Jeroen Breebaart Smash Pro: Mutliband-Dynamikprozessor

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Jeroen Breebaart Smash Pro: Mutliband-Dynamikprozessor

Jeroen Breebaart Smash Pro

Jeroen Breebaart Smash Pro

Smash Pro bietet tiefgreifende Bearbeitungsmöglichkeiten einen für fetten und warmen Sound. Kompression, harmonisches Exciting und Equalizing können fein abgestuft geregelt werden, indem Ihr einfach dazugehörige Frequenzkurven zeichnet.
Das Plugin arbeitet mit einer innovativen Methode zur Zerlegung der Eingangssignale; diese werden einem Oversampling mit einem Faktor von bis zu 40 (!) unterzogen. Das Resultat ist ein sehr markanter, einzigartiger Klangcharakter.

Aufgrund seiner Flexibilität ist Smash Pro für viele unterschiedliche Einsatzbereiche wie dynamisches Equalizing, De-Essing, Anreicherung harmonischer Inhalte innerhalb bestimmter Frequenzbereiche, Multiband-Distortion, parallele Kompression und mehr geeignet.

Jeroen Breebaart Smash Pro: Features

  • bis zu 127 Parameter zur Bearbeitung mit chirurgischer Präzision
  • Unterstützung für Audiodaten mit 64-Bit
  • bis zu 192 kHz Samplerate
  • Multiband-Bearbeitung (bis zu 20 Bänder), jeweils mit Threshold, Ratio, Attack, Release und Gain
  • einzigartiges spektrales Exciting
  • hochwertige, komplexe Level-Detektoren für ausgezeichnete Multiband-Kompression
  • parallele Kompression durch Dry/Wet-Regler
  • aufgeräumte Benutzeroberfläche mit Pegelanzeige und Echtzeit-Visualisierung der Pegeljustierung für jedes Frequenzband
  • Ausgangspegelanzeige (VU Meter) mit Peak Hold

Jeroen Breebaart Smash Pro: P&V

Jeroen Breebaart Smash Pro wird wohl noch im Mai auf den Markt kommen. Der Preis wurde noch nicht bekanntgegeben.

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Lesermeinungen (10)

zu 'Jeroen Breebaart Smash Pro: Mutliband-Dynamikprozessor'

  • nevi   07. Mai 2009   23:40 UhrAntworten

    Das Manual von dem Plugin ist ist ja wohl ein kleiner Witz, aber vom Screenshot her macht es einen interessanten Eindruck. Allerdings machen mich die günstigen Preise der Software von Jeroen Breebaart etwas stutzig.
    Wär ja der Hammer, wenn das Ding "zu gebrauchen wäre" und nur 10 (in Worten -zehn- ;-)) Euros kostet...

    Felix oder Carlos, wisst Ihr welche "innovative Methode" dem Plugin zugrunde liegen soll? Damit ist doch jetzt nicht etwa FFT gemeint, oder??

    Kann denn jemand sagen, wie die Klangqualität der anderen Plugins von der Seite zu beurteilen ist? Oder hat jemand sich schon jemand näher mit der Demo von dem Multiband-Teil beschäftigt?

    • Carlos (delamar)   10. Mai 2009   10:18 UhrAntworten

      Hallo Nevian,
      danke für Deinen Kommentar! Ich bin da aber leider absolut überfragt. Vielleicht weiss Felix ja mehr..?

  • Sib   11. Mai 2009   20:14 UhrAntworten

    20-Band-Kompressor? Mach es überhaupt Sinn, das Frequenzspektrum so fein aufgelöst in seiner Dynamik zu bearbeiten? Ich bin gerade mit drei Bändern zufrieden und werde mich irgendwann noch auf vier hocharbeiten...aber 20... ich weiß ja nicht... ich lasse mich aber natürlich sehr gerne eines Besseren belehren.

