5 Dinge, die ich an Ableton Live 7 liebe

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Vielen ist das Programm Live 7 (hier: Ableton Live 7 Testbericht) aus dem Hause Ableton sicher schon ein Begriff.Aus gegebenem Anlass möchte ich heute einmal davon berichten, welche fünf Funktionen mir innerhalb von Ableton Live 7 besonders ans Herz gewachsen sind.

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5 Dinge, die ich an Ableton Live 7 liebe

Ableton’s Live ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Sequenzer Programme avanciert. Meist berufen sich “Gurus” auf die non-lineare Abspielfunktionen von Live als massgeblichen Unterschied und Vorteil zu anderen DAWs. Doch Live hat unter der Haube viel mehr zu bieten.

Ableton Live 7: MIDI Mapping

Ableton Live 7: MIDI Mapping

Die Möglichkeit in Live externe Controller mit fast jedem beliebigen Parameter innerhalb des Programms zu verknüpfen ist einer der Stärken des Sequenzers. So kann man jeden beliebigen externen Controller dazu verwenden innerhalb von Live die meisten Parameter direkt zugreifbar zu machen. (Video: Effectrix in Ableton Live)
Bei den Möglichkeiten die sich daraus ergeben ist man ziemlich unbegrenzt man kann sowohl sämtliche Plugin-Parameter fernsteuern als auch Remote-Funktionen (Play, Stop) und sogar einzelne Clips können “gelaunched” werden.

Ableton Live 7: Envelope Automation

Ableton Live 7: Envelope Automation

Oftmals unterschätzt man Live’s Envelope Automation, mit welcher sich umweiten interessantere Effekte erzielen lassen als man denkt.
Es können nicht nur Mixer-Parameter (Pan, Lautstärke) sondern auch Clip-Parameter automatisiert werden. Zum Remixen besonders interessant ist der “Sample Offset”. Mit dem Sample Offset kann man einen Audio-Clip nahezu beliebig herum arrangieren. Dadurch entstehen interessante Effekte und langweilige Original-Spuren (Stems) werden zum Leben erweckt.
Es können natürlich auch Plugin-Parameter automatisiert werden.

Ableton Live 7: Simpler beziehungsweise Sampler

Ableton Live 7: Simpler

Simpler ist Live’s “simpler Sampler” – daher auch der Name. Die sogenannte “Ableton Live Device” kommt recht unscheinbar daher. Es kann immer nur ein Sample gleichzeitig geladen werden und der “Original Pitch” liegt auf C-3.
Soweit nichts ungewöhnliches. Sehr schön ist an Simpler die gute Integration in Live. Einfach Drag’n’Drop eines Clips auf Simpler und schon ist das Sample bereit.
Die Spielmöglichkeiten geben auch mehr her als man zuerst glaubt. Einem etwas längeres Sample, beispielsweise ein Drumloop, mit angeschaltetem Loop kann über die Veränderung der Parameter “Loop Length” und “Start” tolle Effekte entlockt werden. Das Ganze klingt ein bisschen wie 90er Jahre Drum’n’Bass. Glitch-Effekte sind darüber auch ein Kinderspiel.
Simplers grosser Bruder Sampler bietet zunächst die gleichen Features wie Simpler, jedoch wurden noch mehr LFOs und auch noch Hilfs-Hüllkurven mit integriert. Ausserdem kann man Multisamples anlegen – starke Sache.

Ableton Live 7: Slice to New MIDI Track

Ableton Live 7: Slice to New MIDI Track

Bisher mussten Live Benutzer (fast) neidisch auf die Slicing Funktionen eines Recycle schauen.
Mit Live 7 kam eine neue Slicing Funktion hinzu “Slice to New MIDI Track”. Aktiviert man diese Funktion mit einem Klick der rechten Maustaste auf einen Clip bekommt man ein Menü und kann dort das Sample in bis zu 128 Slices zerlegen lassen.
Dabei hat man mehrere Möglichkeiten entweder man zerlegt in musikalische Einheiten (beispielsweise 1/16 oder 1/8) oder man lässt das Sample anhand der “Warp Marker” slicen. Dadurch kann man auch “ungerade” Takteinheiten slicen lassen.
Interessant ist noch die Option ein “Slicing Preset” zu wählen. Das hat zur Folge, dass das entstehende Drum Rack innerhalb jedes Slices nochmal gewisse Effekte zusätzlich geladen hat. (Tipp: Schaltet mal vor das Drum Rack einen Arpeggiator ;) )

Ableton Live 7: Legato Mode

Ableton Live 7: Legato Mode

Als letztes sollte noch der, ebenfalls oft unterschätzte, Legato Modus erwähnt werden.
Legato macht folgendes. Liegen innerhalb eines Tracks mehrere Clips untereinander und werden diese angetriggert, fangen diese nicht bei “1” an zu spielen, sondern der alte Clip übergibt dem neuen Clip seine Spielzeit und der neue Clip fängt “in der Mitte” an zu spielen.
Das ist besonders interessant, wenn man sich Variationen eines einzelnen Clips erstellt und nur leichte Änderungen an den unterschiedlichen Clips einstellt (halbe Geschwindigkeit, Pitch Automation linear nach unten, Rückwärts, Reverb Effekt, usw.). Als letztes muss man nur noch die Quantisierung dieser Clips auf “Nicht quantisiert” stellen, die Clip-Launch-Taster noch auf einen Controller legen und schon entstehen sehr schnell Effekte.

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Lesermeinungen (7)

zu '5 Dinge, die ich an Ableton Live 7 liebe'

  • Herr Z.Berger   29. Apr 2008   15:38 UhrAntworten

    Ja, in die Funktionen kann man sich gewöhnen. Insgesamt ist Live 7 eher ein Instrument als eine Software geworden. lediglich die Wave Bearbeitungs und Schnitt funktionen lassen leider zu wünschen übrig!

    Danke
    Dennis

  • Andreas Z. (delamar)   29. Apr 2008   19:31 UhrAntworten

    Der Herr Berger, den kenn ich doch. :D Hallo!
    Richtig die ist aber auch deshalb so schlecht, da Live von vorn herein auf die Bearbeitung von "beat-synchronisertem Material" ausgelegt ist. Bringst du dein Zeugs erstmal auf Warp loeppt das ganz gut. Und ist halt pur non-destruktiv.

  • Herr Z.Berger   29. Apr 2008   21:01 UhrAntworten

    Hab jetzt kürzlich umgestellt und bin noch ein wenig überforder was Live alles zu bieten hat! Aber best Tool ever.

    Wir kennen uns?! Sech woher... :D

  • Andreas Z. (delamar)   29. Apr 2008   22:28 UhrAntworten

    1. Wirf mal einen Blick auf die Autoren
    2. Wirf mal einen Blick hierauf. ;)

  • Hendrik   23. Nov 2011   16:29 UhrAntworten

    Hi Leute...Wie kann ich denn beim Simpler den Samplestart etwas feiner über einen Midicontroller verändern? Hab ein ziemlich langes Sample geladen und er springt da in riesen Sprüngen durch das Sample,wenn ich den Knopf am Midigerät bewege.

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