Latenz verbessern: So kannst Du niedrige Latenzzeiten einstellen

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Latenz verbessern

In 9 Schritten die Latenz verbessern ... jede Millisekunde zählt | Bild: Tim Reckmann [CC BY-NC-SA 2.0]

Inhalt

Latenz verbessern – Computer & Betriebssystem
┕ 1. Mehr Arbeitsspeicher (RAM)
┕ 2. Festplatte defragmentieren
┕ 3. Betriebssystem und Musikprojekte trennen
┕ 4. Treiber und Firmware
┕ 5. Hintergrundprozesse
Latenz verbessern – Audio Interface & DAW
┕ 6. Den richtigen Treiber wählen
┕ 7. Die Latenz einstellen mit Buffer Size
┕ 8. Bouncen für geringe Latenz
┕ 9. Hardware-Monitoring
Projekt »Latenz verbessern« abgeschlossen!


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Latenzprobleme beheben – Latenz verbessern von A bis Z

Die Latenz kann in einer computergestützten Umgebung zur Musikproduktion zu einem echten Problem werden und den Workflow nachhaltig stören. Die Problematik ensteht unabhängig des verwendeten Betriebsystems, der gewählten Musiksoftware oder der Marke deiner Soundkarte bzw. des Audio-Interfaces.

Wenn Du nicht sicher bist, was Latenz genau ist und wie sie sich äußert, dann bist Du herzlich eingeladen, diesen Ratgeber zu lesen:

Grundlagen: Die Latenz in der Musikproduktion »

Das dort stehende Basiswissen zur Latenz wird dir sicherlich helfen, die Problematik an sich sowie die Tipps und Tricks in diesem Artikel besser zu verstehen. Also packen wir’s an – Latenz verbessern ist kein Hexenwerk.

 

Latenz verbessern – Computer & Betriebssystem

Wir beginnen ganz am Anfang mit der Hardware im Computer. Da dieser in den meisten modernen Tonstudios Dreh- und Angelpunkt allen Geschehens ist, kann man mit einem Eingriff an dieser Stelle eine Menge herausholen. In vielen Fällen ist der Computer sogar die Stelle, wo das komplette Audio hindurch muss. Es lohnt sich also, hier anzupacken – auch wenn nicht alle Tipps kostenlos umzusetzen sind und in manchen Fällen einiges an Aufwand erfordern.

Latenz verbessern

1. Mehr Arbeitsspeicher (RAM)

Unabhängig des verwendeten Betriebssystems (Windows oder Mac OS X) ist dies ein recht schnell zu optimierender Aspekt, wenn auch nicht kostenfrei. Wieviel Arbeitsspeicher braucht also ein Computer zum Musik machen? Generell gilt: Je mehr desto besser. Insbesondere wenn Du mit Projekten mit vielen Spuren arbeitest, oder virtuelle Instrumente mit großen Sample Libraries verwendest wird sich dies auszahlen.

Zahlen? Schwer zu sagen, aber mein Tipp wäre alles auszureizen, was der Computer noch irgendwie verwalten kann. Natürlich kann das eine recht kostspielige Angelegenheit werden. Die Alternative lautet, so viel Arbeitsspeicher zu kaufen, wie Du dir leisten kannst. Mit insgesamt 8 GB bist Du schon ganz gut bedient, aber zukunftssicherer sind definitiv 16 GB.

Bei der Installation der Riegel gibt es eigentlich nur zu beachten, dass moderne Computer die Option bieten, den Arbeitsspeicher im so genannten Dual-Channel Modus zu installieren. Das bietet ungeheure Vorteile in Sachen Geschwindigkeit und damit in der Performance deiner DAW. Du findest die erforderlichen Informationen zur richtigen Installation im Handbuch zum Motherboard (manche nennen es auch Mainboard).

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2. Festplatte defragmentieren

Im zweiten Schritt zum Latenz verbessern gilt es, die Festplatte zu defragmentieren. Je länger Du das System verwendest, desto mehr fragmentieren die Daten auf der Festplatte. Das bedeutet, dass Dateien nicht mehr in einem zusammenhängenden Stück auf der Festplatte liegen.

