Musik aus Computern klingt entsetzlich?!

Musik aus Computern klingt entsetzlich?!

In einem Interview mit dem Spiegel hat sich der ehemalige Sänger der Smiths sehr kritisch zu Musik aus dem PC bzw. Internet geäussert:

„Morrissey kann mit Musik aus Computern nichts anfangen. Er besitze keinen iPod und lade auch nie Musik aus dem Internet herunter, sagte der britische Musiker dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Musik aus Computern klinge entsetzlich, weil sie ihrer Klangfülle beraubt sei. So werde sie als Kulturform völlig entwertet, meinte Morrissey. Überhaupt empfindet der frühere Sänger der “Smiths” die meisten Errungenschaften der modernen Technik als destruktiv.“
(Quelle)

Starker Tobak!
Wie sieht es mit Euch aus? Ist das die Meinung eines audiophilen Analogfetischisten oder seht ihr den PC als Musikmedium mit seinen zugegebenermaßen komprimierten Formaten als state of the art und als die Zukunft an?

Welches ist das Format der Zukunft? CD / DVD, MP3 oder WAV?

Lesermeinungen (43)

zu 'Musik aus Computern klingt entsetzlich?!'

  • Dominik
    02. Feb 2009 | 11:53 Uhr Antworten

    Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, wer die “Smiths” sind. Das liegt vermutlich aber auch genau daran, dass die Jungs von denen sich den neuen Technologien so verschlossen gegenüberstellen :-)

    Musik ist nach wie vor Geschmacksache und genau aus dem Grund ist es mir ziemlich egal, ob nun irgendein Promi findet, dass elektronische Musik schlecht sei.

  • Alex-X-x
    02. Feb 2009 | 12:15 Uhr Antworten

    lol ich kenn dirauch nicht, und mir ergal was er drüber denkt, er wird vermutlich NIE spaß haben, halben tag am PC zu sitzen, und alle möglichen regler per maus auf 100 ten synths, und effekten drehen :P

  • David Martini
    02. Feb 2009 | 12:23 Uhr Antworten

    lol Smiths. Noch nie was gehört von denen. Der Computer ist die Basis für eine Musikproduktion. Egal welches Genre man produziert. Ich finde man könnte noch viel mehr aus den PCs herausholen, in den man VST-Instrumente perfektioniert. Obwohl ja viele Programme schon auf einem hohen Level sind, teilweise auch schon mit echten Akkustischen Instrumenten vergleichbar.

  • Steve
    02. Feb 2009 | 12:25 Uhr Antworten

    Ihr habt eine schöne Seite mit einigen interessanten Texten und Videos hier, aber das halte ich mal für einen richtig überflüssigen Beitrag. Schon die Einleitung überrascht: Denn wenn “pfiffige Programme”, die “jeden Kniff kennen” (wirklich, die Programme?), das Producing “zum Kinderspiel” machen, wozu braucht man dann noch Seiten wie delamar.de mit ihren Tutorials und Diskussionen?

    Aber das spielt auch keine Rolle, denn offensichtlich geht es Morrisey um etwas ganz anderes als Musikproduktion am Computer, nämlich um mp3-Downloads, iPods und sogar (wie man in der Quelle Deutschlandradio nachlesen kann) Mobiltelefone. Das mag er halt nicht. Vielleicht hat er auch was gegen Navigationssysteme, wer weiß. Das ist aber doch kein “starker Tobak”, sondern etwas, das man schon tausendfach gehört hat von Leuten, die mit all dem Zeug nichts anfangen können. Dass es von Morrisey wiederholt wird, macht es nicht interessanter, und mit “analog” oder “audiophil” hat es sicher auch nichts zu tun.

    Also kurz: Ich würde mich freuen, wenn Ihr weiterhin Interessantes über Musikproduktion berichtet und Off-Topic-Meldungen wie diese künftig ausspart, sonst lese ich demnächst wieder “Bunte”. Eine Diskussion über die Zukunft von Musikformaten kann man ja auch ohne solche Aufhänger anregen.

    Nichts für ungut & ansonsten weiter so!

  • Bastian
    02. Feb 2009 | 13:16 Uhr Antworten

    ich kann meinem vorredner steve nur recht geben.
    hier wurde etwas ganz grundlegend falsch verstanden. morriseys standpunkt ist absolut nachvollziehbar und gerechtfertigt und ist in keiner weise in hinblick auf die digitale musikproduktion zu verstehen.
    bitte sachlich bleiben.

  • camenzind
    02. Feb 2009 | 13:16 Uhr Antworten

    sinn dieses beitrags? jeder der sich schonmal in seinem leben auch nur ansatzweise mit gitarrenmusik beschäftigt hat kennt the smiths bzw morrisey. und wer morrisey kennt weiss wahrscheinlich was er von solchen aussagen zu halten hat.

