Drums auf Anfrage: DrumsbyRequest
Ein neuer Internetservice möchte sich dienlich zeigen und dabei helfen euren Produktionen den richtigen Drumsound einzuhauchen. DrumsbyRequest sagen, dass man einfach einen Track zu deren Service hochlädt und man innerhalb kurzer Zeit die eingespielten Drums zurückbekommt — individueller Soundwunsch inklusive.
Drums auf Anfrage: DrumsbyRequest

Wie kommen die Drums in den Song? Ein neuer Internetservice möchte helfen, Schlagzeugspuren in jede Produktion zu integrieren.
Der Service läuft denkbar einfach. Man lädt seine Daten zum Server von DrumsbyRequest hoch und innerhalb einer Woche bekommt man einen Download der die eingespielten Schlagzeugspuren enthält.
Der Kunde kann dabei individuelle Wünche über Klang äussern und diese einfach als Beispieltracks beziehungsweise Beschreibungen mit hochladen. Um sich abzusichern bekommt man sogar noch vor Rechnungsstellung ein 30 sekündiges Demo und kann nochmal Änderungswünsche äussern.
Das Team um Dirk Erchinger haben von Jazzkantine über Such a Surge bis Gloria Gaynor, Count Basic, Kruder&Dorfmeister oder Westbam Erfahrungen sammeln dürfen.
Preis und Verfügbarkeit
Preis: Ab 179€, besonderes Einführungsangebot von DrumsbyRequest “Buy 2 get 1 free”


26. Aug 2008 | 13:26 Uhr
prima…..ich lösch jetzt meine festplatten…..hahahaha….gibt es nicht auch songsbyrequest……oder hitsbyrequest???….könnte ich mir viel arbeit sparen….naja….ich weiß nich wie verzweifelt man da sein muss…oder ob es an der tatsache liegt das ich lieber alles selber mache….so weiß ich wenn ich verkloppen muss wenn was nicht klingt;)
26. Aug 2008 | 13:41 Uhr
Ist meiner Meinung nach nix anderes als wenn man für sein Album einen Produzenten engagiert oder Studiomusiker. Verstehe jetzt nicht so recht dein Problem dabei – abgesehen davon, dass man mit den Leuten dann nicht zusammen im Studio arbeitet. Und ich wette, korrigiert mich wenn ich nicht Recht habe, dass bei vielen Profiproduktionen mit “berühmten, achso kreativen Produzenten” Leute dahinter sitzen, die jede mögliche, ausgelagerte Aufgabe erledigen – vom Presetbauen für Synths bis hin zum Schneiden von Audiofiles.
Ich weiss es z.B. vom Popproducer Timberland. Der hat Leute die für ihn Synthsounds basteln. Und DJ Premier (den Oldschool HipHoppern sicher bekannt) hatte jemand der ihm die Samples gesammelt, geschnitten, vorgemischt und in die MPC geladen hat!
Produktionen an zuverlässige Leute auslagern finde ich absolut nicht verwerflich. Vor allem wenn es sowas schwieriges ist wie ein amtlicher Drumsound.
26. Aug 2008 | 13:51 Uhr
So sieht die Zukunft aus:
Zunächst sende ich eine Anfrage an keysbyrequest um einen coolen groovigen fenderrhodes part zu bekommen den ich als hook nehmen kann. Danach folgen drumsbyrquest, bassbyrequest, vocalsbyrequest und guitarbyrequest. Wenn ich alle parts habe setze ich diese im Sequenzer zusammen und sende diese an masteringbyrequest. Fertig ist mein song und ich brauche nur noch auf meine geldüberweisungbyrequest zu warten und brauche nie wieder im Leben zu arbeiten. So einfach wird es in zukunft sein. Und wenn der Verkauf meine Songs schleppend läuft nehme ich noch einen promoter-producer-menager-byrequest und dann läuft es wie geschmiert. Irgendwie habe ich da den Musik Maker deluxe für Leute mit viel Geld vor den Augen wen nich es mir so durch den Kopf gehen lasse. Sequel2 und MMM15 gibts für unter 100 € und da gibt es auch vorgefertigte Loops.
LG Marek
26. Aug 2008 | 13:53 Uhr
Das habe ich allerdings als Idee schön öfters gesehen, z.B. von einem israelischen Drummer und einem deutschen Bassisten.