HDD vs. SSD

Die (De-)Fragmentierung spielt nur bei herkömmlichen Festplatten (»HDDs«) eine Rolle. Die zunehmend beliebtern, weil immer erschwinglicher zu habenden SSDs müssen nicht defragmentiert werden. Neuere Betriebssysteme erkennen automatisch, dass SSDs an Bord sind, aber bei älteren musst Du eventuell die automatische Defragmentierung deaktivieren.

Um eine solch fragmentierte Datei zu lesen (also z.B. ein Sample abzuspielen) müssen die Leseköpfe der Festplatte mehrfach ansetzen, abheben, ansetzen, abheben und so weiter. Das verbraucht natürlich deutlich mehr Zeit als das einmalige Ansetzen und komplette Lesen einer Datei. Je mehr Dateien für ein Projekt geladen und von der Festplatte gelesen werden müssen, desto mehr Zeit verlierst Du hierbei.

Um deine Festplatte auf effektive Art und Weise zu defragmentieren benötigst Du in der Regel so etwa 20% freien Plattenspeicherplatz. Wenn Du nicht mehr so viel Platz hast, ist es vielleicht Zeit, über den Zukauf weiterer Platten nachzudenken.

Festplatte aufräumen – weg mit dem ganzen Krempel!

Bevor Du zusätzliche Festplatten kaufst, solltest Du erst einmal ordentlich reinemachen – je nach Nutzerverhalten sammeln sich mehr oder weniger Krempel an, der eigentlich gar nicht benötigt wird und nur Platz frisst. Um das herauszufinden und andererseits unnütze temporäre Dateien und andere »Dateileichen« bequem zu entfernen, helfen kostenlose Tools:

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3. Betriebssystem und Musikprojekte trennen

Eine weitere, sehr hilfreiche Verbesserung ist das Isolieren des Betriebsystems auf einer eigenen Festplatte. Dazu benötigst Du eine eigene Platte. Und nein, eine zweite Partition hilft hierbei leider nicht. Wenn Du eine Partition für das OS und eine für die Musikprojekte erstellst, dann müssen die Leseköpfe die Zugriffe auf die Festplatte zwischen beiden Partitionen verteilen. Mit zweien verfügst Du über die doppelte Anzahl an Leseköpfen und verringerst damit die Zugriffszeit.

Geringere Zugriffszeit bedeutet größere Performance und damit bessere Voraussetzungen für geringe Latenzen und in vielen Fällen ist das auch die Lösung für Latenz Probleme.

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4. Treiber und Firmware

Generell ist es eine gute Idee, regelmäßige Updates der Treiber für alle Hardwarekomponenten durchzuführen. Das betrifft genau so die Teile, die nicht direkt mit dem Musik machen zu tun haben, wie z. B. das Audio Interface, MIDI Interface, usw.

Zusätzlich kannst Du auch regelmäßig überprüfen, ob die Firmware der einzelnen Geräte auf dem neuesten Stand ist. Oftmals gehen viele Verbesserungen, Fehlerbereinigungen und Performance-Optimierungen mit den Updates in Firmware und Treiber einher.

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5. Hintergrundprozesse

Ich habe bei vielen Musikern und Tonstudios eine Menge Hintergrundprozesse im Arbeitsspeicher beobachten können. Einige davon werden in Windows als »Benachrichtigungssymbole«, typischerweise rechts unten neben Uhrzeit/Datum und bei Max OS X oben in der Menüleiste angezeigt. Das müssen aber lange noch nicht alle sein. Einige Hintergrundprozesse sind z.B. erst auf den zweiten Blick im Task-Manager in Windows sichtbar.

Was ist aber das Problem mit Hintergrundprozessen? Jeder einzelne benötigt etwas Power des Computers. Sie fressen Arbeitsspeicher auf, nutzen unterschiedlich viele Rechenzyklen der CPU (das ist der Prozessor im Computer) und sind damit potenzielle Quelle leidiger Latenz-Probleme.