  • Athanasios
    02. Feb 2009 | 14:56 Uhr Antworten

    Als in den 60ern Jimmy Hendrix einen Verzerrer und später Bob Dylan zur elektrischen Gitarre griff gab es ähnliche Kommentare (Das Ende der Musik bla bla etc..).
    Die Smiths selber stammen aus dem britischen Post-Punk (New Wave). Damals gab´s auch Leute (Led Zeppelin Fraktion) die über die simplen Akkorde der Smiths lachten. Aber so ist das nun mal. Musik entwickelt sich weiter. Morrisey müsste es eigentlich besser wissen.

  • Danny
    02. Feb 2009 | 15:28 Uhr Antworten

    Ich kenne diese Band nicht. Trotzdem finde ich ihren Standpunkt ungerechtfertigt. Gerade heutzutage wo kein Studio mehr ohne DAW überleben könnte (oder gibt es eine Bandmaschine mit TOTAL RECALL!!!) solche Aussagen in den Raum zu werfen finde ich sehr primitiv. Außerdem wird in jeder Musikrichtung teilweise elektronisch produziert. Pro Tools, Reason, Digital Performer… also ich könnte nicht sagen dass diese Musik Scheiße klingt. Und seien wir mal ehrlich. Ein sauber programmiertes Drum Pattern mit allem Schnick Schnack (Flam, Anschlagdynamik usw.) klingt genauso gut wie das echte Pendant. Eines ist klar elektronische Musik klingt bestimmt nicht scheiße. Wenn man weiters bedenkt dass alle Samples und Loops einmal “real” eingespielt wurden, von weltklasse Drummern, Gittaristen usw. Wie kann man da bloß behaupten das so etwas beschissen klingt.
    Außerdem sollte man die Vorzüge der neuen Technologien genießen anstatt über sie aus Neid zu lästern.

  • Marc (delamar)
    02. Feb 2009 | 15:34 Uhr Antworten

    So wie ich das Interview gelesen habe, geht es bei Morrisseys Aussagen um das diditale Medium (nicht die CD) an sich, da geb ich Steve und Bastian recht. Dennoch haut er ziemlich verallgemeinernd darauf herum und das hat bei mir den Eindruck vermittelt, dass er nicht wirklich dezidiert an das Thema Musik, Formate etc. herangeht. Denn am Beispiel von NIN und ihrem Album Ghosts I-IV lässt sich erkennen, dass man sehr wohl hochqualittive Musik aus dem PC erhalten kann, denn das Album wurde als MP3, Wav und noch höher auflösenden Formaten (besser als CD) angeboten.
    Die Frage der Klangfülle kann ich auch nicht nachvollziegen, denn da hätte Morrissey schon einen Aufstand machen müssen, als die ersten CD-Walkmans auf den Markt kamen. Denn die Klangfülle herkömmlicher Kopfhörer ist, egal, welches Medium, sowieso nicht mir der einer Anlage zu vergleichen.
    Was die Produktionssoftware betrifft, stimmt, es ist kein Kinderspiel und als Aufhänger vielleicht missverständlich.

  • Rockxs
    02. Feb 2009 | 16:42 Uhr Antworten

    Zwar beschäftige ich mich mit Gitarrenmusik aber die Smiths waren mir bisher auch noch kein Begriff.
    Aber naja wenn er das so sieht soll er damit glücklich werden.
    Das ne MP3 anders klingt als z.B. Vinyl ist sicherlich richtig aber der Großteil der Musikkonsumenten merkt diesen Unterschied doch sowieso nicht oder interessiert sie schlichtweg auch gar nicht.
    Ich find diese Debatte gerade in puncto Clubmusik total überholt. Wenn man sich anguckt mit was für Lautstärken da gearbeitet wird und was für schlechte PA-Systeme zum Teil in den Läden stehen. Ich glaub kaum das die Clubbetreiber auf Vollröhrensysteme umsatteln werden damit es weicher und voller klingt, da es ja eigentlich nur scheppern solln :) !

    Zur Produktion :
    Ich finde ob analog oder digital ist kein Kriterium für gute Musik.
    Da kanns den Track geben der im Studio mit einem riesigen Synthiepark produziert wurde und mann macht ihn trotzdem nach ner Minute aus weils einfach nicht passt.
    Und auf der anderen Seite gibts dann die 2 VST und 1 Loop Produktionen die einen aus dem Sessel hauen.

    Ist natürlich immer davon abhängig was oder wen man mit der Musik erreichen will.
    Geschmäker sind ja bekanntlich verschieden.

