Abmischen im Kopfhörer: Der ultimative Ratgeber

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Die besten Studiokopfhörer

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Zu gut, um wahr zu sein? Abmischen im Kopfhörer

Eigentlich klingt es wirklich verlockend. Du brauchst keine teuren Studiomonitore kaufen, eine Verbesserung der Raumakustik deiner Regie wird nicht notwendig. Außerdem kannst Du deinen Hit mitten in der Nacht abmischen, ohne die Nachbarn zu stören.

Leider ist das dann doch etwas zu gut, um wahr zu sein. Denn so traurig die Nachricht für Alle mit kleinem Budget auch klingen möge: Abmischen im Kopfhörer kann nur die zweitbeste Lösung für dein Homestudio sein. Oder die Notlösung, wenn an den Budgets tatsächlich nicht zu rütteln ist.

Die Preisfrage ist für viele Musiker ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Aspekt beim Kauf neuen Musik-Equipments. Und dann kommt dazu, dass jedes Homestudio zumindest einen guten Kopfhörer zur Hand haben sollte. Es gibt zahlreiche Situationen und Anwendungen, in denen ein solcher unabdingbar ist: Beim Recording von Instrumenten, oder wenn mitten in der Nacht eine Spur bearbeitet werden soll, ohne gleich den Nachbarn zu wecken.

Hier findest Du die Studiokopfhörer Testsieger

Alles verloren für den Mixdown im Kopfhörer?

Nein, denn genau wie bei Studiomonitoren gilt, dass alles eine Frage der Gewöhnung ist. Wer seine Headphones also bestens in- und auswendig kennt, wird auch auf diesen einen passablen Mixdown zaubern können.

Aber…

  • Der Großteil aller produzierten Musik ist für das Hören durch Lautsprecher gedacht.
  • Viele Musikkonsumenten hören Musik nach wie vor über das Küchenradio, die Anlage im Auto oder im Wohnzimmer.
  • Wirklich gute Kopfhörer zum Abmischen können ebenfalls sehr teuer sein.

In diesem Artikel wirst Du alle Vorteile sowie alle Nachteile beim Mixdown mit Headphones kennen lernen.

 So gelingt Abmischen im Kopfhörer

So gelingt Abmischen im Kopfhörer

Vorteile guter Kopfhörer beim Mixdown

Auch wenn ich niemanden als ersten Rat mitgeben wollte, auf Lautsprecher zu verzichten, so gibt es doch einige Anwendungen, wenn auch mal der Profi dazu greift.

Ungestörtes Arbeiten

Nicht jeder Musiker hat ein eigenes Tonstudio, in dem er schalten und walten kann, wie er möchte. Die Wahrheit ist, dass sehr viele in einem Homestudio arbeiten. Das kann der Arbeitsplatz im Schlafzimmer, die Ecke im Wohnzimmer oder auch mal ein eigenes Zimmer sein.

Der Vorteil ist die Stille – und zwar in beide Richtungen. Ob der Fernseher nebenher läuft, der Partner gerade telefoniert oder die Straßenbahn vor dem Fenster vorbeirauscht.

 

Überall produktiv werden

Ein großer, wenn nicht der größte Vorteil ist die Freiheit, jederzeit und überall seine Musik bearbeiten und abmischen zu können. Auch sind Kopfhörer wesentlich leichter zu transportieren als Studiomonitore.

 

Mehr Aufmerksamkeit für Details

Wenn es um die Klangqualität geht, gibt es praktisch nichts, worin Lautsprecher nicht besser sind als Headphones. Doch die räumliche Nähe zu deinen Ohren ermöglicht es, den Details einer Aufnahme oder eines Mixes mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Gerade in einem guten Kopfhörer lassen sich leise Klicks, Pops oder unerwünschte Nebengeräusche sehr schnell orten und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Überblick Kopfhörer Testberichte

Mögliche Problemquellen beim Abmischen im Kopfhörer

Wenn Du zu einem guten Kopfhörer für den Mixdown greifen möchtest, solltest Du dir folgende Punkte bewusst machen – und auf diese Rücksicht in deinen Entscheidungen nehmen.

Verändertes Stereo-Empfinden

Ein Kopfhörer bildet ein nahezu abgeschlossenes System auf dem Ohr. Stereophonie ist im Prinzip nur ein Werk unseres Gehirns – dieses verbindet zwei Mono-Schallquellen, die zeitgleich an unseren Ohren ankommen, in einen Klang mit entsprechender Raumaufteilung. Die Musik der beiden Lautsprecher kommen auf beiden Ohren gleichzeitig an, wenngleich zeitlich etwas verzögert wegen der unterschiedlichen Entfernung zur Box.

Im Gegensatz dazu ist der Klang des rechten Lautsprechers im Kopfhörer nicht im linken Ohr und vice versa zu hören. Es fehlen damit wichtige Informationen für die Stereoortung der Klänge. Gewissermaßen fehlt der Raum.

Mit einher geht die Problematik der Monomitte. Während sich diese bei Lautsprechern vor deinem Kopf befindet, befindet sie sich bei den Headphones zwischen deinen Ohren.

 

Phasenauslöschungen sind nicht hörbar

Wenn sich jetzt die Klänge beider Lautsprecher nicht mischen können, sind leider ist eine Phasenauslöschung auch nicht hörbar. Denn diese treten erst auf, wenn die Schallwellen beider Mono-Audiosignale aufeinander treffen – sich Wellentäler und -berge gegenseitig auslöschen. Das ist auch bei vielen Amateurproduktion zu beobachten, die lediglich in Headphones abgemischt wurden.

Die Wirkung von Effekten wie eine Stereoverbreiterung, Chorus, Phaser, und andere, die sich auf das Stereoverhalten auswirken, werden sehr schwierig einzuschätzen. Hier hilft nur das Gegenhören auf einer anderen Anlage, mit echten Lautsprechern.

 

Suboptimaler Frequenzgang

Wenn Du dir den Frequenzgang gängiger Modelle anschaust, kannst Du den zumeist wenig flachen Frequenzgang beobachten. Erst richtig gute Kopfhörer kommen mit einem ausgewogenen Frequenzspektrum, und diese sind entsprechend teurer. Der Grund ist, dass die meisten Geräte für ein wohlklingendes Hörerlebnis ausgelegt sind. Eine Anhebung von Bässen und Höhen (Badewannenabstimmung) ist nicht gerade selten.

  • Da Kopfhörer so nah an deinen Ohren sitzen, klingen hohe Frequenzen lauter als sie eigentlich sind. Einige Hersteller haben deswegen ihren Geräten eine Absenkung der Höhen verpasst.
  • Am anderen Ende des Spektrums kompensieren die Hersteller mit einer Anhebung im Bassbereich, die das fehlende Gefühl eines „echten“ Basses in der Brust wie bei einem Lautsprecher ersetzen soll.
  • Bauartbedingt können Kopfhörer nicht viel in der untersten Oktave bieten (die für viele Musikstile aber durchaus wichtig ist). Auch hier steuern viele Hersteller entgegen und heben, wie eben schon erwähnt, einfach den ganzen Bassbereich etwas an.

 

Bessere Mixdowns machen

Hier sind einige Dinge, die Du beachten kannst, um die gröbsten Probleme schnell in den Griff zu bekommen.

Offene Modelle verwenden

Zwar sind diese Geräte nicht optimal für ein Recording geeignet, doch sie kommen in der Regel mit einer besseren Raumabbildung.

Panning

Vermeide es, Spuren ganz hart links oder rechts zu verorten. So kommt der Sound nicht nur aus dem linken oder rechten Ohrhörer, sondern ist immer auf beiden Ohren zu hören.

Crossfeed Plugin verwenden

Es gibt einige Plugins (und auch Hardware) am Markt, die etwas von den LR-Kanälen auf den jeweils anderen gibt. Damit soll das Hören wie auf Lautsprechern emuliert werden.

Gegenhören auf anderen Anlagen

Ein Mixdown ist dann gut gelungen, wenn er sich auf praktisch jeder Anlage gut anhört. Und genau wie schon beim normalen Abmischen mit Lautsprechern ist meine Empfehlung, deine Musik regelmäßig auf dem Radio in der Küche oder der Anlage im Wohnzimmer abzuhören.

Tipp: Leise abhören

Um beim abmischen herauszufinden, ob eine bestimmte Spur weit genug über dem Rest heraussticht (oder zuviel), kannst Du das Volumen auf Flüsterleise einstellen. In dieser Einstellung wird das schnell klar.

Zusammenfassung

  • Kopfhörer können beim Abmischen helfen
  • Achte hierbei vor allem auf die Unterschiede im räumlichen Hören
  • Kopfhörer können tiefe Frequenzen nicht adäquat wiedergeben
  • Häufiges Gegenhören auf anderen Anlagen hilft
  • Flüsterleise hörst Du, welche Spuren herausstechen

Was sind deine Erfahrungen beim Abmischen im Kopfhörer? Konntest Du schon amtliche Mixe machen? Und welche Kopfhörer nutzt Du derzeit in deinem Homestudio?

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Lesermeinungen (79)

zu 'Abmischen im Kopfhörer: Der ultimative Ratgeber'

  • Zunda   11. Apr 2008   18:50 UhrAntworten

    Es gab vor ca. 2 Jahren mal nen Artikel in der KEYS zu diesem Thema.
    Fand ich auch sehr interessant, da mein Sennheiser HD25 zu der Zeit um Längen professioneller war, als meine Abhöre und mein Studio in der Wohnung
    liegt ("Die Kinder schlafen schon!!!").
    In der Keys stand noch was davon, dass ein bestimmter Anteil der Bässe nicht von den Ohren, sondern von einem Bereich um den Solar Plexus aufgenommen wird und das nur ganz teure Kopfh. dieses kompensieren würden.
    Meine Erfahrung ist, dass man nach dem Mischen per Kopfh. einen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn man sich die Arbeit dann woanders anhört. Sei es Studio, Hifi-Anlage, Autoradio, etc.

    Zum zusätzlichen Vergleichen mit Referenz-Musik finde ich es allerdings weiterhin sinnvoll. Letztenendes sollte mein Mix ja auch im Kopfhörer zu ertragen sein ;o)

  • Heiko   11. Apr 2008   19:20 UhrAntworten

    Eigentlich nur grobe Arbeit mit dem Kopfhörer. Mir wurde mal geraten, mir für gutes Abhören doch einen Stax zu kaufen. Da so ein Biest aber ungefähr so viel kostet wie meine gesamte restliche Hard- und Software hab ich davon mal abgesehen :)

  • Bobileebob   11. Apr 2008   20:17 UhrAntworten

    Also ich glaube, wenn man wirklich versteht, was gut klingt, dann kann man auch mit Kopfhörern ein gutes Ergebnis erzielen und außerdem muss man sich zuerst mit dem Entstehen von Schallwellen auseinandersetzen, um wirklich gut zu sein. aber die meisten, die die Aufnahmen Zuhause mischen, haben sich nicht wirklich gut genug damit beschäftigt.

