Buchtipp: Internal Mixing
“Internal Mixing: Der systematische Weg zum professionellen Mixdown im Rechner” von Friedemann Tischmeyer richtet sich plattform- und DAW-übergreifend an alle, die vorrangig rechnerintern abmischen. Es liefert konkrete Strategien für druckvolles, transparentes und räumliches Mixing und verdeutlicht, daß professionelle Mixe auch ohne teuere Hardware möglich sind.
Buchtipp: Internal Mixing
Das Buch beinhaltet essentielles technisches Hintergrundwissen als Voraussetzung für gute Mischergebnisse und reichhaltige, für Audioworkstations adaptierte Tipps aus der Welt der Analogstudios. Der gekonnte Umgang mit Kompressoren wird systematisch vermittelt. Außerdem gibt es konkrete Übungen zum Erreichen einer ausgeklügelten Tiefenstaffelung sowie Vorschläge für den kreativen Einsatz von Loops, Tipps für einen sauberen druckvollen Bass, Strategien für den gezielten Einsatz von EQs, nach Instrumenten sortierte Mixingtipps und Hinweise für das Arbeiten mit DSP-gestützen Plugins der TC-Powercore, der UAD und des Waves APA.
Es finden sich eine Übersicht und Beschreibung der besten EQ-, Kompressions- und Hall-Plugins (welche jedoch leicht veraltet sein könnten), Hinweise für den Einsatz von Analyser-Werkzeugen, eine Erklärung von softwarebasierten Mischpultkonzepten und Kanalzugfunktionen und natuürlich ein umfangreiches Glossar.
Das Ganze kommt in einer hochwertigen vierfarbigen Ausführung mit farbigen Grafiken und Bildern daher. Die mitgelieferte DVD beherbergt Hörbeispiele, Übungen und Plugin-Demos.


21. Feb 2009 | 13:35 Uhr
Im Nachhinein sehe ich das Buch bzw. die DVD’s mit eher gemischten Gefühlen,da diese einige Dinge enthalten, die ich als eklatante Schnitzer bezeichnen würde:
- Zum einen die pauschale Aussage, das generell auf jede Spur ein Lowcut gehört (nungut darüber lässt sich noch streiten)
- Hall und Predelay: Um ein Element im Mix weiter hinten zu positionieren, muss das Predelay einen hohen Wert haben bzw. wenn es weiter vorne stehen soll, muss das Predelay klein sein.
Ich weiß zwar nicht was der Tischmeyer für ein Hallgerät benutzt, aber bei den gängigen Hallgeräten bzw -plugins ist es gängig, dass bei hohen Predelay-Werten der Zeitpunkt beim Einsetzen des “trockenen” Signals zum Hall vergrößert wird, also das Signal nach vorne wandert.
Zumal ich sagen muss, dass dies nicht aus dem Zusammenhang gerissen wurdes, sondern exakt so in seinem Buch bzw. DVD dargestellt wird.
Da diese DVD’s mit meine ersten Tutorials darstellten die ich mir anfangs gekauft habe, war ich zu Anfang doch stark verwirrt. Sodass ich erst nach längerem Recherchieren den Fehler entdecken konnte.
Zum anderen gewann ich den Eindruck, dass er sich gern reden hört, ist aber rein subjektiv-ehlend-lange Sätze im Schachtelformat inklusive.
24. Feb 2009 | 10:36 Uhr
Hehe, also etwas trocken kommen die Tutorials selbst als DVD schon. Aber sie sind voll mit guten Tipps, insofern imho empfehlenswert.
Die Sache mit dem Predelay ist mir gar nicht aufgefallen, aber sie führt bei vielen zu großer Verwirrung, das hatten wir hier auf delamar auch schon.
Lowcut auf allen Spuren ist ein guter Tipp. Natürlich muss man sich jetzt nicht immer und überall daran halten. Aber die wenigsten Spuren profitieren von Audiosignalen unter 35 Hz.
26. Feb 2009 | 10:03 Uhr
Mit hat dieses Buch sehr geholfen eine Mixing-Grundlage zu bekommen.
Super fand ich die Erklärung der 3 Dimensionen. Das low cutting hab ich persönlich intensiv eingesetzt und gute Ergebnisse erhalten.
Tischmeyer schreibt auch, dass seine Empfehlungen keinesfalls dogmatisch zu sehen sind und jeder selbst entscheiden muss was er einsetzt und wie er vorgeht. Das mit dem “sich selbst gerne reden hören” kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, weil seine Sätze in der Regel von Informationen nur so strotzen.
Die Strukturierung des Buches ist manchmal ein bisschen suboptimal, aber wenn du damit arbeitest gewöhnst du dich dran. Ich konnte jedenfall sehr viel aus dem Buch rausziehen und habe bei Amazon nichts vergleichbares gefunden. Auch der Preis ist ok.
Tipp: das Mastering Buch von Tischmeyer hab ich auch und es ist eine tolle Ergänzung zu diesem Titel und sehr günstig
26. Feb 2009 | 11:33 Uhr
Nachtrag zur predelay Geschichte:
könnt ihr das mal näher spezifizieren ?
26. Feb 2009 | 17:02 Uhr
@ Air
Er hat es genau verkehrtherum beschrieben:
demnach. kurzes Predelay für Signale, die weiter vorne stehen sollen
langes Predelay für Signale, die weiter hinten stehen sollen.
Wenn das mal kein Schnitzer ist, dann weiß ich auch nicht.
PS. Ich rede jetzt über die DVD, die sich aber im wahrsten Sinne kaum von den Büchern unterscheidet…
23. Jul 2009 | 18:28 Uhr
Ich halte das Buch für eins der Besten, die ich in diesem Bereich gelesen habe. Die Sache mit dem Pre-Delay hat mich allerdings auch absolut verwirrt.
Tischmeyer sagt allerdings auch nicht, dass auf JEDE Spur ein Low-cut gehört, sondern dass man mindestens so viele Low-cuts setzen sollte wie man Spuren hat. Er nennt hier z.B. mehrere Low-cuts im Aufnahmeprozess: Low-cut im Mikro – Low-cut im Vorverstärker und einer auf der Audiospur. Das wären insgesamt schon drei, dafür eben keinen bei Bass und Bass Drum (bzw. wesentlich tiefer angesetzt).
22. Sep 2009 | 16:59 Uhr
Ich kann sagen, dass der Tipp mit den LoCuts bei mir auf jeden Fall Gold wert war.
Ich finde die Videos ansonsten schrecklich, er liest “eigentlich” nur die Bücher vor. Stock steif und absolut ermüdend. Vieles ist 1 zu 1 übernommen.
Echt harte Kost. Jedenfalls für mich.
02. Mai 2010 | 17:13 Uhr
also seine sätze sind schon voller informationen aber irgendwie fällt mir auch auf das er ab und zu um den heißen brei herumquatscht…
nichtsdestotrotz gefällt mir das buch…
(die beiliegende cd könnte besser geordnet sein)^^