    PS: Ich finde der Seite fehlt wirklich ein Forum wo man solche Themen diskutieren kann.

    Greetz

  • Steve
    02. Feb 2009 | 16:55 Uhr Antworten

    @Marc: Ich meinte mit meiner kritischen Bemerkung u.a., dass dieses Interview (Der Spiegel 4/2009 vom 19.01.2009, Seite 123, auch auf Spiegel Online zu finden) hier etwas gewaltsam in einen thematischen Zusammenhang mit Musikproduktion am PC gebracht wurde.

    Ganz eindeutig meint Steven Morrissey eine Verschlechterung der “Klangfülle” auf Seiten der Wiedergabe (z.B. durch iPods etc.), nicht auf Seiten der Produktion. Ob er damit Recht hat, sei mal dahingestellt – Du hast sicher Recht mit Deiner Bemerkung über Walkman & Co., die sicher nicht besser waren. Aber das Thema “Musik am PC produzieren” und die daraus resultierende Klangqualität spricht Morrissey damit überhaupt nicht an. Das Thema wird allerdings einen Absatz weiter in diesem Zitat gestreift: “Heute wollen ja alle irgendwie wie Rockstars aussehen, haben zu Hause Verstärker und Gitarren und spielen am Heimcomputer schnell mal eine CD ein.” Das deutet aber auch nicht gerade darauf hin, dass er über tontechnische Fragen spricht. Wahrscheinlich ist eher gemeint, dass man so auch ohne jegliche musikalische Kenntnisse etwas produzieren kann – und sich das Ergebnis leider entsprechend anhört.

    Worüber er aber tatsächlich redet, zeigt sich in diesem Zitat: “Pop ist heute in der Gesellschaft in allen Schichten und Generationen etabliert. Doch Anfang der siebziger Jahre galt ich noch als Sonderling, weil ich Rocksänger werden wollte.” Es geht Herrn Morrissey also darum, dass Popmusik heute weniger exklusiv ist als früher. Er trauert also vergangenen Zeiten nach (wahrscheinlich hat er das aber schon 1985 aus beruflichen Gründen getan) und sucht einen Schuldigen, den er u.a. im “Heimcomputer” und anderem technischen Krimskrams zu finden glaubt. Hierzu noch ein letzter O-Ton aus dem Interview: “Ich empfinde die meisten Errungenschaften der modernen Technologie als destruktiv, auch wenn sie natürlich oft hilfreich zu sein scheinen. Musik ist als Kulturform völlig entwertet, sie hat ihre kulturelle Bedeutung verloren.” Ob Cubase und Konsorten zu diesem vermeintlichen kulturellen Verfall beitragen, das wäre ein eigenes – aber ganz anderes – Thema (ich glaube übrigens nicht, dass das so ist).

    Schöne Grüße

  • Bastian
    02. Feb 2009 | 17:16 Uhr Antworten

    And now I know how Joan of Arc felt
    Now I know how Joan of Arc felt
    As the flames rose to her Roman nose
    And her iPod started to melt

  • Marc (delamar)
    02. Feb 2009 | 17:26 Uhr Antworten

    @ Steve: D’accord, was den Zusammenhang von Cubase etc. im Header dieses posts betrifft, handelt es sich nur um eine Facette aus dem Interview. Das werde ich in Zukunft bei der Header-Wahl berücksichtigen.
    Dennoch lässt sich aus dem Interview – für mich – herauslesen, dass Morrissey ein Problem mit der Tatsache hat, dass der Verlust des exklusiven Charakters der Popmusik durch Eigenproduktion, myspace und i-Tunes ihm überhaupt nicht schmeckt. Und diese Anmerkung, die Musik klinge schrecklich, für mich nichts anderes ist, als der hochnäsige Versuch, all den Musikern da draussen , die ihre Musik über diese Formen veröffentlichen, einen Mangel an künstlerischer / kultureller Ambition zu unterstellen.
    Dafür spricht für mich gerade dieses Zitat: “Musik ist als Kulturform völlig entwertet, sie hat ihre kulturelle Bedeutung verloren. Überall, im Werbefernsehen, in jedem Film, in jedem Geschäft, surrt sie im Hintergrund. Und dafür bezahlen muss man auch nicht mehr. Als ich aufwuchs, war Musik viel kostbarer.”
    Musik war viel kostbarer? Warum, weil man dafür bezahlen musste? Meiner Meinung nach gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen “kostbar” und “teuer”.
    Und was Musik in Filmen/TV betrifft: How soon is now? wurde in der Version der Band “Love Spit Love” auch zur Titelmelodie der US-Fernsehserie Charmed – Zauberhafte Hexen. Dazu gaben wohl auch jemand sein OK!
    Wie gesagt, ich finde Morrisseys Argumentation etwas bigott.

