Musikproduktion für das Handy? Die Kids und ihre Handys
Nervig, wenn man in der S-Bahn steht und irgendwelche Kids laute Musik auf ihren Handys laufen lassen, sodass das ganze Abteil mithören muss. Warum machen sie das bloß?
Aber für uns in Sachen Musikproduktion viel wichtiger: Muss man Recording, Musikproduktion sowie Mixing und Mastering für Handy und ähnliche Geräte anpassen? Kann ich damit vielleicht die Klangqualität auf solchen Handys steigern und damit auch die Verkaufszahlen meiner Musik?
Musikproduktion für das Handy? Die Kids und ihre Handys

Musikproduktion für das Handy?
Für uns als Musikschaffende und Produzenten stellt sich aber zusätzlich noch die Frage: Müssen wir in Zukunft Musik für Handys komponieren und / oder diese Kompatibilität zum auf Handylautsprecher optimieren?
Musik hören auf dem Handy
Zunächst mal sollten die Gründe genannt werden, die als tatsächliche Vorteile für die Jugendlichen anzusehen sind:
- Man kann seinen Lieblingssong zusammen anhören und genießen. Zusammen unterwegs in der Stadt mit Freunden kann man gleich das aktuelle Lieblingslied seinen Freunden vorspielen. Es ist also eine gesellschaftliche Gemeinsamkeit.
- Kopfhörer sind ein Kostenfaktor und Jugendliche immer knapp bei Kasse. Das Geld für gute, oder überhaupt für Kopfhörer sparen sich viele lieber und kaufen sich den neuesten Song von ihrem Star aus dem Fernsehen.
Musikproduktion und Klangqualität
Aber kommen wir zurück auf das Thema Musikproduktion: Wieso legen Jugendliche (und generell immer mehr Menschen) überhaupt so wenig Wert auf Klangqualität?
Diese Frage ist schwierig zu beantworten und besonder interessiert mich Eure Meinung in den Kommentaren. Wahrscheinlich müsste man diese Frage anders stellen und fragen, warum wir Musikproduzenten und Audiophilen so sehr auf gute Klangqualität stehen. Für “normale” Menschen und Musikkonsumenten scheint die Klangqualität seit dem Siegeszug der MP3 einfach ein untergeordnetes Kriterium zu sein. Und mit der weiten Verbreitung von Musik-Handys scheint sich dieser Trend fortzusetzen. Lieber mehr Musik hören (konsumieren) statt High Fidelity.
Die zweite Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist ebenfalls hochinteressant: Muss das Recording, die Musikproduktion sowie Mixing und Mastering dahingehend verändert werden, dass sie auf solchen Geräten mit minderer Qualität bestmöglich klingen?
Sollten wir unsere Produktionen anpassen? Reicht heutzutage eine geringere Klangqualität? Die Optimierung von diversen Musikstilen auf ein bestimmtes Ambiente ist nichts Neues. so werden im Dance- und Hip Hop-Bereich etwa schon immer die Songs auf “Clubkompatibilität” getrimmt. Der Song muss hauptsächlich im Club gut rüberkommen – den nötigen “Bums” haben.
Im Pop-Bereich hingegen legt man eher Wert auf Radiotauglichkeit. Der Song muss sich unterwegs im Radio und auf der Heimanlage gut anhören – hier wird Musikproduktion für das Handy sicherlich einen großen Stellenwert haben, denn: Es ist eine Musik-Industrie, ein Musik-Business, in dem es in erster Linie um das große Geld geht und das bedeutet auch den technologischen Wandel frühzeitig zu erkennen und seine Strategie anzupassen.
Denn eines ist offensichtlich: Wer schlecht rüberkommt auf den Abspielgeräten der Musikkonsumenten wird entsprechend schlecht wahrgenommen und verkauft sich damit auch nicht so gut.
Und was denkst Du?
Das Thema wirft mehr Fragen als Antworten auf und mich würde insbesondere stark interessieren, was Du über dieses Thema denkst. Wo geht die Reise hin? Was muss man bei der Musikproduktion beachten? Oder kann ich den Trend einfach ignorieren?
Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare!


27. Okt 2008 | 11:52 Uhr
Es ist sowas von nervraubend! Früher wurde ich jedes Mal angefahren, wenn jemand im Bus meine Musik durch meine Kopfhörer (!) gehört hat. Warum wird das überhaupt akzeptiert?