  • Funatyc   11. Apr 2008   23:15 UhrAntworten

    Das Hauptproblem liegt an der Raumakustik die der Kopfhörer nicht wiedergeben kann und diese er völlig unberücksichtigt läßt. Der Kopfhörer ist kein wirklicher Ersatz für vernünftige Abhören. Für Notsituationen oder zum Aufspüren von Fehlern im Audiomaterial zwar sehr gut geeignet aber zum Mixen nicht wirklich tauglich. Der Kopfhörer kann das Frequenzbild nicht realistisch widerspiegeln und durch den vermittelten Klangeindruck neigt man dazu den Bass zu stark und die Effekte zu schwach einzustellen. Das abhören über den Kopfhörer beansprucht die Ohren auch erheblich stärker. Ich nutze ein AKG K271 Studio und obwohl er sehr linear ist habe ich im Mix zu viel Bass und Mitten und stelle am Ende immer wieder fest das der Sound im Auto wie aus einem Pappkarton klingt. Wobei der schlechte Sound sicherlich nicht nur dem Kopfhörer zuzuschreiben ist ;)

    LG Marek

  • Sascha   12. Apr 2008   00:50 UhrAntworten

    Selbst wenn man über eine handelsübliche Stereoanlage eine Abhöre macht, stellt man den Unterschied zum Kopfhörer fest. Ausserdem werden den Kopfhörerausgängen in der Soundkarte ganz andere Einstellungen zugewiesen, die das Signal auf den Kopfhörer abstimmen und mit einem Raumklang nicht das geringste zu tun haben.

  • Bobileebob   12. Apr 2008   13:07 UhrAntworten

    Buenos dias carlos. Como estas muchachos. War nur ein Witz carlos. Viele Leute hören die Musik sowiso über Kopfhörer und wäre es nicht besser, gleich zwei Mischversionen rauszubringen.

  • Schmockischmock   12. Apr 2008   13:15 UhrAntworten

    Muchachas Gracias Vienen en. Ach komm Mordovorot. Wir wissen alle, dass Kopfhörer scheiße sind. Man kann gar nicht den Sound im Körper schwingen fühlen. Was willst B.b.l.B.b?

  • Carlos (delamar)   12. Apr 2008   12:38 UhrAntworten

    Die Kopfhörer, die ich bisher benutzt habe, sind nicht so detailliert wie meine Abhöre.

    Aber gerade das benötige ich ja, um zum Beispiel einen Kompressor einzustellen.

    Ich denke, wenn man oft genug mit einem Kopfhörer mischt, dann kann man auch damit gute Ergebnisse erzielen. Aber eine wirklich gute Abhöre kann man damit eben nicht ersetzen.

  • Carlos (delamar)   12. Apr 2008   13:46 UhrAntworten

    Ich sehe folgendes Problem mit der Mischung in Kopfhörern:

    Ein Mix, den ich auf meiner Abhöre erstelle, funktioniert auch auf anderen Abhören und auch in Kopfhörern.

    Umgekehrt funktionieren Mixe, die in Kopfhörern erstellt wurden eben nicht auf Lautsprechern.

    Insofern würde ich mich an die Methode halten, die den besten Erfolg garantiert. Natürlich ist es jedem freigestellt, seine Kopfhörer zum Mischen zu nutzen. Kann ja trotzdem funktionieren und gut ist, was gefällt.

    Und mit den zwei Mixen...am Ende kann im Club, Radio, Party doch nur einer gespielt werden.

    Saludos, muchachos
    :)

  • Jörg   04. Mai 2008   17:54 UhrAntworten

    Ich sehe das ganze etwas anders. Klar, Musik wird wohl größtenteils über Lautsprecher wieder gegeben, aber nur weil das die Regel ist, wird es dadurch nicht besser oder ehrlicher. Für mich ist es Fakt, dass nicht der Kopfhörer ein falsches Bild liefert, sondern die Boxen tun das. Der Akustik eines Raumes verfälscht das Klangbild, und dementsprechend gibt es ja überhaupt erst die Probleme und Lösungen mit der Abmischung.
    Es ist ja nicht umsonst so, dass ein immenser Aufwand betrieben wird, um im Profistudio die Akustik zu idealisieren. Anderereits ist es doch schon komisch, dass dort wo dieses Ideal herrsch, nämlich im Kopfhörer, behauptet wird, dass sich das nicht zum mischen eignet. Das Problem der Phase bezüglich Monokompatibilität ist meiner Meinung nach eines was durch gewisse Umsänst erst künstlich geschaffen wird. Laufzeitunterschiede zwischen links und rechts machen auf Mono Probleme. Das ist absolut logisch. Aber warum ist das ein Problem ? Die beiden Signale die an unseren beiden Ohren ankommen, haben grundsätzlich Laufzeitunterschiede, und würd unser Gehirn sie auf Mono schalten können, würden wir auch da extreme Phasenauslöschungen hören. Das liegt einfach in der Natur der Sache und muss nicht zu einem Problem gemacht werden, nur weil in der Regel Musik über Lautsprecher wieder gegeben wird. Ich für meinen Teil lege bei der Musikproduktion sehr viel Wert auf Feinheiten. Nicht nur mixingtechnisch, sondern vor allem auch was das Arrangement betrifft. Vieles kann man erst über Kopfhörer geniessen, weil es über Lautsprecher nicht durch kommt. Es ist natürlich jedem seine Sache wie und für wen er die Musik macht, aber es geht nicht jedem darum möglichst laute und auch noch tanzbare Musik zu machen. Ich bin der Meinung, wer Musik geniessen will, der macht es sich gemütlich, Licht aus und Kopfhörer auf. Es kommt halt eben auf die Musik und ihr Ziel an. Jedenfalls sollte keine allgemeine Aussage zum Thema suggeriert werden, wie das der Artikel tut.

    • Lars Hauphoff   25. Apr 2014   15:47 UhrAntworten

      Also eines möchte ich hier einmal klarstellen ! Wer behauptet, man kann über Kopfhörer nicht mischen, dessen Fachkenntnisse muss ich hier leider mal in Frage stellen ! Das ist natürlich absoluter Blödsinn ! Genau das Gegenteil ist der Fall. Aber das sind auch mal wieder so "Experten Meinungen" die sich wie ein Fegefeuer verbreitet haben, ohne das entsprechende Kenntnisse vorhanden waren. Denn 1. kommt es auf den Kopfhörer an, ein Bayerdynamic DT990 ist Referenzklasse, kostet aber auch fast 300,- € 2. ist jeder natürliche Raum im Bezug auf Reflexionen problematisch, 3. hat man das Signal direkt am Ohr, 4. Monitorboxen mit "Bassreflexöffnung" (meistens ein Loch oder Schlitz im Gehäuse) sind völlig unbrauchbar ! Wenn ich 300,- € zur Verfügung habe, würde ich den Kopfhörer immer vorziehen, wenn ich amtlich mischen muss. Denn genau DAS ist mit Monitoren in dieser Preisklasse garnicht möglich ! Das einzige wozu man solche Dinger gebrauchen kann, um Hörvergleiche zu erstelln. Oder als Zusatzboxen vielleicht noch. Aber zum "MISCHEN" sind die nicht zu gebrauchen ! Außerdem bilden solche Boxen garkeinen oder nur sehr verfälschten Bass im Klangbild ab. Wogegen der DT990 schon ab 5 Hz abbildet. Da kann man sich auch noch die schlechten Subwoofer sparen, die höchstens dazu geeignet sind, die Fenster zum wackeln zu bringen! Da kann man das Geld auch gleich in einen Gullideckel schmeißen. Und bevor ich DAS mache, kaufe ich mir lieber einen amtlichen Studio Kopfhörer, mit dem man viel besser als mit Boxen, subtile Veränderungen in den Frequenzbereichen, orten kann.

  • Carlos (delamar)   04. Mai 2008   18:14 UhrAntworten

    Wenn Du für Dich den Kopfhörer als non-plus-ultra ansiehst und für diesen mischst, dann ist das Deine eigene Entscheidung und selbstverständlich allein Dir überlassen.

    Die Welt ändert sich beständig, aber noch ist es so, dass Menschen Musik aus einem Radio, dem Fernseher, der Anlage im Auto oder im Wohnzimmer konsumieren. Also beim Hören immer dem Einfluss eines Raums unterliegen. Und genau diesem Umstand versucht man beim Abmischen Rechnung zu tragen.

    Studios wollen keine perfekte Akustik um ihrer selbst willen, sondern um sich möglichst gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sich die in diesem Studio entstehenden Mixe in allen Abhörsituationen gut anhören.

    Wer als Musiker auf das Publikum verzichten mag, das Musik in einer von einem Raum beeinflussten Umgebung hört, der kann diesen Artikel gerne ignorieren.

    Ansonsten gilt in der Regel: Mischungen, die auf einer guten Abhöre gemacht wurden, lassen sich besser auf Kopfhörer anhören als vice versa.

  • Jörg   04. Mai 2008   20:35 UhrAntworten

    Was heisst Kopfhörer als non-plus-ultra ? Auch wenn ich den Kopfhörer bevorzuge, wärs mir doch auch recht, wenn eine Mischung damit auf Lautsprechern genau so klingt. Geht aber nun mal nicht, so bleibt mir nur die Wahl, und da entscheide ich eben zugunsten des Kopfhörers. Und es gibt sicher viele Leute die ebenso lieber über Kopfhörer hören. Jedem recht machen kann man es nie. Und dass ein Mix der über Monitore gemacht wurde, auf Kopfhörern besser klingt, ist ein Gerücht. Zahllose Beispiele aktueller Musik jeder Richtung beweisen zumindest mir persönlich das Gegenteil. Ich bekomme einfach Ohrenschmerzen davon wenn ich sie längere Zeit lauter höre als grade über der Hörschwelle. Das liegt daran, dass heute kaum noch auf Feinheiten und subtile Elemente geachtet wird (mal von Audioesoterik abgesehen), sondern die Musik sich im allgemeinen auf wenige Elemente beschränkt, die aber dafür alle so ziemlich im Vordergrund sind.
    Da wird dann mit der Transpararenz des Mixes geprahlt. Naja keine Kunst wenn man sich auf wenige Elemente beschränkt.

