Frequenztabelle für die Musikproduktion

Mehr Präsenz für die Vocals beim Gesang abmischen

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Kostenlose Frequenztabelle zur Musikproduktion

Wer kennt das nicht? Beim Mischen oder beim Mastering eines Songs scheint zum Beispiel der Bass so richtig aus den Boxen herausspringen zu wollen. Aber nicht etwas die gesamte Bassspur, nein. Es betrifft immer nur diese eine Note, diesen einen Takt (One-Note-Bass). Der Ton erklingt wesentlich lauter als die restlichen und wenn Du den Bass einfach in der Lautstärke absenkst, wird er zu leise. Ein Kompressor mag auch nicht so recht helfen, da der Bass dann zwar gleichmässig laut klingt, dafür aber keinerlei Dynamik mehr aufweist.

Kennst Du das?

Nun, das Problem kannst Du relativ schnell und musikalisch mithilfe eines Equalizers lösen. Diesen setzt Du punktuell (fast schon chirurgisch) auf die eine Note, die aus den Studiomonitoren zu springen scheint. Und genau hier kommt die Frequenztabelle zum Tragen.

Wie wende ich die Frequenztabelle richtig an?

  1. Finde heraus, welche Note das betroffene Instrument spielt. Das kannst Du sehr einfach mithilfe eines Keyboards. Für unser Beispiel nehmen wir an, der Bass spielt die Note B.
  2. Jetzt musst Du in der Frequenztabelle schauen, welche Frequenz der Ton B hat. Dazu suchst Du die Zeile, die in der ersten Spalte B zeigt.
  3. In den Spalten der Zeile kannst Du nun die verschiedenen Oktaven ablesen. Je nach Bass wird es sich bei der betreffenden Frequenz um etwa 62 Hz oder 123 Hz handeln.
  4. Jetzt kannst Du die störende Frequenz mit einem Equalizer bearbeiten.

Frequenztabelle: Kostenloser Download

In dieser Frequenztabelle findest Du alle Töne der Tonleiter, die sich zwischen 31 Hz und 32 kHz befinden. Das dürfte so ziemlich jeden Situation abdecken, der Du beim Mixing oder Mastering begegnen wirst.

Die Frequenztabelle haben wir als PDF-Datei (90 KB) für dich erstellt.

Für den Download wird ein Account bei Facebook oder Twitter benötigt. Dann einfach auf den unten stehenden Knopf klicken und den Anweisungen folgen. Erst wenn der Tweet oder das Like abgegeben wurde, kannst Du das PDF herunterladen.

Kennst Du weitere Musiker, die diese Frequenztabelle gut gebrauchen könnten? Dann schick ihnen doch einfach den Link zu diesem Artikel – ob über Facebook, Twitter, Google+ oder sonstige Dienste. Vielen Dank!

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Lesermeinungen (6)

zu 'Frequenztabelle für die Musikproduktion'

  • Ken Park   01. Mrz 2008   10:23 Uhr

    Ich hätte eine Frage:

    Was machst du damit? Wann brauch man sowas? Ich kenne die Frequenztabellen für alle möglichen Tonquellen und wo sie im Spektrum liegen (z.B. independentrecording.net/irn/resources/freqchart/main_display.htm ), was ganz nützlich manchmal für den Mix ist, aber sowas...?!? :)

    Bin gespannt!

    PS: Okay, in meinem Gitarrenpreamp gibts nen Bandpass Filter um Live per Fussschalter den Resonanzton zu unterdrücken. Aber den kann man, wie angedeutet, auch automatisch suchen lassen.

  • carlos (delamar)   01. Mrz 2008   12:56 Uhr

    Ganz konkret hatte ich ein Problem mit einem bestimmten Ton in einer Bass-Spur und da habe ich mit Sweeping im EQ die Problemzone gefunden und abgedämpft. Eine solche Tabelle hätte mir da beim Feintuning helfen können und Zeit gespart.

    Eine andere Anwendung für eine solche Tabelle ist das Setzen von HighPass Filtern. Wenn ich weiss, dass der tiefste Ton in einem Song bei 41Hz liegt, dann kann ich einen HP-Filter bei 35Hz bedenkenlos ansetzen.

  • Sascha   18. Jan 2009   09:40 Uhr

    DAS ist ja mal praktisch!! Vielen Dank Carlos

    Hab solche Situationen auch schon oft genug gehabt, allerdings beeinflusst ein "starrer" EQ auch die Tonalität des gesamten Instruments.
    Sehr empfehlen kann ich hier in diesem Zusammenhang den GlissEQ von Voxengo. Wer sich damit mal beschäftigt hat, weiß warum :)
    Im Bass verwende ich auch fast immer eine Multiband-Kompression (meist mit 2 oder 3 Bändern), um die Ausgewogenheit über den Frequenzverlauf sicher zu stellen, insbesondere bei einem weiten Tonumfang.
    Mit der Tabelle weiß ich jetzt sofort, "wo" ich mit meinen Übergansfrequenzen ungefähr bin.

  • nbg   17. Nov 2009   22:34 Uhr

    Hallo,

    der Post ist ja schon älter aber sollte man nicht lieber gleich mit einem Analyzer den richtigen Frequenzwert rausfinden lassen?

    Insbesondere wenn bei mir ein Chord-Ton aus dem Mix springt, würde die Tabelle nicht viel helfen... aber der Analyzer mir den Wert genau sagen können.

  • michiwho   30. Dez 2009   08:28 Uhr

    Hallo!

    Im (sehr guten) Buch "Internal Mixing" von Friedemann Tischmeyer ist auf Seite 131 eine vom Aufbau her identische Tabelle abgedruckt. Die Werte stimmen aber nicht mit eurer Tabelle überein.
    Eigentlich sind nur die Werte für die Note A gleich.

    Woran liegt das?
    Hat das irgendwie mit einer "Harmonisierung" zu tun? Wenn ja, welche Tabelle ist nun die "mathematisch" und welche die "musikalisch" korrekte?

  • Michael Pachaly   12. Apr 2012   23:19 Uhr

    Hallo delamar,

    herzlichen Dank für den sehr interessanten Artikel. Ich bin zwar kein Musiker, liebe aber Musik! Mein Problem ist derzeit ein neuer AV-Receiver mit automatischem Einmesssystem und allem Schnickschnack. Das Gerät treibt mich noch in den Wahnsinn! Ich bin nun dabei, die Einstellungen manuell vorzunehmen. Dazu bräuchte ich bitte die angebotene Frequenztabelle. Ich hoffe, sie gibt mir einen kleinen Anhalt. Ich will auch nicht zu viel verstellen, nur im mittleren Frequenzbereich ist es etwas dünn und die Hochtöne sind mir etwas zu aufdringlich.

    Herzliche Grüße,
    Michael.

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