Lautheitskrieg Infografik: Warum der Lautheitskrieg noch immer wütet

Loudness War – Ist Lautheit erstrebenswert?

Puristen sind wenig angetan von einer zu grossen Lautheit der Musik, denn sie geht einher mit einem stark komprimierten Klang. Einschlägige Foren haben seitenlange Threads zum Thema und es haben sich sogar Vereine gegen zu grosse Loudness (eigentlich eher für mehr Dynamikumfang in der Musik) gegründet. Kurz, es ist ein hochemotionales Thema.

Angefangen hat der Loudness War schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Grund lässt sich schnell in einem kleinen Experiment zuhause herausfinden: Dafür nimmst Du einfach eines der Musikstücke, die Du abgemischt hast und legst eine Kopie davon an. Die Kopie reduzierst Du im Audio Editor deiner Wahl um 3 dB in der Lautstärke. Mit beiden Abmischungen bewaffnet, fragst Du nun fünf Personen deiner Wahl, welchen der beiden Mixe sie besser finden.

Das Ergebnis kannst Du wahrscheinlich schon vorhersehen. Die meisten (wahrscheinlich sogar alle) werden den lauteren Mix als “besser” empfinden. Und das, obwohl der einzige Unterschied in diesem Experiment tatsächlich nur 3 dB in der Lautstärke beträgt. Dieser Umstand ist natürlich auch den Musiklabels irgendwann aufgefallen und so versuchten sie, ihre eigenen Produktionen lauter klingen zu lassen als die der Mitbewerber.

Werden die eigenen Produktionen als “besser” wahrgenommen, klingelt die Kasse und die Verkaufszahlen steigen. Zu der Zeit als die erste Welle im Lautheitskrieg begann, wurde Musik noch auf Schallplatten gepresst. Und damit konnte ein bestimmter Lautheitswert nicht überschritten werden, ohne die Nadel aus der Rille springen zu lassen.

Als in den 1980er Jahren dann die CD den Musikmarkt eroberte, ging der Loudness War wieder von vorne los. Plötzlich war die physikalische Grenze kein Problem mehr und die Kompression konnte auf ein ganz neues Level gebracht werden. Mastering Engineers wurden angewiesen, die Songs genau so laut wie die lautesten Versionen zu machen.

Und so sieht die Entwicklung der letzten 30 Jahre aus:

Loudness War - Entwicklung im Lautheitskrieg

Loudness War - Entwicklung im Lautheitskrieg

Zu sehen sind jeweils ein Song aus den Top 10 der Billboard Charts der Jahre 1990, 2000 und 2010. Während 1990 noch viel Platz um die Welle herum zu sehen ist, wurde der Top 10 Hit aus dem Jahre 2000 schon deutlich heftiger komprimiert. Bei ersteren ist der Dynamikumfang noch relativ gross. Es sind leise Stellen zu sehen. Im Jahre 2000 wurde dann richtig heftig komprimiert und der Dynamikumfang dadurch reduziert. So richtig leise Stellen sind eigentlich kaum zu erkennen.

Interessant ist vor allem aber der Song aus dem letzten Jahr. Dieser ist sehr heftig komprimiert, sehr laut. Zur selben Zeit aber, wurden die leisen Passagen (trotz immer noch heftiger Kompression) als Kontrast in der Lautstärke abgesenkt.

 

Und wie klingt’s?

Tja, wie klingt der neue, moderne Sound? Sehr komprimiert, sehr anstrengend. Trotz aller Unkenrufe, Studien und Puristen hält dieser Trend aber an und wird in absehbarer Zeit wohl kaum umkehrbar sein. Solange das Radio noch Hörer findet und lautere Mixe von Menschenohren als “besser” empfunden werden, dürfte wahrscheinlich kein Label wagen, die eigenen Produktionen nicht mehr derart laut auf den Markt zu bringen.