  • El Natcho   04. Mai 2008   21:09 UhrAntworten

    @ Jörg: Mach Dich mal locker, es wird doch ganz klar gesagt, dass man eigentlich meherer Abmischen machen sollte: eine für Raumklang, eine für Headphones . Wo is das Problem?
    Es gibt nun mal mindestens zwei verschiedene Wege, Musik zu hören. Einmal im Raum und einmal im Kopf. Und ja, für Kopfhörerabmischungen gelten andere Regeln, als für Raummixe. Da beißt keine Maus nen Faden ab. Und was von beiden besser oder schlechter ist, kann ja wohl nicht des Pudels Kern sein, da es sich um zwei nicht vergleichbare physikalische Vorgänge handelt.

    El Natcho

  • Carlos (delamar)   04. Mai 2008   21:03 UhrAntworten

    Das hier:
    "Das liegt daran, dass heute kaum noch auf Feinheiten und subtile Elemente geachtet wird (mal von Audioesoterik abgesehen), sondern die Musik sich im allgemeinen auf wenige Elemente beschränkt, die aber dafür alle so ziemlich im Vordergrund sind."

    ...ist viel zu allgemein gehalten und wahrscheinlich würde Dir jeder einzelne Musikproduzent auf der Welt das Gegenteil aufzeigen können.

    Nur weil ein Musikstück wenige Elemente beinhaltet, bedeutet das noch lange nicht, dass nicht auf kleinste Feinheiten geachtet wurde. Ganz im Gegenteil dürfte Dich jeder einzelne Vocalpart in dieser Hinsicht widerlegen.

    Was mich auch interessieren würde: Welche aktuellen Produktionen im kommerziellen Bereich wurden denn auf Kopfhörern gemischt?

  • Jörg   05. Mai 2008   14:26 UhrAntworten

    @Carlos & El Natcho
    Stimmt schon, dass ich hier recht allgemein spreche, aber darum geht es ja. Chartsmusik als Referenz ist immer so eine Sache, aber früher war das imho noch durchaus angebracht wenigstens von der technischen Seite her. Drehen wir die Zeit mal so 10 - 30 Jahre zurück, da war die Musik zwar nicht so laut und druckvoll, aber kreischte einen der Mix nicht an und es war alles sehr transparent. Aber es ist doch auch klar warum das heute alles so geworden ist. Es geht einfach schneller und ist billiger. Daher sind verschiedene Mixe für Kopfhörer und Lautsprecher sowieso schon mal indiskutabel. Ausserdem ist es nicht damit getan einfach nur die EQ-, Kompressor-, Limiter-Einstellungen usw. anzupassen, sondern das fängt schon beim Arrangement und der Soundauswahl an. Das ist alles viel zu viel Aufwand.

    (Und wo wird denn hier ganz klar darauf eingegangen ? Bei Kommentar 7 wurde da eine Frage diesbezüglich gestellt, aber das ist wohl was anderes als eine klare Stellungnahme)

    Und mit Feinheiten meinte ich das weder auf den Mix bezogen, noch ob bei den Wandlern Apogee oder Behringer verwendet wurde. Sowas interessiert mich überhaupt gar nicht. Es geht mir rein um das Arangement und die Soundauswahl. Bei letzterer aber auch nicht darum, dass z.B. ein Lead-Sound zig fach gestackt wurde. Es geht mir um subtile Spielereien im Hintergrund die das ganze erst interessant und lebendig machen.
    Auf sowas wird eben sehr oft zu gunsten des druckvollen und ach so transparenten Mixes verzichtet. Klar sowas bringt Probleme beim Mixen, aber unlösbar ist das alles nicht. Und wenn alles immer so einfach wäre könnte es ja jeder :) Wenn man immer nur verzichtet, sollte man es doch besser gleich ganz bleiben lassen.

  • Carlos (delamar)   06. Mai 2008   01:00 UhrAntworten

    Hm, also meiner Ansicht nach geht der Lautheitskrieg nicht um Aufwandsminimierung. Ganz im Gegenteil kostet der "Spass" oftmals mehr Geld als ein normales Mixing & Mastering.

    Beim Lautheitskrieg geht es darum, im Radio neben den anderen Künstlern noch bestehen zu können. Psychoakustisch klingt ja das Lautere immer besser.

    @El Natcho:
    Ich selbst würde keine zwei Mischungen machen wegen der Kopfhörer. Radio-Edit, Dub, Vocals lauter und leiser etc. gerne. Aber für Kopfhörer?

  • Sib   02. Sep 2008   15:49 UhrAntworten

    Ich finde Kopfhörer gut, um Hall zu justieren.

    Und der fertige Mix sollte in Kopfhörern auch gut klingen.

  • Muchacho   02. Sep 2008   16:02 UhrAntworten

    Ein guter Mix kingt überall gut...

  • Wurst   04. Dez 2008   20:58 UhrAntworten

    Wie bereits festgestellt wurde, kann man durchaus einen Monomix mit einem guten Kopfhörer erstellen, sofern der Kopfhörer eine hinreichende Basswiedergabe besitzt. Zwei diskutable Anmerkungen hierzu:
    1. Druckkammereffekt: Der Kopfhörer produziert, wenn er auf den Ohrmuscheln aufliegt, keine Schallwelle, die sich von den Membranen "loslöst". Der Abstand Membran-Trommelfell beträgt vielleicht 1-3 cm, das wäre gerade mal die Wellenlänge des Frequenzbereiches von 11kHz bis 33kHz. Deswegen kann ein KH-Mix mit einem Abhören-Mix nicht viel gemeinsam haben. Für mich ist der Kopfhörer nur eine Art "Signal-Lupe". Wie auch beim Live-Mixing greife ich mir ein Signal raus und "schau es mir genauer an".
    2. Delay. Wenn man einen guten Stereo-Delayprozessor besitzt, kann man die Abhöre simulieren, mal vom obigen Punkt 1 abgesehen.
    Der Prozessor wird auf beiden Kanälen auf die Laufzeitdifferenz zwischen den Signalen beider Lautsprecher zu einem Ohr eingestellt.
    Nun bekommt das linke Ohr die Mischung aus linkem Kanal und verzögertem rechten, der etwas abgeschwächt werden sollte(-6dB??).

    • The Navigator   30. Okt 2013   13:50 UhrAntworten

      Im Prinzip richtig, aber 6 dB scheinen mir doch etwas viel zu sein (das ist immerhin eine Halbierung...).

  • Carlos (delamar)   05. Dez 2008   14:17 UhrAntworten

    Es gibt einige Kopfhörer im Hochpreissegment, die tatsächlich versuchen einen echten Raumklang zu simulieren.

    Aber wozu einen Kopfhörer kaufen, der den Raumklang simuliert? Dann doch lieber das Geld in ein paar gute Studiomonitore stecken!

    • The Navigator   30. Okt 2013   13:50 UhrAntworten

      Weil man vielleicht ansonsten die Polizei im Haus hat, weil die Nachbarn Banausen sind?

      Sachzwänge, carlos, Sachzwänge!

  • Richie   05. Dez 2008   15:27 UhrAntworten

    Den Bassbereich muss ich auch fühlen können bzw. auch mal in der Magengegend wummern. Bei Kopfhörern dröhnt mir nur der Kopf.

  • Checkoff   11. Feb 2009   12:58 UhrAntworten

    @ Jörg:

    Schalt mal dein Hirn ein und denk nach: In welcher Situation hat man HPs aufm Kopf, und in welcher Boxen um sich ??? Da denke ich mal, gewinnen die Boxen bei weitem !!!
    Und Monokompatibel muss es deshalb sein, da z.b. PAs oft in Mono fahren, in Kaufhäusern die berieselung auf mono ist, der kleine kackradio im bad, der is auch mono, das handy ist auch mono ! Also, wenn man da beim abmischen nicht wert darauf legt (und das geht nur mit Boxen), dann kann der mix für einige menschen / zielrgruppen ungeeigent sein !

    Und ich weiß ja nicht, was du für musik hörst...ich hör so ziemlich alles. und deine transparenten und subtilen dinger sind in einigen liedern vorhanden. vielleicht solltest du dir mal bessere HPs kaufen....

    ciao

  • Jörg   11. Feb 2009   16:12 UhrAntworten

    Ich hab mein Hirn eingeschaltet, keine Sorge.
    Wenn du unbedingt drauf Wert legst, dass dein Mix auf dem Handy und der Küchentröte gehört werden soll, dann Spar dir aufwändige Arbeit mit dem Abmischen doch am besten gleich ganz. Denn für diese Art Abhöre ist es ziemlich egal.
    Wer auf eine bestimmte Hörerschaft angewiesen ist, der hat eben einfach Pech gehabt. Ich bin nur Hobbymusiker und muss keine Rücksicht nehmen. Tut mir Leid, aber ich schaff mir doch kein teures Hi End Equipment an, damit hinterher jemand meckert, dass er auf dem Handy in 64 Kbit nix mehr hört.

  • Stefan Schoener   13. Feb 2009   22:08 UhrAntworten

    Dass der Kopfhörer problematisch ist, ist völlig unbestritten, jedoch ist die Frage eigentlich eine andere: Für wen oder welches Zielmedium arbeite ich?

    Als ich noch reihenweise für den Rundfunk gearbeitet habe, da hatten wir im Studio das sog. "Rote Teil". Das war ein Mono Kofferradio, Made in DDR, hatte ich mal für 29,95 DM bei Karstadt gekauft. Da haben wir einen Line in reingebastelt und haben jeden Mix für den Funk ausgiebigst darüber kontrolliert. Klang furchtbar, aber wen der Redakteur morgens im Golf I in den Dienst fuhr, dann musste die Produktion in seinem werksmäßigen Autoradio optimal klingen - dem Roten Teil gedankt kein Problem.

    Ich selber bin bis heute praktizierender NS10 Studio Fan (passiv, immer noch die ersten Hochtöner, ohne Tempotaschentuch!)

  • Michael   16. Mrz 2009   23:07 UhrAntworten

    Hallo,

    als interessierter Laie finde ich die Diskussion um Jörg und carlos sehr informativ. Ich verstehe zwar nicht warum ihr euch streitet, weil ich der Meinung bin, dass ihr beide recht habt mit euren Argumenten. Es kommt halt auf die Zielgruppe an.

    Auch den Post von Wurst - Stichwort "Signal-Lupe" - fand ich sehr interessant.

    Ich mache selber ein wenig Musik für mich und habe vom Abmschen leider keinen wirklicken Plan und ich suche momentan nach Quellen zum Selbststudium sozusagen. So bin ich auch auf diesen Thread gestossen.

