8 Tipps für das Recording

8 Tipps für das Recording

Der Vorteil eine Homerecording Studios liegt auf der Hand: Man kann so lange darin aufnehmen und Musik produzieren, wie man möchte und muss nicht ständig auf die Uhr schielen. Man genießt die vollkommene Freiheit. Aber genau diese kann sich auch als problematisch herausstellen, denn es ist niemand da, der uns vor Fehlern und Sackgassen warnen würde.

Hier 8 Tipps, die Euch vor typischen Sackgassen und den damit verbundenen Wutausbrüchen (oder Depressionen) bewahren können. Wenn Ihr noch eigene Tipps habt, dann nutzt doch bitte die Kommentarfunktion, um die Liste zu ergänzen.

  1. I’ll fix it in the Mix
    Vor allem in lang währenden Sessions neigt man gerne dazu, etwaige Fehler gewollt zu überhören und sich selbst vorzugaukeln, diese seien im Mix korrigierbar. Aber wie oft hat dies schon nicht funktioniert?
    Deswegen lieber noch einen Take ohne das Bellen des Nachbarhundes machen.
     
  2. Drums zuerst aufnehmen
    Das Schlagzeug bzw. die Rhythmusgruppe zusammen mit dem Bass sind die Basis eines jeden Songs und sollten unbedingt zuerst aufgenommen werden. Sie geben den Groove an.
     
  3. Stimmen der Instrumente
    Brauche ich nichts weiter zu sagen, oder? Nichts ist schlimmer als eine verstimmte Gitarre im Chorus.
     
  4. Die Erkältung des Sängers
    Wenn die Stimme des Sängers nicht auf der Höhe ist, dann sollte man die Freiheit des Homerecording Studios nutzen und die Aufnahme verschieben.
     
  5. Regelmässige Pausen
    Die Ohren brauchen regelmässige Ruhephasen um sich zu regenerieren. Eine Pause hilft auch, die Perspektive auf den Song wieder zu finden.
     
  6. Weniger ist mehr
    Die Tatsache, dass man tausende Instrumente, Plugins und Effekte zur Verfügung hat, sollte nicht dazu führen, diese alle im Song oder während der Aufnahmen einzusetzen.
     
  7. Organisation
    Nachdem man das Album komplett aufgenommen hat, geht es ans Abmischen und vorher noch ans Editieren. Wehe wenn die Projektdateien allesamt Aufnahme_0 bis Aufnahme_1034 heissen.
     
  8. Backups
    Abstürze oder defekte Computer mögen ja selten sein, aber sie kommen dafür garantiert immer dann, wenn man sie am wenigsten braucht. Backups sind essentiell, gleich ob man sie täglich, wöchentlich oder nur monatlich macht. Wichtig ist nur, dass man sie macht.

Habt Ihr noch Tipps zum Thema Homerecording? Dann teilt sie mit uns und ergänzt diese Liste in den Kommentaren!

Lesermeinungen (4)

zu '8 Tipps für das Recording'

  • Zettt
    25. Mrz 2008 | 15:42 Uhr Antworten

    Ohhhhhhjaaaa!

  • oberleiner
    26. Mrz 2008 | 07:42 Uhr Antworten

    Deadline setzen – sonst verliert man sich in Kleinkram. Gerade beim Mischen und Editieren immens wichtig – sonst wird man nie fertig.

  • kevin halm
    24. Jan 2010 | 13:19 Uhr Antworten

    ja bei mir is die deadline auch immer 4 stunden^^… da mein “home-studio” über dem wohnzimmer meiner eltern ist, und ich sie nach der arbeit nicht mit dem schlagzeug oder mit lauten saxophone solos nerven möchte^^… wichtig is es aber auf jeden fall, sich jede stunde mal nen kaffee zu holen oder ne zigarette zu rauchen um einfach wieder die ohren zu neutralisieren^^…..
    und nochmal zum schluss…. ich liebe delamar^^…..

  • René H.
    09. Jul 2012 | 19:08 Uhr Antworten

    Hallo zusammen,

    ich nehme mir mal die Freiheit und erweitere die 8 Tipps des Recording.

    Oft kommt es vor, dass man sich einige Wochen nach dem Recording, Mixdown und evtl. Mastern denkt, der ein oder andere Song hätte besser werden können. Dieses Risiko lässt sich reduzieren, indem von Anfang an sauber gearbeitet wird. Kleinigkeiten können Großes bewirken!

    Große Probleme tauchen häufig bei der Abnahme des Schlagzeugs auf.
    Mit preisgünstigen Mikrofonen ist es
    auch möglich, einen ordentlichen Klang zu erzielen. Bei der Schlagzeugaufnahme ist die Position der Mikros und das Stimmen der Felle von enormer Bedeutung.

    Wie die Felle am Schlagzeug müssen natürlich auch die Saiten der Gitarre gestimmt sein, wobei diese natürlich viel einfacher zu stimmen sind als die Felle.
    Preiswerte Gitarren verfügen selten über gute Mechaniken und deshalb bleibt ein Nachstimmen oft nicht aus. Der Techniker bzw. Hobbytechniker sollte hier keine Scheu zeigen und den Musiker darauf ansprechen wenn es nötig wird.

    Im Fall, dass sich der Sänger eine Erkältung zugezogen hat, schlage ich vor ihm gut zuzureden, da er von dieser Situation auch nicht sehr begeistert sein wird.
    Das Projekt muss deshalb nicht unterbrochen werden!
    Aufnehmen sollte man eine solche Stimme natürlich nicht, aber es ist noch andere Arbeit zu erledigen wie z.B. das Mischen.
    Der Sänger wird sich freuen, wenn er nach seiner Erkältung einen ordentlichen Rohmix auf seine Kopfhörer gelegt bekommt.

    Die absolut notwendigen Pausen können genutzt werden, um sich mit den Musikern bei einem anderen Song, welcher nichts mit der Aufnahme zu tun haben muss, zu unterhalten (Entspricht die Arbeit euren Vorstellungen?).
    Zwischendurch einen professionelle aufgenommen Song zu hören, halte ich im Homerecording-Bereich für sehr wichtig, um einen Vergleich zu haben.

    Als Laie entscheiden zu können, ob während der Aufnahme bzw. für die Aufnahme ein Equalizer oder andere Plugins verwendet werden sollten, halte ich für sehr schwer. Werden solche Geräte mit aufgenommen, ist es schwierig sie im Nachhinein zu entfernen, wenn sie stören oder nicht mehr erwünscht sind. Andererseits kann dieser Eingriff viel Arbeit ersparen.
    An aller erster Stelle sollte allerdings eine einwandfreie Aufnahme stehen, die durch EQs oder andere Effekte nicht zu ersetzen ist.

    Vor dem Mixdown empfehle ich jedem seine Spuren zu sortieren und am besten farblich zu markieren. Dies erspart Zeit und Nerven.

    Ein Backup ist mit einem Shortcut oder zwei Klicks erledigt, deshalb sollte dies regelmäßig durchgeführt werden.
    Musiker, die nach einer Stunde ein Lied super eingespielt haben, werden sich wohl kaum bedanken, wenn sie erfahren, dass nichts mehr davon im Kasten ist!

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