Ich bitte jeden Musikproduzenten der Welt bitte bitte nicht anzufangen, auch noch Musik für Handys zu optimieren – ausgenommen mal Klingeltöne. Da sägen wir an dem Ast auf dem wir sitzen.
27. Okt 2008 | 12:06 Uhr
Für mich als Hobby Musiker und Hobby toni stellt sich diese Frage glücklicherweise nicht. Ich mache meine Musik für mich. Zu hören bekommen das einige Freunde, vieleicht meine Family und das dann bestimmt nicht via Handy quäke.
Für die Musikindustrie wird kaum ein weg daran vorbei führen, denke ich. Am Markt setzt sich meist das durch, was der Konsument haben will. Und das ist nicht zwangsläufig die beste technische Lösung. Sobald einer damit anfängt und es sich rentiert (die Leute es also kaufen wie doof) werden die anderen nachziehen. Ist wie mit dem Loudness war.
Ich finde die akustische Umweltverschmutzung durch Handys allerdings auch reichlich daneben (um mal diplomatisch zu bleiben). Allerdings hüte ich mich im Allgemeinen davor den 16 Jährigen mit migrationhintergrund darauf anzusprechen. Will schließlich kein Messer im Bauch haben (zumindest riskiere ich das nicht, wenns um nervende Musik geht).
Grüße
Nerezza
27. Okt 2008 | 15:28 Uhr
ich denke allgemein nur, dass für den erfolg eines songs, vor allem in der
jugendlichen Zielgruppe, nicht die Tonqualität das entscheidende ist.
er muss die kids anzecken. dafür muss er entweder top durchproduziert sein und
auch ein tolles video haben oder inhaltlich etwas besonderes sein, wobei
die qualität dann wieder ein bisschen vernachlässigbar ist.
ich selbst höre gerne viele untergrundsachen aus dem hip hop bereich,
die tontechnisch nicht die besten sind, aber inhaltich einfach besser sind
als viele noch so sauberen sachen.
vielleicht ein bisschen am thema vorbei meine antwort, aber na ja.
grüße
27. Okt 2008 | 16:14 Uhr
im grunde genommen trifft das vll auch den nagel auf den kopf. die klangqualität ist nur für uns audiophile und musikproduzenten – vll auch nur für toningenieure und ähnliches – besonders wichtig.
der normale musikkonsument möchte letztlich ein gutes, mitreissendes produkt – und nicht nur ein mittelmässiges produkt mit einer hochglanzhülle.
27. Okt 2008 | 18:40 Uhr
@Carlos
Da stimm ich dir nicht zu. Ich persönlich sehe sogar die Musikproduzenten in der Pflicht, solche Formate nicht zu fördern. Das ist wie bei der Wirtschaftskrise: Die Firmen müssen, mit dem womit sie gegenwärtig das meiste Geld verdienen, einlenken damit sie längerfristig wirtschaften können. Wenn wir mit handyoptimierter Musik daran arbeiten, dass der Konsument Musik mit 8kHz Bandbreite befriedigend findet, machen wir zwar kurzfristig Geld aber uns längerfristig das eigene Geschäft kaputt. Das kann doch keine Lösung sein?! Im Videobereich werden ständig technisch bessere Formate erfolgreich vermarktet und wir fangen an unsere Musik für Medien zu vermarkten, die ein professionelles Tonstudio eigentlich hinfällig machen.
Und in 10 Jahren kommen dann CDs mit 16 kHz Abtastrate raus, weil wir ja mehr als 8 kHz Bandbreite für den Massenmarkt nicht mehr brauchen. Und Bassisten brauchen wir auch nicht mehr, weil es erst bei 300 Hz losgeht.
“Wieso legen Jugendliche (und generell immer mehr Menschen) überhaupt so wenig Wert auf Klangqualität?”
Erst haben wir alle CDs gehört und uns gefreut, dann MP3s und haben uns gefreut, jetzt geh ich auf eine Privatparty wo Menschen Musik von Youtube aus spielen (!!) und sich drüber freuen und mittlerweile freuen wir uns schon wenn wir den letzten Schrei über den Handylautsprecher hören.
Langfristige Entwicklung und die Musikindustrie lenkt jedes Mal ein.
27. Okt 2008 | 19:13 Uhr
Also in Sachen Bass und 300Hz muss ich zunächst mal widersprechen..der Bass hat genug Anteile auch über 300Hz. Aber das beiseite.