    Für mich als Laie nehme ich folgendes aus der Diskussion mit:
    - Mit Kopfhörer kann man Effekte (Delay, Hall, etc.) präziser abstimmen.
    - Mit Kopfhörer kann man Fehler im Audiomaterial besser finden.
    - Beim Abmischen muss man immer auf das Zielmedium achten. In der Regel werden das Lautsprecher sein.
    - Ein Königsweg existiert nicht.

    Nun, das sind zwar keine neuen Erkenntnisse, aber sie bestätigen doch meine bisherigen Erfahrungen.

    PS: Vielleicht kann mir jemand Literatur (also Bücher, aus Papier und so :) ) empfehlen

  • Carlos (delamar)   17. Mrz 2009   10:59 UhrAntworten

    Danke für die Zusammenfassung, Michael. Es fehlt nur eine Kleinigkeit: Die Qualität eines Mixes liegt zu 90% an den Ohren des Abmischenden...
    (bei gegebener Qualität der Spuren)

  • luke lion   26. Mrz 2009   05:27 UhrAntworten

    hallo zusammen!

    also ich hab da wieder ganz andere erfahrungen gemacht bezügl. kopfhörer/monitore.
    wenn ich meine songs (westerngitarre, gesang, ableton-elemente) am kopfhörer (akg k701) mische, freue ich mich immer schon wie sie wohl auf der stereoanlage im wohnzimmer klingen. das peinlich genaue abmischen auf meinen akg´s gibt mir erst mal die möglichkeit einen guten sound auf monitoren/hifi-anlagen/autoradios zu basteln. ich könnte ohne alles vorher (bis auf feinheiten) in meinen kopfhörern gemischte mir niemals auf monitoren anhören...

    aber wie carlos sagt, das liegt immer im auge des betrachters.

    rock on!!

  • N.T.K   01. Jul 2009   23:23 UhrAntworten

    Moin Leudings ;)

    also ich habe Kopfhörer (Audio-Technica) und Abhöre (KRK).
    Mit den KH bringe ich mehr das Arrangement zustande und beseitige
    so gut es geht die Fehler (zb: Resonanzen) im Sound (Nachts wenn alles schläft). Wenn ich dann nächsten Tag wieder davor sitz hör ich mit der AH ab und mische dat alles. Ich muß sagen wenn ich mit KH mische dann hört sich das alles zum ko..en an ;).
    Mein Fazit: Mischen, Effekte, EQing immer mit AH. Sounds und Arrangement berarbeiten immer mit KH <--- weil man mit KH tiefer im Sound reinhört. Das Endprodukt versuche ich soweit es möglich ist auf KH und AH gleich zu halten und wenn ich dann mal nicht auf meine Ohren vertrauen kann benutz ich auch mal n Frequenzanalyzer ;).

    Gruß

  • Martin   13. Aug 2009   09:10 UhrAntworten

    Hi, und Hallo,

    also ich mache im Homestudio nun seit fast 9 Jahren Electronische Musik. Habe angefangen über meine HiFi anlage gemacht, und gemergt, das mann dehn Kopfhörer gegenüber VIEL Mehr hört.

    Mir ist es sehr wichtig, das mann jeden Tohn hört, auch wenn er nur sehr leise ist, und um ein schönes Stereofeld zu erzeugen, ist es meiner meinung wichtig, es über Lautsprecher bzw. Studiomonitore laufen zu lassen.

    Gut die Größte arbeit kann man ja über Die kopfhörer machen, den so genaten Rohbau, aber das Feintuning, das sollte mann dann doch besser anders machen.

    LG Martin

  • feed   27. Aug 2009   18:14 UhrAntworten

    Ich frage mich schon lange folgendes, vielleicht könnt ihr mir helfen:

    Ich lebe in einer WG und habe wie die meisten Homerecordler keinen separaten Raum zum abmischen.
    Mein Raum hat z.B. eine Schräge + große, tiefe, teilweise leere Wandregale gleich hinter den Boxen
    Angenommen ich würde mir nun mittelmäßige Monitore kaufen, dann würde der Sound doch dennoch "kaputt" sein durch den äußerst unpassenden Abhörraum?
    Ich meine letztendlich würde ich 300-500€ investieren und dann vielleicht schlechter (unlinearer) als mit guten Kopfhörern dastehen?

    In wieweit spielt der Raum eine Rolle? Lohnen sich Monitore auch bei sehr "unlinearen" Räumen?
    Die Frage interessiert bestimmt jeden Homeabmischer

    Freue mich auf eure Meinung

  • S. Power   28. Aug 2009   01:25 UhrAntworten

    Schönen guten Tag,

    als ich die Kommentare oben gelesen habe, da ist mir eine Situation eingefallen. Ich war mal im Studio - es wurde eigentlich mit zwei Abhören gemischt: Yamaha NS-10 und Yamaha MSP-10. Zweitere hatten einen (wie ich finde) gigantischen Sound, bei dem man aber auch wirklich jede einzelne Unsauberkeit gehört hat. Als dann immer auf die kleinen umgeschaltet wurde, hat sich alles ganz anders angehört und die Mitten sind einem wie blöd ins Gesicht gesprungen - war der Sound natürlich gleich wieder scheiße. Ich hab dann zum Tonmeister gesagt: "Nee, mach bloß wieder die andern an, das kann man ja nicht hören!" Tat er aber nicht.
    Was ich damit meine, ist eigentlich, dass so ein Perspektivenwechsel wirklich vorteilhaft sein kann. Einen ausgewogenen Mix zu machen, bedeutet für mich auch, ihn auf möglichst vielen Systemen gut klingen zu lassen. Mir geht's auf jeden Fall so, dass ich ein paar Sachen über Kopfhörer besser höre, andere eben über Lautsprecher. Wenn man seine Geräte gut kennt und im besten Fall sogar weiß, was eventuell "nicht so ernst zu nehmen" ist und versucht Kompromisse zu machen, dann kann doch eigentlich gar nichts mehr schief laufen, oder? Ich benutz auf jeden Fall immer noch den Kopfhörer als Referenz. Na ja, ist jetzt nicht die Erkenntnis, aber ich wollt's mal ansprechen...ach so, die drei Probleme von oben stimmen glaub ich, aber dem kann man ja vorbeugen, wenn man sich nicht nur auf ein System verlässt...

    Tschüs.

  • Carlos (delamar)   06. Sep 2009   00:01 UhrAntworten

    @feed
    Es ist gleich, welche Lautsprecher Du verwendest: die Limitationen deines Raumes bleiben bestehen. Aber wenn Du billige Studiomonitore kaufst, dann holst Du dir unter Umständen noch weitere Probleme dazu.

    @SPower
    Am Ende kommt es ja doch darauf an, dass der, der abmischt, Talent und ein geschultes Gehör dafür hat. Die Technik ist ja nur der Träger der Schallquellen. Und je besser die Technik, desto einfacher der Weg.

  • Pfefferfreund   21. Sep 2009   16:00 UhrAntworten

    Ich danke Ihnen für dieses Gespräch. :-)

  • der Martin   18. Okt 2009   01:46 UhrAntworten

    hmm.

    Es ist mehr als nur ein Schritt notwendig um Tonmaterial in Musik zu verwandeln, und für manche Schritte kann KH gut oder besser sein ..

    Abmischen vs. Mastering

    [.. beim "Abmischen" werden die einzelnen Aufnahmenspuren in der Lautstärke zueineinder angeglichen. Z.B. beim Gesang.....
    - Hauptgesangsspur lauter als die eventuellen Choraufnahmen für den Refrain (oder umgekehrt)
    - "Flüsterspur" leiser als die Hauptgesangsspur.....etc
    gleiches gilt für die Instrumentenspuren......
    http://de.wikipedia.org/wiki/Abmischung ..]

    [ .. dieses wird allerdings auf verschiedenen Abspielgeräten (kleiner Ghettoblaster..bis hin zur hochwertigen Musikanlage) unterschiedlich klingen.

    "Ziele des Masterings sind es, dem vorliegenden Tonmaterial eine bessere Qualität zu verleihen und die Wiedergabe-Kompatibilität auf möglichst vielen technischen Geräten und Medien zu ermöglichen. Eine professionelle Tonaufnahme soll bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen wie beispielsweise bei der Ausstrahlung im Radio oder der Wiedergabe über Kopfhörer." Zitat siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Mastering_(Audio) ..]

    Ergo, fürs eigentliche Abmischen gilt demnach: "best möglichen Input" erzeugen, erst für jeden track (mix), dann fürs set (mix down). "Best möglich" ist für mich NACH digital out > Mackie premium > DT 990 Pro mit 4-5db+ im low ("fixed") und dann VOR dem output steuern bis es MIR wirklich gut gefällt. (sozusagen Steps 1-4)

    Step 5-7, (eine Nacht Pause, checken ob der "input" immer noch gefällt), dann an die nEar 05 (ESI) und ran ans Gemüse - bzw. den Summen(!) und kräftig in die Filter und Kompressoren hauen bis es wieder gut klingt ("personal Magic Teil II")

    Wichtig bei all dem ist hierbei die "gelernte Klangübersetzung", d.h. zu wissen wie es später klingen könnte. Hier macht wie immer Übung den Meister und Probieren geht über Studieren.
    Tip: mal 2 Wochen lang den gleichen Song unterschiedlich mischen, mastern und Einstellungen merken und dann auf allen greifbaren Geräten anhören...
    Nicht vergessen: weniger ist manchmal mehr ..

    Viel Spass,
    Der Martin

  • ercan demirel   21. Nov 2009   20:12 UhrAntworten

    ultrasone + SPL 2 Controll machen das Mischen mit Kopfhörer zumindest möglich. Sie ersetzen natürlich nicht den guten akkustischen Raum und die guten Abhörmonitore, die im besten Falle dort drinnen stehen, aber für misch-sessions in der Nacht ist es optimal (falls es Nachbarn gibt, die nerven)

  • ercan demirel   21. Nov 2009   20:15 UhrAntworten

    spl 2 control besitzt die Funktion "Crossover" ...
    Diese simuliert die Abhörmonitore. Und das sehr gut, wie ich finde.

  • Carlos (delamar)   22. Nov 2009   15:01 UhrAntworten

    Ich hab das SPL Gerät noch nicht getestet, kann also nichts dazu sagen. Tendenziell würde ich aber dabei bleiben, dass ein anständiger Raum, ein Top Audio Interface und zwei exzellente Studiomonitore die beste Variante wären.

    Natürlich muss das nicht im Umkehrschluss heissen, dass es nicht auch gute Mixe aus Kopfhörern gäbe...

  • Wini   12. Sep 2010   18:13 UhrAntworten

    Also ich muss nur mal sagen, dass mein Behringer DT-770 PRO teilweise eine bessere Basswiedergabe hat als die Event 20/20 bas die hier auch auf dem Schreibtisch stehen. Klar ist der Sound beim Kopfhörer ein anderer, aber die Basswiedergabe ist bei Nahfeldmonitoren auch nicht gerade berauschend. 2:1 oder Midfields mal außen vor gelassen....