Wer seine Latenz minimieren will, der ist gut beraten, möglichst viele dieser Hintergrundprozesse zu stoppen. Hierzu gehören Virenscanner, Programme zur Synchronisation eines Handys, iTunes & Co. Natürlich darfst Du nicht einfach alle Prozesse blind stoppen, sondern musst gut überlegen, welche Du für den alltäglichen Betrieb wirklich nicht benötigst.

Nun kann man es wohl niemandem verdenken, auf Virenscanner und andere Sicherheitssoftware zu bestehen. Aber diese Programme können die Latenz durchaus nennenswert erhöhen.

Mein Tipp hierzu: Einen dedizierten Audio-Computer verwenden, der nicht an das Internet angeschlossen wird und auch sonst keinerlei Installationen vorzuweisen hat. Wer sich keine zwei Computer leisten kann (oder möchte), kann sich immer noch ein so genanntes Dual-Boot-System installieren und zwei Betriebssysteme nebeneinander nutzen – eins zum Surfen, Spielen, Medienkonsum etc. und das andere ausschließlich für Recording & Musikproduktion.

Ist das schon die Lösung für meine Latenz-Probleme?

Ein klares und deutliches »Vielleicht«! Viele Probleme lassen sich durch die oben stehenden Tipps dauerhaft lösen. Nicht jeder Schritt ist einfach oder preiswert umzusetzen. Aber eine Verbesserung im Workflow bei der Arbeit im Tonstudio ist nicht nur nervenschonend und gut für die Effizienz, sondern wird dich in deiner Kreativität unterstützen und tragen.

In einigen Fällen, und vor allem wenn die Installation des Betriebssystems schon einige Jahre alt ist, werden die oben genannten Punkte nicht zur Lösung der Latenz-Probleme beitragen. In solchen Fällen musst Du in den sauren Apfel beißen und das Betriebssystem einfach frisch installieren.

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Latenz verbessern – Audio Interface & DAW

Der ein oder andere wird diesen Artikel vielleicht gar nicht weiter lesen brauchen, wenn er bereits mit den bisher beschriebenen Maßnahmen erfolgreich seine Latenzprobleme in den Griff bekommen konnte. Viele andere werden aber noch nicht am Ziel angekommen sein. Und wenn Du zu diesen gehörst, haben wir eine gute Nachricht für dich: Es gibt noch einige weitere Tipps, wenn Du deine Latenz verringern willst.

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6. Den richtigen Treiber wählen

Der Treiber ist sozusagen die Schnittstelle zwischen deiner DAW (Digital Audio Workstation) und der Hardware, dem Audio Interface. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Gut programmierte Treiber ermöglichen so geringe Latenzen wie 2 ms während andere nicht unter 50 ms arbeiten.

Deswegen ist es wichtig, den besten dir zur Verfügung stehenden Treiber auszuwählen. Auf einem Standard-PC findest Du meist den ASIO DirectX Full Duplex Driver, den ASIO Multimedia Driver und »ASIO [dein Audio Interface]«. Erstgenannter arbeitet auf meinem System mit einer Eingangslatenz von horrenden 324 ms, der zweite immerhin noch mit 121 ms – in anderen Worten: Das sind echte Latenzprobleme! Der ASIO-Treiber vom Hersteller unserer Fireface 800 kommt schon in der Standardeinstellung auf nur 7 ms Eingangs- und 8 ms Ausgangslatenz – und da geht noch viel mehr (siehe nächster Punkt).

Natürlich sieht das hier oben gezeigte Dialogfenster in jedem Musikprogramm und auf jedem Rechner anders aus. Schau aber einfach unter »Einstellungen« bzw. »Optionen« und dann unter »Audiogeräte«, »Audio Device« oder ähnlichen Einträgen nach.

Tipp: Auch der ASIO-Treiber deines Audio Interfaces sollte regelmäßig aktualisiert werden, sofern der Hersteller entsprechend fleißig neue Versionen nahschiebt. Dabei ist neben neuen Features und besserer Stabilität auch eine geringere Latenz zu erwarten.

