Mixing: Den EQ mal in die andere Richtung drehen…
Equalizer werden nicht nur von vielen unerfahrenen Musikern fast ausschließlich zum Boosten von Instrumenten beim Abmischen genutzt. Dabei sollte das Absenken viel populärer sein.
Mixing: Den EQ mal in die andere Richtung drehen…
Beim stundenlangen Mischen eines Songs können die Ohren schnell ermüden und die Folge ist oftmals der Griff zum EQ, um die hohen Frequenzanteile anzuheben. Dabei kann der umgekehrte Einsatz des EQs beim Mischen, nämlich das Absenken von Frequenzen, viel effektiver und angenehmer sein.
Ein EQ ist ein Filter und birgt als solcher zwei Nebeneffekte für das Audio: Ein EQ bringt eine Resonanz in das Audiosignal und es kommt zu so genanntem Phaseshifting am Cut-Off Punkt. Letzteres macht sich vor allem bei schlechten EQs deutlich bemerkbar, wo es sich als leichte Verzerrung einschleicht.
Ein Boost von wichtigen Frequenzen eines Instruments kann (vor allem bei schlechtem Equipment) einen zu aggressiven Sound kreieren, der zu “dünn” klingt oder zu einer Überbetonung im angehobenen Bereich führt. Ein Absenken der unwichtigen Frequenzen des Instruments wird zu einem angenehmeren, transparenteren und saubereren Klang führen.
Auf einen gesamten Mix bezogen kann man sich vielleicht hieran halten:
- Ein verwaschener Mix mit vielen Instrumenten kann durch das Absenken unwichtiger Frequenzen der Einzelspuren gesäubert und bereinigt werden
- Ein spartanischer Mix kann von Boosts (mit wenig Q) etwas aufgefüllt und angewärmt werden
Wie setzt Du den Equalizer kreativ ein?


04. Apr 2008 | 09:08 Uhr
Ich benutzte ja sehr oft den Electri-Q ein und da mach ich das immer so das ich die Bänder anhebe bis ich meine das es passt und dann wähl ich alle Bänder aus und ziehe sie so weit nach unten bis der höchste der angehobenen Bänder genau auf der Null liegt.
Was meint ihr dazu?
04. Apr 2008 | 11:26 Uhr
Und nicht vergessen, der Bassbereich. Alles weg was da nichts verloren hat!
@R-Face
Naja du musst richtig aussteuern. Einfach auf “0″ schieben ist vielleicht nicht immer der richtige Weg. Denn es garantiert dir ja niemand, das deine hingeschobene 0 die tatsaechliche 0dBFS Grenze sind. Mit einem bisschen anstaendigem Metering bekommst du das aber in den Griff.
04. Apr 2008 | 11:38 Uhr
Zumindest ist es mal ein Ansatz, um den oftmals harschen Sound von EQs in den Griff zu bekommen. Den genannten EQ kenne ich jetzt allerdings nicht, kann ich nichts dazu sagen.
Ich persönlich finde den Ansatz, erst die Frequenzen herauszunehmen, die nicht wichtig für den Klang des speziellen Instrumentes sind, für optimal. Leider halte ich mich auch selbst viel zu wenig daran.
04. Apr 2008 | 17:15 Uhr
Puha – der ungeübte Musiker muss erstmal rausfinden, was wichtige Frequenzen sind und was nicht :)
04. Apr 2008 | 18:21 Uhr
tip: probiert zum absenken mal den sonnox eq. (vorher sony oxford)
gerade die filter im unteren und ganz oberen bereich sind sehr praktisch zum entrümpeln. die tutorials auf der sonnox seite sind auch sehr hilfreich.
04. Apr 2008 | 18:50 Uhr
Der Sonnox EQ ist sicherlich einer der transparentesten Plugins auf dem Markt und hat einen echt guten Klang.
Aber ich befürchte, dass nicht jeder sich einen solch exklusiven EQ leisten wird.
@Heiko:
Einfach probieren und hinhören. Wenn es gut klingt, dann ist es gut :)
06. Apr 2008 | 03:57 Uhr
für den einstieg (und oder auch mehr) kann ich die sonalksis vsts als geheimtipp empfehlen. verhältnismäßig günstig und gut. nice :)
06. Apr 2008 | 14:48 Uhr
Yep, der Electri-Q ist mit Sicherheit einer der besten (für mich DER beste) Freeware-Equalizer und die subtraktive Methode ist in jedem Fall die vernünftigere. Nyquist von Magnus@Smartelectronix [Email-Adresse: Magnus(at)Smartelectronix] ist auch nett, etwas spartanischer gehalten. Carlos, kein Wunder, daß Du die nicht kennst, wenn Du von den UAD-Plugs verwohnt bist. *Neid* ;)
Zur Besänftigung des Tiefbassbereichs kann ich einen DC-Filter empfehlen, z.B. beim Voxengo Elephant Limiter. Ich cutte meistens bei 10 Hz, Butterworth (Bessel klingt mir zu steril, aber so richtig kann ich das auch nicht beurteilen mit meinen Brüllwürfeln ;]).