  • ChrisC   22. Jan 2011   15:35 UhrAntworten

    Ich produziere seit 20 Jahren Musik. Bislang habe ich keine Probleme mit dem Abmischen & Mixing der Tracks gehabt. Ich weiß ja nicht ob es generell so ist, dass Akkustik im Kopfhörer fehlt aber wenn ich meinen fertigen Song im Auto oder im Club höre, bemerke ich keine Unterschiede hingegen zu anderen Songs. Es fehlt an nichts... Vielleicht hat es auch was mit Gewöhnung zu tun. Routine eben.

  • Chris van Oz   02. Jun 2011   03:21 UhrAntworten

    ich mache jetzt seit anfang der 90er jahren elektronische muusik. damals hab ich auch mit kopfhörer und hifi anlage angefangen abzuhören. heute hör ich den mix über meine adam a7 ab. allerdings teste mich meine mixe dann auch auf den macbook lautsprechern, im autoradio und auch im kopfhörer. erst wenn es sich überall gut anhört bin ich auch zufrieden.
    ich muss allerdings sagen das meine damals anfägermässig gemachten mixe über kopfhörer sich dann doch recht gut angehört haben. klar nicht professionell aber besser als manch anderer =)

  • Matteo   29. Jul 2011   11:36 UhrAntworten

    Also, ich muss mal Einspruch gegen dieses Argument einlegen, dass man über Boxen mischen sollte, weil Musik großteils aus Boxen gehört wird. Ich finde, eine Mischung muss über die Boxen-Abhöre UND Kopfhörer beurteilt werden - gerade wegen der Räumlichkeit, die durch Boxen-abhören entsteht. Natürlich wird hierbei ein realistisches Raumbild hinzugewonnen. Das hat aber nicht nur Vorteile. Ich finde es so im Vergleich zu Kopfhörern viel schwieriger, die Dosierung des Halls und die Lautstärken einzelnen Spuren abzuschätzen. Generell finde ich, dass im Kopfhörer (vorallem in einem geschlossenen) Details viel besser zu erkennen sind - und das gilt genauso für die Hörgewohnheit eines Konsumenten. Heutzutage wird viel über iPod und co. gehört - und auch das muss als Gegebenheit anerkannt werden - hier zeigen sich Details teilweise viel deutlicher, als auf Boxen. Deshalb muss ein Mix auch auf Kopfhörern funktionieren. Man sollte ein Gefühl dafür entwickeln, welche Klangspektren womit am besten kontrolliert werden können. Boxen haben den Vorteil, dass man den Bass-Drive wirklich abbekommt und den Nachteil, dass die Details der Räumlichkeit des Mischmaterials nicht so deutlich werden. Deshalb: Beide Möglichkeiten nutzen! Und noch wichtiger: Referenzstücke!

  • Clooney   25. Sep 2011   01:16 UhrAntworten

    hallo zusammen,

    eine interessante Diskussion, deshalb kurz meine Haltung.

    Ich produziere vornehmlich Rock/Folk/Country/Alternativ/Pop - also kein Dancefloor. Ich habe einen excellenten BD-Kopfhörer und eine solide Mittelklasse-Abhöre. Da für mich und meine Kunden diverse Mixes zu aufwendig und kostspielig sind, verlasse ich mich auf meinen Kopfhörer. Warum?

    Theoretisch müsste ich heute Mixes generieren für HiFi, Auto, PC, Club und Kopfhörer. das ist nicht leistbar. Also ist für mich das HiFi-Signal die Referenz. Nach langen Tests weiß ich mittlerweile, wie sich die Nummer auf meinem Kopfhörer abbildet, damit es für diese Referenz optimal klingt. Oft ist das Ergebnis fast (!) identisch. Über meine lineare Abhöre müsste ich einen unnötigen Zwischenschritt einfügen. Natürlich lasse ich gerade Bass-lastige Nummern über die Monitore laufen, um Auslöschungen zu vermeiden. Ansonsten fahre ich mit dem Kopfhörer gut.

    BTW: Ich finde diese Schwarm-Correctness etwas nervig. Jörg hat meines Erachtens sehr sachlich und wenig dogmatisch seine Position geschildert. da sehe ich keinen Grund, warum sich einige offensichtlich gleich angegriffen fühlen.

    @Carlos: Wir hatten ja schon bei YT das Vergnügen. Deine Seite ist super - weiter so!

  • Andres   06. Nov 2011   07:05 UhrAntworten

    Ich arbeite mit einem Beyerdynamic DT 770 Pro Studiokopfhörer & mit Aktiven KRK Monitore. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass der DT 770 recht gut zum vormischen taugt. Durch das Hören von Referenzstücken, bei denen man weiss wie sie durch Monitore klingen, kann man ziemmlich gut einschätzen, welche Signale im KH nicht ganz linear sind. Da kann man mit etwas Übung gleich gegen steuern. Meistens braucht man nach dem Mixen über den KH nur noch wenige Sachen, wie z.B. die Bässe an den Monitoren zu optimieren...nixdestotrotz höre ich auch zwischendurch über Monitore, Zweitmonitore (Hi-Fi) und auch über billig-Kopfhörer vom Aldi über die Onboard Soundkarte Probe. So kann man beim Mischen schon auf die verschiedenen Endprodukte eingehen und versuchen ein möglichst guten Mix für alles zu schffen...oder lieg ich da jetzt falsch?

  • Marc   27. Nov 2011   03:35 UhrAntworten

    Der Matteo hat's raus und ich stimme in gewisser Weise auch dem Jörg zu. Wer keinen optimierten Raum und sündhaft teure Monitore besitzt dem bleibt überhaupt nichts anderes übrig als einen hochwertigen Kopfhörer als zusätzliche "Referenz" in die Misch-Arbeit mit einzubeziehen. Ich habe auch schon oft beim Wechsel auf Kopfhörer Rauschquellen und Knackser entdeckt die ich zuvor auf den Lautsprechern nicht gehört habe weil hier z.b. ein Kühlschrank steht, die Straße leicht zu hören ist, PC-Lüfter an sind etc. Auf einen Kopfhörer kann man auf keinen Fall verzichten, und auch die Gesamtmischung sollte man auf jeden Fall auch auf dem Kopfhörer als positiv beurteilen können.

  • clipnotic   29. Nov 2011   10:26 UhrAntworten

    Ich finde auch, dass man beides gut gebrauchen kann und auch nutzen sollte, also Monitore und Kopfhörer!

    Klar man kann natürlich immer sagen, es braucht optimale Raumakustik und dies und das ... Wer kann sich das bitte noch leisten, man kriegt ja nicht mal mehr für Releases ordentlich Kohle heutzutage um in sowas zu investieren?

    Wenn man also so argumentiert, dann brauchts auch keinen Artikel drüber, sondern dann reichts wenn man einfach behauptet: "Nur wer ein raumoptimiertes Studio hat, kann Musik machen die sich auch verkaufen lässt" - Und das ist nicht wahr und wird häufig von so Mikroskop-Musik-Beurteilern behauptet, die an Musik mehr wissenschaftlich anstatt mit Gehör rangehen!? Zum Teil versteht man dann nicht mal mehr ein Wort, von was überhaupt gesprochen wird! Und ich mach jetzt auch schon seit 17 Jahren Musik so ist das nicht aber nicht auf Uni-Niveau!

    Ich arbeite in meinem miesen Allround-Raum z. B. so:

    1.
    Ich fang mit den Monitoren, Focal Solo 6 BE an, nen Song zu basteln und bau da auch erst mal die Sounds über diese Abhöre von Grund auf, grad auch wegen Panning usw. ... das geht besser auf Monitoren find ich!

    2.
    Dann wechsel ich auf meinen AKG Kopfhörer als Kontrast sozusagen. Dort hör ich dann sofort, wenn ne Soundspur heraussticht, zu laut oder grell ist ..., diesen Bereich pass ich dann so an, dass es auf dem Kopfhörer vom Mix her passt.

    3.
    Dann zurück auf die Focal Monitore und den Bass eingestellt. Das mach ich auch ein bisschen durch Vergleichen mit anderen Songs.

    So und diese Mixe funktionieren schon mal soweit, dass man sie optimal zum Mastern geben kann und auch überall hören kann! Bisher hatte ich damit dann keine Probleme, auch nicht bei Releases!

    Ohne den Kopfhörer-Schritt ( 2. ), hatte ich oft das Problem, dass Spuren herausstachen oder fiebten. Seit ich den Kopfhörer mitverwende, passiert mir das nicht mehr!

    Grund, die Focal und viele andere Monitore bringen nicht alles rüber und je nachdem unter welchen Raumbedingungen man arbeiten muss, werden Frequenzen verschluckt oder falsch betont ... oder was weiß ich was da noch wissenschaftlich nicht passt alles!

    Ja genau und jetzt kann man argumentieren: "Na dann kauf Dir doch Bassfallen" oder "bessere Monitore" ... und dies und das noch dazu ... !

    Da sag ich drauf, warum soll man das tun, wenn es auch mit nem Kopfhörer geht!?

    OK, ich red hier nur von nem ertragbaren Mix, der so gemacht ist, dass er professionell weiterverarbeitet werden kann! Das ist mit Sicherheit auch der Fall, bis jetzt hat sich keiner beschwert - eher im Gegenteil!

    Beim Mastering sieht das vielleicht dann wieder anders aus, das kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht mehr selbst mastere sondern mastern lasse, wenns an ne Veröffentlichung geht. Denn das ist meiner Meinung nach ne Welt für sich und das was man heutzutage als Mastern bezeichnet "um nicht unterzugehen" ist in meinen Augen Soundzerstörung! Das können die gerne treiben in den TOP 100, ich mach da nicht mit, denn zum Glück gibts noch viele Musikgenres und auch Hörer, denen es egal ist, nen Lautstärke-Regler zu bedienen!

    Und so wie die Kids und die meisten heutzutage Musik hören z. B. in der U-Bahn oder im Zug - da kratzt doch sowieso alles und scheppert vor sich her! - Dann noch die miese Qualität die von denen runtergeladen wird ... wieviel Audiophile gibts denn überhaupt noch?!

    Und wenn ein DJ oder Radiomoderator heutzutage nicht mehr in der Lage ist ein bisschen mit seinen EQs und Fadern zu arbeiten sondern in einer Hand die Kippe in der anderen Hand ein Bier ... und den Rest macht ne Software a là BPM Studio ... ja dann soll er meinen Track eben nicht spielen!