Ich selbst habe meinen Frieden mit der Lautheit gemacht. In der Musik geht es um Emotionen, nicht um Technologie, Artefakte oder Lautheit. Die Kids hören fast ausschliesslich noch datenreduzierte Musik in Form von MP3 & Co. – haben der hohen Klangqualität also in gewisser Weise schon Bye-Bye gesagt. Wenn ein Song gut ist, wenn mich ein Song bewegt, dann geniesse ich ihn einfach. Auch wenn er zu laut sein sollte oder besser geklunge hätte, wenn…

Und wie siehst Du den Lautheitskrieg? Jammern auf hohem Niveau? Notwendiges Übel? Egal? Schreib uns jetzt deine Meinung in die Kommentare!

Lesermeinungen (28)

zu 'Lautheitskrieg Infografik: Warum der Lautheitskrieg noch immer wütet'

  • Mario Bütepage
    13. Jun 2011 | 18:22 Uhr Antworten

    schlimm genug, das es ihn überhaupt gibt!!!

  • Lars Klein
    13. Jun 2011 | 18:38 Uhr Antworten

    guter Bericht, kann leider nicht , gefällt mir drücken. Da ich gegen den Lautheitskrig bin Gefällt mir nicht

  • Lars Klein
    13. Jun 2011 | 18:38 Uhr Antworten

    guter Bericht, kann leider nicht , gefällt mir drücken. Da ich gegen den Lautheitskrig bin Gefällt mir nicht

  • Mario Bütepage
    13. Jun 2011 | 18:40 Uhr Antworten

    ich bin da auch gegen, deswegen hab ich auch auf “Gefällt mir” geklickt, weil sie das Thema mal ansprechen! :)

  • finaltune
    13. Jun 2011 | 18:42 Uhr Antworten

    Danke für den Artikel! Ich finde, dass wenigstens die Indie Labels mal weniger komprimieren könnten. Vielleicht wird das ja auch bald so sein :)

  • Andreas
    13. Jun 2011 | 19:03 Uhr Antworten

    Das ist leider ein fortwährendes Ärgernis. Für dauerberieselte, halbkaputte Ohren mag dieser “Sound” ja vielleicht in Ordnung sein, wer Ohren noch zum Hören hat stellt das nach dem dritten Song aus – es ist einfach nur anstrengend und ermüdend.

    Meine Mixes sehen aus wie von 1980 – und da hat die Musik noch ihre natürliche Dynamik, auf die viele Musiker z.B. live durchaus größeren Wert legen – das werde ich doch dann nicht beim Mix ruinieren!

  • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
    13. Jun 2011 | 19:08 Uhr Antworten

    Hallo!

    Im Gegensatz zu sonst fasse ich mich mal kurz:
    NEIN! NEIN! NEIN! Mist bleibt Mist, auch wenn’s jeder hört – das klingt auch für den Gesamtklang.

  • Dominik
    13. Jun 2011 | 19:12 Uhr Antworten

    Ich sehe da Parallelen zur allgemeinen kulturellen Entwicklung. In einer Welt, die scheinbar immer oberflächlicher wird – mit immer kürzeren Aufmerksamkeitsspannen – ist es vielleicht kein Wunder, dass analog dazu in der Musik ein Verdrängungswettbewerb auf solchem Niveau stattfindet.

    Noch etwas weiter geschaut ist es interessant, welchen Erfolg martialische Computerspiele haben (sogar Hans Zimmer hält es für nötig, für “Call of Duty zu komponieren). Das könnte man ja auch als Entwicklung deuten weg vom Differenzieren und hin zum Draufhalten und Plattmachen.

    An solchen Beispielen lässt sich vielleicht ein Trend ablesen, der bedenklich scheint und von dem niemand weiß, wohin er (gesunder weise) noch führen soll.

    Ich sehe da ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich sicher nicht mit der hilflosen Klage einiger Klangfreunde und der Gründung von Vereinen wird lösen lassen.

    Natürlich ist es wichtig, aufzuklären, damit wenigstens die dafür Empfänglichen auf das Thema aufmerksam werden (und sich vielleicht in der nächsten Generation etwas ändert). Aber so lange die Massen nach Lady Gaga oder Rammstein verlangen, wird auch der Loudness War toben.