  • Marcel
    02. Feb 2009 | 17:47 Uhr Antworten

    Björk hat mal folgenden Satz von sich gegeben:

    Björk: If I hear one more person who comes up to me and complains about “computer-music has no soul” then I will go furious, you know. Cause of course the computer is just a tool. And if there is no soul in computer-music then it’s because nobody put it there and that’s not the computers role. It’s the role of the songwriter. He puts down his soul in the song if he wants to. A guitar will never write a song and a computer will never write a song. These are just tools. And I think people were terrified in the beginning of the century when the telephone was invented. They were like “People will stop meeting each other and just talk in the phone all day” but that’s ridiculous cause nothing can replace a meeting with another person.

    Und die Frau hat Recht.

  • Steve
    02. Feb 2009 | 18:34 Uhr Antworten

    @Marc: Da gebe ich Dir vollkommen Recht, dass Morrisseys Argumentation etwas bigott ist (oder auch etwas mehr). Ich glaube allerdings nicht, dass er tatsächlich mit diesen Äußerungen heutigen Musikern (oder “Scheinmusikern”) irgend etwas vorwerfen oder unterstellen möchte. Ich denke, er spricht vorwiegend über sich selbst, nicht über irgend jemanden da draußen – daher besteht meines Erachtens kein Grund, sich davon angesprochen zu fühlen oder sich sogar rechtfertigen zu müssen.

    @bastian: Er hat das glaube ich tatsächlich mal so auf einer Live-Version von “Bigmouth strikes again” gesungen, oder? Tja…

    @Marcel & Björk: Genau so und nicht anders ist es. Der Computer ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger als das. Und alle Debatten, in denen das vergessen wird, sind eigentlich nur ideologische Schubsereien, die mit Musikmachen nicht mehr besonders viel zu tun haben, oder manchmal sogar das Gegenteil von Musikmachen sind (falls es das gibt).

  • Sascha
    02. Feb 2009 | 19:00 Uhr Antworten

    Also ich finde ja auch, an die Authenzität einer echten afrikanischen Buschtrommel kommt kein Drumloop ran! Außerdem hat nur ein Grammophon eine Seele und digitale Daten sind TEUFELSZEUG!!! Überhaupt sind mir solche Kommputer total suspekt und ich versteh gar nicht, warum jeder einen hat und bedienen kann, nur ich nicht! Und außerdem, wenn ich jemanden unbedingt was sagen will, lasse ich meine Pferdekutsche vorfahren und reise persönlich an und muss nicht mit so nem kleinen Ding sprechen, was auch noch Geräusche und sogar Bilder machen kann womit es die allmächtigen Geister aus der Umgebung verärgert

  • Lilian
    02. Feb 2009 | 19:06 Uhr Antworten

    Erscheckend, dass Einige unter euch die Smiths nicht kennen. Aber jeder hat so seine Sparte und tatsächlich finde ich die Aussage auf diesem Bord in dem Kontext fehl am Platze, obgleich er auch Recht hat. Manche Dinge sind überflüssig.

    Na ja, und das die Programme alles so kinderleicht und einfach machen … da lache ich. Ich setze meine Oma mal davor – mal schauen, ob die nen Schlager produzieren kann ;-)

  • Lilian
    02. Feb 2009 | 19:08 Uhr Antworten

    @ Marcel: Amen!

  • jan
    02. Feb 2009 | 19:25 Uhr Antworten

    macht man das so? absichtlich oberflächlich und halbseiden über ein interview schreiben, um ein wenig aufmerksamkeit im netz zu erhaschen weil man selbst kein interview führen kann?
    total überflüssiger artikel.
    jan

  • Carlos (delamar)
    02. Feb 2009 | 20:41 Uhr Antworten

    Ich werde jetzt mal nur einen kurzen Kommentar zu diesem Thema abgeben.

    Normalerweise versuche ich ja solche destruktiven Kommentare hier einfach zu ignorieren oder durch eine Antwort in eine konstruktive Art zu bringen.

    Heute fällt mir das aber ehrlich schwer. Der Tenor der Kommentatoren ist: “Das gehört nicht hierher, hier geht es um Musikproduktion.” Und dann schreibe ich hier gerade Kommentar Nummer 20. Vor einigen Tagen sind hier zwei Videos zu Musikproduktion erschienen. Die kommen nicht einmal zusammen auf 20 Kommentare?

    Aufreisserisch oder nicht. Passend oder nicht. Der Artikel hat hier eine Diskussion entfacht, die zumindestin Teilen interessant und sachlich geführt wird.