26. Aug 2008 | 13:59 Uhr
@fanatyc und al bass
Ich glaube ihr versteht da was falsch…Man schickt seinen Song dort hin und die Jungs spielen den ein. Das entbindet mich nicht davon, dass ein Song erstmal geschrieben werden muss. Auch das Mixing nehmen die drumsbyrequest Leute nur teilweise ab.
Und ob es so einen Dienst jetzt nur im Internet gibt oder echt ist dabei doch egal. Das gab’s doch vorher schon. Drummer anrufen, der kommt vorbei, spielt ein und geht wieder. Dasselbe nur eben das der Drummer nicht im Studio ist. Dann hat man sogar noch den Vorteil, dass bei drumsbyrequest wahrscheinlich eine spezielle Erfahrung vorhanden ist, was die Schlagzeugaufnahme betrifft. Und fuer diese Dienstleistung zahlt man dann eben. (Einspielen + Erfahrung)
Ich sehe das als gute Dienstleistung fuer Produktionen bei denen kein Drummer greifbar ist.
26. Aug 2008 | 14:14 Uhr
@Fanatyc: So sieht teilweise schon die Gegenwart aus. Ich sehe es wie Andreas – es ist eigentlich wie das Anheuern eines Studiomusikers. Es gibt schon Leute, die Songs schreiben, arrangieren, alle Instrumente einspielen, nebenbei Studio haben + bedienen, Drumset mikrofonieren, … können – alles alleine – aber halt wenige, die das saugut machen ;-). Letztendlich geht es doch darum, gute Musik zu machen, nicht “Heldentaten” zu vollbringen.
Ich hab’s im GarageBand-Forum tatsächlich schonmal erlebt, dass es sich jemand geleistet hat, auf einen eigenen GB-Track einen “online”-Drummer einspielen zu lassen (darüber habe ich auch den Link gefunden: drumsforyou.com ), aber hey, was ist denn verwerflich dran? Ich finds eher gut, dass sich für Musiker neue Wege auftun, Geld zu verdienen.
26. Aug 2008 | 14:15 Uhr
hahahahaha….ach ja….ich seh das als witz….jedem das seine..ich habe halt lieber die kontrolle über alles….hab ja auch nen gitarristen der für mich einspielt….ich benutze auch loops von ner sample-cd….is ja auch okay….ich habe nur den eindruck das ich bald nix mehr machen muss…wenn ich das nötige kleingeld habe…
@ken:
habe ja gar kein problem…..finde nur das es immer einfacher wird mal schnell was zu machen…aber ich habe immer wieder das problem das ich z.B. mir ne drumline vorstelle…sie dann programmiere…ein bis zwei tage ist sie dann gut und dann lösch ich sie wieder…..wenn ich für jede line bezahlen müsste säße ich wahrscheinlich schon in beugehaft….hihihi…wegen nich bezahlter rechnungen;)
ich weiß wie grosse namen im biz arbeiten…kenne die arbeitsweise von guy chambers…der ja nun echte hits geschrieben hat…..is ja auch okay…das sind halt die profis…..ich hab ehalt kein studio für ne million auf zwei…aber genug ideen ums halt alles selber zu machen…jeder nach seinem weg….is halt musik…und für mich damit kunst….;)
26. Aug 2008 | 14:40 Uhr
“…..finde nur das es immer einfacher wird mal schnell was zu machen…”
Jaja, das ist dann ja wieder die alte Gute-Musik-Schlechte-Musik-Kommerzielle-Musik-Kunst-Musik Problematik :)
Ich glaube, dass es damit nicht einfacher wird. Großartige Scheiben leben nicht davon, dass alles vom Autor selber gemacht wurde. Schlecht wird eine Scheibe nicht, weil man die Drums über Gastmusiker bekommen hat. Es gibt einfach kein “Wie” um gute Musik zu machen.
26. Aug 2008 | 16:12 Uhr
Ich habe nichts gegen die Nutzung solche Dienste. Vielleicht habe ich eine andere Sichtweise weil ich Musik als Hobby betreibe und es zu sehr geniesse die einzelnen Parts selbst zu programmieren und einzuspielen. Als Profiproducent würde ich warscheinlich auch solche Angebote in Anspruch nehmen. Bei mir tun´s ein paar Sample DVD´s ;) Aber ich glaube vom finanziellen Aspekt ist es für Hobbyproduktionen weniger geeignet. Für eine Democd einer guten Band die es ernst meint und ein par Tracks professionell aufarbeiten möchte ist es sicherich interessant die Drums den Profis mit sehr guten Aufnahmeketten zu überlassen.
