Achtung Aufnahme! – Das Panorama
Im Recording ist es wichtig darauf zu achten wo man die Mikrofone hinstellt. Wissen wir alle schon. Aber was manchmal übersehen wird ist, dass die richtige Mikrofonposition die während des Recordings benutzt wurde auf den Mix übergeht. Und im Mix selbst wird nochmal mit ganz anderen Bandagen gekämpft.
Achtung Aufnahme! – Das Panorama

Gestern hatten wir schon ein Recording Thema hier auf delamar. Es ging um die richtige Sprachwahl beim singen.
Das heutige hat zwar nichts mit dem Singen zu tun, sehr wohl aber mit dem Recording. Die Panorama-Verteilung bei der Schlagzeugaufnahme bereitet oftmals Schwierigkeiten. Nie weiss man so recht wohin genau mit den Panorama-Reglern. Und es ist auch tatsächlich ziemlich schwer ein Drum-Kit im Mix richtig zu verteilen.
Panorama: Auswirkungen des Recordings auf den Mixdown
Beim Recording gehen viele fälschlicherweise von folgender der Annahme aus. “Wenn man vor dem Schlagzeug steht müssen die beiden Overhead Mikrofone symmetrisch verteilt sein.”
Doch das ist oft nicht besonders gut gedacht. Sieht man einmal aus der Vogelperspektive auf das Schlagzeugset wird man merken, dass viele Schlagzeuger die Snare leicht rechts stehen haben. Was man also mit symmetrisch verteilten Overheads bekommt ist ein Dual-Mono-Signal bei welchem auf einem Kanal die Snare ziemlich laut zu hören sein wird und auf der anderen Seite weniger.
Also muss man die geeignete Position so finden, dass Snare auch später im Mix schön in der Mitte bleibt.
Panorama: Der Mixdown
Wir überspringen die anderen Mikros, der Einfachheit halber, einmal und gehen gleich zum Mixdown über.
Im Mix hat man wieder mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Denn jetzt mischt sich das Schlagzeug-Signal mit den ganzen anderen Signalen (Gitarre, Gesang, Backing-Vocals, Bass, und so weiter). Und man fragt sich wiedermal: “Ja wohin denn nun genau?”
Auch schwierig bereits vorher festzulegen, denn es kommt wieder auf die Situation an. Oft ist es in Pop-Produktionen so, dass das Schlagzeug insgesamt relativ schmal panoramisiert ist. Das hat den netten, übrigens automatischen, Vorteil, dass wenn im Refrain irgendwelche Chorstimmmen hinzukommen, welche nun voll nach links/rechts zeigen, ein Effekt entsteht der das ganze Stück “aufzugehen” lassen scheint.
Panorama: Fazit
Das kann man natürlich künstlerisch für sich nutzen. Doch manchmal auch wieder nicht. Schwierig, schwierig.
Nach wie vor bleibt einem nichts übrig herumzuprobieren. Ein Tipp noch von mir:
Meist sehe ich folgenden Fehler. Spuren die aufgenommen wurden und gedoppelt wurden werden genauso gepanned wie man sie aufgenommen hat. Hat man beispielsweise 2 Gitarrenspuren ist Spur 1 links und Spur 2 recht. Aus Erfahrung weiss ich, dass es sich durchaus mal auszuprobieren lohnt mal Spur 2 nach links und Spur 1 nach rechts zu drehen. Manchmal ist es so, dass die eine Spur auf der anderen Position “einfach besser kommt” — das macht man natürlich auch bei 5-fach aufgenommenen Spuren.


06. Aug 2008 | 19:04 Uhr
Zu deinem letzten Part. Die Spur die gedoppelt wurde, hat doch die selben Einstellungen wie die erste und ist identisch damit. Was ich nicht verstehe, warum es sich besser anhört, wenn man z.B. die 2. Gitarrenspur von der rechten auf die linke Panoramaposition setzt ?? Wenn die Gitarre “Central” aufgenommen wurde, dann dürfte es doch letzendlich egal sein, welche Spur auf welcher Position läuft oder nicht ??
07. Aug 2008 | 07:44 Uhr
Ich wuerde dir raten es einfach mal auszuprobieren.
07. Aug 2008 | 10:51 Uhr
naja werde ich aufjedenfall ausprobieren, denn es gibt soviele tipps und tricks, die die meisten leute nicht kennen, manche taugen was manche wiederum nicht, ich teste es ; )
24. Jun 2009 | 14:26 Uhr
Kann ich mir zwar auch nicht vorstellen, aber ich werde es mal ausprobieren. Habe momentan auch ein Aufnahme, wo die Gitarre einfach nicht passen will.
Aber vielleicht sollte ich da auch einfach neu aufnehmen :D
25. Jun 2009 | 00:17 Uhr
Auf jeden Fall sollte man so etwas ausprobieren. Gerade bei Gitarren kann der Sound schon von der Aufnahmekette her so verschieden sein und dann kommen da noch Gitarrist sowie Performance dazu.
Testen kann nicht schaden!