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7. Die Latenz einstellen mit Buffer Size

Nachdem wir im ersten Schritt den besten ASIO-Treiber ausgesucht haben, geht es ans Eingemachte. Der wichtigste Parameter, mit dem Du Latenzprobleme lösen kannst, ist die Puffergröße (engl.: »buffer [size]«). Ein kleiner Bereich des Arbeitsspeichers, in den deine DAW bzw. das Betriebssystem die Audiodaten lädt, bevor sie abgespielt werden. Die Latenz hängt direkt mit der Puffergröße zusammen.

Kleine Werte für den Puffer ergeben geringe Latenzen, große Puffer bewirken lange Latenzzeiten. Wie wir in unserem Artikel »Was ist Latenz?« bereits ausführten, sind geringe Latenzen sehr förderlich für das Spielen von virtuellen Instrumenten. Je mehr Latenz das System aufweist, desto größer die Zeitspanne zwischen dem Drücken einer Taste auf dem MIDI-Keyboard und der hörbaren Note.

Warum also überhaupt die Möglichkeit, hohe Werte für den Puffer einzustellen? Die Antwort ist, dass kleine Puffergrößen den Prozessor im Computer stärker beanspruchen. Wenn Du jetzt ein Projekt mit vielen Spuren, virtuellen Instrumenten und Effekten hast, dann wirst Du bei kleinem Puffer schnell Aussetzer und Fehler im Audiosignal wahrnehmen (oftmals als eine Art Klicken und Kratzen) und es wird zu CPU-Überlastungen kommen.

An diesem Punkt bleiben dir im Prinzip nur folgende Möglichkeiten: Entweder Du kaufst eine leistungsstärkere CPU oder Du erhöhst den Puffer – und damit auch die Verzögerung, die das Musizieren so unangenehm macht. Oder … ↓

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8. Bouncen für geringe Latenz

Du kannst die CPU-hungrigsten Spuren in deinem DAW-Projekt exportieren (auf Denglisch: »bouncen« oder »rendern«).

Hierzu exportierst Du einzelne Spuren als WAV oder AIFF, die anschließend wieder in eine Spur geladen werden. Die alte Spur kann nun abgeschaltet (oder gelöscht) werden, wodurch die Last des Prozessors verringert wird, da ja keine virtuellen Instrumente und/oder Effekte mehr »live« berechnet werden müssen. In einigen modernen DAWs gibt es die Funktion »Freeze«, die diese Arbeitsschritte in einem Klick erledigt.

Natürlich ist diese Lösung nicht ideal. Denn wenn Du eine Änderungen an den MIDI-Daten oder den exportierten Effekten durchführen willst (oder musst), geht kein Weg daran vorbei, das Bouncen wieder rückgängig zu machen.

Bei meinen eigenen Projekten achte ich darauf, dass ich während der Kompositions- und Recording-Phase geringe Puffergrößen habe, um das Einspielen sehr musikalisch zu haben. Je größer das Projekt wird, und je mehr dadurch der Prozessor belastet wird, desto höher stelle ich die Puffergröße ein. Wenn es ans Abmischen geht, exportiere ich alle Spuren und virtuellen Instrumente (ohne Effekte) und beginne ein neues Projekt. Auf diese Weise erhalte ich mir auch beim Mixing die geringen Latenzzeiten.

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9. Hardware-Monitoring

Die meisten modernen Audio Interfaces bieten heutzutage Hardware-Monitoring, auch »zero latency monitoring« oder »direct monitoring« genannt. Wenn diese Funtkion aktiviert wird bzw. wenn das Interface ohnehin nur auf diese Art und Weise operiert, werden die Eingänge der Soundkarte direkt mit den Ausgängen derselben verbunden. Das anliegende Audiosignal wird ohne spürbare Latenz an die Boxen bzw. den Kopfhörer weitergegeben.

Diese Methode ist sehr nützlich, wenn es um die Aufnahme von externen Instrumenten geht. Leider können virtuelle Instrumente hiervon nicht profitieren, denn diese müssen ja immer noch vom Computer und damit vom Prozessor bearbeitet werden und bekommen dadurch die gewohnte Latenz – und zwar die Summe aus Eingangs- und Ausgangsverzögerung (»round-trip latency«).