Die Entwicklung Musik aus YouTube zu hören, fand ich persönlich ehrlich gesagt auch sehr schockierend. Ich bin auch ehrlich gesagt nicht sicher, ob Musik über Handy an sich ein Problem für die Musikindustrie als solche sein kann. Die Handys stehen normalen MP3-Playern in nichts nach, sofern man Kopfhörer zum Hören der Musik verwendet. Dass ein Handy genutzt werden könnte, um eine Party zu beschallen mag ich mal bezweifeln.
Die Videoindustrie kämpft stark damit, neue Formate zu etablieren, geht es hier doch nicht nur um viel Geld, sondern auch um den Schutz eben dieser propietären Formate. Und wer will behaupten, dass DivX nicht mal eben andere Formate ausgestochen hat?
Der Siegeszug von MP3 kam zu einer Zeit, als Speichermedien klein und teuer waren. Wenn irgendwann Datenspeicher wirklich spottbillig ist (und das eben auch für MP3-Player) dann werden wir vielleicht die Rückkehr der CD-Klangqualität feiern können. Wobei die Menschen imho in Sachen Musik nicht ganz so verwöhnt scheinen wie bei Videomedien…
27. Okt 2008 | 20:43 Uhr
“Also in Sachen Bass und 300Hz muss ich zunächst mal widersprechen..der Bass hat genug Anteile auch über 300Hz. Aber das beiseite.”
Ich wusste das du das kritisieren würdest :) Ich wollte es erst auch nicht schreiben.
27. Okt 2008 | 20:53 Uhr
bei den videos gibts zwar auch immer neue technologien
doch viele leute gucken sich die abgefilmten kinofilme mittlerweile
auch schon als live-stream aus dem netz an…
es wird immer so gemacht wie es am bequemsten ist
so auch mit dem handy
würde aus dem handy jetzt die qualität von monitor-lautsprechern erklingen,
hätten jugendliche im zug sicher auch nix dagegen
also die musik für das handy optimieren ist lächerlich, da sind sicher doch
sicher alle einig
29. Okt 2008 | 01:07 Uhr
Ich könnte mir z.B. auch vorstellen, dass sich in Zukunft Mehrkanalformate entwickeln, die verschiedene Mixe für verschiedene Ausgabegeräte enthalten. Vielleicht sogar inkl. Video.
Wenn sich die Speicherkapazität in den nächsten paar Jahren auch nur verzehnfacht (was nicht besonders utopisch erscheint), wäre das ja überhaupt kein Problem.
Bei HTML / CSS gibt es das ja schon: Eine Formatierung für Screen, eine für Print und eine für Mobilgeräte. Und eine für Blinde. Warum nicht auch bei Audio? Und da dann am besten auch gleich einen Mix für Gehörgeschädigte.
Da würde also ein normaler Stereomix gemacht werden, ein Mono-Mix fürs Küchenradio, vielleicht einer für Surround und einer, der auf einer Mobilplärre irgendwie funktioniert. Irgendwie. Und das Gerät wählt jeweils den dafür gedachten Kanal. Irgendwie.
Vielleicht kommt das auch nicht, und es werden weiterhin zu 99% normale Stereomixe produziert, die dann halt auf dem Handy alle “schreng” klingen. Ist doch auch egal. Hauptsache schön laut (da sind ja manche Handys wirklich der Hammer), damit man der Geilste ist, weil man ganz viele Leute in der U-Bahn nervt.
Um zum Thema zurückzukommen: Es geht ja beim normalen Stereoformat gar nicht, den Mix für wirklich alles zu optimieren. Fürs Handy würde man extrem 2000-6000 Hz rausnehmen (was wiederum zur Reduktion der subjektiven Lautstärke führt, also für den “16-jährigen mit Migrationshintergrund” ein klares Turnoff). Und auf einer halbwegs normalen Anlage klänge es dann wie Fahrstuhlmusik. Also wie soll das gehen? Nur noch für Handy produzieren und auf einem aufgeschraubten Nokia mischen? Viel Spaß!
Immerhin bräuchte man dann keine teuren Monitore mehr und auch keinen akustisch optimierten Raum, eigentlich gar nichts teures, großes und unpraktisches. Konsequenterweise könnte man vielleicht auch gleich in der U-Bahn produzieren — die Hersteller-Industrie will uns diese Idee ja eh gerne verkaufen. Wieso nicht gleich auf dem Zielgerät (Handy) komponieren? Solche Software gibt es ja schon. Dann bräuchte man auch gar kein Studio mehr. Stüdio in Ü-Bahn, voll krass hey.