    Sorry, aber ich hab vor 15 Jahren auch mal aufgelegt und da hat man sich sein Set eben gut vorbereitet und war fleissig am Knöpfchendrehen! Da war das noch Arbeit nicht nur cool rumstehen / rumsitzen und auf Big machen!

    Funktionieren von Musik auf mehreren Abhören:

    also ich hab mal den sogenannten Gang in nen Technik Discounter gemacht und hab mir mal 5 Hifi Abhören von der Stange zusätzlich gekauft, was eben die Masse sich so kauft als Hörer. Songs die überall wirklich geil klingen, gibts gar nicht soo viele. Auf jeden Fall klingen die meisten so, das nichts stört auf keinem der Abhören! Hier und da muss man mal Bass nachregeln (rauf oder runter, je nachdem)

    Und das ist bei meinem Mixen auch nicht viel anders, sie sind eben leiser und zwischendrin gibts mal die ein oder andere Frequenztücke - die aber meist nur ich höre oder Wisschenschaftler ... aber meine Frau, die oft als "normaler Hörer" hinhalten muss, merkt davon nix, weder daheim noch im Auto! ;-D

    Zusammenfassend:

    Für mich ist ein guter Kopfhörer eine klasse Erweiterung und vor allem auch eine billige Alternative die einen auch ohne megateure Raumoptimierung zumindest semi-professionell Musik machen lässt!

    Daher sollte dieser Artikel noch erweitert werden und zwar mit den Argumenten die FÜR einen Kopfhörer sprechen, denn die gibt es auch und mit Sicherheit nicht nur im Homestudiobereich! So ist das jetzt nur die halbe Wahrheit!

  • Kurt   20. Dez 2011   14:53 UhrAntworten

    Das Thema hat ja viel Meinungen gefunden. Also ich als Playback Bastler für mich und einige andere Abnehmer aus der Unterhaltungsszene kann nur folgendes feststellen: Da ich zu Hause arbeite und das sehr viel, würde ich natürlich große
    Probleme mit meinen Mitbewohnern bekommen wenn ich stundenlang über meine Abhöhre abmischen würde. Also erstmal Kopfhöhrer. Damit gelingt mir inzwischen eine ganz gute Grundmischung. Dann müssen allerdings in der Endphase meine Nachbarn schon noch eine Weile leiden bis die Mischung stimmt, dann kommen immer meine Monitore zum Einsatz und das dauert auch noch eine ganze Zeit. Im Laufe der Zeit muss man aber immer weniger nacharbeiten, da man doch die Schwächen des Kopfhöhrers, wenn man es überhaupt so nennen will, kennt.
    Da es diese Woche Weihnachtet auf diesen Weg auch mal wieder Gruß an Carlos, mach weiter so, schöne Weihnachten und rutsch gut, alle anderen übrigens auch
    Gruß
    aus berlin
    Kurt

  • thomas   13. Apr 2012   14:13 UhrAntworten

    mal hierüber informieren, nicht ganz billig, aber ein high end gerät das bezahlbar ist und mit dem definitiv kopfhörermixe möglich sind, allerdings
    unter der voraussetzung den mix auf studio monitoren gegenhören zu können...

    zum einen SPL Phonitor und zum anderen SPL 2control.

    der erstere ist eine tolle möglichkeit mit einem guten kopfhörer einen mix hierüber möglich zu machen.

    mit dem teil ist es möglich mit ein wenig übung den klangeindruck der eigenen studioboxen abzubilden, um eben wahlweise mit kopfhörer und lautsprecher mischen zu können.

    viel spass damit

    gruß thomas

    • Carlos San Segundo (delamar)   13. Apr 2012   15:46 UhrAntworten

      Hallo Thomas, danke dir für deinen Kommentar. Wir haben letztgenanntes hier stehen und - auch wenn es ganz nett ist - die Lautsprecher kann es nicht ersetzen.

  • Merky   12. Aug 2012   00:42 UhrAntworten

    Carlos...ganz ehrlich...dein Argument "auch wenn es ganz nett ist" deutet auf ein klares Vorurteil gegenüber Kopfhörer....ihr habt also den Phonitor bei euch rumstehen, und erwähnst dies so ganz am Rande....Komisch...

    • The Navigator   30. Okt 2013   13:47 UhrAntworten

      Ja, ein Vorurteil. So sieht das für mich auch aus, insbesondere auch deshalb, weil ich genau die gegenteilige Erfahrung gemacht habe.

  • Yomo   10. Sep 2012   17:18 UhrAntworten

    "Kopfhörer contra Abhöre" ?
    Wer den Sound (Basslastigkeit, Mitten und Höhenwiedergabe) seines Kopfhörers durch etliche Abhörvergleiche zwischen der eigenen Mischung und anderen Fremdproduktion sehr gut kennt, wird auch in seiner Beurteilungsfähigkeit ein gutes Sound- Premixing über Kopfhörer machen können. Die Qualität des Kopfhörers ist hierbei nicht einmal so der entscheidende Aspekt, sofern es sich nicht um einen billigen "Knopfhörer" handelt und ein professioneller Kopfhörer sicherlich nicht die schlechteste Investition wäre.
    Die wesentliche Problematik bei ausschließlicher Kopfhörermischungen vs Abhöre ist m.M. nach, das man über Kopfhörer einen zu direkten Bezug zum Klanggeschehen hat und Lautstärkeverhältnisse sich auch schlechter beurteilen lassen. Beim Gegenhören über die Abhöre gehen nun einmal manche Frequenzen verloren (wobei andere wiederum dann erst auftreten) und das was im Kopfhörer in der Lautstärke als präsent erschien, kann im Abhören über verschiedene Lautsprechersysteme untergehen, weil dann die Räumlichkeit und Position des Hörers auch ihren wesentlichen Teil zum entfaltend empfundenen Klanggeschehen beisteuert.
    Ein Gegenhören über die Abhöre, verschiedene Lautsprechersysteme etc. erlaubt m.E. definitiv ein objektiveres Urteil von durchsetzungsfähigeren Lautstärkeverhältnissen...ABER: nicht zwangsweise vom Sound !
    Ein guter Sound-Mix in seiner Ausgewogenheit zwischen Bass&Höhenanteilen, lässt sich mit einem "eingehörten" Kophörer durchaus sehr gut erarbeiten und gerade bezüglich kleinster Feinheiten der Positionierungen von Instrumenten im Stereobild (Stereo-Imaging), macht einen Kopfhörer unverzichtbar und besser geeignet als die Abhöre... die mir wiederum dann nur dazu dient, ob man das dann auch in einer Lautstärke entsprechend raushört, was man positioniert hat.
    Die Ergänzung beider Werkzeuge (Kopfhörer und Abhöre) sind das A und O einer guten Abmischung und letztlich ist es doch auch in diesem Zusammenspiel immer eine Frage von Kompromissen und subjektiven Geschmäckern, um das Optimum seiner Produktion herausarbeiten zu können.

  • KevKev   04. Nov 2012   16:41 UhrAntworten

    Also Leute, ich kann dazu nur sagen:

    Das ist so eine sowas von relative und überbewertete Sache! Ob Boxen oder Kopfhörer - es macht die Musik kaum besser. Es hängt einfach echt von dem ab, der sie macht oder bearbeitet - dazu gehört das Gehör und das Hörempfinden und die Vorstellung des Klanges - mit der Technik kann man sich leider KEIN Talent kaufen, damit muss man leben. So, wer aber dennoch einfach technikbegeistert ist, der muss doch feststellen, dass man bei all dem Wirrwarr unmöglich zu einer Perfektion kommen kann, es gibt ständig klangliche Einschränkungen und Abweichungen (von denen auch gesprochen wurde, aber es scheint nicht ganz eindeutig zu sein). Wer sich dann trotzdem sein Talent erkaufen will - der muss ja dann auch mal feststellen, dass die Klangqualität im Studio, auch meist im Studio bleibt. Denn wer hat sonst eine gute Anlage + Gehör + INTERESSE um irgendwelche störenden Frequenzen und sonstiges rauszuhören? Fast niemand... soviel zu den Regeln der Akustik/Technik/Musik. Die Perfektion im Klang ist lediglich für Psychoakustiker oder so evtl gut, um Eindrücke zu intensivieren. Des weiteren zur Erkenntnis des schlechten Ergebnisses: Wenn ich über einen Eindruck vorurteile, so ist dieser doch von Anfang an unwiderruflich belastet. Wenn man mit der Einstellung "Über Kopfhörer bearbeitete Musik kann auf der Anlage nur schlecht klingen", so erklärt sich ja alles von selbst.
    Ich selber stehe dann eher zu den Kopfhörern - es ist für mich um ein vielfaches einfacher, unkomplizierter und FLEXIBLER. Ich finde mich mit den Einschränkungen ab und weiß wie ich damit zu arbeiten habe als wenn ich mir eine Anlage kaufe, für die ich mein ganzen Raum umbauen muss, Zubehör kaufen muss + den "Spaß" hinterher habe, es auch noch zu justieren und mir Messgeräte besorgen muss, um den Höreindruck zu bestätigen und das erstmal alles verstehen (nicht auswendig gelernt aus irgendeinem Regelbuch oder Forum) muss um sinnvoll damit arbeiten zu können - das hat auch gar nichts mehr mit Musik zu tun.
    Des weiteren kann ich auch nur hinzufügen, dass die Musik der ganz Großen bei mir noch keinen vollkommenen Hörgenuss geweckt haben, eher die der Hobbymusiker...

  • Sven   28. Dez 2012   13:11 UhrAntworten

    Hi,
    Ich finde Kopfhörer beim Mischen und auch Mastern - zusätzlich zu den Studiomonitoren - sehr wichtig. Mit Kopfhörern höre ich Dinge heraus, die ich durch die Lautsprecher nicht hören kann.
    Auch bei normaler Musik aus dem (Internet-)Radio höre ich bei Kopfhörern immer wieder Nuancen, die mir über Lautsprecher verborgen waren. Daher habe ich mir angewöhnt, im Groben über Lautsprecher und im Kleinen über Kopfhörer zu mischen.
    Um Phasenauslöschung zu testen, kann man ja auch bei Kopfhörern den Output vorübergehend auf Mono stellen.

  • Ziener Oliver   16. Mai 2013   21:55 UhrAntworten

    Das Thema mit dem Kopfhörer abzumischen ist seit geraumer Zeit für mich und meiner Kundschaft wichtig geworden. ZUMAL weil immer mehr taugliche KH auf dem Markt vertrieben werden und meistens die Leute von heute auf dem Weg zur Arbeit im Zug oder so mit InEars oder eben auf aktuell OverEars Musik hören.