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Projekt »Latenzzeiten verringern« abgeschlossen!

Wenn Du alle 9 Schritte dieses Artikels durchgegangen bist, dann solltest Du dein Ziel »Latenz verbessern« erreicht haben.

Natürlich mag es Fälle geben, bei denen das Ergebnis noch immer nicht zufriedenstellend ist. Oftmals sind hier ein leistungsschwacher Computer, schlechte ASIO-Treiber oder ein mittelmäßiges Audio Interface daran schuld. Hier hilft nur noch der Griff in den Geldbeutel und eine Investition in neue Hardware.

Teile dein Wissen und empfiehl uns weiter

Erzähl uns in den Kommentaren, wie Du deine Latenz verbessern konntest! Welche Tipps kennst Du noch und welche Ergänzungen oder Korrekturen hast Du für die von uns aufgeführten Ratschläge?

Wenn Du diesen Artikel hilfreich findest, würden wir uns sehr freuen, wenn Du ihn deinen Bandkollegen, Freunden und Bekannten auf Facebook, Twitter oder in deinem Lieblingsforum empfiehlst. Danke! :)

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Lesermeinungen (22)

zu 'Latenz verbessern: So kannst Du niedrige Latenzzeiten einstellen'

  • Felix (delamar)   02. Sep 2009   16:43 UhrAntworten

    Übrigens, ein hervorragender Freeware-Defragmentierer ist MyDefrag - um Längen besser als die Windows-eigene Lösung. Eine GUI gibt es auch.

  • Justus M.   03. Sep 2009   09:38 UhrAntworten

    Ihr vergesst den 32bit / 64 bit Aspekt beim Arbeitsspeicher. Mehr als 4 GB nutzen zu wollen, hieße gleichzeitig, dass man ein 64 bit System mit entsprechender DAW (afaik Cubase 4 und 5, Ableton Live 8 und Sonar 8) braucht. Sich 8 GB in den Rechner bauen bei einem 32 bit System macht keinen Sinn.

  • Justus M.   03. Sep 2009   09:43 UhrAntworten

    Btw. bildet USB oftmals einen Flaschenhals, was Latenzen angeht, insbesondere wenn mehrere In und Outputs gleichzeitig beansprucht werden. Beim Kauf sollte man lieber zu Firewire oder PCI (Express) Interfaces greifen.

  • polyaural   03. Sep 2009   18:29 UhrAntworten

    Nur ein kleiner Hinweis: Es gibt keine Tools zum Defragmentieren unter Mac OS X weil dieser Job vom Betriebsystem automatisch durchgeführt wird.

    Außerdem habe ich die Beobachtung gemacht, dass ein aktiviertes WLAN auch dann Leistung kostet, wenn es nicht verwendet wird. Ich schalte Airport ab, wenn ich Cubase starte.

    Kann einer der Mitleser eine Empfehlung zum „Entkernen“ des Betriebssystems auf das notwendige Mindestmaß abgeben um die vom System notwendigen Resourcen zu minimieren? Für Mac OS X?

  • Carlos (delamar)   05. Sep 2009   23:28 UhrAntworten

    Wenn man es genau nimmt, kann ein Windows XP mit 32-bit sogar (standardmässig) nur mit 3GB Arbeitsspeicher umgehen.
    Aber genau deswegen ist es so wichtig, in die Bedienungsanleitung des Motherboards reinzuschauen und nachzulesen, was dort geht und was nicht.

  • David Martini   12. Sep 2009   12:00 UhrAntworten

    Hall Carlos

    ich habe irgendwo mal im Cubase Studio 4 Handbuch gelesen, das man mehrere Midi-Spuren auf einmal bouncen kann. Das bouncen dauert nämlich immer lange. Ist sehr nervig.

    Du schreibst in deinem Artikel ohne Effekte, du meinst dann eher ohne Insert-Effekte. Automationen von Synthesizern sollten ja schon vorher vorgenommen werden, denn nach dem bounce kann man keine Parameter mehr automatisieren.

    Aufnahme mit geringster Latenz. Reiner Abmischvorgang kann doch auch mit höherer Latenz durchgeführt werden oder ???

