Der “Pro”-Sound – Teil 2

Im ersten Teil haben wir eingehend über alle Beteiligten an einer kommerziellen Produktion eines Songs für ein fiktives Popsternchen geredet. Alleine die Quantität der an professionellen CDs beteiligten Personen verdeutlicht, dass man sich selbst die Latte sehr hoch legt, wenn man seine im Homestudio produzierten Songs mit kommerziellen Songs großer Stars vergleicht.

Obwohl man diese Relation immer im Hinterkopf behalten sollte, darf man sich durch sie nicht demotivieren lassen oder gar als Ausrede für etwaige Defizite in den eigenen Produktionen heranziehen. Tatsache ist nämlich, dass man auch im Home- oder Projektstudio professionell klingende Produktionen schaffen kann!

Der “Pro”-Sound – Teil 2

Vielleicht schauen wir uns zunächst einfach mal eine typische Aufnahmekette beim Recording einer Vocal-Aufnahme in eine Digital Audio Workstation (DAW) schematisch skizziert an:
Aufnahmeraum -> Sänger -> Mikrofon -> Pre-Amp -> Wandler -> DAW

Anmerkung:
Selbstverständlich könnte man hergehen und die Aufnahmekette weiter bis ins letzte Detail verfeinern: In der schematischen Beschreibung fehlen zum Beispiel die Kabel (Qualität, Länge, Stecker) und könnte man auch den Aufnahmeraum noch in dessen akkustische Beschaffenheit und sein Grundrauschen weiterhin aufdröseln. Gerne werden auch ein Kompressor und EQ bei der Aufnahme von Vocalspuren verwendet, aber für heute bleiben wir bei der vereinfachten Variante.

Betrachten wir zunächst einmal das letzte Glied in der Kette, die DAW. Vor ein paar Jahren hätte die Wahl der DAW vielleicht noch einen Unterschied gemacht in der Qualität der Aufnahme. Aber bei der heutigen Verbreitung von Computern, Software und deren vielfältigen Anwendungsgebieten (und der damit zusammenhängenden stetig vorangetriebenen Forschung und Weiterentwicklung) kann man davon ausgehen, dass alle verfügbaren DAWs so weit ausgereift sind, dass man einen Qualitätsverlust bei einer reinen Aufnahme nicht zu befürchten hat. Handhabung und Features sind heutzutage bei der Wahl einer DAW die entscheidenden Faktoren.

Anders gestaltet sich die Situation bei den Wandlern. Für eine reine Aufnahme werden AD-Wandler (Analog to Digital) benötigt, um das analog aus dem Vorverstärker anliegende Signal in ein digitales, für den Computer verwertbares aus Nullen und Einsen bestehendes Signal umzuwandeln. Ein theoretisch optimaler Wandler sollte das Signal unverändert in den Computer übertragen. In der Praxis verändern jedoch alle Wandler den analog anliegenden Sound bis zu einem gewissen Grad (bei sehr guten Geräten kann dies auch durchaus beabsichtigt sein, im positiven Sinne). Schlechte Wandler übertragen teilweise sogar nur einen Bruchteil des Sounds, z.B. so dass die Aufnahme ihren “Glanz” in der DAW verliert und abstumpft oder bestimmte Frequenzen nicht aufgenommen werden.

delaMartial Drums - Professionelle Drums Samples

 

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Lesermeinungen (2)

zu 'Der “Pro”-Sound – Teil 2'

  • ken park
    20. Feb 2008 | 08:25 Uhr Antworten

    …. der link am ende verweist auf den selben artikel nochmal. angebrachter wäre wohl einer zu teil 1 :)

  • carlos (delamar)
    20. Feb 2008 | 11:26 Uhr Antworten

    Danke für den Tipp, Ken! Habs geändert! :)

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