  • Manuel Morgner
    13. Jun 2011 | 18:43 Uhr Antworten

    Was dann zudem auch noch nervt, wenn man dann in seiner Playlist Zuhause oder auf dem MP3-Player beide Arten von Songs hat, die einen die “normal” gemischt sind, und dann die “lauten”. Dann stellt man die Lautstärke so ein, das es angenehm ist, und schwupps, kommt dann wieder ein Song der einen förmlich “anrbrüllt”.

  • Oh Lee Pow Lash
    13. Jun 2011 | 21:45 Uhr Antworten

    Hm. Geht es euch allen wirklich so, dass musik, die ihr mögt, zu stark komprimiert ist? Mir nämlich nicht. Klar, die charts sind mir auch zu sehr gegen die wand gefahren, aber die will ich ja eh nicht hören. Alles andere, das ich mag, ist zwar auch laut gemacht aber es hört sich für mich immer noch sehr gut an.

  • Holger Witzler
    13. Jun 2011 | 20:46 Uhr Antworten

    Hmm so was ist schwierig. Ich mag grosse und moderne produktionen. Allerdings lade ich sie mir nicht in einen wave editor um zu gucken wie das teil kompremiert ist. Ich lasse da wie jeder andere meine ohren entscheiden. Und egal wie die” Hits” kompremiert sind. Entweder sie gefallen mir oder nicht.

    @Dominik: hans zimmer hat immer schon für hollywood und massentaugliches musik gemacht. Call of duty is doch auch nur ein blockbuster. Halt in einem anderen format. Das hat doch mit immer feste drauf nix zu tu.

  • Marcel
    14. Jun 2011 | 08:16 Uhr Antworten

    Ich persönlich kann nur sagen, schade um die ganze gute Musik.
    Ich persönlich versuche natürlich auch beim mischen und ggf. mastern eine gewisse Lautheit zuerreichen aber nicht um jeden Preis. Es gibt so viele gute vorallem alte Songs die so Dynamisch sind und trotzdem dir den Bauch massieren und selbst in mp3 umgewandelt noch besser klingen als die heute sowieso schon beim normalen Mix und Master tod komprimiert wurden.

    Naja muss jeder selber wissen.

    Ich erinnere mich da an die sehr guten Pods von delamar mit Tischmeyer in Bezug auf den “Loudness War”.

    Auch jeder der in irgendeiner Art produziert sollte sich die Frage stellen ob ihm wichtig ist das der Song die Emotionen mit entsprechender Dynamik vermittelt oder einfach Laut sein soll.
    Ich empfehle auch jedem mal Klassische Stücke zu hören oder sogar Film Musik, wären diese Stücke so komprimiert wie einige moderne Pop Stücke dann könntest den Film weg schmeißen.

    Naja auf die guten alten Zeiten als die Musik noch wirklich im Vordergrund stand.

  • M. Lehmann
    14. Jun 2011 | 08:32 Uhr Antworten

    Ich selbst habe mich in den letzten 10 Jahren vom audiophilen HighEnd Consumer zum Hobby-DJ auf Notebook mit Numark V7 und MP3 entwickelt.
    Wenn man mich heute fragt was mir mehr Spass und Befriedigung bringt? Ganz klar: Wenn ich die Leute in den Clubs, in denen ich auflege zum tanzen bringe.
    Aber genau dazu braucht es eine Vorbereitungszeit, die vom Aufwand her um den Faktor 100 X groesser ist als der eine Abend im Club, naemlich in dem ganzen Loudnesswar dann eben doch genau die Stuecke heraus zu suchen die nicht den lautesten Bass auf der 4 haben, sondern die grooven, swingen, originell sind.
    Cheers

  • Patrick Penot
    14. Jun 2011 | 09:38 Uhr Antworten

    Stell Dir vor es ist Loudness-war und niemand geht hin …

  • Dominik
    14. Jun 2011 | 10:28 Uhr Antworten

    @Patrick Penot

    Es gehen immer noch mehr als genug hin, fürchte ich. Aber nicht verzweifeln – immerhin gibt es ein wachsendes Bewusstsein für solche Fragen.