    Jörg sagte viel über die Feinheiten in einem Mix. DAS ist genau das was eine gute Musik ausmacht.

    Will man eine grosse Zielgruppe erreichen so finde ich muss der Mix
    von den meist genutzen Quellen einfach auch gut klingen.

    Für mich persönlich beteutet das folgendes.
    Ich habe angfangen wie damals vor Jahren den Mehraufwand zu betreiben erst den Mix in meinem RT60 Raum abzumischen.
    Das natürlich mit möglichst linearen Abhörmonitore.
    Immercim Vergleich zu bekannter Referenzmusik.

    Danach setze ich einaml den Bose und den Monsterbeat auf und mache das gleiche nur mit dem Ziel es auf beiden KH vergleichbar
    abzumischen. Auch während dem vergleiche ich immer mit Referenzmusik.

    Auch für einen Standart Radio würde ich heute spezieller vorgehen.
    Ist jedoch etwas anderst anzugehen.

    Fürs Auto würde ich meinen eigenen nehmen, und solche meiner Freunde um einen angenehmen Mittelwert justieren zu können.

    Wie gesagt ein grosser Aufwand jedoch bei meiner Kundschaft sehr geschätzt.

    Ein gesammter Mittelwert aller aktuell meist benutzten Soundquellen ergibt zum Schluss einen wirklich guten Mix der bei jeder Quelle vergleichbar klingt wie meine genuzte und bekannte Referenzmusik.

    Aber nur mit Kopfhörer oder nur mit Abhörmonitoren oder nur im Auto oder nur irgendeine andere Soundquelle zu benutzen um den Sound grundsätzlich überall top klingen zu lassen ist minimalistig und daher der Grund warum abmischen und mastern heute nich mehr wirklich abmischen und mastern ist.

    Zum Gück habe ich Kunden die es erwarten was ich sage und meine Kunden mich Enhusiast der selbst immer das best mögliche Ergebnis will. Vorallem wird ja eben ein echtes Abmischen und Mastern bezahlt und nicht eine minimalistische Arbeit. DOCH die häuft sich leider immer mehr und macht es uns Könnern schwierig auf dem Markt zu bestehen.

    Also ja, ich / wir nutzen auch Kopfhörer so wie eine Gegenhöranlage und das immer mit einem vergleichbaren Referenzsound der eben bekannt ist.

    • The Navigator   30. Okt 2013   14:11 UhrAntworten

      Das mit den Overears ist a) ein interessanter und b) ein nachvollziehbarer Trend.

      Mach ich inzwischen auch so, der Sound ist 10x besser als mit den In Ears.

  • Chris M.   06. Aug 2013   19:41 UhrAntworten

    Sehr intressant der Artikel, werde ich definitiv weiter beobachten.
    Ich selbst ziehe bald in eine Mietwohnung wo die Wände eher aus Pappe sind..:(
    Habe als Set gerade recht lineare Shure Studio-KH und eine HiFi 5.1 von Creativ (und müsste mir evtl. mal monitor Boxen zulegen).
    Meine Frage wäre nun wie es sich zu einem 5.1 HiFi System verhällt im Gegensatz zu klaren Monitor Boxen, denn ich habe die Erfahrung gemacht dass ich relativ gut fahre wenn ich mit den KH mische und das Mastern dann per Anlage und Gegenhören per Kh mache und danach nochmals Gegenhöre (mal mix ohne mastering und vice versa).
    Wenn ich den Track dann gemastert auf der Anlage oder aufm Mp3 Player höre krig ich schon recht gute Resultate, bin mir aber bewusst dass da nat. noch mehr geht, je nach Einkommen;).
    Welche (Günstig aber gut, ja das wär immer gut..ich weiss:)
    Monitorboxen man sich holen kann, vorallem für eine Mietwohnung mit Pappwänden (interessieren tut mich zb auch in welcher Konstellation, also ob Stereo, 4.1, 5.1 usw. wobei dies nur aus interesse ob Stereo 5.1 etc. vorzuziehen ist.)
    Vielen Dank für die ganzen Infos:)

  • Turnah   28. Aug 2013   12:55 UhrAntworten

    Die meisten Monitorboxen im kleinen oder mittleren Preissegment haben ihren Roll-Off bei ca. 56 Hz. Wenn du also herkömmlich Musik machst würde ich natürlich eine Stereophone Abhöre bevorzugen.Abmischen auf 5.1 Systemen eignet sich in den meisten Fällen nicht für ganz banale Musik, da sie letztenendes wieder auf Stereo downgemixt werden müsste, was wiederum zu einem subjektiven Raumverlust und Imageverlust führen würde.Das ist aber natürlich geschmacksache, nur hören die meisten Leute wahrscheinlich immer noch in Stereo.Um die Bassfrequenzen, gerade die im Tiefenbereich bis 80Hz besser beurteilen zu können würde sich ein Subwoofer zu der Stereo Abhöre eignen.Der sollte dann so geschaltet sein dass er etwas über dem Roll-Off der Boxen endet. So könntest du den Tiefenbereich mit gut Druck und Wumms bearbeiten. Natürlich alles eine Frage des Geldes... Es ginge aber auch mit guten Phones, da Phones meistens ein größeres Frequenzspektrum abdecken. Gerade in den Frequenzen unter 56Hz, also die Frequenzen die es im Bauch so schön kribbeln lassen, könntest du deinen Fokus schärfen.

  • Miyamoto   30. Sep 2013   10:22 UhrAntworten

    Kopfhörer hin Kopfhörer her.

    Den Kopfhörer nehme ich um ein Set abzustimmen geht mir garnicht um das klangliche Ergebniss. Danach kommt nur die Abhöre in Frage. Um eine guten Mix hin zu bekommen gibt es auch einen kleinen Trick. Meistens lehnt man sich an irgend einen Song der schon Fix und fertig ist. Na dann einfach mal clean AB Vergleich machen...funktioniert auch im Kopfhörer....
    Aber ne Garantie ist das auch nicht das der eigene Mix genau so klingt.
    Kopfhörer nehem ich fürs Grobe wenn man einen neuen Track anfängt und dabei niemanden stören will. Auch ein Arrangement kann man im Kopfhörer meiner Meinung nach absolvieren. Soll es aber anständig klingen, gibts da nur die Abhöre und die sollte auch noch gut sein...also unterhalb der 400 gibt es da nix gescheites.

    Nur meine Meinung :-)

  • The Navigator   30. Okt 2013   13:45 UhrAntworten

    Wenn man es richtig macht, dann kann man sehr wohl mit dem Kopfhörer abmischen - geht ja oft auch gar nicht anders (z.B. wenn man, wie ich, nur morgens und in der Nacht an Musik arbeiten kann).

    Was man braucht:

    1. Extrem linearen, guten, offenen Kopfhörer (z.B. AKG K701)
    2. Ein Plugin, mit dem man Frequenzgang, HRTF (kann man gerne googlen), Crosstalk und Raum simulieren kann, ich nehme hierfür tb Isone Pro
    3. Control - Room - Funktion im Cubase
    4. Audiointerface mit 2 Stereoausgängen und 1 Kopfhörerverstärker

    Ja, geht, man muß halt über den Tellerrand rausblicken und, was neue Entwicklungen (Monitor - Simulator - Plugins!) betrifft am Ball bleiben, da sehe ich hier ein massives Versäumnis beim Autor des Artikels.

    • Carlos San Segundo (delamar)   30. Okt 2013   13:50 UhrAntworten

      Natürlich geht das - rein technisch. Ich könnte ja auch über mein Küchenradio mischen. Da muss es gar nicht das Abmischen im Kopfhörer sein. Die Frage ist doch: Geht es genauso gut im Kopfhörer wie mit Lautsprechern? Und diese Frage kannst Du dir auch so beantworten: Wenn Abmischen im Kopfhörer gleichwertig zu dem Mixing über Lautsprecher sein kann (und auch noch wesentlich preiswerter), warum setzen die Profis noch immer so teure Studiomonitore mit linearem Frequenzgang ein?

      • The Navigator   30. Okt 2013   13:59 Uhr

        Ja, geht genauso gut. Mit dem von mir genannten Equipment sogar besser als auf meinen Nearfields, weil ich durch die Kopfhörer zusätzlich noch wie mit einer Lupe reinhören kann.

        Inzwischen verwende ich die Fostex - Dinger nur noch zum letzten Check "geht das überhaupt", ansonsten mach ich die Songs von der ersten Idee bis zu meinem selbsterlernten Mastering direkt unter den K701 fertig.

        Ein bißchen Zeit muß man halt ins abstimmen investieren, aber das waren bei mir damals einmalig 2 Stunden (bis es wirklich gut war).

        Man muß sich aber auch die Zeit nehmen, den Control Room (bin Cubase - User) richtig zu erlernen, dann ist da ein Vergnügen.

        Und warum die Profis noch immer Studiomonitore einsetzen?

        1. Unsachlicher Grund: Vorurteile
        2. Sachlicher Grund: Endkontrolle

  • chris m.   30. Okt 2013   13:53 UhrAntworten

    Beiir geht es ja auch oft nicht anders. wegen dem plugin das Raumklang simulieren soll, da ist doch grundwissen bzw die erfahrung wie es richtig klingen soll sehr von vorteil denke ich. ansonnsten kann ich mich nur anschliessen, man sollte ueber den tellerrand schauen und auch viele vergleiche ziehen was mixe und sound aus verschiedenen abhoeren angeht.

    • The Navigator   30. Okt 2013   14:10 UhrAntworten

      Ich hab mir meine Lieblingssongs über die Fostex und dann den AKG abgespielt und solange gefummelt an den Einstellungen, bis es sich identisch angehört hat.

      Interessant daran war, daß manche Einstellungen widersprüchlich waren, da galt es dann, einen Kompromiß zu finden.

      Vor allem wenns sehr unterschiedliche Stile waren (Pink Floyds "Dark Side of the Moon" vs. "Oceanborn" von Nightwish z.B.).

      Die Raumklangsimulation hingegen war einfach einzustellen, das habe ich direkt mit dem Arturia Mini V gemacht. Einfach "brutales" Bass - Preset wählen, ein bißchen sweepen, fertig.

  • Route 909   01. Nov 2013   17:26 UhrAntworten

    Ich stimme bobileebob absolut zu! Außerdem geht es mir persönlich darum, den Mix meiner elektronischen Musik möglichst frei von natürlichen Raumeindrücken hören zu können. Nur so kann ich die Wirkung meiner algorithmischen Verbs am besten einschätzen und - vorallem - dosieren! Aber ich gebe gerne zu, dass da auch ein Unterschied zwischen akustischer und elektronischer Musik bestehen mag...

