Buchtipp: Song Production Guide
Song Production Guide ist ein im November 2007 bei PPV Medien erschienenes Buch, in dem das unterschiedliche Herangehen diverser Musik-Produzenten an Musik-Produktion geschildert wird.
Marek hat das Buch gelesen und war so freundlich, uns seine Rezension zum “Song Production Guide” zur Verfügung zu stellen. Er verrät uns in dieser, ob sich der Kauf des Buches lohnt. Vielen Dank an Marek!
Song Production Guide
Heute habe ich das Buch “Song Production Guide“, das vor einigen Wochen bei PPV Medien erschienen ist, endlich geliefert bekommen. Schon beim Abholen in der Bücherei war ich über das A4-Format des Buches überrascht, hatte ich doch ein A5 Format erwartet. Sehr gut, denn so passt das Buch auch besser zu meinen Songbooks im Regal.
Das Buch ist stabil verarbeitet und die Schriftgröße ist so gewählt, dass sich Song Production Guide gut lesen lässt, ohne die Augen überanstrengen zu müssen. Ich erwähne das, weil das nicht immer selbstverständlich ist. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und gleichzeitig sehr interessant geschrieben worden, so dass auch Anfänger keine Probleme haben sollten, den Stoff auf Anhieb zu verstehen. Auf Fachsimpeleien wird größtenteils verzichtet, so dass kein Fremdwortwörterbuch bereitgelegt werden muss.
Jedem Produzent wurde jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die Person vorgestellt und seine musikalischer Bildungsweg sowie die Einstellung zur Musikproduktion beschrieben wird. Natürlich werden auch die Erfolge zitiert und das aktuelle Equipment vorgestellt – schließlich sind wir ja alle etwas Equipment-verliebt, nicht?
Hauptthema von Song Production Guide ist aber das Erarbeiten eines Arrangements. Dieses wird Schritt für Schritt anhand von Fotos, Noten, Tabs, Screenshots und auch Audiobeispielen auf der beigelegten CD dokumentiert. Die Audiodaten liegen aber leider nur als OMF (Open Media Format) vor und können von vielen Einsteigerprogrammen wie Magix Music Maker, Samplitude LE oder Cubase LE nicht importiert werden. Das ist sehr schade, da gerade Leser eines Lehrbuches wie Song Production Guide oftmals nicht über die großen Musik-Produktions-Umgebungen und deren Importmöglichkeiten verfügen.
Die Kapitel werden mit einer aufschlußreichen Liste von verwendeter Hardware, Software und Plugins beschlossen, die zusammen mit den Fotos der Tonstudios einen guten Einblick in die Arbeit der Musik-Produzenten und ihrer Produktionen bieten. Hilfreiche Tipps zum Mastering sowie Tricks für den Umgang mit verschiedenen Geräten und Equipment runden das Informationsangebot von Song Production Guide ab.
Natürlich findet man auch einige Akkorde und Noten in diesem Buch, aber diese erfordern kein jahrelanges Studium der Musiklehre. Wie oben erwähnt, befinden sich auf der CD die Projektdaten in Form von Audiofiles, einem Projektordner mit OMF- und sogar MIDI-Dateien. Alle Projekte können so an der eigenen DAW nachgebaut werden, was mir persönlich sehr viel Laune gemacht hat.
Song Production Guide: Mein Fazit
Im Vergleich zum manch anderen Buch, das sich mit diesem Thema beschäftigt, wird in Song Production Guide wirklich alles auf eine einfache und verständliche Art und Weise beschrieben. Mir persönlich hat das Buch klar gemacht, dass neben der Kreativität an sich, eine fundierte musikalische Fachausbildung sowie das Erlernen eines Instruments eine bedeutende Rolle in der Musikproduktion spielen. Wer also mit dem Gedanken spielt, seine Skills in Musikproduktion zu verbessern, der sollte sich mal überlegen , Harmonielehre und das Noten lesen zu lernen.
Dieses Buch war die perfekte Ergänzung zur meiner mittlerweile großen Buchsammlung rund um das Thema Musikproduktion. Erfahrene Tontechniker oder Leute mit viel Studioerfahrung dürften dieses Buch sicherlich nicht ganz so spannend und inspirierend wie ich finden. Wer aber Interesse daran hat, wie ein Song im Ton-Studio entsteht und von den Großen lernen möchte, der wird viele nützliche Tipps aus der Song Production Guide bekommen.
Das Buch Song Production Guide kann für EUR 24,90,- bei Amazon erworben werden.


