Geheimtipp: Meine 12 besten Tipps für bessere Musikproduktionen
- Wilde Experimente
Nein, das hat nichts Anrüchiges an sich. Durch die vielen Speicherstände fällt es mir wesentlich leichter, neue Dinge auszuprobieren, verrückte Ideen zu testen und eben all das zu machen, was sich im Nachhinein vielleicht als blöd herausstellt. Musikproduktion ist ein kreativer Prozess und zu diesem gehört es auch mal, sich über die bekannten Regeln hinwegzusetzen und diese etwas zu dehnen. - Körperliche Verfassung
Die körperliche Verfassung eines Menschen ist elementar, wenn es um seine Leistungsfähigkeit geht. Durchzechte Nächte, laute Partys, dröhnende Konzerte, Krankheit und Müdigkeit sind sozusagen die natürlichen Feinde einer guten Produktion. Wenn dein Körper müde und geschafft ist, dann sind es auch deine Ohren. Und diese sind nunmal die Schnittstelle zwischen dir und deiner Produktion.
In diesem Rahmen müssen auch wieder die Pausen aus dem oben verlinkten Artikel erwähnt werden. Wiederholtes Hören ein und desselber Aufnahme oder Spur führt unwiderruflich zu müden Ohren, zu Perspektivlosigkeit und damit zu schlechteren Resultaten. Mein Tipp: Alle Stunde mal einen Kaffee holen oder aufstehen und das Fenster aufreissen. - Abhörlautstärke
Dieser Tipp gehört wiederum zum Stichpunkt ermüdungsarmes Hören. Massgeblich für die Ermüdung ist die Abhörlautstärke. Es gibt Musikproduzenten und Toningenieure, die empfehlen bei 85 dB/SPL abzuhören. Ich selbst bevorzuge leiseres Arbeiten und dann gezieltes Abhören in grösserer Lautstärke. Wenn Du noch mitten in der Komposition bzw. im Arrangement steckst, dann brauchst Du sowieso keine grosse Lautstärke – diese Arbeiten würde ich prinzipiell leise machen. - Ordnung auf der Festplatte
Auch wenn sich der ein oder andere darauf beruft, dass das heimische Chaos von seinem Genie beherrscht wird: Wer keine sinnvolle (an die eigenen Bedürfnisse angepasste) Ordnung hält, verliert eine Menge Zeit. Diese ist immer besser in der Produktion der Musik angelegt als auf der Suche nach dem einen Vocaltake mit der besonders tollen Stimmung, nicht wahr? - Nach dem ist vor dem Mix
Oder nach der Produktion ist vor der Produktion etc. Ich wollte nur nicht klischeehaft schreiben: Übung macht den Meister – obwohl das den Kern gut rüber bringt. Viele Dinge in der Musikproduktion kann man zwar nachlesen und kennen lernen. In Fleisch und Blut gehen die meisten Dinge aber erst über, wenn Du sie regelmässig anwendest und deine eigenen Erfahrungen damit machst. Deswegen: Produziere mehr Tracks / Songs / Mixe / Master und jeder einzelne wird noch besser als der vorherige werden. - Lies, sieh & hör delamar regelmässig!
Das Beste kommt immer zum Schluss. Du findest auf delamar eine Unmenge an Tipps & Tricks, Tutorials, Videos, Podcasts, Artikel und mehr zu Musikproduktion, Producing, Songwriting, Mastering – eben alles, was für Musiker und Produzenten wichtig ist. Schau regelmässig vorbei und nimm dir die besten Anregungen mit zu dir ins Tonstudio.
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Schlussgedanken zu meinen 12 besten Tipps für bessere Musikroduktionen
Eigentlich sollte es nur eine sehr kurze Liste mit den wichtigsten und besten Tipps werden. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das nicht reicht, um zu verstehen, warum so viele Tipps nur indirekt mit Musikproduktion und Recording zu tun haben. Diese 12 Tipps haben bei mir zu mehr Effektivität in meiner Arbeit geführt und dadurch automatisch zu besseren Produktionen.
Im Übrigen lese auch ich regelmässig die Artikel der anderen Redakteure hier auf delamar und lerne daraus oder aus den Gesprächen jeden Tag etwas dazu.
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30. Nov 2009 | 19:08 Uhr
sehr gut und nützlich…
30. Nov 2009 | 20:19 Uhr
Hallo,
das sind gute Tips. Zu Punkt 1 folgendes: Wäre es nicht mal sinnvoll eine kleine Liste mit Referenz-Cd´s aus verschiedenen Musikrichtungen zusammenzustellen. Denn ich habe mir schon einige sog. Referenz-CD´s über Amazon gekauft. Und jedesmal kam minimalistischer Jazz bei mir an. Da hört man natürlich alles ganz toll und klar. Das nutzt mir jedoch für meine Richtung (Elektronik, Synth … ) nicht sehr viel. Vielleicht geht es ja nicht nur mir so. CD´s die mir zwar gefallen stellen oft leider tontechnisch keine Referenz dar. (z.B. Schiller ist zwar musikalisch mein Geschmack und schön räumlich mit viel Hall, aber von der Produktion her auf guten Lautsprechern zum weglaufen …) Einige Tipps oder eine kleine Liste würde uns doch allen helfen. Und da zum Referenzhören keine mp3´s taugen fördert dies doch auch CD Verkäufe … :-)
30. Nov 2009 | 23:28 Uhr
Punkt 11: Ja. Einfach nur Ja. Diese steigerung hält so sehr an, das es mir manchmal echt schwer, anfangs sogar unmöglich war mehrere Tracks nacheinander zu mischen, die auf eine CD gehören. Während des aufnehmen/abmischen des einen songs sammle ich so viele neue erfahrungen und ideen, dass ich anders an den nächsten song heran gehe und dieser auch immer besser klingt!
Übgun macht halt den Meister. Man hat nie “ausgelernt”.
09. Jun 2010 | 17:00 Uhr
Auch ich unterstütze die Idee mit den Referenz-CDs. Vor allem, weil meiner Meinung nach nur wirklich gute Toningenieure das auch beurteilen können. Quasi Referenz von der Referenz! Wäre also ne super Sache, zumal man ja zwischen Stilrichtungen unterscheiden könnte und wahrscheinlich 2-3 besonders herausstechend gute Produktionen für eine Stilrichtung ausreichen.
27. Mai 2011 | 17:19 Uhr
Zu aller erst: Das hier ist eine Super-Homepage, die ihresgleichen sucht – zumindest gibt es nicht viele davon! Danke für eure Mühe und das Know-How, das ihr weitergebt – nach dazu gratis! Klasse!
Bezüglich Referenz-CDs oder Referenz-Musik an sich: Ich finde es immer ein wenig schwierig, da die Musik immer bereits gemastert ist – da wünschte ich mir Rohversionen (fertig gemischt aber noch nicht gemastert). Oder auch AB-Vergleiche, damit man auch mal hören kann, was das Mastering an sich noch an Veränderung/Verbesserung leisten kann. Wäre vielleicht auch mal ein Thema, das hier behandelt werden könnte.
Beste Grüße,
Frank
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