Gesang aufnehmen kann man ja im Klo oder sonst irgendwo, wo keiner dazwischen quatscht. Am besten nimmt die Software gleich ganz brutal mit Noisegate auf. Leise Töne funktionieren in dem Kontext, über den wir hier reden, eh nicht. Weg damit!
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich schließe hier mich denjenigen an, die dieser Fürs-Handy-Mixen-Idee leicht skeptisch gegenüber stehen.
Die Entwicklung aufhalten werden wir nicht, aber ich glaube, alles hat seine Zeit und seine Grenzen. Und indem es noch normaler wird, wirklich überall Musik hören zu können, wird das auch ein wenig seinen Reiz verlieren. Vielleicht ist es in 5 Jahren cool, kein Handy zu haben. Und Musik gilt als “voll schwul”. Wer weiß.
29. Dez 2008 | 11:27 Uhr
Hey wie cool das , dass hier angesprochen wird ^^
Ich habe mir das selbst schonüberelgt ob ich wenn ich einen Track Produziere nicht auchmal eine Handy Mischung beilege.
Aufjedenfall eine überlegung wert ;)
und werd ich in Zukunft mitsicherheit auch machen =D
29. Dez 2008 | 11:35 Uhr
ich möchte noch was anhängen
zu
Don Schnulze :
echt nett geschrieben ^^ aber wie ich finde übertrieben
1. klar nervt es wenn die Kids überall mit ihrer Musik prozen und aufmerksamkeit erreich wollen.
Aber ist doch auch eine Geldquelle ?
(kein Grund für mich damit anzufangen)
eine extra Platte im Handy format zu verkaufen ^^
Viel intrressanter finde ich jedoch die Tatsache das die ganzen Kids dann MEINE Musik in einem SUPER Qualitäts-Format abspielen und für mich somit eine SUPER Werbung machen ;)
oder seh ich da was falsch ? =D
Genau ich sehe in den “Kids am Schulhof” die ihre Musik wie Sammelkarten tauschen meine “Werbung”.
“Hey das musst du haben” “Boah das klingt ja geil …” etc.
;)
2. Das mit den mehreren Kanälen stell ich mir schwer vor , vorallem für die Produzenten , Musiker usw.
weil dann müssten wir ja für jeden Kanal einen eigenen Mix machen (?)!
mfg Beni
06. Jan 2009 | 23:07 Uhr
Der kleine hobby-schülerband-produzent denkt da schon immer dran. Die meisten Bandmitglieder, deren Freunde und freundesfreunde haben 10€ Aldi-Tischboxen oder einwegkopfhörer, die nur billig sein müssen, weil nach 50x in die tasche stopfen kein kabel mehr mitmacht. ich schick die sachen immer ins nachbarzimmer und höre über eine kleine anlage rein, ob denn noch alles zu hören ist.
Tip für den low-budget-bereich: Auf vielen Anlagen anhören! keiner hier hat ne perfekte Studio-Abhöre. Da hört man dinge, die gabs vorher nicht ;) das öffnet die Ohren!
Don Schnulze ist sehr unterhaltsam! Die Mehrkanalidee ist technisch garnicht so unrealistisch. bedeutet natürlich mehrfache arbeit.
07. Jan 2009 | 00:57 Uhr
“Auf vielen Anlagen hören” ist auch im (semi-) professionellen Bereich ein sehr guter Ratschlag. Es gibt keine perfekte Anlage, aber dafür kann die Erfahrung eines Toningenieurs viel wett machen.
12. Feb 2009 | 16:50 Uhr
Hallo
Ich halte es für schwachfug.Das sind blödsinnige trends die in einigen jahren durch irgent einen anderen müll ersetzt werden der umbedingt verkauft werden soll -.-
Warum immer die musik industrie im auge behalten die wollen doch nur unser geld und das geld der konsumenten.
13. Feb 2009 | 06:54 Uhr
*lol* Don Schnulze, sehr geil! Hab gut gelacht :D
Die Idee mit der Mehrkanalversion halte ich für absolut überdenkenswert, doch hier müsste von der Industrie erst ein Standard geschaffen werden. Natürlich ließe sich für jeden Kanal bzw. jedes Abspielgerät ein spezieller Mix erstellen bzw. der Mix modifizieren. Es würde nicht lange dauern, bis eine Vielfalt an Software zur verfügung stünde, um das (sogar preset-gesteuert) vollautomatisch zu übernehmen. Sinnvoller wäre eigentlich der umgekehrte Weg, dass das Abspielgerät den Sound anpasst. Ich glaube aber, dass dies noch weiter von der Praxis entfernt ist, weil sich niemand daran halten würde bzw. dieses Prinzip “unterwandert” werden könnte.