    @jan:
    Ja, das macht man so. Du kommentierst hier zum ersten Mal, also haben wir unser Ziel erreicht. Sei willkommen.

  • Stefan Schoener
    02. Feb 2009 | 23:19 Uhr Antworten

    Ich bin über mich selbst erstaunt, wenn ich mich schreiben sehe, dass es offensichtlich auch einen Gesprächsbedarf gibt über solche Meta-Themen, die zugegebenermaßen nicht unmittelbar etwas mit Musikproduktion zu tun haben, weil ich zuerst dachte, f**k Morrissey, der lebt einfach in der Vergangenheit. Aber, so gut diese Seite auch gemacht ist (KOMPLIMENT!), dies sind ja eigentlich die Dinge, die den Künstler in uns rühren, ärgern, motivieren, aufregen, von daher kann ich nur zurufen: Weiter so, Carlos, auch das sind Themen, die den schaffenden Musiker sehr interessieren!

    *BTW habe ich das Interview im Original gelesen, und ich fürchte, Herr Morrissey wird wirklich langsam alt…..

  • Prior
    02. Feb 2009 | 23:54 Uhr Antworten

    Ich finde auch, dass delamar Themen besprechen soll und darf, die mal etwas über das Thema Musikproduktion hinaus gehen. Schließlich wird hier auch seit Jahren über das Musikbiz gepostet und sehe ich mir die Kommentare zu Selbstvermarktung: Musik, Web & Money – Neue Wege im MusikBiz an, scheint auch hier Gesprächsbedarf zu herrschen.

    Und zu schreiben, dass hier “absichtlich oberflächlich und halbseiden” gepostet wird, stimmt nun wirklich nicht. Zugegeben, die Verbindung von Morrisseys Interview zu Sequenzern war nicht allzu schlüssig, aber die Autoren haben dies durchaus sachlich und objektiv zur Kenntnis genommen. Und wenn man sich durchliest, was marc in den ganzen Antworten geschrieben hat, kann man ihm nicht vorwerfen, er hätte den Artikel nicht gelesen. Er hat zwar eigene Schlussfolgerungen getroffen, kann diese aber auch belegen.
    Alles in allem ist das ne fruchtbare Diskussion, vor allem das Björk-Zitat setzt eigentlich einen Punkt unter diese Diskussion.

  • Ramon
    03. Feb 2009 | 01:08 Uhr Antworten

    omg! – ich hab das jetzt NICHT alles gelesen – es ist spät.
    Wenn ihr soviel Zeit habt – hört euch alte aufnahmen an oder lernt ne neue Sprache. Aber zerbrecht euch doch nicht den Kopf darüber, welche themen auf welcher website anebracht sind!
    Lest nicht, was ihr nicht hören wollt. Delamar ist klasse!

  • Hanno
    03. Feb 2009 | 09:21 Uhr Antworten

    Vielen Dank an Marcel für das Björk-Zitat, das ich noch nicht kannte. Damit ist ja eigentlich alles gesagt. Exakt so ist es.

  • aljas
    03. Feb 2009 | 09:46 Uhr Antworten

    @Marc & Carlos
    Lasst Euch bloß nicht von Besserwissern in Eurem Tun beschränken. Die kriechen momentan in fast allen mir bekannten Blogs vermehrt aus den Löchern und geben ihr Gemecker zum Besten, was letztlich nur zu Frust, Unmut und Demotivation bei Bloggern wie Kommentar-Lesern führt.

    Zum Thema hat Marcel mit seinem Björk-Zitat eigentlich alles gesagt, finde ich. Sehr lesenswert, sehr richtig und eigentlich auch analog zum Fotografie- und Filmbereich zu sehen.

  • Thomas
    03. Feb 2009 | 09:54 Uhr Antworten

    Ich verstehe die meisten nicht.
    Das Kernthema dieser Seite ist Musikproduktion & Co. Und warum sollte man hier nicht mal Interviews wie dieses hier lesen, bei dem es auch eigentlich um Musikroduktion geht. Ich denke viele hier beschäftigen sich mit der elektronischen Musik am Computer, und das Interview zeigt eben, was manche davon halten / denken.
    Ich persönlich finds nicht schlecht manchmal solche Artikel zu lesen. Es gibt ja nicht immer ne Musikmesse von der man berichten kann, oder jede woche 10 neue Hardware-/Softwaresachen über die man einen Testbericht abliefern kann.
    Weiter so ;-)

  • Sascha
    03. Feb 2009 | 19:22 Uhr Antworten

    …tja wenn ein Thema so heiß diskutiert wird, kann es ja wohl nicht gaaaaanz so uninteressant gewesen sein ;-)

    Ich selbst kannte die Smiths bis zu diesem Beitrag auch nicht und finde das auch nicht besonders schlimm. Jedenfalls hat Herr Morrissey mit seinen Aussagen erreicht, dass wieder über ihn gesprochen wird. Vielleicht hat er das ja etwas vermisst?!?