06. Apr 2008 | 17:35 Uhr
Die Sonalksis klingen ohne Zweifel recht gut, für den LowCut möchte ich mal einfach folgende Tabelle als Anhaltspunkt empfehlen:
http://www.delamar.de/frequenztabelle/
Hier könnt Ihr den tiefsten Ton im Song raussuchen und demnach den Filter setzen!
17. Sep 2008 | 21:37 Uhr
Ich persönlich finde ja es kommt auf den gewünschten Effekt an…
eine Bassdrum gehört für mich einfach bei ca. 100hz ein wenig gepushed… allein dafür, dass sie nen bissl drückt und aggressiv klingt.
auch bei Gitarren dreh ich gern in den unteren Mitten dezent hinein – da klingen die Gitarren eben so wie man sie meist auch spielt – mit aufgedrehten EQs ^^
Beim Gesang hingegen bin ich auch eher ein Freund des Ausdünnens.
Aber wichtig ist, dass man mit dem EQ in jeder einzelnen Spur das wegnimmt, was man eh nicht hört und den Mix so sauber wie Möglich macht! Das wirkt wunder!
29. Dez 2008 | 10:49 Uhr
Man sollte auch unterscheiden für welchen Zweck man einen bestimmten EQ einsetzt. Es gibt EQ’s zum “entzerren”, also perfekt zum Absenken von Resonanzen des Raumes (Tip: bei der Aufnahme beachten, dass man auch den Raum mit aufnimmt ;).
Z.B. der IIEQ PRO von ddmf.eu. Bei den Leuten kann man den Preis selbst bestimmen.
Oder man benutzt einen musikalischen Equalizer wie den Sonnox. Bei diesen EQ’s klingt es “nicht so scheiße” wenn man Frequenzen anhebt. Auch.. hier … Voxengo
voxengo.com/product/overtonegeq
macht den Job ganz gut.
Fazit: Probiert die Dinger aus, euren Ohren müsst ihr schon vertrauen können. Man hört, welcher gut klingt.
Und lest genau .. ääh. im Manual oder so… zu welchem Zweck sie gebaut sind. Dann erspart ihr euch Umwege, die ich gehen musste.
[censored]
Cress
08. Jan 2009 | 20:16 Uhr
Also bevor man überhaupt einen EQ einsetzt, sollte man sich erst grundsätzlich mit Hi- und Lowcutten beschäftigen…
Wenn man das gut draufhat, sollte man sich eine Formantenliste besorgen und mit der an der Seite mal eine zeit lang mischen.
Das wäre mein persönlicher Tip und ich hoffe, ihr versteht ihn als das, was er sein soll. Ein Grundsatztip :) VORM Eqen…
MfG.
Bau
09. Jan 2009 | 13:33 Uhr
Was ist eine Formantenliste? :D
09. Jan 2009 | 16:24 Uhr
Vielleicht meint er ja sowas wie die Frequenztabelle? S.o.
03. Apr 2009 | 14:25 Uhr
moin alle zusammen…
meine frage ist ganz einfach, ich weiß immer nicht so genau
welche freq. ich anheben oder absenken soll…
ist es richtig dort an zu heben wo, das signal kräftig anschlägt?
also mir ist schon klar das man sich das material genau anhört und auch vorallem danach urteilt…
ich bin mir da noch sehr unsicher und freu mich über eine antwort…
peace out
03. Apr 2009 | 14:30 Uhr
achso und gleich noch eine frage hinterher =)
ich hab mir die frequentabelle runter geladen, aber habe keine ahnung wie ich damit arbeite gibt es vieleicht ein tutorial oder so?
vieleicht währe das ja auch eine idee für delamar?
14. Apr 2009 | 12:26 Uhr
Willkommen bei delamar, hansi!
Wir arbeiten an einem solchen Tutorial…im Moment hatte die Musikmesse aber Vorrang!
16. Apr 2009 | 18:56 Uhr
na dann freu ich mich schon drauf =)
und auch ich möchte es dir nochmal sagen:
üüber geile seite! danke, danke, danke!
06. Nov 2010 | 00:42 Uhr
Hallo erstmal :-)
auch ich habe das problem bei meiner synth (komm aus dem elektronischen bereich)die richtigen eq einstellungen zu finden. leider klingen sie meist sehr kraftlos und dünn. auf gut deutsch mir fehlt die wärme und die breite :-) gelten hir auch dir regeln zuerst absenken dann anheben? oder gibt es hier andere tricks um den gewünschten “effekt” zuerreich?
lg tom
06. Nov 2010 | 00:58 Uhr
würde auch einen snip vom track schicken falls mir jemanden helfen möchte :-) (bitte beachtet aber ich komm aus dem härteren elektronischen bereich:-))
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