LG Marek
28. Aug 2008 | 00:16 Uhr
Zugegeben, ich finde die Idee auch irgendwie komisch. Immerhin ist die Möglichkeit der Einflussnahme erheblich größer, wenn man den Drummer live im Studio hat und ihm ein paar Einzelheiten erklären kann.
Wie soll denn das bei so einem Online-Service gehen? Dem Drummer im Studio kannst Du das noch während der Session erklären, notfalls abbrechen und ein paar Varianten checken. Die Jungs von dem Service nehmen was auf, schicken’s dir, erledigen in der Zwischenzeit 5-10 andere Jobs, und dann rufst Du an und sagst “Spiel mal im 1. Refrain die Snare etwas softer. Und das Tom in der Bridge gefällt mir so irgendwie noch nicht”. Ich weiß nicht.
Wir wissen doch alle, wie wichtig manchmal winzige Details sind, wenn sie irgendwo exponiert stehen.
Im Grunde ist so ein Service m.E. eine etwas bessere (teurere) Loop-Library. Wenn man überhaupt keine Möglichkeit hat, selber Drumtracks zu machen, ist sowas vielleicht ganz gut, aber im Grunde verstehe ich schon, was Al Bass meint. Mir geht es ähnlich.
28. Aug 2008 | 16:26 Uhr
Hallo, ich bin Torsten von Drumsbyrequest.com, und ein Freund erzählte mir, dass unser Service hier kritisch diskutiert wird.
Einige Kommentare sind sehr interessant, ich kann aber auch nicht verheimlichen, dass mich andere ein wenig verwundern.
Ich möchte hier zu 1-2 Kommentaren Stellung nehmen.
@Don Schnulze: Danke für deinen interessanten Hinweis, wir haben darüber schon mit einigen Kunden gesprochen und werden in dem nächsten Update auch eine Skypesession anbieten, um noch besser und direkter auf Kundenwünsche eingehen zu können. Vielleicht probierst du es einfach mal, wir laden dich hiermit herzlich dazu ein, Kosten entstehen ja keine, solange du nicht zufrieden bist.
@fanaty: Deine Einwände sind auch interessant. Ich denke, dass du durchaus Recht hast, dass, wenn man Musik als Hobby macht, es nicht unbedingt interessant ist, Profimusiker mit viel Erfahrung zu engagieren. Auf der anderen Seite produziere ich auch schon seit Jahren Musik und ich hätte mich bei einigen Soulproduktionen sehr gefreut, wenn ich einen Drummer wie Dirk Erchinger mal schnell etwas hätte einspielen lassen könnte. (Guitar, Keys und auch Bass kommen bald ;), Online-Mastering.com sind gute Freunde von uns).
Probiert es, wenn ihr eine interessante Produktion habt (und mal keinen guten Freund an der Hand habt, der noch dazu ein wahnsinns-tighter Drummer ist) doch einfach mal aus. Bezahlen müsst ihr ja erst, wenn ihr zufrieden seit.
Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.
Greetz
Torsten from Drumsbyrequest.com
29. Aug 2008 | 12:54 Uhr
Hallo Torsten,
danke für deine Reaktion und dein Angebot. Finde ich immer sehr sympathisch, wenn Hersteller persönlich reagieren!
Meine Produktionen sind derzeit noch zu klein, um euer Angebot in Anspruch zu nehmen, und Drums kann ich auch ganz gut programmieren. Da sind andere Instrumente auf jeden Fall wichtiger, um durch echte ersetzt zu werden (zB Gitarren).
Das mit Skype finde ich eine gute Idee! Ist zwar immer noch nicht “the real thing”; wenn man direkt vor Ort ist, ist einfach ein viel effektiveres Arbeiten möglich. Wie gesagt, die kleinen Details…
Sicher hängt das funktionieren Eures Services sehr vom Material ab. Bei einer straight durchgespielten Rocknummer ist es sicher einfacher als bei zB Balladen, wo es sehr auf einzelne Schläge ankommt.
Anyway — viel Erfolg für Euch!
Rock on,
Don