22. Feb 2008 | 10:48 Uhr
hallo zusammen, zur oben ausgeführten buchsprechung des song production guide möchte ich ausführen, dass die omf-dateien sich in nahazu sämtliche erhältlichen daw-software-plattformen sehr wohl integrieren lassen. für all jene, die mit einsteigerprogrammen und älteren daw versionen arbeiten, die omf nicht unterstützen, findet man auf der dvd rom des song production guides in den ordnern zu den jeweiligen kapiteln sämtliche relevanten audio files im .wav oder .aiff.-format. diese lassen sich via drag & drop in “jedes” audio-recording programm ziehen. dies scheint der autor dieser buchbesprechung übersehen zu haben. es gibt keinerlei einschränkungen. jeder kann mit sämtlichen files völlig frei experimentieren.
22. Feb 2008 | 12:21 Uhr
Hi, danke für die Info.
Aber es kann schon einen Unterschied machen, ob man ein OMF hat (alle Dateien am richtigen Platz) oder nur vereinzelte Dateien, die man selbst an den richtigen Platz schieben muss.
Stellt sich jetzt nur die Frage, ob die Dateien tatsächlich am selben Referenzpunkt 0 anfangen!
22. Feb 2008 | 15:42 Uhr
hallo carlos, sämtliche audio files sind als kompletter track angelegt. man braucht diese alle nur auf die 1 zu schieben und los geht´s. genau wie beim ofm-file auch. nur dass dieses sich automatisch in der session anlegt und nicht mit einzelspuren per drag & drop gezogen werden muss. probier es aus.
22. Feb 2008 | 18:55 Uhr
Hallo,
da ich diese rezension verfasst habe würde ich gerne etwas dazu sagen. Es ist nicht ganz richtig das “alle” Files im .WAV Format vorliegen sondern auch im QuickTime Format vorliegen und die Installation von Quicktime Alternative oder QuickTime selbst notwendig ist um die entsprechenden Files in z.b. Magix Samplitude Studio 2008 öffnen zu können. Und klar es gibt die Mixdowns als WAV die ich direkt in die erste Spur des Sequenzers ziehen kann. Auch einige der Audiofiles lassen sich ohne weiteres in die Spuren ziehen. natürlich ist es möglich sich den Track aus den Parts selbst zusammen zu frimmeln. Aber was ist der Aufwand im Vergleich zu einem File welches von der Anwendung entsprechend verarbeitet werden kann das alles seine geplante Position hat und ich nur noch auf den Button “Play” drücken muss. Der Vorteil eines OMF Files liegt darin das die Audiodateien der Spuren nach aufgeteilt und der Zeitskala nach geordnen sind und das ganze auch noch platformübergreifend. Mann sollte nicht vergessen für wenn das Buch geschrieben wurde. Es richtet sich an Anfänger und nicht an Produzenten. Und manch ein Anfänger weiss noch nicht einmal was ein OMF File ist. Hier hätte man besser an die Anfänger mit ihrem überwigent Low Budget Equipment gedacht.
Viele Grüße
Marek
23. Feb 2008 | 15:17 Uhr
nun, ich möchte hier auch nun auch keine unnötige diskussion vom zaun brechen. ich habe mich nicht kritisch zur besprechnung geäußert, sondern, dass hier etwas dargestellt worden ist, was de facto nicht den tatsachen entspricht. ich habe die dvd rom schließlich auch vorliegen, zudem, bis auf den quick time movie zum werbemusikkapitel, gibt es kein einzges quick time file. und selbst diesen movie kann man mit windwos media player öffenn. quick time ist auch kein audioformat. ich weiß nicht was du da auf deinem rechner siehst. es gibt definitiv nur .wav oder .aiff files. dazu ein ausführliches read me file, indem genau erkärt wird, wie alles funktioniert. dann hätte ich abschließend gerne noch gewusst, wie genau man es sonst hätte umsetzen sollen ??? omf ist nun mal das einzige format mit dem sich so etwas auf nahezu allen versionen umsetzen lässt. übrigens lassen sich die einzel-files in genau einem arbeitsschritt auf einmal in eine session ziehen. einfach “alle auswählen” selektieren und mit der maus direkt ins session-fenster hinein – genau auf die 1. das war´s . probier´s aus. und das sollte selbst auch für einen anfänger machbar sein. aber wie gesagt, wollte hier niemandem zu nahe treten. die site hier finde ich übrigens cool.
25. Feb 2008 | 01:16 Uhr
Danke für das Lob!
Und gut, dass wir das Thema OMF hier einmal angesprochen haben. Ich denke nach all der Ausführung, können sich die Leser selbst ein Bild davon machen.
17. Aug 2011 | 17:23 Uhr
Schade, es werden nur Deutsche Produzenten vorgestellt. Würde gerne mal etwas über die Techniken von Klassikern wie Phil Spector oder Joe Meek erfahren.
17. Aug 2011 | 20:04 Uhr
Hab aufgehört musik zu machen. Hab nämich hier bei delamar ne liste gefunden warum ich es nieeeeeee schaffen werde.