  • Nils
    14. Jun 2011 | 11:48 Uhr Antworten

    Der Spruch endet mit: … dann kommt der (Krieg) Loudness-war zu dir!

  • alexander
    14. Jun 2011 | 14:00 Uhr Antworten

    mich schert die lautstärke gar nicht. man kann doch den volume regler aufdrehen…

  • DJ Today
    14. Jun 2011 | 16:36 Uhr Antworten

    Am Ende zählt eigentlich nur der Klang und das dazugehöroge Frequenzspektrum. Oft ist es der Fall, das bei starkem komprimieren der “gewünschte” Klang teilweise verloren geht. Manchmal wird er dadurch aber auch mehr “in Szene” gesetzt.

    Ich glaube, es mag ein kleiner Vorteil für dich Musikindustrie sein, lautere Musik zu verkaufen, dennoch: “Am Ende entscheidet jeder selbst über die Master-Lautstärke der Musik. Sei es der MP3-Player oder der DJ von Nebenan.”

  • Widy
    14. Jun 2011 | 19:23 Uhr Antworten

    Das mit dem Loudness War ist halt einfach schade.
    Ich mische meine Beats wie hier auf der Grafik Anno 1990 ab. Falls Gesang dazukommt es auch noch genug Platz hat. Wenn ich jedoch bei iTunes auf Information gehe steht dort Lautstärke +3dB
    Wenn ich jedoch ein hockkomprimiertes File von einer CD anwähle steht dort z.B. Lautstärke -5dB. Kann mir das einer Erklären?

  • polyaural
    15. Jun 2011 | 15:39 Uhr Antworten

    Ich denke, es ist ein Problem das keines ist. Mir doch egal wenn Metall-Arbeiter oder Gaga-Tanten den Lautheitskrieg unter ihren Kunden zelebrieren. Wenn die Klientel das aushält: Immer feste druff.

    Es gibt aber auch Alben, die mit Bedacht und Gefühl für Klang hergestellt werden. Ddie laufen üblicherweise nicht in den oberen Rängen irgendwelcher Verkaufslisten mit. Also, was solls. Ich mag die Top-Ten-Musik eh nicht, egal welchen DR-Wert sie hat …

  • DJ Today
    15. Jun 2011 | 16:33 Uhr Antworten

    Ergänzung:

    Ich vermeide es, einen Kompressor für den Master (Main-Mix) zu nehmen, weil es den ganzen Mix “verunstaltet”. Allgemein sollte man mit Kompressoren sparsam sein. Ich verwende sie hauptsächlich für die Drum-Kanäle und Voice. Bei Voice aber in Maßen.

    Aber jedem das Seine! Man kann sich ruhig auch mal ausprobieren.

  • Dominik
    15. Jun 2011 | 17:18 Uhr Antworten

    Ja, polyaural. Da hast Du auch wieder recht. Es zwingt einen ja keiner.

    Es sei denn, man will GANZ VIELE Platten / Downloads verkaufen. Dann entstehen sicher so einige Sachzwänge. Aber wer von uns braven delamar-Lesern ist schon in der Situation?

  • Richie
    16. Jun 2011 | 16:52 Uhr Antworten

    Da ich eher aus der House Fraktion kommen, stehe ich einer gewissen Loudness nicht komplett abgeneigt gegenüber sofern die Loudness nicht auf Kosten des Drucks und Groove in Kauf genommen wird.

    In der House/Dance Musik darf der Kompressor ruhig mal pumpen, da dies auch uU den Groove unterstützen kann.

    Grundsätzlich gilt bei mir aber auch, dass ein schei? Track noch so laut sein kann..er bleibt trotzdem schei?e!!!

    Dass aber speziell Pop Musik vom Master-Engineer fürs RADIO lautgeprügelt und an die Clipping Grenze geführt wird, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, da die meißten Radiostationen die Tracks sowieso noch zusätzlich durch einen Limiter mangeln. *_*

  • kabelsalat
    16. Jun 2011 | 20:26 Uhr Antworten

    Ich geb zu, den Artikel nur ganz kurz angelesen zu haben. Aber richtig ist, daß dieser verdammte Lautheits-Wahnsinn echt noch weiter vor sich hin wütet. Danke Radio …

    Deshalb: Für die Kunden einen “Drückende-Bockwurst-Radio-Master” und noch zwei weitere Master mit größeren Dynamic Ranges machen. In der Regel wollen aber alle den lauten Mix. Tja … da muß man die eigene Ästhetik halt hinten an stellen. Schade, daß sich diese Mode sooo lange hält.