Und als kleiner Lichtblick für alle Audiophilen: Ein Trend bewirkt auch immer einen Gegentrend!
Dann noch was zu meinem Namensvetter:
Da hier inzwischen andere User unter dem Namen “Sascha” posten, werde ich mir Gedanken über einen Nickname machen. Um Verwechslungen auszuschließen, werde ich meinen Namen hier nicht mehr verwenden. Dies ist mein letzter Beitrag als “Sascha”.
Grüße an alle,
Sascha aus Oberhausen
19. Apr 2009 | 16:59 Uhr
Schonmal vorweg: ein sehr interressantes Thema!
Also in Zeiten, in denen die Lieblingstracks noch vom Radio aus auf Kassette aufgenommen wurden, hat es die damaligen Produzenten sicher auch gewundert, wieso alle diese Klangeinbußen hinnehmen.
Aber Fakt ist, dass man die Lieder, die einem besonders gut gefallen haben, trotzdem später in besserer Qualität gekauft hat.
Und in diese Richtung zu produzieren halte ich übrigens nicht für einen Rückschritt in der Technologie, sonder für verschenkte Zeit.
Egal wie gut die Stücke optimiert wurden, kommt die schlechte Youtube-Klangqualität ja dann doch wieder hervor, weil die meisten User eh nicht genau wissen, mit welchen Bitraten sie ihr musikalisch unterlegtes Video umwandeln sollen.
Und im schlimmsten Fall hört man dann in Zukunft jeden vierten Track im “Handy Remix” auf Youtube. Oder besser noch auf Partys…
Nein Danke, auf ner Youtube-Party würde ich sowieso nicht bleiben, oder wenn doch, dann auch wenigstens kostenlos den DJ machen.
Liebe Grüsse.
Martin aus Wuppertal
01. Mai 2009 | 12:41 Uhr
Oha, verschenkte Zeit. Da bin ich mir nicht sooo sicher. Aber in letzter Zeit habe ich einfach die Erfahrung gemacht, dass eine gut gemachte Produktion sowieso gut auf den meisten Anlagen klingt – und das schliesst auch kleine Küchenradios (jeher) und eben Handys ein.
Und ich bin sicher, dass wir in Zukunft noch so einige Abartigkeiten (ich sag nur Stichwort Klingeltöne) kennen lernen werden, während die 18-jährigen immer “jünger” werden.
;)
19. Aug 2009 | 01:17 Uhr
ein handy ist kein ghettoblaster- und wird es niemals sein-gottseidank oder leider,je nach sichtweise. die industrie sollte und wird aber modelle bringen,
die besser klingen- natürlich in ganz kleinen schritten,wie immer.
generell sollten wir froh sein,dass musik transportiert wird,wie auch immer.
voll schwul wird sie niemals sein,nicht einmal auf einem noch so piepsigen
handy mit migrationsvordergrund. ;)
21. Okt 2009 | 14:28 Uhr
Ich bin der Meinung, dass doch sowieso fast alle (zumindest der “normalen”) Musikproduktionen billig finanziert und auch erstellt werden. Ich finde, man sollte die ganze Geschichte von einer anderen Seite sehen! Ich rede jetzt nicht nur von Technomusik, sondern auch von Schlager und Pop. Wenn alles nur mit den billigsten Programmen produziert wird, um man selbst als schwerhöriger Nicht-musiker erkennt, dass die Drums, Klaviersounds, Streicher….. am Computer produziert werden, dann finde ich sollte man an dieser Stelle der Musikproduktion etwas änder.
Man sollte den Jugentlichen wieder die Qualität des Klanges zugute führen und nicht noch alles verschlechtern! Ich bin selbst Musikproduzent und setzte mich viel mit Jugendlichen und deren Gewohnheiten auseinander. Denen ist es egal, ob
09. Nov 2010 | 10:56 Uhr
guter, alter und doch noch aktueller Artikel.
Eines nur möchte ich hinzufügen: ich denke, wir überschätzen die Bedeutung der Jugendlichen (besonders derer, die sich über Handylautsprecher profilieren müssen) für den Markt und ihre Kaufkraft. Jugendliche sind in Deutschland eine aussterbende Spezies. Ich produziere meine Musik eher für 30-55-jährige mit Kohle :)
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