    Ich fands lustig und von daher sehe ich den Beitrag als willkommene Abwechslung. Nach dem Konzert geht ‘ne ordentliche Band doch auch einen Saufen, oder sagen die Jungs (bzw. Mädels) dann “neeeee, das ist jetzt aber kein Musikmachen! Das gehört nicht zur Band…”?

    also cheers!

  • Marcel
    04. Feb 2009 | 12:21 Uhr Antworten

    Mein Senf zum Thema, ob hier irgendwas reingehört oder nicht: Ein Blog oder Magazin wird von Leuten gemacht, die sich mit irgendwelchen Themen beschäftigen, die diese Leute interessiert. Klar, ein Posting über World of Warcraft wäre hier over-the-Top aber letztendlich ist Delamar EUER Ding und wann auch immer ihr ein wenig abseits des “Grundtenors” seid, so liegt’s wohl daran, dass das Thema zumindest für euch interessant ist.

    Ne Website ist immer dazu da, sich selbst zu präsentieren. Wenn es andere Leute auch zufällig interessiert, dann bitte sehr :)

    Ich find die Seite jedenfalls sehr unterhaltsam. Außerdem hab ich gesehen, dass der Autor des vorzüglichen Kompressor-Tutorials direkt bei mir umme Ecke wohnt :)

  • Frat
    04. Feb 2009 | 15:45 Uhr Antworten

    <>

    So sehe ich das auch. Was ist das für ein Idiot, eine solche blöde Argumentation zu aüßern.

    Klar wenn man dumm ist und nicht mit dem Computer arbeiten kann, ist es kein Wunder, wenn jemand so naiv reagiert.

    Pure Dummheit.

  • Tischhupe
    04. Feb 2009 | 19:05 Uhr Antworten

    Ich würde sagen, dass die Betreiber die Themen bestimmen und nicht die “Leser”. Wenn man das dann nicht gut findet, kann man sich woanders umsehen. Das Internet ist “groß”.

    Zu Morrisey: Ich kann es nachvollziehen, wenn er es so gemeint haben sollte, dass der Klang negativ beeinflusst wird. Denn das wird er definitiv, da ja mp3 usw mit Verlusten arbeiten. Aber ob das die breite Masse auch stört, die teilweise die Musik über den Handy-Lautsprecher hört (erst heute xmal in der Stralabahn gesehen/gehört), halte ich für fraglich. Die jungen “hippen” Leute scheint die “klangfülle”, wie Herr Morrissey sie postuliert, herzlich wenig zu interessieren.
    Einfach mal wieder den Realitäts-Check machen, Herr M.!

  • Sib
    04. Feb 2009 | 21:25 Uhr Antworten

    Ist doch egal, was Morrisey sagt.

  • chris
    05. Feb 2009 | 00:54 Uhr Antworten

    muahahahaaaaa….was für ein schwätzer!!
    musik ist musik. ob analog oder digital aufgenommen.

    über den klang kann man sich sicher streiten.

    “als kulturform entwertet” kann mir nicht vorstellen, dass der sich so gewählt ausdrückt.

  • martin
    05. Feb 2009 | 08:28 Uhr Antworten

    Man muss sich ja nicht mit Morriseys Kommentar auseinandersetzen – andererseits kann man aber auch einfach mal eine Aufnahme von The Smiths mit einer Aufnahme von Jean Michel Jarre vergleichen (falls jemand den noch kennt…). Dann wird man den Standpunkt wahrscheinlich nachvollziehen können, wenn auch nicht unbedingt richtig finden.

    Im Übrigen: Lest mehr Oscar Wilde.

  • Markus
    09. Feb 2009 | 10:37 Uhr Antworten

    Jetzt muss ich doch auch noch meinen Senf dazu geben: Erstens einmal steht es Carlos frei, welche Themen er veröffentlicht und das macht er sehr gut. Ich kann dieses Scheuklappendenken nicht ab …

    Zum Thema Morrisey: Der Mann hat ja nichts gegen digitale Produktionstechniken, sonst würde er wohl auch kaum im topmodernen Sunrise Sound Studio aufnehmen sunrisesound.com

    Ich kann mit dessen Musik zwar auch nicht sehr viel anfangen, seine Aufnahmen gelten aber klanglich als Highend und werden gerne mal bei den HiFi-Enthusiasten herangezogen (z.B. You are the Quary).