  • nevi   12. Mai 2009   01:35 UhrAntworten

    Hallo Sib,

    natürlich ist die Frage, inwiefern bei der Verwendung des Maximums von 20 Bändern jedes einzelne Band exakt eingestellt werden muss - unabhängig davon, ob Du so viele verwenden willst. Unter Umständen hebt sich das Plugin was das Funktions- und Bedienungskonzept angeht von "normalen" Multibandkompressoren ab.

    Außerdem kommt es darauf an, ob die Übergansfrequenzen frei gewählt werden "müssen" oder die Bänder einfach nur gleichmässig bzw. logarithmisch aufgeteilt werden - ähnlich wie bei einem grafischen EQ. Bei einem solchen hat i.d.Regel keiner ein Problem mit der Einstellung, auch wenn es sich um 31 Bänder handelt (z.B. PA-Anwendungen).

    Dieses Plugin hat auch einen Regler für die Flankensteilheit (Filter Order), was meiner Meinung nach sehr genial ist. Damit kannst Du praktisch einstellen, in wie weit sich nebeneinander liegende Bänder und deren Effektwirkung überlagern. Es entsteht somit ein viel "fließenderer" Effekt über den Frequenzgang hinweg - die Grenzen verschwimmen bei niedrigerer Einstellung.

    Um nochmal auf Deine Anregung zurückzukommen: Dies könnte sehr sinnvoll sein bei der Verwendung einer geringen Anzahl von Bändern.
    Interessant fände ich allerdings auch, diesen Effekt mal bei 20 Bändern mit ziemlich konträren Einstellungen auszuprobieren. :-)
    Hohe Einstellungen für die Filter Order bringen eher "chirurgische" Eingriffe.

    Folgendes kommt noch hinzu: es gibt einen Warmth-Parameter - so weit ich das in Erinnerung habe für jedes Band! Da machen die 20 Bänder schon Sinn, finde ich.

    Nochmal zur Zahl von Bändern, die "man" bei einer Multibandkompression "braucht": Es kommt immer darauf an, was Du erreichen willst bzw. zu welchem Zweck der Kompressor eingesetzt wird.

    Ich setze eine 2- oder 3-Band-Kompression gerne für den Bassbereich ein, um die Verhältnisse von oberen und unteren Basslagen auszuwiegen. Bei Vocals würde eine Einteilung in 3 Bändern Sinn machen, aber da arbeite ich mit getrennten Spuren und Effekten und trenne die Bänder nicht exakt gegeneinander ab - also dabei benutze ich i.d.Regel keinen Multibandkompressor.

    Fürs Mastering (bzw. die Summe) sind 3 Bänder schon echt das Minimum, es sei denn, Du willst einen echten "Effekt" bauen (dann können es auch gerne nur 2 sein).
    Für eine normale Anwendung besser wären 4, meiner Meinung nach sogar 5 Bänder. Natürlich ist zu lernen, damit umzugehen, und jedes Band sollte wirklich gewissenhaft eingestellt werden. Wenn Du genau weisst, was Du tust, wird sich das am Ende klanglich auszahlen.

    E-Gitarren brauchen oftmals Multibandkompression mit 4 oder 5 Bändern, wobei ein einfacher Kompressor nicht unbedingt immer weiterhilft. Besser wäre hier ein Kompander, womöglich mit grafischer Darstellung und mehreren "Knien" pro Band. Dabei ist zu empfehlen immer schön einen Low-Cut bzw. High-Pass davor schalten.

    lg nevi

  • Sib   12. Mai 2009   02:22 UhrAntworten

    Danke Nevi für die ausführliche Beschreibung! Was ist denn ein Kompander?

  • Sib   12. Mai 2009   02:36 UhrAntworten

    Hab das Ding gerade ausprobiert und muss sagen: saugeiles Teil, bin voller Fan davon!! :D

  • nevi   13. Mai 2009   02:37 UhrAntworten

    Ein Kompander ist eine Fusion aus Kompressor und Expander. BTW Erklärungen, welche hierzu auf Wikipedia zu finden sind, beziehen sich auf eine andere Anwendung und haben nichts mit den VST-Compander-Plugins zu tun.