    Gruß kabelsalat

  • Frank
    16. Aug 2011 | 17:34 Uhr Antworten

    Tja, die Grafik in den 90er gibt noch das wieder, was ich selbst gern eingestellt habe. Ich war irgendwann verblüfft, dass die Tools beim automatischen Angleichen eher Werte wie in den beiden Folgegrafiken produzierten. Aus meiner Sicht geht da die Dynamik leider weitgehend verloren.

  • Sogyra
    06. Nov 2011 | 14:15 Uhr Antworten

    Das wirklich schlimme an diesem LautheitsWAHN ist, das sie gnadenlos an unseren Kindern ausgelassen wird. Diese haben gar keine Ahnung was das überhaupt ist, und werden damit auf natürliche Art und Weise groß.
    Meine 15 jährige Tochter kann sich beispielweise gar keine andere Art Musik mehr vorstellen :(

    Ich persönlich bin der Meinung, das eine Umkehrung prinzipiell schon möglich ist, man muß nur richtig werben damit…quasi dynamischreiche Musik hochgelobt wird.
    Wie schon richtigerweise geschrieben wurde, hat gute Musik nichts mit der Lautheit zu tun, sondern soll Gefühle transportieren. Wers lauter haben will, soll den Volumeregler hochdrehn!

  • colophon
    25. Okt 2013 | 16:32 Uhr Antworten

    Das Thema zu vestehen kann glaube ich helfen herauszufinden, wie man sich selbst positionieren will – ich verstehe es so:

    der Dreh- und Angelpunkt ist der Signal-Rausch-Abstand von Musik, wie sie heutzutage konsumiert wird.
    Musikhören als Hauptbeschäftigung (ich meine, dass man nichts anderes nebenbei macht, oder Musik nicht nebenbei hört) ist vermutlich im Laufe der Zeit zurückgegangen. Wenn jemand liebevoll einen Film an der Heimkinoanlage startet, wird er mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dafür gesorgt haben, dass etwa die Waschmaschine nicht gerade in der Zeit läuft oder ähnliches. Musik hingegen wird heute immer mehr nebenbei konsumiert, meine ich zu beobachten.
    Damit man nicht, wie ich mich aus früheren Autobahnfahrten erinnere, nur einen kleinen Teil der Musik wahrnimmt, möchte man gern die Musik so laut haben, dass sie den Grundpegel der nicht explizit gewünschten Umgebungsgeräusche signifikant übertönt. Bei einem “Rauschen” das die Hörschwelle vergleichsweise weit übersteigt, gehen die “leisen Töne” eben unter, es sei denn man dreht so laut auf, dass die Pegelspitzen schnell auch mal unangenehm werden können.

    Da passt Musik, deren Wellenform eine schöne dicke Wurst ergibt, perfekt.

    Ich möchte natürlich gern, dass viele Details meiner Musik wahrgenommen werden. Und ich wünsche mir mehr Ruhe und Zentriertheit in meinem Alltag und überhaupt in der Welt. Mit dieser Betrachtung steht für mich fest, dass ich der Stimme in mir, die an den Klang von Radiowerbung erinnert und sagt, dass ich auch laute Songs machen sollte, keine Beachtung schenke. (Was gar nicht so leicht ist, denn diese Stimme ist verdammt laut…)

  • Patrick
    25. Okt 2013 | 16:54 Uhr Antworten

    Die letzten 3 Radiospots, die ich für eine Agentur gemacht habe waren bewußt leiser gemastert worden und klangen wesentlich besser auf dem Sender. Zwar ein wenig leiser, aber dafür eher nach einem Beitrag, als nach Werbung. Dem Kunden hat es sehr zugesagt …

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