Equalizer Tutorial Teil 2
Inhaltsverzeichnis:
- Equalizer Tutorial Teil 1
- Equalizer Tutorial Teil 2
- Equalizer Tutorial Teil 3: Filtertypen und Presets
In diesem zweiten Teil der Artikelreihe “Equalizer-Tutorial” wird es um die verschiedenen EQ-Typen und die Parameter eines Equalizers gehen.
Equalizer Tutorial: Teil 2
Beginnen wir der Einfachheit halber mit den verschiedenen Parametern eines Equalizers, die ihr in der Regel an jedem EQ in der ein oder anderen Art vorfinden werdet.
Equalizer Tutorial: Parameter eines EQ
Die drei elementaren Parameter eines EQs sind folgende:
Frequenz
Die Frequenz wird in Hertz (Hz) gemessen und steht beim EQ für die Mittenfrequenz. Es wird nicht nur die eingestellte Frequenz für sich verändert, sondern auch die um diese herum liegenden. Wie breit die Änderung wirkt, wird durch die Flankensteilheit bzw. Filtergüte Q (siehe unten) beeinflusst. [1000 Hz sind im Übrigen 1 kHz]
Gain
Gain wird in der Einheit Dezibel (dB) angegeben und bezeichnet den Lautstärkenzuwachs bzw. die -abnahme (Amplitudenänderung), die durch die Bearbeitung mit dem EQ an der eingestellten Frequenz entsteht.
Filtergüte Q
Die Filtergüte Q bezeichnet die Flankensteilheit des verwendeten Filters. Mit Q kann eingestellt werden, wie groß der Bereich um die gewählte Mittenfrequenz (Frequenzband) herum durch den EQ bearbeitet werden soll.
Equalizer Tutorial: EQ Bauarten
Es gibt drei unterschiedliche Typen von Equalizern, die ich nachstehend für Euch erkläre.
Parametrischer EQ
Parametrische EQs sind in Tonstudios weit verbreitet und werden auch gerne in Channel Strips und Mischpulten eingebaut. Auch in der Musik-Software kann man sie aufgrund ihrer Flexibilität und Performance häufig vorfinden.
Der parametrische EQ bietet Einstellmöglichkeiten für Gain, Frequenz und Flankensteilheit, die für weiche Übergänge zwischen Frequenzbändern oder für schmale Bearbeitungen mit einer hohen Flankensteilheit genutzt werden können.
Je nach einstellbarer Flankensteilheit können parametrische Equalizer für fast schon “chirurgische” Eingriffe in das Audiomaterial genutzt werden.
Shelving EQ
Ebenfalls weit verbreitet ist der Shelving EQ, der für eine gobale Einstellung von hohen oder tiefen Frequenzen dient: Ab der gewählten Frequenz werden entweder alle darüber (High-Shelf) oder alle darunter liegenden (Low-Shelf) Frequenzen angehoben.
Die Bass und Treble Knöpfe an der Stereoanlage sind oft als Shelving EQ ausgelegt.
Grafischer EQ
Beim grafischen EQ ist jedem Frequenzband ein eigener (Schiebe-)Regler zugeordnet. Die Mittenfrequenzen und die Bandbreite der einzelnen Frequenzbänder ist bei dieser Art von EQ meist fest vorgegeben. Zum Bearbeiten der Frequenzen sind meist vertikal angeordnete Schieberegler vorzufinden, die das Boosten bzw. Cutten der jeweiligen Frequenz erlauben.
Grafische EQs werden gerne zur Kompensation der Raumakustik der Schallquelle herangezogen und sind häufig an höherwertigen Stereoanlagen oder auch als Outboard-Equipment für das Tonstudio zu finden.
Neben den oben genannten elementaren Parametern eines EQs finden sich an vielen Hardwaregeräten und Software-EQs noch Kontrollen für Input und Bypass. Mit dem Regler für Input kann die Eingangsempfindlichkeit am Gerät eingestellt werden, was zur Verhinderung von ungewollten Verzerrungen wichtig ist. Mit dem Bypass-Knopf kann der Effekt temporär zu Vergleichszwecken ausgeschaltet werden.
Equalizer Tutorial: Nächster Teil
Soweit der zweite Teil der Artikelreihe “EQ Tutorial“. Im dritten Teil werde ich Euch die verschiedenen Filtertypen aus einem EQ vorstellen und auf einige prinzipielle Arbeitsschritte zur Musikproduktion mit dem EQ eingehen.
Für Fragen, Anregungen, Lob und Kritik steht Euch wie immer die Kommentarfunktion zur Verfügung!


28. Aug 2008 | 19:34 Uhr
Sehr gute Einführung…gefällt mir =)
04. Nov 2008 | 10:37 Uhr
Geniales Tutorial… sehr gut und verständlich… auch für newbees wie mich :-)
03. Dez 2008 | 10:26 Uhr
Top!
Freue mich auf nächsten Teil :D
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