    Ein Compressor engt die Dynamik immer nur ein bzw. reduziert die Dynamik ab dem Erreichen eines Schwellwerts (=Threshold). Ein Expander bewirkt das Gegenteil, er erweitert die Dynamik.

    Es gibt Plugins, die beide "Richtungen" ermöglichen. Einige davon haben eine grafische Darstellung und ermöglichen, mehrere "Knees" darin direkt einzuzeichen.
    Steigt die Dargestellte Kennlinie in einem Winkel von genau 45° an, wird die Dynamik nicht verändert. Ein Anstieg kleiner 45° bedeutet Kompression (0°=Limiting), größer 45° bedeutet Expansion.
    Somit kannst Du "vor" dem Knie expandieren und nach dem Knie komprimieren. Mit mehreren Knien kannst Du den Übergang natürlicher gestalten.

    Bild

    Es gibt auch Kompressoren, welche mit nur einem Knee arbeiten und dabei ermöglichen, dessen "Beugung" zu regeln. In Kombination mit einem normalen Expander erhältst Du einen ähnlichen Effekt, nur die Bedienung ist etwas anders und diese Methode wird bei Multiband-Anwendungen eher selten eingesetzt.

  • Sib   13. Mai 2009   18:52 UhrAntworten

    Der Waves C1 ist doch so einer, oder?

  • Felix (delamar)   13. Mai 2009   19:09 UhrAntworten

    Tausend Dank für die Informationen, nevi! Klasse, daß Du Dir die Zeit dafür nimmst.

    Zu Deiner ursprünglichen Frage weiß ich auch nix zu berichten, k.A., ob FFT dahintersteckt. (Ich bin auch nicht wirklich akustiktheoretisch beschlagen und wüßte dann immer noch nicht, was das für den Klang, die Performance, etc. bedeuten würde. ;) ) Und ich hoffe, Du wirst verzeihen, daß man bei den Newsartikeln manchmal das unvermeidliche Marketinggefasel mehr oder weniger 1:1 übersetzt, daher die "innovative Methode". :) Der "Boah"-Faktor war hier für mich das 40fache Oversampling, was vielversprechend klingt in Bezug auf die Bearbeitungsqualität der Eingangssignale, bisher habe ich höchstens mal 8faches bei Plugins gesehen.

    Zu Breebaarts anderen Plugins kann ich nix sagen, aber es sieht so aus, als hätte er schon ordentlich Erfahrung gemacht im Dynamik-Bereich.

  • nevi   16. Mai 2009   11:07 UhrAntworten

    @Sib: Der C1+exp/gate ist etwas ungewöhnlich und kann noch so andere spezielle Dinge wie Sidechain-EQ und negative Kompression. Mit etwas Tüftelei sollten auch ähnliche Kurven möglich sein, wie ich beschrieben habe. Allerdings ist das Knie nicht willkürlich und unabhängig von der Ratio regelbar. Das Konzept weicht schon etwas von anderen Plugins ab aber es gibt viele Anwendungen für den C1.

    @Felix: Jetzt wo Du es sagst... Stimmt, ich kenne auch nur 8x z.B. bei Voxengo. Ich habe die Demo von Smash Pro mal ausprobiert, und bis auf eine Unannehmlichkeit bei der Bedienung sind die Ergebnisse recht ordentlich. Ich gehe davon aus, dass es sich um die besagte FFT handelt und hab mir schon gedacht, dass das O-Ton gewesen ist ;-) Ich weiß ja nicht, wieviel Zeit Euch für Recherchen zur Verfügung steht - aber es wär schon spannend zu erfahren, was Jeroen Breebaart auf eine Anfrage dazu antworten würde ;-) Wie Du schon sagst: Marketinggefasel... Trotzdem, gutes Plugin

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