    Und eines stimmt auch: MP3 & Co. führten dazu, dass sich viele mit minderer Qualität zufrieden geben und der “Sound” eines Songs mittlerweile nicht mehr wichtig zu sein scheint.

  • kammerpech
    11. Feb 2009 | 14:02 Uhr Antworten

    In Endeffekt kommt es doch darauf an ob einem die Musik gefällt.
    Da kann es noch so Highend sein… aber wenn mir der Groove nicht gefällt dann kaufe ich die Scheibe einfach nicht!
    Und das Mp3 alles verschlechtert, finde ich schon auch ein bischen an den Haaren herbeigezogen. Bei der höchsten Auflösung merke ich zumindest keinen Unterschied mehr.

    Hey, ich hab erst kürzlich ein paar Jungs an der Haltestelle gesehen mit einem Handy (“voll aufgedreht”) und die sind abgegangen wie Schmids Katze.

    Du meine Güte, wenn ich daran denke was ich für geile Cassetten gehabt habe und nach zig mal Löschen das Rauschen schon extrem hoch war und trotzdem hatte ich extrem viel Spass an der Musik! Teilweise, war ich ja schon froh nur die hälfte von einem spitzen Lied vom Radio aufgenommen zu haben.

    Und der heutige Zugang zu etlicher Freeware Software tut natürlich ihr übriges so das viele einfach nur mal rumprobieren wollen und einfach Spass am tüffteln haben und da ist Klang nun mal Senkundär.

    Hört euch einmal die ersten aufnahmen vom Bohlen an ( ok, vielleicht nicht das beste beispiel ). Ich glaube das es früher auch viele schlechte “Hobby-Produzenten” gegeben hat.

    Viele…wenn nicht sogar der Großteil der Menschen, hören doch gar nicht so genau hin und stimme hier Tischhube völlig zu.

    Ich denke auch, dass es einfach nur ein Versuch war, sich mit einer Meinung in der Öffentlichkeit zu präsentieren um sich wieder ins Gespräch zu bringen.

    Mich persönlich, würden ja die ersten Aufnahmen von dem Herrn Morrissey sehr interessieren. Das diese damals schon Highend waren wage ich zu bezweifeln!

  • marcel
    11. Feb 2009 | 14:14 Uhr Antworten

    Ich wusste gar nicht das Popmusik einen exklusiven charakter hat !
    Und dann hat man eine Perle von Band und der Kerl am FOH kann nicht Mischen ( so das hinter nur noch scheppert) und die PA ist total grottig hmmm

  • Lex
    23. Feb 2009 | 21:57 Uhr Antworten

    Mir ist es eigentlich egal, was (der hochgeschätzte und brilliante Künstler)
    Morrisey dazu sagt.
    Er macht gute Musik, was die einzige Qualitäti wäre die mich interessiert.
    Aber teilweise hat er Recht :
    Der Erwerb von Musik wird seiner EMOTIONALEN tiefe beraubt und
    wenigstens in graphischer Hinsicht auch seiner Kultur beraubt (Man denke an das geile Artwork vom TOOL-Album 10.000 Days.
    Wer kann sich über eine runtergeladene MP3 genauso freuen wie
    über eine CD oder Platte mit schönem Artwork.
    Ich glaube man kann sich über das im Platteschrank gehegte und geplegte Album (das übrigens auch noch an Wert gewinnen kann [ mach das mal mit nem vollgepackten IPod] ) als über eine 500GB-Festplatte voller geiler Songs in was für einem Format auch immer.

    So genug von meinem Geschreibe
    Alles Liebe
    (A)Lex

  • bibabo
    14. Jun 2009 | 16:29 Uhr Antworten

    morrisey kritisiert doch nur das medium mp3
    also versteh ich nicht ganz wieso sich hier manche angegriffen fühlen
    ob die kritik von morrisey nun angebracht ist oder nicht, ist im grunde auch egal
    er entstammt ja auch aus einer ganz anderen generation und hat eben eine andere sichtweise zu dem thema

  • Carlos (delamar)
    14. Jun 2009 | 18:04 Uhr Antworten

    Zumindest hat Morrisey jetzt zu einer schönen Diskussion angeregt…der ewige Kampf digital vs. analog…wird noch einige Jahre andauern.

