nicht paradox...es geht um Tiefenstaffelung. Und die erzeugt eine Dreidimensionalität.

    • HC   15. Nov 2012   04:29 UhrAntworten

      @harald: Wie hast du bis jetzt überlebt, wenn du nicht an die Illusionierbarkeit der dritten Dimension glaubst, oder denkst du, dass das Licht in deinen Augen dreidimensionale Objekte formt? ^^
      So wie dein Gehirn das Signal deiner zweidimensionalen Netzhaut dreidimensional uminterpretiert, verarbeitet es auch die Reize aus deinen zwei Ohren, wie es es gewohnt ist. Diese Reize gilt es so anzuordnen, dass der Eindruck von Dreidimensionalität entsteht.

      @Andreas Z.: Du schreibst, als könnte man die Instrumente im Frequenzspektrum nach belieben anordnen, jedoch hat doch jedes Instrument einen eigenen Frequenzmix, der auch sicherlich gewollt ist, sodass du beispielsweise die Stimme ausschließlich im 500-1000 Herz Bereich ansiedeln kannst, würdest du die Stimme mit dem Equalizer auf 16000 Herz beschränken würde dich doch lediglich Stille erwarten. Würdest du zwei Instrumente, die sich den gleichen Frequenzbereich teilen halbieren, um sie zu trennen? Da geht doch entscheidende Qualität verloren!
      Bitte klär' mich auf, ich hab' eigentlich gar keine Ahnung ^^'

  • Indoken   03. Aug 2012   13:17 UhrAntworten

    Hmm Also die tiefe und breite ist klar!
    Aber mit dem thema tiefenstaffelung tu ich mich schwer zumindest audiovisuell!?!Wenn ich in irgendwas den EQ lade liegen alle frequence zunächts mittig und die lautstärke wurde automatisch angehoben....Also wenn ich z.b eine Kickdrum bearbeite und sie zu flach klingt nutze ich etwas eQ um die tiefen töne anzuheben oder andere abzusenken um einen druckvollen recht dumpfen klang zu erhallten muss aber die lautstärke duch den EQ einsatz mindern..
    Also stell ich mir jetzt den EQ vor und packe mal gedanklich meine instrumente darüber...
    hmm nun stell ich mir vor welche von diesen sich die selben oder ähnliche bereiche teilen und verteile (senke)diese dann so das Der Bass b.s.w die tiefen (haupt.)für sich hat das piano mehr die mittigen und die hihat eher die höeren tone....
    ok ok ich schein mich schwerer damit zu tuhen als es wohl ist^^ vieleicht würde mir mal eine beispiel grafik helfen...

    Vielen dank

    Indoken

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