    Wie machst du das ???

    gruß

  • Juan Sanchez   12. Sep 2009   21:42 UhrAntworten

    Hi Carlos!

    Gutes Thema!
    Mich würde mal interessieren, ob es auch möglich ist, mehrere ASIO Interfaces diverser Hersteller parallel zu betreiben. Soweit ich weiß ist dies nur via ASIO4ALL möglich, was aber keine zufriedenstellend flüssige Aufnahme-Session aushalten würde - aufgrund vieler kleiner Aussetzer.
    Der ASIO Multimedia Driver hat zu hohe Latenzen...

    Habt ihr schon Erfahrungen in dem Gebiet?

  • IbanezPlayer321   12. Sep 2009   22:52 UhrAntworten

    Hey Carlos!

    Das sind sehr gute Tipps! Hab auch so meine Probleme mit Latenzen.
    Sind aber fast allle mittlerweile beseitigt.

    Habe einen Korg nanoKONTROL die extreme Latenzen (einige Sekunden) aufweist. Habe leider noch keine Lösung dafür gefunden. Er ist als generischer Controler in Cubase Studio 5 eingetragen, und auch korrekt eingestellt. M-Audio Keystation 49e und Korg nanoPAD funktionieren einwandfrei.

    Kennt jemand eine Lösung für das Problem?

  • Carlos (delamar)   14. Sep 2009   09:16 UhrAntworten

    @David Martini:
    Richtig erkannt! Ich meine damit tatsächlich das Bouncen der Insert-Effekte. Das Abmischen mache ich auch mit so geringer Latenz wie irgend möglich. Es ist sonst schwierig, Kompressor, EQ und andere Effekte zielgenau einzusetzen. Normalerweise komme ich erst am Ende der Mix-Session an eine Latenz von 10ms, die meiner Ansicht nach für das Abmischen gerade noch erträglich ist.

    @Juan Sanchez:
    Hola Juan, ich selbst habe keine Erfahrungen mit dem Betrieb mehrerer Audio Interfaces (und damit ASIO-Treiber) im Parallelbetrieb. Allerdings weiss ich, dass der MOTU Digital Performer 6 so etwas anbietet. Im Normfall würde ich eher dazu tendieren mein Audio Interface über die ADAT Schnittstelle zu erweitern.

    @Ibanezplayer321
    Leider wüsste ich jetzt dafür keine Erklärung ausser, dass die Hardware vielleicht einen Defekt hat. Versuch doch mal das nanoKontrol an einem anderen USB oder MIDI Anschluss zu betreiben und achte dabei darauf, ob die Latenz besser wird. Ansonsten versuch mal den Controller allein anzuschliessen und die Auswirkung zu beobachten. Sehr hilfreich kann auch sein, zu beobachten, ob die Latenzprobleme auch an anderen Computern bestehen.

  • kf   05. Okt 2009   09:08 UhrAntworten

    schau mal bei gearslutz.com vorbei. Grosse community mit vielen Mac nutzern.

  • polyaural   12. Okt 2009   20:23 UhrAntworten

    Danke!

  • Sabine   31. Jul 2010   10:39 UhrAntworten

    Wo bekommt man den Asio Fireface Treiber? Mein Yamaha Audiogram3 Cubase Version, bietet nur den ersten Treiber an, Asio Direct x Full Duplex, ich sage nur Echo Echo Echo ...

  • Tom   02. Sep 2010   09:57 UhrAntworten

    @Sabine

    Die ASIO-Treiber werden mit den Audio-Karten mitgeliefert. Direkt für normale Soundkarten runterladen bzw. verwenden kann man sie nicht.

    Der FireFace Treiber z.B. ist für die Karten von RME gedacht.

    Also nochmal zusammen gefasst. Die brauchst eine spezielle Audiokarte. Entweder über FireWire oder als Einbauvariante in den PC.

  • Micha F.   30. Okt 2010   02:55 UhrAntworten

    CPU Übertakten ;o)

  • Jakob   07. Mrz 2011   14:23 UhrAntworten

    @Ibanezplayer321:
    Hast du das Problem mit den Latenzen inzwischen gelöst?