  • G.K.   29. Jan 2014   21:47 UhrAntworten

    Heute 2014 kommt man mit einem (guten)Kopfhörer tatsächlich weiter als früher. Vor allem dann, wenn man den Treiber vom virtuellen Surroundsound 5.1 oder 7.1 der Soundkarte nutzt. Da kann man alle virtuellen Boxen auf Null stellen. Mit Ausnahme der beiden in der Front. Die und den Zuhörer optimal positionieren, dann erhält man einen sehr ähnlichen Eindruck, der natürlich über die Abhöre zu kontrollieren ist. Wichtig ist, dass man jede Art von Musik darauf kennt, um das richtig einzuschätzen. Dann ist es eine leise und günstige Alternative.

  • Pedro   07. Mrz 2014   10:13 UhrAntworten

    Abmischen über Kopfhörer - JA!
    Aber nicht Alleine!!
    ich mische mit meinen Kopfhörern ab, checke den Sound dann auf meiner Abhöre. FERTIG!
    Sollte ich mir unsicher sein, bounce ich den Track auf CD bzw als Audio File und höre ihn auf den anderen Geräten an.
    Passt alles? Perfekt!
    Gibt es was, was ich ändern muss? Dann wird es angepasst.
    Aber meist kann ich mit meinen Kopfhörern doch schon einen klasse Mix erstellen.
    Aber jeder natürlich, wie er es gewohnt ist!
    trotzdem sage ich;
    Abmischen mit Kopfhören - JA!
    Aber nicht nur auf die Kopfhörer verlassen!

  • gürgl   26. Mrz 2014   08:07 UhrAntworten

    Sehr interessant,
    ich MUSS (kleine Tochter) mit Kopfhörer mixen.
    Obige Meinungen find ich haben sicher Berechtigungen.
    Was ich aber nicht gelesen habe und was ich langsam bekomme ist das hören und vergleichen.

    Einen guten Mix mit Boxen auf einer HIFI anhören oder im Auto ist ein Unterschied. Da sind wir uns einig. Das kompressoren geschwängerte Dumm Bumm im Radio...Da reicht der Kopfhörer. Die meisten Produktione sind Masse statt Klasse in Bezug musikalischer Qualität und überhaupt. Schauen Sie sich doch mal den Otto Normal Bürger und seine Gewohnheiten an. Früh morgens schnell ins Auto Bayern 3, Antenne quatschsender halt. Dem fällt nur ein Song auf, der sich von der Massenproduktion gewaltig unterscheidet.
    Es ist leider auch so, man kann sich Musik schön hören. Also je öfter das gespielt wird um so mehr prägt sich das ein und man hört es sich schön.

    Jetzt aber ums Thema, also ich hab langsam ein Gehör und eine Methode mit Mix entwickelt, wo ich genau merke am Kopfhörer sind die Bässe zu laut, im Auto hingegen zu leise. Abends mixen ausbessern usw. Ich bin mittlerweile in der Lage mittelmässige Mixe am Kopfhörer zu machen. Das ist kein grosser Unterschied mehr zu den Monitoren. Das ist Gewohnheit und geht ! Es wird ausserdem soviel in Mixe investiert (PLUGS). Das muss alles nicht sein. Sind die Aufnahmen, das Arrangement, der Sänger gut, kannst nicht mehr viel verkehrt machen. Sollte ein Song expldieren geb ich Ihn zum produzieren in ein renommiertes Studio.

    AMIS !

    die können es...

  • Dennis Lenz   12. Apr 2014   08:28 UhrAntworten

    Benutze seit 10 Jahren einen DT770-Pro (der zweite mittlerweile) und kann den Sound darüber sehr gut einschätzen. Meine Mixe waren über Monitorboxen grundsätzlich schlecht, fader...(weniger Effekte).
    Über Kopfhörer kann ich wenn ich will wunderbar Detailvergleiche ziehen (A/B) und meine Mixe dementsprechend "anfetten". Mische darüber jetzt wie gesagt seit Jahren, einmal lief ein Mix von mir in einem Club (den ich via Kopfhörer gemacht habe!) und der Sound war tadellos. Weder matschig noch rumpelig noch klirrig.
    Ist also Einstellungs- aber auch Geschmackssache! :-)

  • Sebastian Wallner   14. Jun 2014   10:44 UhrAntworten

    Hier wird ja schon seit Jahren diskutiert :-) Ich für meinen Teil benutze hauptsächlich eine VRM-Box (virtual room modelling von Focusrite und in-ear monitors von ultimate ears mit Otoplastiken (am besten googeln). Ist zwar nicht billig, aber auch ich habe keinerlei Möglichkeit mit meinen Monitorboxen abzumischen ohne Frau und Kinder aus dem Haus zu jagen.
    Für Soundcloud o.ä. langt das imo schon.
    Prinzipiell würde ich das Mastering eher in professionellen Auftrag geben, wenn's auf den Markt soll. Sowieso besser, wenn jemand mastered, der nicht schon Stunden bis Tage an einem Werk gehangen ist...

  • Kazproooo   11. Sep 2014   03:32 UhrAntworten

    Super Artikel. Ist so!

  • Joachim Berger   31. Okt 2014   12:36 UhrAntworten

    Ich arbeite seit ein paar Wochen mit dem Focal Spirit Professional. Meine Monitorlautsprecher sind Neumann KH 120 A.
    Der Sound auf den Monitoren und dem Kopfhörer ist nahezu identisch. Kein "Bruch" mehr im Hören wenn man die Lautsprecher aufzieht.
    Mit dem Kofphörer kann ich bei Bedarf detailierter "reinhören".

    Für mich - alles bestens!

  • Hans von Hag   27. Apr 2015   13:43 UhrAntworten

    Leute gebt nicht so viel Geld, für den "eh kein Hit" aus, denkt an später,zähne brille kondome usw. ein Musikerleben kann so richtig teuer werden,vor allem die Gage! Denn ihr werdet mehr als nur einmal drauflegen ;-)

  • Chama   02. Dez 2015   15:30 UhrAntworten

    "Wer seine Headphones also bestens in- und auswendig kennt, wird auch auf diesen einen passablen Mixdown zaubern können."

    Passabel??? Was soll denn das heißen? ;) Gibt genügend Produzenten die ausschließlich auf KH mischen und Monitore lediglich kurz "missbrauchen".

    "Der Großteil aller produzierten Musik ist für das Hören durch Lautsprecher gedacht."

    Ja: Lautsprecher von iPhones und iPads!

  • janow   04. Dez 2015   10:14 UhrAntworten

    Heute wird wohl der größte Teil der Musik über Kopfhörer konsumiert. Voraussetzung zum Mixen ist ein sehr guter passender Kopfhörerverstärker (nie über die PC Ausgänge oder Interfaces abhören!). Ich habe schon Producer erlebt, die in einem Flightcase ihren Phonitor samt entsprechenden Kopfhörern dabei hatten. Meine Erfahrungen damit sind auch sehr gut. Umgekehrt hören sich eine Vielzahl von Aufnahmen über Kopfhörer sehr mies an – da hat wohl keiner den Mix sich jemals über Kopfhörer angehört.

  • fatman   04. Dez 2015   14:55 UhrAntworten

    Wenn ich die zahlreichen Kommentare hier lese, habe ich den Eindruck, alle suchen nach dem "besten Mix". Diskutiert wird über KH´s oder Boxen. Und alle jagen einem Phänomen hinterher.

    Aber wir Menschen sind alle verschieden. (Binsenwahrheit) Das gilt natürlich erst recht, wenn es um Hör -gewohnheiten, -erfahrungen, und -vermögen geht. Dann ist der Musikgeschmack unterschiedlich; natürlich auch die Musikinstrumente. Ein Mix mit Naturinstrumenten, wie in der klassischen Musik, muß ganz andereren Vorgaben folgen, was Dynamik, Natürlichkeit und Rauminformation angeht, als ein Mixdown mit Synthie´s.

    Viel zu wenig wird auf das Geschlecht des Kosumenten geachtet. Frauen hören anders als Männer. Hier reden Männer über Dinge, die Frauen anders hören können, besonders wenn es um höhe Töne oder die Lautstärke (Dynamikumfang) geht.

    Kleiner Scherz: Ich plädieren für den 6fach Mix, einen für KH, einen für das Küchenradio und einen für die gute Stereoanlage. Aber alles für das männlichen und weiblichen Hörvermögen getrennt ausgelegt. Und wenn dein Konsument dann deinen Mix hört, spielt er evt. mit seinem EQ im iPhone und alles war für die Katz!

    Und dann wäre ja da auch noch die Quadrophonie, die 5.1, 7.1 etc.

    Ernsthaft: Mit welchen Instumentarium ihr auch immer euer Leidenschaft frönt, ihr könnt immer nur das Beste nach euren eigenen Vorlieben mixen.

    Vorschlag: Vielleicht kann Delamar mal ein Rohwerk an verschiedene professionelle
    Studios zum Downmix geben und die Stücke dann veröffentlichen. Da werden wir unterschieden hören! Aber alle haben den idealen Mix zustande gebracht!!??

  • Timple   26. Dez 2015   10:02 UhrAntworten

    Da ich ausschließlich nachts im Studio sitze und gleichzeitig Frau und Kinder schlafen sollen, läuft das bei mir seit Jahren quasi 100% mit Kopfhörer. Ich sehe das wie folgt:
    - Die im Artikel beschriebenen Probleme beim Abmischen mit Kopfhörern sollten einem bewusst sein
    - Man sollte mehrere Kopfhörer verwenden, die natürlich so neutral wie möglich (und finanzierbar) sein sollten
    - Zwischenduch muss immer mal wieder ein Quercheck auf Monitoren, HiFi-Anlage, im Auto, etc. erfolgen (ich nehme mir die aktuelle Version dann einfach immer mit ins Auto und labere meine Erkenntnisse auf ein Diktiergerät (Handy) inkl. Tracknummer, Zeit, etc. auf dem Weg zur Arbeit und justiere dann am nächsten Abend wieder nach.
    - Ich benütze zudem ein grafisches Analysetool (statisch), dass mir das Frequenzspektrum eines Songs ausspuckt. Das vergleiche ich dann mit einem Referenzsong meiner Präferenz (i.d.R. Profiarbeit). Ist erstaunlich, was man manchmal für Bugs entdeckt.
    - Die meisten Probleme gibt es nach meiner Erfahrung mit übertriebenen Bass (das kriegt man in o.g. Maßnahmen und was Disziplin) in den Griff) sowie vor allem mit Hall und sonstigen Raumakustikthemen (da hilft nur der Lautsprechercheck).
    - Ich bin mit meinen Ergebnissen mit o.g. Vorgehensweise durchaus zufrieden.

    Gruß,
    Timple

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