  • Akra
    16. Aug 2011 | 15:20 Uhr Antworten

    Oh ja:) ich kenne die Smiths und Morrissey sehr wohl..wobei ich sagen muss, dass Morissey immer schon leicht misantropische Tendenzen hatte und seit je her kurz vorm Selbstmord stand…aus Weltekel..hähä.
    Er übertreibt natürlich masslos aber in einem Punkt muss ich ihm leider recht geben: Mp3 sind Müll..ich weigere mich sie überhaupt anzuhören.
    Das hat jedoch nichts mit Musik aus dem Computer zu tun,der Computer ist ein Werkzeug, er “macht” keine Musik.
    Bei vernünftigen Auflösungen (min. 24 Bit/48KHz) kann ich mit den Klangeinbussen gegenüber (hochwertigem) analogem Equipment sehr gut leben.Was mich viel mehr nervt ist, dass man sich heutzutage durch simples Aneinanderreihen von Soundschnipseln oder vorgefertigten Loops “Musiker” nennen darf. Bar jeglicher Ahnung von Harmonielehre oder gar der Beherrschung eines “echten” Instrumentes.

  • chris
    23. Dez 2011 | 01:10 Uhr Antworten

    Also ich Mache Music. Ok ich Mache Music Im Techno , dance, trance, handsup berreich was ich aber sagen kann ist das die music vom Computer im endeffekt nix anderes ist als das wenn es analog aufgenommen wurde ist nur das das digital ist und das andere analo. Ich mein Selbs wenn man Rock macht z.b am Computer muss der gesagt eh erst gesungen werden befor man in am Computer bearbeiten kann denn ein Computer kann ja nicht im dem sinne singen es giebt zwar schon verückte dinge Am Computer aber ich meine das selbs ein Computer das nicht schaft ein gesang zu machen. zumindedens noch nicht gg. nein schertz wieder zurück also der Sänger muss erst mal Singen Befor es am Computer bearbeitet werden kann. und von da her sage ich mir mal ist es völliger blödsin das vom Computer die music sich grausam an hört denn man muss bedenken die töne die in einer music software sind wurden auch erst vorher aufgenommen be for sie im Computer b.z.w in der software kommen. von daher sage ich einfach er einfach endweder angs oder keine lust hat music am Computer zu machen. oder hat es nicht kennen geleernd wie auch immer im endeffekt ist es eghal ob die music vom Computer oder vom Analogen Kommt denn nicht der Computer oder maschienen machen die music sondern der mensch die maschienen und computer unterstüzen nur dabei die ideen wie gesng melodien e.c.t muss man selber endwerfen um einen ritmus reinzubekommen und man muss es selber einstellen wenn man ein sauberen und guten klang haben will. das ist meine meinung.

    mfg chris

  • IrgendeinThomas
    15. Mai 2012 | 11:07 Uhr Antworten

    Ich hab auch schon oft Vorurteile und Klischees über Computermusik gehört/gelesen. Die mögen zwar manchmal auch stimmen – das kommt aber eben immer darauf an wie derjenige die DAW benutzt denn allein der persönliche Input macht es aus.
    Das Image kommt aber muss man sagen nicht von ungefähr, gerade durch den Computer ist es auch den unmusikalischten Menschen möglich geworden (ohne jetzt großartig in Gerätschaften oder akustischen Instrumenten zu investieren) irgendwas zu erzeugen das sich halt dann Musik nennen soll um dann bei allgemöglichen Internetplattformen stolz online zu stellen. So wahnsinnig unkreative Sachen wie Loops-Zusammenstöpselei sind halt auch ein Phänomen die erst mit dem Computer so einfach und beliebt wurden.
    Was ich aber nicht verstehn kann sind Argumente die grundsätzlich nur darauf abzielen selbst sehr gute produzierte, kreative Musik mit “aber das ist doch vom Computer” abzuqualifizieren, als hätte der Computer selbst als seelenloses Wesen irgendein Zufallsprodukt das gerade halt mal zufällig nach Musik klingt entworfen. Sicher werden akustische Instrumente im Regelfall (ausgenommen weniger sehr gut gemachter Samples) natürlicher klingen aber wenn es allein um die Kreativität geht macht es keinen Unterschied womit man seine Ideen und diesbezüglich Noten einspielt bzw. eingibt.

  • Katastrophenhorst
    25. Apr 2013 | 10:48 Uhr Antworten

    Aus musikalischer Sicht betrachtet hat Morrissey Recht. Digital ist kacke und wird auch immer kacke bleiben. Jeder, der viele Erfahrungen mit beiden Welten, analog und digital, gemacht hat, wird dies bestätigen können. Wer analoge Technik verteufelt, weiß entweder nicht, was das ist oder ist mit einem völlig simplen 4-Spur-Recorder völlig überfordert und unfähig, Musik damit zu machen. Mit Tonband zu arbeiten, ist richtiges Kunsthandwerk, welches über Jahre erlernt, entwickelt und perfektioniert wird. Pro Tools kann jeder Schwachkopf bedienen. Und das ist die Ursache für den Überfluss an beschissener Musik, heutzutage.

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