    Ich hab seit kurzer Zeit selber ein Nanokontrol, dass ich mit Cubase LE4 benutze, und habe in der Transportsektion eine Latenz von einigen Sekunden. Erstaunlich ist aber, dass die MIDI-Aktivitätsanzeige den Befehl sofort anzeigt, also kann es sich nicht um eine Hardwarelatenz handeln. Auch die Fader und Panner reagieren sofort. Ich habe die Taster als Mute- und Soloschalter definiert, das Muten funktioniert problemlos, das Schalten auf Solo hat aber auch noch ein Problem. Wenn ich einen Kanal "Solo" schalte Muten sich ja, wie gewohnt, die andern Kanäle. Bei dem Kanal leuchtet die Anzeige für Solo sofort, das Muten der anderen Kanäle geht allerdings mit einer Latenz von statten, die ähnlich lang wie die in der Transportsektion ist.
    Auf mich wirkt es irgendwie so, als wenn irgendwo in Cubase eine "versteckte" Zeit auf den MIDI-Befehl draufgerechnet wird, ich finde aber nichts...
    Weiß jemand Rat?
    Danke und liebe Grüße
    Jakob

  • DJ Today   09. Okt 2011   11:07 UhrAntworten

    Warum habe bei Ableton eine deutlich höhere Latenz als bei Wavelab bzw. Adobe Audition? Hab schon im Menü die Latenz runtergenommen.

    (Hab mir erst einen neuen Rechner gekauft, an dem gibts wenig zu meckern^^)

  • Michel   26. Okt 2011   10:13 UhrAntworten

    Für das RAM-Problem bei Win7 32bit gibt es mittlerweile einen Patch, der wohl auch gut funktioniert. Damit kannst du mehr als 4GB (3 GB) nutzen.

    Grüße

  • Markus   29. Mai 2012   19:22 UhrAntworten

    Hallo,

    das Phonic phhb24U bereitet mir etwas Schwierigkeiten.
    Habe das interface via USB an mein laptop angeschlossen und kurz darauf feststellen muessen, dass wiedergegebener sound (egal aus welcher quelle) verzerrt ist. habe darauf hin die einstellungen der in und outs und die der software auf 24bit/48khz gestellt.

    desweiteren habe ich die buffergroesse erhoeht und die hintergrundaktivitaeten zurueckgeschraubt.

    jetzt ist der sound schon nicht mehr verzerrt. es knackt nur noch leicht.

    koennt ihr mir helfen wie ich endgueltig dieses letzte kleine knacken wegbekomme?

    vielen dank im vorraus

  • Robert   20. Mrz 2013   15:09 UhrAntworten

    Hallo, sehr guter Artikel, der betrifft mich auch.

    ich schalte für die aufnahmen in pro tools 10 den treiber immer von asio4all auf die mbox pro(3rd gen) mit der ich arbeite.

    sobald ich fertig bin mit den aufnahmen kopier ich mir das projekt, benenne es um und schalte dann in dieser sesison um auf den asio4all treiber.

    allerdings habe ich dort ab einer gewissen zahl von plugins schon dieses besagte knacken bzw die sound aussetzer.
    ich nutze zudem die uad2 solo dsp karte und arbeite fast nur mit den plugins dieser. wie kommts also das ich trotzdem aussetzer bekomme? habe im uad fenster alles so wie vom hersteller eingetellt damit pt am besten damit funktiert....aber...neee...läuft nicht...einer ne idee?

  • Tobi   24. Jul 2014   13:49 UhrAntworten

    Was ist wenn man die BufferSize schon auf das Maximal erhöht hat und es immer noch knackt und rauscht.
    Ich hatte es Anfangs auf ca. 256 dann habe ich es immer erhöht eine Zeitlang ging es auf 520 und jez mittlerweile habe ich es auf 2000 oder einfach das höchste eingestellt. Aber es knackst und rauscht immer noch!
    Bin am verzweifeln -.-'

  • Tom   22. Aug 2014   22:30 UhrAntworten

    Vielen Dank, Carlos!

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