Frequenztabelle für die Musikproduktion
Mit dieser Frequenztabelle (frequency chart) kannst Du für jede Note eines Songs dessen Frequenz ermitteln. Gerade wenn es um das Abmischen oder das Mastering eines Songs geht und es Probleme mit bestimmten Noten gibt, die einfach nur “aus den Lautsprechern” zu springen scheinen, ist die Frequenztabelle sehr nützlich.
Frequenztabelle für die Musikproduktion: Kostenloser Download
Wer kennt das nicht? Beim Mischen oder beim Mastering eines Songs scheint zum Beispiel der Bass so richtig aus den Boxen herausspringen zu wollen. Aber nicht etwas die gesamte Bassspur, nein. Es betrifft immer nur diese eine Note, diesen einen Takt (One-Note-Bass). Der Ton erklingt wesentlich lauter als die restlichen und wenn Du den Bass einfach in der Lautstärke absenkst, wird er zu leise. Ein Kompressor mag auch nicht so recht helfen, da der Bass dann zwar gleichmässig laut klingt, dafür aber keinerlei Dynamik mehr aufweist.
Kennst Du das?
Nun, das Problem kannst Du relativ schnell und musikalisch mithilfe eines Equalizers lösen. Diesen setzt Du punktuell (fast schon chirurgisch) auf die eine Note, die aus den Studiomonitoren zu springen scheint. Und genau hier kommt die Frequenztabelle zum Tragen.
Wie wende ich die Frequenztabelle richtig an?
- Finde heraus, welche Note das betroffene Instrument spielt. Das kannst Du sehr einfach mithilfe eines Keyboards. Für unser Beispiel nehmen wir an, der Bass spielt die Note B.
- Jetzt musst Du in der Frequenztabelle schauen, welche Frequenz der Ton B hat. Dazu suchst Du die Zeile, die in der ersten Spalte B zeigt.
- In den Spalten der Zeile kannst Du nun die verschiedenen Oktaven ablesen. Je nach Bass wird es sich bei der betreffenden Frequenz um etwa 62 Hz oder 123 Hz handeln.
- Jetzt kannst Du die störende Frequenz mit einem Equalizer bearbeiten.
Frequenztabelle: Kostenloser Download
In dieser Frequenztabelle findest Du alle Töne der Tonleiter, die sich zwischen 31Hz und 32kHz befinden. Das dürte so ziemlich jeden Situation abdecken, der Du beim Mixing oder Mastering begegnen wirst.
Die Frequenztabelle habe ich als PDF für dich erstellt. Die Datei ist 950KB gross.
Kennst Du weitere Musiker, die diese Frequenztabelle gut gebrauchen könnten? Dann erstell doch einfach zwei Ausdrucke dieser Tabelle und/oder kopiere ihnen dieses PDF!
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01. Mrz 2008 | 10:23 Uhr
Ich hätte eine Frage:
Was machst du damit? Wann brauch man sowas? Ich kenne die Frequenztabellen für alle möglichen Tonquellen und wo sie im Spektrum liegen (z.B. http://www.independentrecordin.....ontfollow/ ), was ganz nützlich manchmal für den Mix ist, aber sowas…?!? :)
Bin gespannt!
PS: Okay, in meinem Gitarrenpreamp gibts nen Bandpass Filter um Live per Fussschalter den Resonanzton zu unterdrücken. Aber den kann man, wie angedeutet, auch automatisch suchen lassen.
01. Mrz 2008 | 12:56 Uhr
Ganz konkret hatte ich ein Problem mit einem bestimmten Ton in einer Bass-Spur und da habe ich mit Sweeping im EQ die Problemzone gefunden und abgedämpft. Eine solche Tabelle hätte mir da beim Feintuning helfen können und Zeit gespart.
Eine andere Anwendung für eine solche Tabelle ist das Setzen von HighPass Filtern. Wenn ich weiss, dass der tiefste Ton in einem Song bei 41Hz liegt, dann kann ich einen HP-Filter bei 35Hz bedenkenlos ansetzen.
18. Jan 2009 | 09:40 Uhr
DAS ist ja mal praktisch!! Vielen Dank Carlos
Hab solche Situationen auch schon oft genug gehabt, allerdings beeinflusst ein “starrer” EQ auch die Tonalität des gesamten Instruments.
Sehr empfehlen kann ich hier in diesem Zusammenhang den GlissEQ von Voxengo. Wer sich damit mal beschäftigt hat, weiß warum :)
Im Bass verwende ich auch fast immer eine Multiband-Kompression (meist mit 2 oder 3 Bändern), um die Ausgewogenheit über den Frequenzverlauf sicher zu stellen, insbesondere bei einem weiten Tonumfang.
Mit der Tabelle weiß ich jetzt sofort, “wo” ich mit meinen Übergansfrequenzen ungefähr bin.
17. Nov 2009 | 22:34 Uhr
Hallo,
der Post ist ja schon älter aber sollte man nicht lieber gleich mit einem Analyzer den richtigen Frequenzwert rausfinden lassen?
Insbesondere wenn bei mir ein Chord-Ton aus dem Mix springt, würde die Tabelle nicht viel helfen… aber der Analyzer mir den Wert genau sagen können.
30. Dez 2009 | 08:28 Uhr
Hallo!
Im (sehr guten) Buch “Internal Mixing” von Friedemann Tischmeyer ist auf Seite 131 eine vom Aufbau her identische Tabelle abgedruckt. Die Werte stimmen aber nicht mit eurer Tabelle überein.
Eigentlich sind nur die Werte für die Note A gleich.
Woran liegt das?
Hat das irgendwie mit einer “Harmonisierung” zu tun? Wenn ja, welche Tabelle ist nun die “mathematisch” und welche die “musikalisch” korrekte?